Samstag, 31. Oktober 2015

November


Nun wird sich in dieser Nacht still und heimlich der November, neblig und kühl, auf dem Gartengestühl niederlassen. Schon.


Und glücklicherweise. Der Oktober war für mich unruhig und von wenig Zeit für die netten Seiten des Lebens geprägt.

So hoffe ich nun, daß der November mehr Stille und Ruhe bringt. Denn eigentlich ist der Herbst mir die liebste Jahreszeit.

Sogar der Ausblick aus dem Badezimmerfenster ist hell und licht und golden.
 Denn auch eigentlich steht die Garagenwand des Nachbarn viel zu dicht an der Nordseite unseres Hauses.
Baulicher Wildwuchs aus der Zeit, bevor wir dieses alte Haus kauften, und alle dachten, der baufällige Kasten wird sowieso zusammengeschoben. 


Ich finde, der Herbst ist der wirkliche Anfang des Jahres. Vieles wird schon für das nächste Frühjahr angelegt, nicht nur im Garten und es entscheidet sich, was über den Winter gebracht werden muss. Fast automatisch ziehe ich zu dieser Jahreszeit Bilanz. Des Jahres. Meiner Arbeit und auch der sonstigen Entwicklung.


Für den vergangenen Sommer hatte ich mir vorgenommen, das Filzen von Wolle zu erlernern. Das hat aus Zeitgründen noch nicht geklappt. Weil ich aber zu Weihnachten dicke Haussschuhe verschenken möchte, habe ich erste Probeläppchen aus Pommernwolle gestrickt und diese in der Waschmaschine sehr heiss gewaschen.
 Da müssen dann mal meine bescheidenen Rechenkünste ran, um auszurechnen, wie groß ich die Schuhe stricken muss, damit sie nach dem Waschmaschinenerlebnis das richtige Maß haben.  Die erzielte Schrumpfung stellt mich zwar noch nicht ganz zufrieden, ist aber besser als gar nichts. 
Vor allem ist das Gestrick durch die heisse Waschung wesentlich fester geworden.

 

Ausgebrochen ist auch mein altes "Leiden" : die Verarbeitung von Altkleidern zu allerlei Teppichartigem. Dies ist der Beginn eines kleinen Teppichs aus geflochtenen Schnüren. 
Schon als junges Mädchen habe ich diese Teppiche nach traditionell amerikanischer Art hergestellt. Diese Methode, Teppiche zu flechten ist aufwändig, dauert ewig, aber das Ergebnis ist überzeugend.
 Sowohl optisch, als auch in der Brauchbarkeit der hergestellten Gewebe.



Bestimmt sieht es total nett aus, wenn die grauen Wollhausschuhe dann fertig auf dem bunten Teppich stehen.( So in zwei bis drei Jahren !) Auf den Anblick freue ich mich jetzt schon.
So, meine Lieben. Nun habe ich noch 2 Nachtdienste ( my special Halloween ), dann kann ich zu Hause weiterflechten, spinnen und Wolle einschrumpfen lassen..

Wer es mag, dem wünsche ich auch eine nette Halloweenparty und allen Anderen einen schönen, ersten Novembersonntag.

Kommentare:

  1. Hallo Gitta,
    wenn es Dich tröstet bei meiner ersten Strick- Filzaction ist das Projekt am Ende auch viel zu klein gewesen. ;)
    Du musst 40% mehr stricken, da die Wolle um 40 % beim waschfilzen schrumpft. Empfehlenswert ist auch ein Tennisball mit in die Maschine zu legen damit das ganze gleichmäßig wird.
    Liebe Grüße aus dem warm-kalten- nebligen Norden
    Sanni

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    1. Da die Wolle selbstgesponnen und vorher schon mal Heiss gewaschen ist, ist das Ergebnis anders als bei der gekauften... Aber danke für den Tipp mit dem Tennisball. Lg Gitta

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  2. Wieder einmal schaue und lese ich Deinen Blog sehr gerne.
    Danke!
    Es kann übrigens sein, dass das Wollstück in einer zweiten Wäsche noch mal deutlich schrumpft.
    Die wenigen Strickfilzsachen, die ich bisher gemacht habe, waren jedenfalls erst nach der zweiten Wäsche gut.
    LG Hummelbrummel

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    1. Danke für den Tip ! Ich werde die Stücke nochmal lossschicken. Lg gitta

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  3. Der Blick aus dem Fenster ist ja schon toll, obwohl die Wand zu nah dran steht.
    Wenigstens gibt es Kunstlicht vom wilden Wein. ;-)
    So einen Flechtteppich wollte ich ja eigentlich auch mal machen, aber es bleibt dummerweise immer bei dem Vorsatz...
    VG
    Elke

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  4. Schau mal da: Suchergebnisse
    Filzen - Schwabsburger Pommernschafe
    www.schwabsburger-pommernschafe.de/filzen.html

    Lb Grüße Hanne

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  5. Liebe Gitta, da wünsche ich Dir gute Novemberstimmung und schöne Werkelzeiten. Das Laub, das Grau der Filzstückchen, Deine Flechtarbeit- alles ein Augenschmaus für mich. Ich mag Dinge, die unglatt sind. Das weißt Du ja. Ruhige Nächte Dir und lieben Lisagruß!

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  6. Das erste Foto ist wunderschön! Danke für den Post, ich hab ihn gern gelesen
    auch ich wünsch Dir einen "guten" November, wir haben nach sehr vielen Nebeltagen doch tatsächlich Sonne im November, So schön!
    herzliche Grüsse
    Elisabeth

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  7. wunderschön, das Fensterbild!
    herzliche Grüße aus der Stadt, wo sowieso alles nah beieinander steht :-)

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  8. Allein das Stuhlnebelbild hat mich umgehauen, aber auch der Blick aufs gelbgüldene Farbmeer ist großartig. Und dann noch der Teppich. Der wird grandios. LG mila

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