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Montag, 22. Juni 2026

Sommer in echt


 Eine arbeitsreiche Zeit. Eigentlich. 

Der Frühsommer hat sich seit fast einer Woche zu Rekordhöhen der Hitze aufgeschwungen.  Noch ist es in unserem alten Haus erträglich, aber auch nur wegen konsequenter Verhängung der Fenster etc. , was ich eigentlich überhaupt nicht leiden kann.

Im Garten wär trotzdem viel zu tun, aber bei diesen Temperaturen kann man nur halblang machen. 

Am vergangenen Donnerstag war ich 6 Stunden in der brüllheißen Stadt unterwegs, danach stehend kaputt. Überhaupt Stadt. Wohl nicht mehr so ganz mein Ding.

Der Garten hält sich noch wacker, hatte ja auch genug geregnet und meine Bearbeitungsstrategie ist eher schonend, defensiv. Das hält die Feuchtigkeit in Büschen und Wiese. Die Tiere liegen lethargisch herum, zumindest ab dem Nachmittag.  


Eine Ausnahme sind meine munteren Kleinhühner, die wacker ihr Leben erkunden, erstaunlich instinktsicher, sehr entspannt und immer zu viert unterwegs. Solche Hühner hatte ich noch nie, so sicher und elegant, autark.


Gestern musste ich die flotte Gruppe aus Nachbars Garten pflücken. 

Apropos pflücken. Vor Jahren, ja fast seit einem Jahrzehnt hat sich im Garten ein Kirschbaum angesiedelt. Auch selbstbestimmt. Er trägt dieses Jahr viele, schöne Kirschen. Wir teilen uns die Ernte mit den Staren. 

Ein bisschen hitzelädiert gehe ich durch den Tag.

 Und ich bin dankbar: Für die Fülle und den Frieden in dem ich lebe.

Dafür, dass die riesengroße Sorge um meinen engsten Gefährten, die mich seit langem bedrückt hat, langsam weicht, weil es ihm wieder gut geht.

 Dafür, dass ich bald ein Enkelkind bekommen werde, auf das ich mich freue und für das ich gerne einen Teil der Fürsorge tragen möchte.  (Nicht, dass ihr denkt, ich würde nicht wahrnehmen, was in der Welt los ist. Das tue ich. Aber ich helfe niemandem, wenn ich mich nicht über mein kleines Leben freue. Im Gegenteil !) 

Vieles hat sich gefügt. 


 

Sonntag, 31. Mai 2026

Die Kleinen

 


Diesen Hühnerkindern habe ich , glaube ich jedenfalls, das Leben gerettet.

 Schon eine ganze Weile war ich auf der Suche nach Zwerghennen, um damit meine Gartengruppe zu erweitern. Nur noch ein Zwerghühnchen war übrig geblieben und die gute Ida, die überall herumläuft. Ein bisschen klein für eine Gruppe. 

Über eine Anzeige fand ich vor ein paar Wochen die Möglichkeit, zwei federfüssige Zwerghühnchen zu erwerben. Wir sind dann hingefahren zu dem Züchter, der eine Unmenge an winzigen Hühnchen ausgebrütet hat. Und die schönsten bei seinem Züchterverein zeigen wollte.

 Und die anderen 48 ?  Konnte er auch nicht sagen.

 Ich habe vier statt nur zwei gekauft, und erst auf dem Rückweg ist mir gedämmert, dass das wohl die einzigen Überlebenden sein werden. Noch richtige Hühnerbabies waren das, piepsend und verängstigt, viel zu klein um allein durch den Garten zu laufen, zudem mit blutigem Durchfall ( Kükenruhr, gut behandelbar, wenn man weiß wie es geht. ) .

 Ja, da ist viel Unverständnis darüber, diese Küken nur wegen irgendeiner „ Züchterehre " ins Leben gebracht zu haben und wenn ein Federchen quer sitzt ...

Ganz helle Kämme, blasse kleine Gestalten, ich glaube, die Sonne hatten sie bis dato noch nicht wirklich gesehen.

