Mittwoch, 29. Oktober 2014

Alle Tage ist kein Sonntag

Gestern zum Beispiel war Dienstag. Weil aber bei mir der letzte und der kommende Sonntag Dienst-Tage sind, habe ich den Sonntag auf den gestrigen Dienstag verlegt. 

 Also frei gemacht, easy going ... muss ja auch mal sein ! 

 War auch gut so, denn das schöne Wetter hätte bis Mittwoch nicht gereicht. Also los mit Fahrrad, Kamera, Fahrradtaschen zum Sammeln von allerlei Dingen und Hund samt extralanger Leine.

 

Und schön wars, die Natur ist ein wunderbarer Farbmeister und wenn es dieses Muster nicht schon gäbe, müsste man es erfinden.

 

Die verwilderten Essigbäume an der Kieskuhle greifen mit lodernd roten Händen in den himmelblauen Oktober.

 

Die Pappeln und Erlen haben schon fast alle Blätter verloren und sind trotz ihrer Größe leicht und hell.

 

Stare baden in den Wiesengräben ihr Gefieder, putzen sich dann, in der immer noch wärmenden Sonne, trocken,



oder fliegen in Schwärmen elegante Figuren.

 

Eigentlich hatte ich einige Zweige der Schwarzerlen mitnehmen wollen, aber die hingen mit ihren Früchten viel zu hoch.


Und eigentlich bin ich ja nicht so die Dekotante, aber Sammeln und Basteln gehört einfach zum Herbst dazu.


Über den Zaun hatte mich meine ältere Nachbarin angesprochen. Etwas ratlos stand sie, mit Mengen abgeschnittener Lampionblumen, im Garten und wusste nun nicht , wohin damit.
 Seit einem Schlaganfall vor zwei Jahren ist sie oft ein wenig verwirrt. Das Tun funktioniert noch ganz gut , aber das Ziel ist meist nicht klar. So wird aus tätigen Landfrauentagen immer mehr ein endloses Hantieren... sie hat sich gefreut, als ich ihr sagte, sie könne mir alle Zweige einfach herübergeben. 

Wollte dann die restlichen Herbstblumen auch noch schneiden und mir geben, was ich ihr aber ausreden konnte.

 

Und da liegen sie nun, wunderschöne rote , kleine Laternchen. 


Leuchtend und zerbrechlich.
Einen Teil habe ich schon zum Trocknen auf meine Wollroste gelegt und ein paar am Abend gleich verbastelt.  


An eine altes Kuchengitter habe ich ein paar Herbstfunde gebunden und damit ein vergängliches und fragiles Gehänge fabriziert.


Wird nicht lange halten, aber draußen fliegen die Blätter ja auch weg und machen der Kälte und dem Winter Platz.

Es hat ein paar Nachfragen nach dem Rezept für die Kürbismarmelade gegeben. Hier ist es..., das Rezept lässt sich gut variieren, die Marmelade ist herrlich cremig und auch gut als Kuchen oder Keksfüllung geeignet. 



500 g Kürbisfleisch, küchenfertig
250 ml Kokosmilch
500 g Gelierzucker, 2:1 




Kürbisfleisch würfeln und mit der Kokosmilch ca. 10 Min. weich kochen. Kürbis pürieren und anschließend Gelierzucker und Orangenaroma unterrühren. Masse wieder erhitzen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Sofort in heiß ausgespülte Gläser füllen und diese gut verschließen. Gläser zum Abkühlen auf den Deckel stellen.

Kommentare:

  1. Liebe Gitta,
    ganz tolle Fotos vom Herbst und deine Worte bereichern diese Bilder und machen sie mir zu einem Naturerlebnis am PC. Die Idee mit dem Kuchengitter ist wundervoll. Danke auch für das Rezept der Kürbismarmelade.
    Einen schönen Abend wünscht dir Stine

    AntwortenLöschen
  2. herrliche herbstfotos! ich habe auch grad noch ein paar lampions gerettet, einige aber draußen gelassen, damit sie hoffentlich auch so schön skelettiert werden.
    danke fürs rezept, vielleicht wage ich mich mal dran!
    lieben gruß von mano

    AntwortenLöschen
  3. Das sieht nach einem gelungenen Erholungstag aus. Wahnsinn, was für Farben der Herbst uns manchmal zu bieten hat. Und den Flug der Stare liebe ich besonders. War ein Genuß, Dein Dienstagssonntag Post.
    Herzliche Grüße von
    Lisa

    AntwortenLöschen
  4. Der Herbst ist ein bunter Geselle, der sich allerdings - wie heute gerade - auch gerne mal in Nebelschwaden hüllt. Die Lampions leuchten so wunderbar auf Deinen Fotos. Als Dekoration bekommen die kleinen Laternchen noch eine letzte Aufgabe.
    Kürbismarmelade habe ich auch schon mal gemacht. Hat sich allerdings außer mir keiner drüber gefreut. Ich fand sie sehr lecker.
    LG Christiane

    AntwortenLöschen
  5. Grandiose Farben sind dir bei deinem Dienst...freiem...Tag begegnet! Die letzten Sonnenstrahlen bringen sie richtig zum Leuchten und schön wärmend, dieses Leuchten mit in Haus und Hof nehmen zu können (oder geschenkt zu bekommen). Das Rezept klingt schon lecker von den Hokkaidos, die uns der Sommer beschert hat, sind noch und zwei kleine da.....
    Mach´s gut, Birgit

    AntwortenLöschen
  6. Der Herbst von seiner schönen Seite :) Tolle Idee mit dem Kuchenrost. Diese roten Lampions mag ich auch sehr gern. Sie leuchten richtig klasse.
    LG Eva

    AntwortenLöschen