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Donnerstag, 29. Januar 2026

Zum Beispiel : Strümpfe stricken


Der ursprüngliche Post ist verschwunden, deshalb nochmal und abgekürzt. Seit fast 3 Jahren bin ich in Rente. Bewege mich ausschließlich in privaten Bezügen, ein kurzer Ausflug ins " Ehrenamt" endete mit verschiedenen Einsichten. Und dem Ausstieg aus selbigem. Und überhaupt, der alte "Krankenschwesternethos " ist verschwunden und damit ging gleichzeitig auch das " Helfersyndrom ". An anderer Stelle einmal vielleicht mehr darüber. 

Nun brauchts neue Ziele und Fähigkeiten.

 Die Ausrede : Keine Zeit ! Gilt nicht mehr. Wenn ich etwas nicht kann, sollte ich es tunlichst lernen. Dazu gehört auch eine ehrliche Bestandsaufnahme. 

Strümpfe stricken ?  Konnte ich nicht ! Ja, ich hab schon mal Fußbekleidungsgebilde gestrickt. Aus meiner handgesponnenen Wolle. 

Aber.

 Die waren viel zu dick und passten nicht in normale Schuhe. Die Wolle ist zu weich, deshalb laufen sich die Fersen schnell durch.

 Ja, meine Socken sahen cool und rustikal aus, waren aber wenig brauchbar. 

Da brauchte es Veränderung.  

1. Handgesponnene Wolle ist für Socken nicht geeignet, es sei denn, man möchte sie im Bett anziehen.  

2. Füße sind individuell. Was dem einen passt, ist für den anderen ungeeignet. 

3. Aufwändige Muster sind sekundär. 

4. Im besten Fall sollten die Socken maschinenwaschbar sein.

Ich habe geübt. Geduld gelernt. Sockenwolle der bekannten Firmen hatte ich reichlich in meinem Bestand. Es hat 3 Paar mißlungene Socken gebraucht, bis ich einen passenden, robusten und tauglichen Prototyp zustandegebracht hatte. 

Jetzt habe ich ein Referenz-Exemplar in Größe 40, fertiggestrickt, für passend befunden, dokumentiert.

 Alle weiteren Sockenpaare werden davon abgeleitet.  Ich gehe nun in die Serienproduktion, das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt.  Damit trete ich innerfamiliär die Nachfolge meiner Mutter an, einer Meisterin der Sockenfertigung. 

Socken, die passten und hielten, viele Maschinenwäschen überstanden, die nun aber nach langen Jahren des Tragens aufgebraucht sind. 

Die Weihnachtsbeleuchtung und Beschmückung ist abgebastelt und verräumt. Die diesjährigen Sterne habe mir besonders gut gefallen, fast hätte ich sie noch länger hängenlassen.  

Mit einem grauen " Betonwinter"  nähern wir uns dem Februar. Ich bin froh über die Möglichkeit zum Rückzug, zur Pause. Trotz der niederschmetternden Weltnachrichten einigermaßenn auf Reihe zu bleiben.  

Auch und fortwährend mit Musik.  

Socken für die Seele ! 

 


 

 

 

Sonntag, 27. April 2025

Flohmarkt und Hofnachrichten


Unser eigener Stand beim letzten, leider nur mäßig besuchten Dorfflohmarkt

Nach dem Winter schießen jetzt die Flohmärkte, allerorts und fast inflationär, aus dem Boden. Ein paar Jahre hatte ich keinen Spaß daran, es gab andere Prioritäten und außerdem habe ich wahrlich genug Zeug.

Nun bin ich in der "Rente" angekommen, habe meine Klümpchen sortiert und gehe gern wieder auf den einen, ( auf den besonders), aber auch auf die anderen, wunderbaren Dorfflohmärkte. So auch gestern. Dort laufen mir dann vergangene Träume  und Erinnerungsgegenstände über den Weg und manche dürfen für kleines Geld sogar mitkommen. 

Zum Beispiel diese beiden Tassen ( nein es sind keine Vasen !), von KMK, die sich bestimmt gut im Gartenhaus machen und dort das Kaffeetrinken zu einer Erinnerungsfahrt an die anfangs-80er Jahre machen. 

 Ein paar Blümchen und Pflanzen sind auch immer dabei. Bei allem Wildwuchs, und der zahlt sich jetzt nach Jahren mit einer reichlichen Flora und Fauna aus, dürfen es auch ein paar Gärtnerblumen, ( ich sag nur Petunien), sein. 