Seit sie unter meiner Aufsicht und Fürsorge sind, laufen sie im Kükengehege herum, haben sich sehr gut erholt, fressen wie kleine Scheunendrescher und werden langsam neugierig auf die Welt. Die aber vorerst aus Sicherheitsgründen noch klein bleiben wird.

Von ihrem Erwachsenengewicht ( 650 Gramm ) , haben sie etwa die Hälfte erreicht und ein bisschen muss da noch draufkommen.

So schön , die Neugierde der kleinen Wesen zu sehen. Wenn ich einen abgeschnittenen Zweig ins Gehege lege oder es etwas neues, spannendes zu essen gibt.

Happy Ending, zumindest für diese Vier. 

 


P.S.    Es gibt sicher viele verantwortungsvolle Züchter. Ich möchte Diese hier ausdrücklich von meinem kritischen Bericht ausnehmen. Was ich schreibe ist eine Einzelbeobachtung und hoffentlich  nicht repräsentativ. 


Montag, 25. Mai 2026

Gestern hinterm Mond, Teil 2


Mittelbare Folge der 10 Tage ohne Internet: Da wichtige, aber nervige Kleinigkeiten erledigt sind, hatte ich Zeit, mein schnuckeliges und wirklich winziges Gartenhaus aufzuräumen und zu putzen. Vor ein paar Jahren war es mir zugefallen, weil uns ein bis dato verpachteter Grundstücksteil zurückgegeben wurde. 

Baulich noch immer ok, hat das Haus im letzten Jahr brach gelegen, dabei ist es einer meiner , wenn nicht der allerliebste Rückzugsort. Keine 50 Meter vom Haus entfernt, aber ab von allem weltlichen. Sozusagen hinterm Mond. Daneben der Gemüsegarten, in dem ich dieses Jahr tatsächlich etwas gebacken bekomme. 

Als ich vorgestern begann, Spinnweben und Staub zu entfernen, überzählige Deko zu entsorgen und das Hüttchen gründlich zu putzen, hatte ich nur eine Stunde arbeiten wollen. Dann hat es mir aber so einen Spaß gemacht, zur Musik der alten CD s, die dort liegen geblieben sind, weiterzumachen, dass an zwei Nachmittagen ein bewohnbarer Raum wiedererstanden ist.


Ein altes Bauernbett, mit 1,40 m Breite genug Platz für zwei kurze Menschen ( nicht größer als 1,80 ), eine geschenkte Kommode und, hinter Vorhängen, ein wenig Platz für Gartenzubehör. Mehr passt nicht rein, in den kleinen Raum, muss aber auch nicht.

Den Fliegenvorhang habe ich im vergangenen Jahr schon genäht, aber jetzt erst aufgehängt. Die Polster fürs ( gefundene ) Korbgestühl müssen noch ein bisschen warten, sind aber in Arbeit. Zur Beschattung werde ich noch ( vorerst ) zwei Vorhänge an der kleinen Veranda anbringen. Längerfristig soll ein kleiner Baum die Hütte ein wenig beschatten.

Am Abend war ich so zufrieden und glücklich...


Das hellbraune Huhn aus einem der letzten Posts hat inzwischen einen Namen bekommen, sie heißt jetzt Ida. Das ist schon etwas Besonderes, eigentlich haben meine Hühner keine Namen, aber Ida ist zahm, kommt auf Zuruf, frisst aus der Hand , und …... sie hat Ihre Schwester Hedvig angelernt, den Zaun zu überwinden und ÜBERALL herumzulaufen.

Kommt mich besuchen. Das ist das jetzt so. Nett. 


 

Wiedergefunden, aber nie ganz vergessen. Sehr, sehr gern würde ich diese Gruppe mal live sehen.

 

Treten nur in der Schweiz auf, chronisch ausverkauft. Soll ich es wagen ? Mit dem Nachtzug nach Zürich ? Wäre ein schönes Abenteuer.....


 

Sonntag, 29. März 2026

Pause, unfreiwillig

 Gut, der grippale Infekt war so gut wie weg. Richtig geschont hatte ich mich nicht, und nach ein, zwei anstrengenden Tagen, ( das ist jetzt hier wirklich Luxusgeheul ), hat mich nochmal die Schnupfenkeule erwischt. Gut, daß es noch immer kalt und naß draußen ist, sonst wär es doppelt ärgerlich. Genug nun, noch ein paar Tage Nachschlag, dann solls wohl wieder gehen.

Vorgestern war Arbeitseinsatz Sohn. Die Hühnerzäune sind in die Jahre gekommen ( wer ist das nicht), und so hat mein Sohn mit vorhandenem Material erst einmal eine Barriere zum Gemüsegarten errichtet. 

Da gibt es nämlich dieses eine Huhn, noch ziemlich neu hier auf dem Hof, und diese hübsche Henne hat ein paar Gehirnzellen mehr als die anderen in ihrem kleinen Hühnerschädel. Überall ist sie durchgeschlüpft, sieht natürlich phantastisch aus, gut ernährt und viel Bewegung, das macht was aus. 

Ratschläge, der Dame die Flügel zu stutzen, habe ich ausgeschlagen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder der schlau und agil ist, mit Körperverletzung bestraft wird.  Die heutige Kontrolle zeigte, es hat gewirkt : Die Henne ist IM Gehege. Es mag viellecht unerheblich erscheinen, abr es kann schon nerven, wenn eine einzelne Gackerliese den gesamten frisch aufgegangenen Salat vernichtet. Das hätten wir !

die Hühnerschwester, etwas dunkler und nicht ganz so schlau 

Die Fotos stammen noch aus dem Winter, nicht mal Schnee hat ihnen etwas ausgemacht. Ich habe sie im vergangen Herbst mit ihrer Schwester zusammen bei einer Familie gekauft, die doch lieber eine Katze haben wollte.  

Ein Liedchen ?  Am vergangenen Montag waren wir im Betterov-Konzert. Mit Grippekopf !  Das Konzert war wirklich hörens- und sehenswert. Siehe oben " Grippeschonung".


 

 

Sonntag, 1. Februar 2026

Die Tiere , der Winter und ich


Offenbar hat der Winter beschlossen mit Kraft und Kälte noch ein paar Wochen zu bleiben. 

Der Schnee ist längst nicht mehr so romantisch und fluffig wie zu Beginn, jede Menge Spuren und anderes haben das Weiß teilzerlegt. Und die Ställe der Hühner, weil intensiv genutzt, müssen öfter geputzt werden. So wird die Versorgung der fast 30 Draußentiere im Moment keine Nebensache, sondern braucht erheblich mehr Zeit und Wärme ( Energie) . 

Frühstückskorb für Huhn, Ente und Schaf

30 gackernde, schnatternde oder blökende Lebewesen !  Das habe ich mir erst vor kurzem klargemacht, als ich mal wieder überlegt habe: „ was mache ich eigentlich so den ganzen Tag“.

Seitdem ( besser spät als nie !) bin ich erheblich zufriedener mit meiner Tagesleistung. 

Nachdem ich meine letzte, nur kurzfristig inne gehabte, " Ehrenamtsstelle "( die auch etwas mit Tierversorgung zu tun hatte), aufgegeben habe, kümmere ich mich quantitativ und qualitativ besser um unsere Tiere. Mindestens 3 mal pro Tag bin ich dort zu Gange.

 Wir kennen uns jetzt gut, die Tiere und ich. Alle sind wesentlich zutraulicher geworden, nicht mal Manfred haut ab, wenn ich komme. Außerdem merke ich früher, wenn einem Tier etwas fehlt und bin bei der Futterzubereitung einfallsreicher und sorgfältiger.

Und das macht Spaß.

 Die Hühner, auch die alten, legen verlässlich. Wir haben jeden Tag mindestens 6 Eier, an manchen Tagen mehr ( es sind 11 Legehennen und wir haben tiefsten Winter !) .

Es freut mich so sehr, die direkte Auswirkung meiner Arbeit zu sehen.

Unsere Hühner dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende hier leben , es sind ein paar echt alte Damen dabei. Erfahrungsgemäß überstehen die alten Hennen noch die erste Legeperiode bis zum Mai und verabschieden sich dann in den Hühnerhimmel. 

Deshalb habe ich schon mal zwei junge Hennen nachgekauft, zwei hübsche Welsumer, mittelgroß, mit glänzendem, wildfarbenem Gefieder.

Knapp 14 Tage sind sie hier und haben sich schon gut eingelebt.

...und sie mögen sogar den Schnee

Gelernt habe ich auch mit der Haltung meiner Schafe besser umzugehen, mir mehr zuzutrauen. Die Klauenpflege geht mir inzwischen sicher von der Hand, die Füße von " Hörnchen" sahen wirklich schlecht aus und mit regelmäßigen Kontrollen und Behandlungen habe ich das wieder gut hinbekommen 

(Entzündung raus, Tier kann wieder gut laufen...).da ist mir meine Chirurgie-Erfahrung sehr entgegengekommen

Auch hier zahlt sich die Mühe aus.

All diese Aufgaben hat es auch während meiner Berufstätigkeit schon gegeben. Was ich jetzt daraus gemacht habe, ist aber mit dem vorherigen Zustand nicht zu vergleichen. Ich hoffe, diese zufriedenstellende Arbeit noch lange zu schaffen und weiter dazuzulernen.

Schnee hingegen muss nicht ! Ich hätte jetzt gern schon mal ein paar frühe Schneeglöckchen.

Noch ein bisschen Musik ? Gerne doch. 

Am Freitag waren wir in einem Chorkonzert, sehr schöne Stücke wurden gesungen... Gleich zu Beginn ein Stück von Jacob Collier, unwiderstehlich. Es wäre mein Wunsch, einmal ein Konzert mit diesem Künstler zu erleben. 


Mittwoch, 14. Januar 2026

Über null

 Ästhetisch eher unattraktiv, für die Hühnerundschafhalterin jedoch eine erhebliche Verbesserung: Tauwetter. 

An den knackig kalten Tagen 3 mal kannenweise Wasser fürs Flügeltier ins Gehege schleppen, mag dem Getier gefallen, mir aber weniger. Dennoch, es muss sein, denn gerade die Enten brauchen nicht nur zu trinken sondern auch die tägliche Waschschüssel fürs Gesundbleiben. Und für den Spaß am Leben.

 (Dieses Foto ist vom 3. Januar, der Teich ist zugefroren und da tuts auch ein riesiger Blumenuntersetzer. Aber nicht bei minus 10 Grad, das wär dann doch zu kalt. )

 Und mir stärkt es die Muskeln, nebenbei.

Die Flügeltiere haben die Minusgrade aber gut überstanden, bis auf ein älteres Huhn, das ich gestern zwischen Steinplatten festgeklemmt und mit einer Verletzung am Kamm gefunden habe. Keine Bange, war wohl nur kurz eingeklemmt , warum, erschließt sich mir nicht und woher die Verletzung stammt auch nicht . Klar ist sie sofort ins Krankenlager umgezogen, bekommt jetzt gutes Essen und Ruhe . Dann wird das schon.

 Vielleicht haben die anderen Hühner sie gemobbt, manchmal sind sie untereinander garstig. Bei Bedarf wird die Henne einfach in die Gartengruppe umgesetzt... das ist so ein bisschen die Außenseiter-Ecke, für Hennen, die in der Gruppe der großen Hühner nicht klarkommen. 


 Am Abend noch das Ringsgwandl Konzert in Hannover.

 Meine Begeisterung auch hier eher verhalten. Ich habe den guten Schorsch schon etliche Male gesehen... jetzt deutlich gealtert, stünden ihm die leisen Töne besser, als der schrille Abglanz.

 Dennoch hat er uns in frühen Jahren ein paar denkwürdig gute und ehrliche Stücke und etliche skurrile Momente beschert, die der Erwähnung würdig sind. 

 



Upps... da hatte ich doch gerade das falsche Video eingefügt. Dies ist jetzt das richtige. Immer wieder passend ! 

P.S.  Ganz herzlichen Dank für die vielen, netten Kommentare zu meinem Wiederauftauchen. Ich habe mich sehr gefreut, war auch erstaunt darüber. Jetzt möchte ich dranbleiben ! 

