Schon seit vier Jahren wachen unsere, mittlerweile vier, Orpington-Enten über die Schneckenpopulation in unserem Garten. Die hübschen, milchkaffeefarbenen Damen haben die letzten Laufenten abgelöst. Ihr Erwerb war eher zufällig und notwendig, (Rettung vor dem Schlachten !) , stellte sich jedoch als Glücksgriff heraus, da sie nicht nur wunderschön, sondern auch robuster sind als die Laufis. Auch ein wenig zutraulicher.
Im vorletzten Jahr hatten die Schnecken, die zweite Aussaat der Gemüsepflanzen fast ganz vernichtet, zusammen mit allgemeinen Hindernissen hatte ich dann überhaupt keine Lust mehr, noch einen dritten Versuch zu wagen und das Gemüsejahr abgehakt.
Mittlerweile habe ich mich von unrealistischen Vorstellungen, was meinen Gemüseanbau angeht, verabschiedet , das Konsumieren von Gartenvideos eingestellt und einfach nochmal angefangen, wie es mir in den Kram passte. Das sieht schon besser aus. Außerdem : Der just vergangene Winter war ziemlich kalt, auch das reduziert das frühe Aufkommen des ( Nackt- Schneckenachwuchses ).
Gestern Abend hat es nach Tagen/fast Wochen trockenem Sonnenwetters geregnet und siehe da, nun sind sie wieder da, die Kriecher. Sitzen noch im Mulch, lugen unter Pflanzgefäßen hervor, ganz Kecke schleimen schon mal am Abend über die Wege ( so gesehen junge Tigerschnegel ).
Und natürlich haben sie hier ein Lebensrecht. Sind ökologisch notwendig , die Gehäuseschnecken finde ich ausgesprochen schön, auch ein paar einheimische Weinbergschnecken leben im Garten.
Also versuche ich, Allen einen Lebensraum zu geben. Den Enten, ( die nicht gleichzeitig überall sein können) . Den Schnecken, die auch außer den Gemüsepflanzen, genug zu essen finden und den Gemüsepflanzen, die bitte weiter wachsen sollen.
Statt der teuren Schneckenkragen hatte ich aus Plastikeimern kleine Schutzwälle gebaut die zumindest die Jugendphase der Kürbissse und Zucchini geschützt haben. Das funktionierte im letzten Jahr gut und wird entfernt, wenn die Pflanzen robust genug sind und den Schnecken nicht mehr schmecken.
Es wird schon noch etwas für uns übrig bleiben.
Meine Einstellung zu Mollusken jeglicher Art habe ich übrigens nach der Lektüre dieses Buches geändert.
Die Autorin des autobiografischen Romans ist nach einer schweren Infektion ans Bett gefesselt, bekommt von einer Freundin eine Zimmerpflanze geschenkt, in der sich eine kleine Gehäuseschnecke angesiedelt hat. Schneckenhaft langsam gewinnt die Patientin Interesse und Einblick ins Schneckchenleben und gesundet in der gleichen Geschwindigkeit von ihrer Post-Infektion. Das Buch ist lange vor Corona geschrieben, und nicht nur wegen der bezaubernden Beschreibung der Schnecke lesenswert. Vielmehr ist es ein hervorragendes Sachbuch, das eine Vielzahl von weitergehenden Litueraturhinweisen zum Thema Schnecken bietet.
Unbedingt lesenswert.
Auch weiterhin bin ich mit Aufräumarbeiten im Spätwintergarten vorsichtig, denn Vieles, was da sommerlich kreuchen und fleuchen wird , befindet sich noch im Kälteschlaf und es würde das vorzeitige Ende dieser Lebewesen bedeuten, wenn ich da herumwühle. Also kein Häckseln, Graben, großräumiges Harken etc. .
So, heute Abend geht es ins Konzert, bin recht gespannt, ganz in der Nähe. Ich werde berichten.
Aber erst, wenn ich das Konzert gesehen habe. Erstmal eine meiner neuen Favoritinnen zur Zeit. Da ich sehr gern däniche Serien schaue, bin ich schon vor einiger Zeit auf Trine Dyrholm gestoßen, die auch ganz ansprechende Musik macht.
Guck !
zusammen mit Tine Dykow...
Sehr gerne habe ich die Serie Die Erbschaft (Arvingerne ) schon mehrfach gesehen. Die episch angelegte Geschichte, in der Trine Dyrholm eine der Hauptrollen spielt, versammelt die creme de la creme der dänischen SchauspielerInnen. Unbedingt sehenswert. Schön für lange Winterabende.


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