Die Gemüsepflanzenkinder habe ich allerdings nochmal ins Haus verfrachtet, weigerten sie sich, ob der nächtlich, tiefen Temperaturen, die nötige Wachstumsenergie aufzubringen. Ein paar Hokkaido- und Tomatenpflanzen wohnen schon im Gewächshaus, gedeihen dort gut und sorgen hoffentlich für eine frühe Ernte. 

 was für ein Unterschied, gleicher Aussaattermin, aber die unteren  Pflanzen stehen im unbeheizten Gewächshaus ! Bringt was.


Es tut mir gut, den Garten wachsen zu sehen, den Tieren geht es weitgehend prächtig, ich kann mir Zeit nehmen für all das, was ich zu betreuen habe und das ist eigentlich das Schönste:

Die Erkenntnis... das, was ich umsetzen möchte, jetzt auch tun zu können.

Gefreut habe ich mich über Eure Kommentare, hätte gar nicht gedacht, dass es doch etliche Menschen gibt, die den Blog noch lesen.

 Vielen Dank dafür ! 

Ich werde die Kommentare in den nächsten Tagen einzeln beantworten, bin bisher nicht dazu gekommen. 

Bei der braunen Matsche handelt es sich natürlich um Wolle, dazu schreibe ich aber noch einen extra Post.

Die blaue Lagune ist eine tolle Sandmuschel, die, neu im Garten eingegraben, ein weiteres Wasserbecken für die Enten darstellt. Jeden Tag sind die Beiden fleißig auf Nacktschneckensuche und um diese auch verspeisen zu können ( ja sorry, ihr Nacktschnecken !) , benötigen sie unbedingt Wasser in erreichbaren Gefäßen. 


Die Sandmuschel habe ich von Freundin Petra bekommen, die das völlig neuwertige Exemplar einem Herrn auf dem Recyclinghof vor der Entsorgung abgeschwatzt hat.

 Danke auch dafür !

Musikalisch war ich in den letzten Tagen hier, eine Entdeckung aus einem anderen Blog ( ja, es gibt noch Blogs). Die Gruppe Wilco ist völlig an mir vorbeigegangen.  Besonders dieses Stück hat sich sofort in meinen Gehörgängen angesiedelt, ist ein paar Tage auf Dauerschleife gelaufen und hat dafür gesorgt, die Musik der Gruppe einmal näher nachzuhören. 

 


Lasst Euch nicht verdrießen, durch die unübersichtliche, schlechte Weltlage. Wer deprimiert und mutlos ist, verliert die Kraft, etwas zu tun, für sich und für Andere.

Lebensfreude behalten. !!!

Samstag, 17. August 2024

Spätsommer


 April, Mai und Juni und August fast vergangen und ich lass mich hier einfach nicht blicken. Aber gestern bin ich mal wieder durchgeschlichen ! Ich will auch gar nicht aufhören, zu schreiben, aber es hat irgendwie nicht gepasst

 Ich danke den netten Kommentatorinnen für die Nachfragen und reiße mich jetzt zusammen.

Ja, meine Lieben... in diesem Jahr kams bisher dicke.

 Immer , wenn ich den Vorsatz, mich hinzusetzen und etwas aufzuschreiben, in die Schrift umsetzen wollte, kam irgendeine weitere Aktualität, die mich zum sofortigen Reagieren gezwungen hat. Die Zeit und Aufmerksamkeit absorbierte. Und wenn man den Faden erstmal verloren hat, dann ist es gar nicht so einfach, wieder anzufangen. 

Mit vollem Schwung war ich in die Gartensaison gestartet, habe 170 Gemüsepflanzen heranwachsen lassen, nach dem Auspflanzen kamen dann mindestens so viele Schnecken und waren restlos begeistert. 

Der Dauerregen hat ein Übriges getan, Als das Wetter wieder pflanzgeeignet war, sind dann Hund , Katz und Schaf nacheinander und zum Teil mehrfach krankgeworden. 

Und wer möchte hier von Anaplasmose ( das ist diese Zeckenkrankheit beim Hund), hämorrhagischer Enteritis ( auch beim Hund), wer möchte von FORL ( das ist diese doofe Zahnkrankheit bei Katzen und der Lotte mussten deshalb 14 Backenzähne gezogen werden ), lesen. Hat jemand Bock auf Blauzungenkrankheit ( das arme Schaf Helga ist am vergangenen Montag daran gestorben, trotz Impfung). 

Und zur aktuellen Situation : Jetzt haben der Mann und ich ( mal wieder ) Corona und das ist wirklich nicht nett. Vom Karma.