Mittwoch, 12. Juli 2023

Tigerhennen

Seit Sonntagabend neu im Hühnergehege.

 Amalie und Agathe, zwei wunderschöne, junge Amrock-Hennen. Mit getigertem Federkleid.

Die Beiden stammen aus privater Hand, sind gerade ausgewachsen. Die Namen hat ihnen der Vorbesitzer gegeben. 

Die kerngesunden Junghennen sind liebevoll aufgezogen. Sind munter und wachsam, recht selbstbewusst und zutraulich. 

Was die Haltung doch ausmacht.  Nach diesen 3 Tagen sind sie bereits fast integriert im Hühnerteam und haben auch schon den Ausgang zur Wiese entdeckt. 

 Die erste Mauser haben die Hennen gut überstanden. In Kürze werden sie wohl anfangen zu legen, laut Rassebeschreibung hell gelbbraune Eier, ich bin gespannt.

Nur auf der Stange dürfen sie noch nicht schlafen. Kommt noch ! 

Hühnerhierarchie eben. 


Damit ist meine Legetruppe vorerst wieder vollzählig. Ein paar sehr alte Hennen waren im Frühjahr gestorben. Da ich keinen Hahn mehr halte, gibt es auch keinen Nachwuchs und ich fülle die Gruppe immer mal wieder durch den Erwerb von Junghennen auf. 

Ich freu mich über die hübschen Tiere. Nach über 30 Jahren Hühnerhaltung habe ich noch immer Spaß und Freude am gackernden, scharrenden Volk. Die gesunden und chemiefreien Eier möchte ich nicht missen.

Montag, 26. Juni 2023

Was macht die Katz, der Hund, das Huhn...

 Wenn man, so wie ich die letzten Monate, nichts geschrieben hat, dann ruft die Stunde ja geradezu nach einem Update über Garten, Katz und Hund, Huhn, Schaf und Ente. Ist da was geworden... aus den großen Plänen ?

So wurde auch in einem Kommentar danach gefragt. Teilweise möchte ich das jetzt gern beantworten. Hund und Garten bekommen dann einen Extrapost.

Katzen haben wir derer noch zwei, nach vielen Jahren mit fünfen oder sechsen an der Zahl. Geblieben ist uns die schöne Lotti, ein starkes, noch junges Löwenmädchen, nicht ungefährlich für Maus, Ratte und ja, auch manchmal für den Menschen.

Sanft und anhänglich kann sie sein, möchte unsere Aufmerksamkeit, aber immer selbstbestimmt und als ehemaliges Straßenkind sitzen die Krallen manchmal locker und ich glaube gern, daß ein solches, kleines Raubtier auch einen Menschen ernsthaft verletzen könnte.

 ( zur Erinnerung : Lotti kam als 4wöchiger Findling zu uns, ich habe sie gesundgepflegt, mit der Flasche großgezogen und sie ist zu einer bildschönen Kätzin herangewachsen. ).

 

Dann gibt es noch unseren alten Emo, das Ehmchen eher... ein kleiner, zarter Katzengreis. Seit Jahren chronisch krank wird das sensible Kerlchen von mir gehegt und gepflegt.

Immer mal wieder geht es ihm recht schlecht, im Moment machte ihm die Hitze sehr zu schaffen und ich hoffe, er möge noch diesen einen schönen Sommer haben.  

 

Unsere Vierbeiner sind Familienmitglieder und ich bin dankbar, die Möglichkeit zu haben, auch medizinisch das Notwendige tun zu können, ohne Übertreibung und immer im Bewußtsein eines irgendwann unausweichlichen Lebensendes unserer Tiere.

Die Hühnergesellschaft reduziert sich im Moment etwas, ich habe einige sehr alte Hühnerrentnerinnen, die ihr Gnadenkorn hier genießen dürfen. So ein Huhn wird 5 bis 8 Jahre alt, im Ausnahmefall hatte ich auch schon Hennen, die älter geworden sind. Diese beiden, Püschel und Knieß, haben auch schon ein paar Jahre auf den Federchen, erfreuen sich jedoch bester Gesundheit und mich täglich mit ihrer freundlich, munteren Umtriebigkeit. 

