Sonntag, 17. September 2017

Gesundmeldung


Mehr als ne Woche hat mich der, vermutet kleine, Infekt nun gekostet. Ein paar Tage habe ich schlicht auf dem Sofa abhängen müssen, seit zwei Tagen gehe ich wieder unter die Menschheit.


Ehrlicherweise muss ich zugeben, daß einem schon so Allerlei durch den Kopf geht, wenn man völlig lame herumliegt. Zum Beispiel, wie es ist , richtig alt zu sein und nicht nur so ein bisschen sechzig.


Wie dem auch sein mag. Ich bin nun wieder aufgestanden und habe Lust, alle meine Tätigkeiten wieder aufzunehmen.

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die Tiere hängen gern mal ab, besonders gern in der Rohwolle

Beim Nachdenken über Pläne und Anforderungen habe ich auch meinen Handarbeitskram geordnet und mir ein neues Pulloverprojekt ausgedacht.


Am Freitag gabs dann aber erstmal das aktuelle Theaterstück der Tochter, diesmal ohne Zeitdruck   
 ( letztes Mal musste ich anschließend zum Nachtdienst ), und jedesmal bin ich begeistert davon, was diese jungen Laiendarsteller im Rahmen der interkulturellen Gruppe auf der Bühne zustande bekommen !


 
Und morgen werden wir einen kleinen Fotoausflug in Richtung Harz machen. Nach den Krankheitstagen haben wir nun fast zwei Wochen gemeinsam frei, der Mann und ich, und das wäre ja gelacht, wenn wir da nicht was Nettes draus machen können...


Kleines Video zum Abspann :  eines meiner Lieblingslieder von Moddi , von der bemerkenswerten  CD " Unsongs ", 



 Euch allen eine schöne und gesunde Woche !

Donnerstag, 7. September 2017

Das Gewöhnliche und das Besondere


Ein paar Tage ist das Auftauchen aus dem Nachtdienst schon her, aber es gab hier einiges aufzuarbeiten und außerdem hält mich im Moment eine Spätsommergrippe in Schach.


Also nichts besonderes, mit einem Infekt bin ich im Moment in guter Gesellschaft und mittlerweile habe ich gelernt, mir dann ein paar Freiräume zu verschaffen und nicht auf Biegen und Brechen weiterzulaufen, wie es vonnöten war, als ich noch kleine Kinder hatte.


So bin ich erst heute dazu gekommen, meine neuesten Spinnwerke abzulichten. Ein wunderschönes hellgelb/bräunliches Garn aus der Wolle der lieben Trixi, das graue stammt von ebenda ( Gotland-Pelzschaf ?, absolut exquisit) . Das rotbraune ist Alpcagarn und das kleine bunte Knäuelchen sind zusammengezwirnte Reste von der Spule. Bei diesen Restegarnen bin ich immer gern experimentell und oft haben die zufälligen Kombinationen eine sehr schöne Ausstrahlung und tolle Eigenschaften.


Soviel also zum " Gewöhnlichen", Nachtwachen und das Spinnen von Garn gehören für mich dazu.


Das Besondere der letzten Tage ist ein kleiner Fotospaziergang gewesen, den ich nach dem Nachtdienst am Sonntag in die Niederunggen der Leine inklusive Frühnebelablichtung unternommen habe.


Besonders deshalb, weil ich sonst um diese Zeit NIE mit der Kamera in den Auen herumstapfe und weil ich , bereits ein paar Meter vom Weg entfernt auf absolut verzauberte Welten gestoßen bin.


 Hier sind andere Spinner am Werk...  


Sollte ich vielleicht öfter mal machen, frühmorgens herumstapfen und andere Spinner fotografieren. Aber als absoluter Nachtmensch..... ? da bin ich nicht überzeugt von meiner Motivation. 


 So. Mit meinen neuen Strickbüchern ( fairkauf, ganz billig ) ,werde ich mich jetzt aufs Sofa verziehen und meiner Grippe den Platz einräumen, den sie sowieso beansprucht. 

Spinnen und Stricken geht aber immer. Und das ist gut so.

Freitag, 1. September 2017

September

Kaum ein anderer Monat ist so sehr nach meinem Geschmack wie der September.

 Die Hast des Sommers ist vorbei. Die Sonne wärmt noch und die Natur beginnt ihre fulminante Farbausstellung, bevor der Spätherbst alles wegfegt und Ruhe eintritt. Wunderbar. 

Entsprechend gebärden sich auch meine Lebensgeister... lebendig, erwartungsvoll, neugierig !


Ich freue mich auf das Unerwartete des Spätsommers.  Zum Beispiel über dieses wunderschöne Galoppetier, das mir vor die Kameralinse kam, als ich vor zwei Tagen etwas ganz anderes fotografieren wollte. 

Oder über diese  geradezu anarchistische Aufforderung, wohl Überbleibsel eines Kindergeburtstags, oder aber der Beweis : Street art... ja das gibt es auch auf dem Dorf. Eben village art !


Für mich sind die Monate September und auch noch der Oktober das große Schwungholen vor dem Winter. Meist hält mein Energieschub sogar bis Mitte November. Der Monat, in dem ich Geburtstag habe und in diesem Jahr 60 Jahre alt werde !!!

Und ein wenig kann man das Glück ja auch planen. Kleine, nette Dinge in den Alltag einstreuen und sich vielleicht auch mal ein wenig vom Weg ablenken lassen.
 Das will ich tun, in diesem September. 

 Und sollte ich mal wieder ein Kätzchen finden ( früher habe ich ständig Kätzchen gefunden). Dann nenne ich es September.

Als musikalisches Suchbild hier noch eines meiner Lieblingslieder... der Song passt zum Glück und hat mir den Untertitel zu diesem Blog geschenkt. 


So, Leute. Ich habe ab heute Nachtdienst . