Mittwoch, 30. Juli 2014

Schools out for summer


Immer wieder gern gesehen : die großen Ferien. In diesem Jahr ist es das letzte Mal, daß dieses freudige Ereignis so heißt, zumindest für unsere Tochter.
Denn das nächste Mal sind es dann schon Semesterferien oder einfach Urlaub.  Ich habe nun auch frei, und freu mich auf eine gemeinsame Zeit mit allen, die mir wert und teuer sind.
Und auch für die Umsetzung einiger Ideen wird etwas Muße bleiben... fein, fein.


In diesem Sinne !

Sonntag, 27. Juli 2014

Konstante



Was haben Wolle und Eier gemeinsam ? 
Man kann sie mit Ostereierfarben einfärben. Das hab ich dann mal versucht. Nachdem ich brav einige Pfund Mädesüss und einen ordentlichen Hieb Weinblätter zum Färben verköchelt habe, und bei beiden Färbungen nur ein schlappes Grün erhielt, habe ich, wie schon im letzten Jahr eine Färbung mit Hibiskusblüten und Brombeeren versucht. 
Ein helles lila-grau hatte ich damit erzielt, wohlweislich auf Kaufwolle und die Farbe gefiel mir ganz gut.

Dieses Mal ( es dämmerte schon und ich wollte langsam auch fertig werden mit der Köchelei) war das Resultat ein leberwurstgrau/rosa... das konnte man auch  mit viel Phantasie, Verständnis und gutem Willen NICHT als tolle Farbe bezeichnen. Da habe ich die Geduld verloren und 2 blaue Färbetabletten Ostereier-Kaltfarben in den Topf geschmissen und damit ein schönes Blaugrün erreicht.

von links nach rechts Ostereierfarbe Blau mit Brombeeren und Hibiskus, Weinblätter, Mädesüss

Das gefällt mit jetzt gut. auch wenn es Chemie war/ist... immerhin sind es Lebensmittelfarben und die Wolle ist schön weich geblieben.


Meine  konstante Wollbearbeitung habe ich trotz einiger Dienste und dem Herumreisen in Gärten und Ausstellungen weitergeführt...
Alle Moorschnuckenvliese sind gewaschen und getrocknet ( 9 sind es gewesen). die erstaunlich schöne und verarbeitungsfreundliche Wolle ist grob vorsortiert. 
Und einen kleinen Probestrang habe ich gesponnen. 


Die Wolle ist schon etwas grob, aber irgendwie elastisch und sicher gut für Jacken geeignet.


Auch auf meinem Hühnerhof gibt es etwas Neues. Drei schöne Hühnermädels, davon zwei ausnehmend hübsche und dicke Blausperberdamen bekam ich letzte Woche geschenkt.


 Sie lebten zu sechst auf einer Fläche von 1,50 m mal 1,50 m.
Zwar sind die Gackerelsen gesund, aber die abgekauten Schwanzfedern zeigen, daß sie einfach zu wenig Platz hatten, außerdem sind 2 der Damen deutlich zu dick.


 Das wird sich hier aber sicher schnell ändern.  


Und der Stöpsikatze geht es auch wieder besser.


 Ihre Halbseitenlähmung hat sich zurückgebildet, nur ein Hinterbein wird noch geschont, sie ist aber trotzdem schon wieder jagen gegangen. 
Ich habe die berechtigte Hoffnung, daß sie uns doch noch einen Weile erhalten bleibt.  
So, nun habe ich noch einen letzten Tagdienst ,und dann haben wir alle , so nach und nach, 3 Wochen Urlaub. Puh !!!

 Sorry, versehentlich hatte ich den Post schon während der Bearbeitung freigeschaltet, einige von euch haben ein schönes Chaos zu lesen bekommen, aber so ists jetzt richtig.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Besucher einer Ausstellung

 ....waren wir am vergangenen Dienstag.
Wie in jedem Jahr öffnete die HbK Braunschweig Ihre Werkstätten und Ateliers zum Rundgang.
Nun waren auch wir mal dabei..., denn unser Sohn hat das 2. Semester in künstlerischer Freiheit hinter sich.


Ein guter Anlass zum fotografieren, eingereiht in den Mütter, Väter, Freunde, Tanten und Onkel-Tross.
Schon seit Wochen sind die Studenten mit der Ausrichtung des Rundgangs beschäftigt, eine Betriebsamkeit, die sich bis ins Private zieht, denn wir haben den Sohn seit ebensolanger Zeit hier nicht zu Gesicht bekommen.
 Zu groß war der Termindruck. 



Angekommen zu sein, scheint er, am Studienort, im Kreis der Mitstudenten. 
Und das finde ich sehr schön.

Seine Skulptur, die er für die Ausstellung gefertigt hat, besteht aus Feinstrumpfhosen und Kosmetikwatte, und das in Mengen. Wär ich jetzt nicht drauf gekommen. Eine seltsame Optik, die an Darmschlingen erinnert. Ich kann mir gut vorstellen, wie befremdet die Dame im Drogeriefachmarkt an der Kasse geguckt haben muss, andererseits sind die dort wohl HBK-Studenten gewohnt. Auf jeden Fall wird nach der Ausstellung ein Teil der Skulptur unser bescheidenes Heim zieren....


Die Nachbarn halten uns sowieso für ein bisschen meschugge.


Eine Vielfalt sehr unterschiedlicher Arbeiten gibt es zu sehen, vom klassischen Gemälde, über Videokunst, Installation, bis zur Performance,  ist alles dabei. 

 Und einige Werke sind sehr, sehr persönlich.

Die Betrachter der Werke zu betrachten, war für mich mindestens so interessant, wie die Werke selbst....






Die Atmosphäre der Werkstätten und Ateliers, ein wenig neiderregend. 
Die lichtdurchfluteten Räume machen es den Bildern leicht, denn


Licht ist ein großer Künstler und musste keine Aufnahmeprüfung machen.


 

Völlig unverfängliches Selbstportrait.


Und das Allerschönste : Zwei sind immer noch eine Insel. Es ist, was es ist....


So long : Take a walk on the wildside....  

Beruhigt und in dem Bewusstsein, daß es ein großes Privileg bedeutet, in Freiheit und Sicherheit Kunst studieren zu können, fahren wir zurück in unserer heimisches Dorf.

Der "Rundgang" ist noch bis zum 29.7.geöffnet, und 2 bis 3 Stunden Zeit sollte
man sich dafür schon mitbringen. Wer offen ist für Neues und gerne ein wenig spielt, ist hier genau richtig.

Dienstag, 22. Juli 2014

Laurins Garten 2014 - Ein Lob der Langsamkeit


Wie schon im letzten Sommer, lockte auch am vergangen Wochenende ein verborgenes Paradies trotz großer Hitze das Frollein Petra und mich aus unseren Gemächern.


 Frau Lorenz, ihres Zeichens Hüterin von Laurins Garten in Hannover,


 öffnete die Pforte Ihres grünen Reiches, bat zu Besuch und auch zu Kaffee und Kuchen. 


Im verwinkelten und überwiegend schattigen Garten, gibt es so manches verborgenes Kleinod, da plätschert es hier und da, und die Frösche nehmen ein kühles Bad im Teich 
(  das hätten wir auch gern getan).

  
Frau Lorenz, fast 80jährig, hat sich von einem Teil ihrer Sammlung historischer Stickereien und Weisswäsche getrennt


 und bietet diese zum Erwerb. Ein Bild, das die Kulisse des sehr, sehr  sehenswerten Gartens noch zauberhafter macht. 


Und Vieles gibt es zu entdecken.


 Alte Dinge Dürfen hier in Ruhe Patina ansetzen.


 Ein Hut wird zur Skulptur.


Äpfel zum Kunstwerk.

Und nicht nur Hehres wird zum Stilleben.


  Wunderschön auch die Umnutzung der schönen alten Spitzen in besondere, festliche Gebrauchsgegenstände.


 Die historischen Wäschstücke werden im Gartenhaus präsentiert,


 und können dort bewundert und vielleicht erworben werden.


  Der Garten von Frau Lorenz ist eine Ode an die Langsamkeit, an Zutrauen in Prozesse der Verwandlung. Einen solchen Ort kann man nicht kaufen, nicht schnell zusammenbasteln.


 Dieser Garten ist gewachsen, gealtert und erfindet sich mit jedem Jahr neu. 


 Sehenswert, bedenkenswert, besuchenswert.  


Wer Lust bekommen hat, das grüne Reich zu besuchen.  Am nächsten Wochende ist der Garten nochmal für Besucher geöffnet, es lohnt sich.


  Und unbedingt den russischen Kuchen probieren.

hier noch die Adresse :  

Hannover-Isernhagen, Ecke Eichholz/An der Wietze 
geöffnet am 27. u. 28.7.14 von 11 bis 18 Uhr