Wenn ich im Herbst aus dem Urlaub zurückkomme, werde ich versuchen, meine nette Hühnergruppe mit passenden Damen etwas aufzufüllen. Ich dachten an zwei kleine und zwei große Hennen.

Schnattermunter sind die beiden, eher durch Zufall als Schneckenvertilgerinnen angeschafften, Orpingtonenten.


Sie dürfen regelmässig in den Gemüsegarten, haben aber in diesem Jahr entdeckt, daß auch Gemüsepflanzen gut schmecken, wohl auch in der Ermangelung von Schnecken. Seltsamerweise haben sie eine besondere Vorliebe für Zwiebeln. Musste ich absperren. Aber die beiden Enten sind so schön, daß ich nicht bereue, sie übernommen zu haben.

An guten Tagen, an Tagen, die genügend Zeit für uns alle lassen, freue ich mich sehr über die paradiesischen Zustände in denen die Tiere leben können, über die friedlichen Bilder, die sie mir bieten. Und die Tage, die genug Zeit für mein Landidyll lassen sind deutlich mehr geworden. Toll !

Hier noch eine kleine Kostprobe einer jungen Musikerin, die mir kürzlich vor die Ohren kam. Konzertkarten für den Dezember sind schon gekauft. Auch ein Grund zur Freude nach dieser ganzen doofen Corona-Leere.


 

Sonntag, 6. November 2022

Mensch Kinnas !


 Hätte ich ja nicht gedacht, daß es so viele Reaktionen zu meinem Wiederauftauchen aus dem Mulch geben würde.

 Freut mich sehr, denn irgendwie ist das Internet ohne Blog für mich nicht wirklich lebendig. Spricht nicht mit mir... denn Instagram und Twitter, ( schon gleich gar nicht), sind nix für mich. 

Ja schön. Vielen Dank für Euer Interesse und die lieben Kommentare.

Dann erzähl ich doch einfach weiter meine kleinen Geschichten.

Das ist Sabine.

Sabine ist ein Zwerghuhn.

 Vor ein paar Jahren ist Sabine mit ihren Schwestern Gundi und Gabi hier eingezogen , um die Gruppe der zwei verbliebenen Gartenhühner aufzufrischen. Gartenhühner deshalb, weil sie offiziell berechtigt sind, den gesamten Garten zu bevölkern, was die großen Hühner nicht dürfen, denn Hühner sind ausgesprochene Permakulturgegner .

Als Zwerginnen und machen sie wenig bis gar nichts kaputt. 

Nicht alle meiner Hühner haben Namen. Die großen Hühner sind eher nach Herkunft und Aussehen benannt ( die Blumis, das Giganto-Huhn, die Legebatterie -Hühner , die schwarze Kuckuck oder auch das letzte Schopfhuhn ).

Nur die Gartenhühner haben richtige Namen, und vor zwei Tagen habe ich bemerkt, daß Sabine ordentlich humpelt. Also abends Füße baden und gucken, was sie hat. 

Hühnerfüße sind recht empfindlich, die Blutzufuhr ist kompliziert aufgebaut und eine feine Sensorik befähigt die Federtiere, mit ihren Fußballen Bodenschwingungen wahrzunehmen. 

Leider musste ich Kalkmilben feststellen, die Arme hat ein sogenanntes Kalkbein ( nein, kein Raucherbein), und auch einen störenden Kalkknoten unter der Sohle.

 Damit konnte sie nicht mehr richtig laufen. Das lässt sich behandeln, zwar langwierig, aber möglich. Den großen Knoten habe ich schon aboperiert und gestern war Sabine schon wieder besser zu Fuß unterwegs.

  Weil auch Gundi und Gabi Anzeichen von Milbenbefall zeigen, gibt es ab sofort zweimal in der Woche Hühnerfußpflege.


Wird schon werden. Ich hab so viel Spaß an den Hühnern, die Federdamen sind gerade durch die Mauser durch und vor dem Winter möchte ich erreichen, daß sie wieder gesunde Füße haben.