Aber : Der Hund ist wieder gesund ( ja, er ist alt, er ist empfindlich und wie lange er uns noch erhalten bleibt, weiß ich nicht. ) Er bekommt jetzt teilweise selbstgekochtes Futter für den empfindlichen Bauch und wird schonend aber regelmässig bewegt ( ich sag nur, Fahrradanhänger ! )






Erstaunlich auch, wie Lotti den Verlust von 14 !! Backenzähnen weggesteckt hat. Bereits am 2. Tag nach OP wollte sie Trockenfutter fressen. Wenn sie sich auch mit Irmi nicht immer super verträgt, es ist gerade relativer Frieden in der Katzenwelt. Auch gut.

 Die Irmi hat sich prima eingelebt, ein echter ADHS-Wirbelwind. Freilauf komplett, hat sie sich mit der Nachbarskatze angefreundet und es ist nett zu sehen, daß die pelzige Freundin öfter an der Grundstücksgrenze auf Irmi wartet. 

Zwar haben die Gemüsepflanzen sich weitgehend verabschiedet ( bin ich ein Gemüseversager ?), die Tomaten, die Physalis, ein paar Beerensträucher und Obstbäume tragen vortrefflich. Da hat sich die ganze Arbeit gelohnt. Und im nächsten Frühjahr mache ich einen neuen Gemüseanfang.

Die beiden verbliebenen Schafe sind putzmunter, sie sind nochmal mit einem neuen Impfstoff gegen Blauzungenkranheit geimpft und mit jedem Tag steigt ihre Immunität gegen diese, um sich greifende,  für Menschen ungefährliche, für ein Drittel der infizierten Schafe jedoch tödliche Krankheit. 

Gruppenbild , noch mit Helga, im Juni vor der Schur...

Jetzt muss noch diese doofe Corona-Infektion abflauen, dann fahren wir unser schlappes Wöchelchen nach Dänemark und anschließend bekommen Hörnchen und Anneliese neue Gesellschaft auf der Weide. Zwei von diesen winzigen Schäflein sind einfach zu wenig. Die finden wir ja im hohen Gras gar nicht wieder.

Das war nur ein kurzer Abriss der letzten Monate. Natürlich habe ich gesponnen, gestrickt, sogar ein wenig genäht, viel geräumt... Ohne diese Tätigkeiten wäre ich, glaub ich, ganz unglücklich. Und zwei schöne Konzerte habe ich bisher in diesem Jahr besucht. Davon berichte ich dann mal die Tage...

Kleines Bonbon zum heutigen Abschluss... diesen tollen Künstler habe ich im Februar diesen Jahres , sogar in Hannover, sehen können. War einfach wunderbar. Gerne nochmal.


 ... und ein schönes Restwochende noch


Mittwoch, 6. März 2024

Haushaltsauflösung " light"



Die zurückgebliebene Gefährtin eines verstorbenen Nachbarn zog in eine kleinere Wohnung und weil ich gerne sortiere und Struktur schaffe, habe ich ein wenig mitgeholfen. 

 Anders als zu meinen jüngeren Zeiten spüre ich bei solchen Gelegenheiten sehr deutlich die sanfte Traurigkeit, die im Abschied von den Dingen liegt.

 Hier und da taucht dann doch ein Gegenstand auf, der mich berührt, den niemand mehr braucht und der dann zu mir wandert.

 Gelebte, liebevolle Geschichte, wenn auch nicht die meinige. 

Dennoch, ich möchte nichts horten.

 Es sind nur wenige Dinge, die ich für mich mitgenommen habe : Ein paar Kinderbücher von F.K.Wächter, ganz im Stil der antiautoritären Stimmung der frühen Kinderläden und unbefangen anarchistisch. 

Ich hatte diese Zeiten vergessen. 

Und ein meisterliches Foto einer Gruppe Schafe ( und Ziegen), das ich sehr mag.

Schafe und Ziegen

Unschaf und manchmal zickig

 
Bin leidlich gesund und gehe wieder meiner Alltagsroutine nach. Das kleine Katzentier erfreut mich wirklich mit ihrer Lebensfreude. Ein Glücksgriff !



Freitag, 23. Juni 2023

Na endlich - Regen und Adventsaktion 2022




Zugegeben – das hat jetzt gedauert. Wochen-, monatelang konnte ich mich nicht aufraffen, einen Post für den Blog zu verfassen.

 Einen wirklich fassbaren Grund dafür gab es eigentlich nicht. Vielleicht habe ich die Umstellung von einem bisschen zu gar nicht berufstätig unterschätzt, oder es war zuviel Anderes, gemischt mit den Zweifeln, ob so ein Blog überhaupt eine Berechtigung hat ?

Es bei all dem krisenhaften Weltgeschehen überhaupt legitim ist, kleinen Privatkram zu posten ?

                             Wie dem auch sei. Da bin ich wieder.

Auf jeden Fall gibt es jetzt mal, hitverdächtig spät, endlich die Auflösung der Adventsaktion.

       Denn das Ergebnis ist wirklich großartig, großartig, großartig gewesen.

                                                   Danke

Insgesamt konnten wir        1500 Euro        an die Organisation Restore Hope überweisen. Das bisher beste Ergebnis der, mittlerweile 10. , Adventsaktionen auf meinem Blog.

Schon toll, was man so auf die Beine stellen kann.

In OPs gerechnet, könnte man davon 10 einfache Operationen bezahlen. 

10 mal die Aussicht auf ein „ normales „ Leben für ein Kind mit angeborener Kiefer-Gaumen-Spalte. ( wer die Organisation noch nicht kennt, kann hier nachlesen ).

Ich danke allen Beteiligten ( Elke, Christiane, Ingrid, Roswitha, Silke und Wolfgang, Annette, Monika, Petra, Mirjam, Angela, Ursula, Renate, Helga, Irmgard und allen , die sich ebenfalls interessiert und mir geschrieben haben. ). Es sind, wie immer, über 200 Mails zu der Aktion eingegangen.

Ganz besonderen Dank möchte ich erneut an Ruth aussprechen, die mit einer großen Spende erheblich zum Erfolg beigetragen hat, sowie Christiane und Roswitha, die mit Geld bzw. Spendenzuwendungen dabei waren. Uneigennützig und vertrauensvoll.

Mein Dank geht auch an Birgit Schippel von der Organisation Restore Hope, die unsere Aktion logistisch und wieder ausgesprochen motivierend begleitet hat.


Ihr seid großartig, bleibt wie Ihr seid.


Und noch mal Entschuldigung für mein langes Schweigen.






 Was den Blog angeht : Ich verspreche nichts. Vielleicht ist der Knoten, der vor weiteren Posts gesessen hat, jetzt geknackt. Ich werde es sehen. Zu schreiben gäb es schon das eine oder andere. So langsam gewöhne ich mich an die veränderten Vorzeichen des "Ruhestandes", dämmert mir die Bedeutung dieser neuen Lebensphase. Vielleicht beim nächsten Mal mehr darüber. 

Und danke für Euer Interesse an meinem Verbleib. Macht Euch keine Sorgen, es geht mir gut.

Immerhin hat es geregnet.

Und ohne musikalischen Abschluss gehts nun mal nicht .


 

 

Freitag, 18. November 2022

Hund im Regenwald

Die unbequeme Seite des Herbstes. Mit Regen, Sturm, Regen Sturm und vor allem seit gestern Regen ! 

Érsehnt, erwartet und dann noch ungeliebt. Sogar der Hund schaute gestern beleidigt aus der Tür, fragte mich kurz, ob ich das wegmachen könne und verzog sich wieder aufs Sofa.

Bitter nötig, der Regen, unser Brunnen schon seit Wochen trocken. Das erste Mal seit wir hier wohnen, fördert die Pumpe kein Wasser. Weil keines da ist. Nur unwesentlich mildert der Regen das allgemeine Bedrohungsgefühl.

Verstärkt bin ich mal wieder dabei, mein Haussortiment zu bereinigen, auszusortieren und zu ordnen. Mein endgültiger Arbeitsausstieg hat sich nun auf den 31.3.23 datiert, sozusagen " Rente retard". Aus vertraglichen Gründen. Damit kann ich leben, hat doch die Corona-Zeit auch unser jahrzehntelang bestehendes Team gerupft und ein paar " versöhnliche" Monate wären schön. 

Highlight des gestrigen Tages : Ein geschenkter Schülerschreibtisch, den ich für " mein " syrisches Mädchen abholen konnte. Aus dem Kleinkind ist ein Teenager geworden. Die Familie, die ich seit 2015 betreue, ist mir sehr ans Herz gewachsen und gehört mittlerweile zu meinem engsten Freundeskreis. 


 




Freitag, 4. November 2022

Zu tun...


.. ist immer. So auch in diesem fordernden und nicht allerbesten Jahr. Das erste Jahr " echte " Rente, zwar noch mit ner viertel Stelle, aber doch schon deutlich auf neue und sich intensivierende Projekte gerichtet. 

Gefühlt habe ich im Garten fast den ganzen Sommer gegen die Trockenheit und Hitze angekämpft, war manchmal schon nahe daran, das Ganze aufzustecken, weil es mir nicht leistbar erschien, und war dann doch im Herbst über die Ergebnisse erfreut und überrascht. 


Meine radikale Mulchkultur hat sich bewährt, der ständig bedeckte Boden hat sich feucht und fruchtbar erhalten. Ein Konzept, das ich auf jeden Fall weiterführen werde. Es wimmelt im Boden nur so von Kleinstlebewesen, sogar Eidechsen habe ich im Garten schon gesehen ( an meinem kleinen Teich ). Ich bin wirklich begeistert darüber, was sich in nur einem Jahr Permakultur entwickelt hat. 

So ist der Sommer hingegangen, und der Herbst auch schon zur Hälfte und der Blog lag still unter dem Mulch der vergangenen Posts.

Nun ist es nicht nur die mangelnde Zeit gewesen, die mich zum Schreibstopp bewegt hat, insgesamt hat mich dieses Jahr gerupft. Aus verschiedenen, äußeren Gründen ( die uns allem bekannt sein dürften ) , aber auch aus ganz speziellen, persönlichen Gründen. Die zu berichten, würde in Jammerei ausarten und außerdem die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen berühren.

Deshalb gibt es jetzt ein Fazit. :

Ich komme wieder aus meiner Ecke zum Vorschein, das Bloggen hat mir gefehlt.

Trotz Katastrophenmeldungen und Krisenstimmung darf ich mich über persönliche Kleinkram freuen und darüber berichten. ( das war mir über längere Zeit nicht klar )

Übrigens : Ich habe meinen Restarbeitsplatz gekündigt, werde ab dem Jahr 2023 wahrscheinlich nicht mehr in der Pflege arbeiten. Nach anfänglicher Trauer darüber ( und mittelgradiger Verunsicherung) bin ich jetzt heilfroh, entlastet und befreit und freue !!! mich über den Ausstieg aus der Berufstätigkeit ( hätte ich niemals gedacht, wie man sich täuschen kann ) .

Ich danke allen netten Leser/Innen, die bei mir nachgefragt haben, wie es mir geht, die sich Gedanken und ein bisschen Sorgen gemacht haben. Das hatte ich nicht beabsichtigt, habe mich aber dennoch über das Interesse gefreut. Gesundheitlich geht es mir gut, ich habe meine Energie wieder und freu ich auf die Adventszeit, in voller Dankbarkeit für unser gutes, gesichertes Leben.

Das mag fürs erste genügen. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Endlich ist es ein wenig kalt geworden, irgendwie beruhigt mich das.

Und ohne Musik geht’s nicht...




Sonntag, 27. März 2022

Lebenszeichen


 Seit mehr als einem Monat habe ich hier nichts mehr von mir hören lassen, aber seit Tagen schon schleiche ich um den Blog herum und ich muß zugeben, daß es mir schwerfällt, die Fäden wieder aufzunehmen. 

Zu der, für uns alle erschütterlichen, Weltlage, kombiniert mit Corona-Verwerfungen haben sich zwischenzeitlich im Familien-und Bekanntenkreis mittlere bis mittelschwere Krisen gesellt und ich war schlicht nicht in der Lage, etwas zu schreiben. Zum einen, weil mir die Worte dafür fehlen, was in der Ukraine passiert, zum anderen, weil ich so sehr jede Menge zu tun bekommen habe, daß ich keine Zeit zum Schreiben hatte und die möglichen Erklärungen darüber haben sich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes verboten. Und ich muss gestehen, daß mir vieles, was meine Inhalte ausmacht völlig belanglos vorgekommen ist.

Zum guten Schluss habe ich mich dann auch noch mit Omicron angesteckt, war die üblichen 10 Tage zu Hause, zeitweise recht schlapp und krank. Seit gestern darf ich wieder raus, aber bin noch  nicht voll genesen, ein paar Tage werde ich dafür wohl noch brauchen und dann geht es mit der Krisenbewältigung munter weiter. 

Allerdings : Mir hat die Bloggerei samt Kommunikation schon gefehlt, und so versuche ich, wieder einzusteigen und weiterzuschreiben. Vielen Dank an Alle, die mich angeschreiben haben, weil sie sich Sorgen gemacht haben. Ich danke Euch für Euer Interesse. 

Auch noch schuldig bin ich Euch das Ergebnis der Adventsaktion. Der Erhalt der Urkunde fiel schon in die schwierige Zeit und ich wollte den Rückkehrpost jetzt auch nicht so riesig lang gestalten. Das kommt dann also demnächst. 

