Mittwoch, 11. Juni 2014

Ist die Katze gesund,

freut sich der Mensch.

Wir haben 6 Katzen. Fünf davon sind älter als 10 Jahre. Zwei davon sind schon Sorgenkinder. Nun kam noch ein drittes Sorgenkind dazu. Stöpsi, unsere älteste Katze, fängt an zu kränkeln. Schon vor 14 Tagen kam unsere Wilde nach Hause und hatte eine merkwürdige Halbseitensymtomatik... ein Auge fast zu, ein Mundwinkel hängt, Ohr verkrustet. Sonst aber ganz kregel. Auch immer viel Appetit.


Nach langer Beratung mit unserem Tierarzt, der ein feiner Kerl ist und ein Freund des Hauses, gabs 2 Rutschen Antibiotika, schliesslich fanden wir den Gegenbiss und es war klar, daß es einen Kampf, mit wem auch immer, gegeben hat.


Leider ist es gänzlich unmöglich, das Stöpsi zum Transport in eine Katzenkiste zu stecken. 
Ein kurzer Versuch hat gezeigt, daß dieses Pelzchen fest entschlossen ist, zuerst den Transporteur zu töten, sollte das nicht gelingen, die Kiste komplett zu zerstören, um anschließend den Tierarzt in die Invalidität zu beissen.

Wären wir in der Lage, dies alles zu verhindern, zum Beispiel durch eine
Ganzkörpersicherheitsausrüstung und eine Eisenkiste, ist die Katze nach dem Transport wahrscheinlich einem Herzinfarkt erlegen, was ja auch nicht der Sinn der Sache ist. 
Es geht also nicht !!! Überhaupt nicht !!!


Eine Woche war Ruhe, Besserung, Wunde verheilt, alles gut.
Dann hat sich die kleine Tigerin wieder verkrochen, kam humpelnd nach Hause, um sich ihre Mahlzeiten abzuholen...  seit gestern geht es wieder, sie ist wieder munterer und läuft auch mehr herum. 
Trotzdem, der Zahn der Zeit nagt an meiner kleinen Wildmiez. Ganz leise und dezent deutet sich am Ende des Horizonts sozusagen, ein Abschied an. Der nächste. Und ich hab am Abend eine kleine Sorge mehr, die ich mit ins Bett nehme. Aber das ist wohl so, je mehr Wesen man betreut, desto mehr Gedanken macht man sich darüber.



Und da sich die Menschen ja immer ihre Zusammenhänge basteln : auch dies passt in die Lebenswende, die mir gerade im Moment sehr deutlich wird.

 Mein jüngstes Kind wird im nächsten Monat volljährig. Viele Dinge, die wir für unsere Kinder tun, die meisten im Moment, sollen, werden und müssen in die Selbstständigkeit führen. Ob es der Führerschein ist, die Beratung zur Berufswahl oder auch die Hilfe für den Freund.

Das alles soll in eine gute Zukunft führen. Außerhalb des elterlichen Hauses.
Das ist gut so, und manchmal ein bisschen traurig.
 
Und gerade wird mir, auch daran, daß mein wildes Katz alt wird, klar ,wie schnell und unmerklich Zeit vergeht....

Bevor ich nun endgültig in mutterphilosophischen Themen versinke :  Wer heute Abend Zeit hat, kann sich ja mal den Sohn ansehen. Der liest seine, zum Teil slam-erprobten, eigenen Texte in einer hannoverschen Kneipe.


 Jede Menge Lampenfieber inclusive.


Einen Teil der Texte kenne ich bereits und, wie könnte es anders sein, ich finde sie recht gelungen.

Kostet nix !


Kommentare:

  1. Liebe Gitta,
    Deine Sorgen teile ich...habe drei Katzen, davon sind zwei "wild". Für Leo bräuchte ich auch einen Ganzkörpersicherheitsanzug ;-) Stöpsi sieht so süß aus. Ich hoffe, dass sie durchhält und wünsche ihr eine gute Besserung ♥
    liebe Grüße
    Duni

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  2. Deine Stöpsi-Katze ist einfach wunderschön, sie hat ein ganz besonderes Gesicht, auch ich wünsch ihr und euch, dass der Abschied noch nicht so schnell kommt.
    Mich beschäftigt das Thema Abschied gerade auch. Meine (einzige) Kleine wird so langsam eine Große. Sie ist jetzt 12 und macht sich gerade ganz deutlich und neugierig auf den Weg, die Welt immer mehr allein (oder mit Freundinnen) zu erkunden. Daran muss ich erst mal gewöhnen und lernen, meine Sorgen nicht allzu groß werden zu lassen.

    Ich wünsch deinem Sohn viel Erfolg und euch einen schöne Abend.

    Lieben Gruß
    Melanie

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  3. Ach Gitta, ich weiß wie Du Dich fühlst. Hat man Kinder hat man Sorgen. Hat man Tiere, dann hat man sie dort auch. Bei mir ist diesmal nicht der Kater, der hat sich gerade neben mich gesetzt und eine Schneeflocke im Maul. Ich frag mir gerade wo er die Weihnachtsdeko gefunden hat. Mein Sorgenkind heißt Luise. Die Lulu ist eine 10 jährige Papageiendame mit einem Tumor am Brustbereich. Das sie überhaupt so alt geworden ist, das grenzt an ein Wunder. Ihren Bruder Sir Hugo habe ich mit 4 Jahren einschläfern lassen müssen, weil der Tumor aufgebrochen war. Aber auch an ihr nagt der Zahn der Zeit.
    Sei fest gedrückt.
    Und ich hoffe Dein Sohn hatte viel Spaß heute abend.
    Liebe Grüße von der stürmischen Ostsee
    Sandra

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  4. Liebe Gitta,
    ich wünsche deiner kleinen Tigerin gute Besserung. Deine Gadanken und Sorgen kann ich sehr gut verstehen. Meine Rambo ist jetzt 11 Jahre alt und sie schläft jetzt sehr viel. Gut, bei der Hitze sind alle nicht so aktiv. Aber Frau macht sich eben ihre Gedanken. Ich drück die Daumen das ihr noch einige Zeit mit Stöpsi habt.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  5. Ich kenne das Gefühl, was einen befällt und nicht mehr loslässt, wenn in der vertrauten Weite der Landschaft plötzlich ein Fremder steht - weit, weg noch am Horizont aber man ahnt, es ist der, der uns alle einmal abholen kommt.
    Wenn ich mir Stöpsi so ansehe finde ich zwar, dass sie sehr gut aussieht und ich denke, so einen Biss wird sie wohl noch wegstecken. Bisswunden infizieren sich gerne und fisteln dann unbemerkt vor sich hin wenn man denkt prima alles wieder verheilt. Unser Hermi hatte einen Biss am Bein. Das hat lange gedauert und brach zweimal wieder auf. Alles Gute für Stöpsi.
    LG Christiane

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  6. Ich wünsche auch mal ganz schnell gute Besserung!
    Meine Mieze ist 14, hat nur noch drei Beine und einen Herzfehler. Manchmal ist sie noch ganz munter, aber meistens schläft sie mehr als früher. Ich hoffe, dass es ihr noch lange gut genug geht.
    VG
    Elke

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