Das bin ich ihnen schuldig. 

... und zum Wochenanfang noch ein Liedchen ! Mit der Musik dieser Gruppe werde ich Euch wohl noch häufiger belästigen. ( Es hat sich durch die bloglosen Monate einges an Musik angesammelt, denn ich hab zwar nicht geschrieben aber umso mehr Musik gehört)

Sind einfach gut ! 


P.S. von heute Morgen... Sabine humpelt nicht mehr ! Offensichtlich habe ich als Hühnerärztin die richtige Behandlung gewählt. Nur weiter so.

2.P.S.  Wer die Gelegenheit hat, ein Konzert der Gruppe Bukahara zu besuchen. Bitte unbedingt hingehen. Eine warme Dusche für die Ohren, das Herz, die Seele. Diese Musiker sind so unfassbar nett und warmherzig. Das beste Konzert seit, seit,..Ewigkeiten.

Donnerstag, 13. Januar 2022

Halber Januar

"mein" Rotkehlchen
 

Und schwupps, schon ist das frische Jahr 14 Tage alt. Eine ungewöhnliche Anhäufung von Diensten und das unvermeidliche Jahresanfangsaufgeräume absorbieren etliche Tage und lenken vom unentschlossenen Gematsche des Jaunuarwetters ab.

Und nun, im zweiten Jahr der Rente, in der ich ja irgendwie nur mit einem Bein stehe, wird mir, gleichzeitig mit der Gewöhnung daran, die Bedeutung dieses Einschnitts klar.

Lotti

 Passt ja zum Januar, immer schon mehr Innen als Außen und dann noch diese ganze Corona-Situation. So gehts mir, sagen wir mal : nachdenklich. 

Anneliese im Wintermantel

Immerhin, ein paar sonnige Stunden im Garten hat es schon gegeben. 

besser als ein Platz im Entenbräter...Schmette und Gaake, die beiden geretteten Orpis

Zum Gärtnern ist es nun noch wirklich zu früh, aber vorsichtig aufräumen und sich an den Tieren erfreuen, die sich allesamt, ungeachtet aller sonstigen Entwicklungen, in bester Gesundheit und Lebenskraft befinden.

Das Viertelstündchen mehr an täglichem Tageslicht wird von den Hühnern mit wachsender Eierproduktion quittiert ( bis zu 6 schöne Eier von 10 Hühnern ).Auch schön, die Hühner !

Ich freue mich sehr über die jungen, braunen Hennen, die ich im vergangenen Jahr den mutterschaftswilligen, ( d.h. brütenden Zwerghennen), untergeschoben habe und die sich ganz prächtig entwickelt haben. Kerngesund und voller Leben, nix Hühnergrippe !

Kinderfoto mit Adoptivmutter

 Da sich das Konzept bewährt hat, meiner hahnenlosen Hennentruppe so im Fall der Brütigkeit ein kleines Mutterglück zu verschaffen, werde ich das auch in diesem Jahr so machen. Ich rette damit außerdem ein paar Hennenküken vor der Aufstallung in einer Legebatterie. 

In der abgebrannten Dorfmitte wird derweil Tabula rasa gemacht. Unser Blick reicht jetzt bis zum sogenannten " Kleinen Brink", gebildet von einigen mächtigen, alten Eichen, die ein, für mich eher verzichtbares, Kriegerdenkmal umstellen.

Mittagsblick ins Nebelland , wenn in der nahen Kleinstadt schon die Sonne scheint, rühren wir hier noch in der Suppe

 Was mit dem Areal im Herzen des Dorfes geschehen wird, ist noch unklar, schön wäre ja irgendein Konzept zur Verbesserung der Nahversorgung. Erst einmal ist der geräumte Platz besser als das Monument des Großbrandes, das im Sinne eines inneren Bildes nicht gerade optimistische Stimmung verbreitet hat. 

Die Adventskalenderaktion ist natürlich weitergegangen... ich nähere mich einem schönen Ergebnis, nach den nächsten Nachtdiensten werde ich die Geschichte abschließen...

Zur Stimmungsaufhellung .... gut, supergut. Der Hermann !