So langsam gelingt es mir auch wieder, mich über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen, gestern Morgen saßen zum Beispiel zwei Meisen auf einem handgestrickten Pullover, der auf der Wäschespinne zum Trocken hing , und zupften Wollflusen zum Polstern ihrer Nester aus dem Gestrick. Die wissen auch, was gut ist...

Zum guten Schluss noch ein Stück Musik. Was wäre ich ohne sie. Es depressives Fädchen, eine Hülle zuweilen..


Leider fällt das entsprechende Konzert mal wieder aus, bzw. wird verschoben. Auf ein Neues

Sonntag, 2. Januar 2022

Glück und Garten...

... nach Schutt und Asche, im letzten Post.

 Heute wieder mehr Hoffnungsfrohes und Planendes. 


Fast frühlingswarm da draußen, erwacht die Vorstellung eines neuen Gartenjahres. Aus ein paar Fehlern habe ich gelernt ( bitte keine Zucchini ! ), bin ab Donnerstag dienstfrei und kann schon mal überlegen, was ich in diesem Jahr so Gärtnerisches erreichen möchte.

 Ne große Hilfe ist dabei diese junge Frau, immer wieder gern gelesen und gehört. Vielleicht auch was für Euch. 


Also : Aufstehen und Weitergraben !

 

Dienstag, 16. November 2021

Stimmung : Nieselregen


Ein wenig vorbei, der goldene Herbst und zwar in mancherlei Hinsicht.  Ehrlich gesagt, hatte ich geglaubt, die Corona-Situation würde in diesem Winter entspannt bleiben, so entspannt wie im Frühherbst. 

Statt dessen habe ich mir bereits die dritte Impfung abgeholt und sehe mich genötigt, Strategien zu entwickeln, bei Laune zu bleiben... mich irgendwie darauf einzustellen, wieder in die soziale Distanz zu gehen, kaum dass sie etwas aufgeweicht war.  Nun ja, wir haben ja schon Übung. Und es gibt ja auch das Internet. Und die Musik. 

In den letzten Wochen habe ich wie eine Wilde aufgeräumt und sortiert und dabei schon so etwas, wie die Systematik meines Sammelns entdeckt. Ich habe etliche Organisationen und Aktionen kennengelernt, die Stoffspenden, ausgemustertes Bastelmaterial und die Walnüsse vom Vorjahr gebrauchen können. Es gibt einfach viele Menschen, die sich um kranke Tiere, arme Menschen, bastelnde Kinder, überhaupt um soziale Projekte kümmern. Und es sind nette und gute Leute.  Das stimmt mich hoffnungsvoll. 

In der vergangenen Woche bekam ich ein Karre voller Shropshire Wolle geschenkt, eine Faser, die ich in den Anfangszeiten meiner Spinnerei verschmäht hatte, da sie für mich noch zu schwierig zu spinnen war ( zu kurz) und die jetzt eine zweite Chance bekommt.

Zum Fotografieren ist es im Moment draußen einfach zu trübe... deshalb zeig ich Euch meine immerwährenden Freude aus den hellen Tagen Anfang November. Einfach schön, nett und lebendig. die beiden Ententiere Schmette und Gake, die sich wunderbar eingelebt haben, statt im zarten Alter von 6 Monaten im Kochtopf zu landen. Zahme Mädels, über die ich mich jeden Morgen freue.

Und darüber freue ich mich auch jeden Tag : Musik, die , wiederentdeckt, meine Stimmung hebt und meine Seele wärmt. 




 


Mittwoch, 3. November 2021

Anwesenheits - Abwesenheitsmeldung

So meine Lieben !  


Nun wird es aber mal Zeit, einen Ton von mir zu geben. Noch bis zum 15. November werde ich hier weiter relativ ungeplant, Pause machen.

Die Veränderungen im Außen und Innen, die durch den Rentenbeginn ausgelöst worden sind, ziehen in Haus und Verstand so weite Kreise, daß ich im Moment kaum Zeit für etwas anderes finde. Ich krempele das Haus  um, in viel größerem Maß als in vorherigen Zeiten.

 Beschaue mir jeden Gegenstand und bin bemüht, durch Ausmisten und Weggeben Platz und Zeit für die kommenden Jahre und Projekte zu finden. Zwar tue ich das schon lange... aber im Moment bin ich dabei endlich am Grund der Dinge angekommen. Und es geht mir sehr gut dabei.

Grundsätzlich vermisse ich aber das Schreiben hier und den Kontakt sehr, auch einen Adventskalender wird es in diesem Jahr wieder geben ( ich arbeite daran).  Nur hat der Tag leider nur 24 Stunden und außerdem steht mein Arbeitsturn bevor. 

Also : Habt ein wenig Geduld mit mir. Ich komme wieder....


 

Danke, lieber Andreas, für den tollen Musiktipp, wir fahren total drauf ab !



Samstag, 9. Oktober 2021

Verlässlich

 

 Allenthalben zu hören oder zu lesen. Das Gemüsejahr im Garten, der Totalausfall. Ganz so schlimm wars dann doch nicht, wobei die Ursachen, bei mir im Garten jedenfalls , nur zum Teil im nassen, heißen Regenjahr zu suchen waren. 

Teilweise muss ich die mangelnden Ernteerfolge einfach auf meine Kappe nehmen. Wie immer : zu wenig Erfahrung, zu wenig Konstanz ( nein, nicht die Stadt).

 Die so liebevoll gehegten Tomaten ( und die waren wirklich prachtvoll und neiderregend) , hat schon Mitte August die Braunfäule dahingerafft. Die unheilbare Tonatenkrankheit, von der mein Gartenvorbild, ein über 80 jähriger mit Selbstversorgergarten sagte, sie würde im Englischen " sudden death " heißen, was ich, zumindest für meine Tomaten sehr treffend finde.

Einzig positiv am plötzlichen Tomatentod : Unsere Hauswächterin hatte während unserer Urlaubes nicht so viel zu gießen. Man kann sich auch alles schönreden !

Überraschend aber und erfreulich, eine blaue Winde hat alles überlebt und blüht nun die Hauswand hoch, was das Zeug hält. Seit jeher habe ich eine Vorliebe für trichterförmige Blüten, es sah in diesem Jahr allerdings so aus, als hätte sich die weiße, "gemeine“ Ackerwinde durchgesetzt, deshalb erfreut mich der Anblick der fleißig , blühenden Blauen umso mehr. 

In diesem Jahr des beginnenden Berufsausstieges, und das ist einfach eine gravierende Veränderung, auch wenn ich so langsam in die Rente hineinschliddere, freue ich mich über alles , was bleibt.

Geblieben auch. Ab heute 3 Nachtdienste. Mal gespannt, wie sich das anlässt, mit den großen Pausen dazwischen. Immerhin : Corona-Patienten betreuen wir nicht mehr, erstens gibts nicht so viele ( ja, auch wenn es anders lautet in Bild und Funk ) . Und zweitens sind jetzt mal andere dran. 

Wer etwas Hoffnungssvolles, Erheiterndes, aber auch Nachdenkliches in filmischer Form braucht. Dem sei diese Kurzserie empfohlen. Ich habe sie nur so weggeschlürft !  Nur noch bis zum 30.10 in der ARD Mediathek online, also hopp ! 

 https://www.daserste.de/unterhaltung/film/filme-im-ersten/sendung/einfach-liebe-onlinedates-und-neuanfaenge-folge-1-100.html

Sonntag, 5. September 2021

Rio Reiser

Verspätet, anlässlich des 25. Todestages

Als wir uns kennenlernten, war ich kaum mehr als ein verzweifeltes Kind, hineingestopft in einen Berufsweg, der nichts, aber auch gar nichts mit dem zu tun hatte, was mich ausmacht, was ich erträumte und wünschte.

 Na klar, die Texte  zusammen mit der Musik schlugen ein wie eine Bombe, ich ging mit Rio zu Bett ich stand mit Rio auf. Pausenlos gedudelt auf dem kleinen Dual-Plattenspieler, der neben meinem Bett stand, auf dem kurz zuvor noch ein Zug nach nirgendwo gefahren war.

 Ja, es gab auch die passenden Menschen zu dieser Musik, die mehr war als Musik, eher ein Grundton, ein Tages, Nachts, Nachmittagsbegleiter. Wir schlossen uns zusammen und besetzten die Dorfdisco und tanzen nach dieser, unserer Musik. Wir wollten einen Platz für uns, wollten lieben, wen wir wollten, uns nicht einer konservativen Ordnung unterwerfen, die uns zwar arbeiten, aber nicht frei leben ließ.

Ich war einem besonders scharfen Lehrherrn ausgeliefert. Nicht nur Arzt, sondern auch Rechtsanwalt, forderte dieser Einfluß bis ins Private, schrieb vor, wohin ich in meiner Freizeit zu gehen hatte und welche Kleidung angemessen sei . Geschützt hat mich niemand.

  Leider hatten wir unterschätzt, dass der Kampf für unsere Ideale eine harte Gegenreaktion provozieren musste und leider, leider, die Reichweite der Lehrherren länger war als unsere Möglichkeiten.

Arme Kinder, es gab jede Menge Repressalien , denen ich nur mit Verstellung und List entgehen konnte.

 Knapp bin ich vorbeigeschlittert, an der Einweisung in eines der berüchtigten Mädchenerziehungsheime, indem ich die Verlobung mit einem Sproß reicher Eltern vorgab.

Wir haben uns dann immer wieder getroffen, der Rio und ich. Der Rückzug ins Private, der tägliche Kleinkram und immer wieder der Traum, nicht allein zu bleiben. Rio hat ihn begleitet („ ich fang den blauen Murg für dich") .

Als Rio Reiser, der irgendwie haltlos Liebende starb, war mein jüngstes Kind gerade geboren. Ich war gedämpft und ins Mutterglück gehüllt, und nahm dies nur am Rande war.

 25 Jahre und ein bisschen, ist das her, ein trauriges Jubiläum, die Musik von Rio Reiser und den Scherben höre ich bis heute und ... je nach Situation, bin ich dann wieder in dem Damals-Film, dem Gefühl und auch der Kraft dieser Musik.

Grund genug für eine Danksagung an eine lebenslange Liebe !

Dienstag, 1. Juni 2021

Juni


Das war der Mai. 

Ein kalter Mai, ein nasser Mai. 

Mein erster Rentenmonat. Mit Zweifeln, mit Berufsaustieg.

 Mit der Erfahrung, das 9,62 Wochenstunden viel Zeit für andere Pläne und Vorhaben lassen.

Und trotzdem ein halber Abschied sind. 

 Mit von Allem etwas und dem Gefühl, daß viele Träume wieder auftauchen.

 Und Erstaunen darüber. Über den unkaputtbaren Kern.

 

Und immer mal wieder neuer Musik. 

Unwichtige. Und Wichtige. 


 

Freitag, 14. Mai 2021

Himmeldonnerstag


 Traditionell ist der Donnerstag mein ADHS-Tag. Wenns geht. Das heisst. Ich laufe ohne Struktur durch den Tag, fange alles Mögliche an und lasse mich durch den Tag treiben. Eigentlich würde ich das am allerliebsten jeden Tag machen, aber leider bricht dann nach ein paar Tagen das Chaos aus und das gefällt mir dann nun wieder nicht. 

Am Morgen traf ich im taunassen Gras eine zweite Weinbergschnecke, dies nehme ich als Beweis, dass es den zwitterigen Wesen gelungen ist, muntere Nachkommenschaft zu produzieren.

 Freut mich, hätte ich nicht mehr dran geglaubt.

 Außerdem habe ich das erste Mal auf der Datsche gefrühstückt. Wie sehr ich mich über dieses Stück Land freue.

 Meine gestrige Maulsperre ist übrigens rückläufig, weit und breit ist kein Corona zu sehen und ich fühle mich auch nicht mehr wie eine arme, abgehängte Rentnerin. Im Gegenteil, es war ein richtig reicher, toller Tag nach meinem Geschmack. Es ist doch schön, mehr Zeit für Garten und Handwerk zu haben.

Die restlichen gekeimten Kartoffeln sind in die Erde gebuddelt worden. Ein krepeliger Apfelbaum nochmal beschnitten und besser eingepflanzt und mit Stütze versehen. Mal sehen, ob er es schafft. Versucht habe ich es.

 Vor dem Kartoffelpflanzen habe ich kleine Mohnpflänzchen versetzt, die auf dem Kartoffelacker gekeimt waren. Ich mag den Schlafmohn zu gern, als daß ich ihn schnöde herausreiße.

Die vorgestrige Wolle durfte sich ein paar Stunden sonnen, Sinn des Ganzen ist, daß sie abtrocknet. Es ist tolle Wolle, leider sehr eingefüttert und mit vielen, vielen Kletten. Eine Probewaschung habe ich in Regenwasser eingeweicht, war ich doch sehr gespannt, ob sich die Wolle sauber bekommen lässt. 

Für Morgen und die nächsten Tage warten noch viele weitere Pflanzen auf ihre Freiheit. Das Wetter soll gut bleiben und so geht es hoffentlich in den nächsten Tagen voran. 

Ein Stück Musik, das uns heute morgen über den Weg gelaufen ist, möchte ich Euch nicht voreinhalten. Mir ist fast die Kinnlade runtergeklappt, als ich Teile des Albums gehört habe. Hatte bisher nichts mit diesem Interpreten am Hut, schien mir zu jung, zu sehr trendversessen und eher was für meine Kinder. 

Ist ein verdammt schlauer Typ.

 Bin begeistert.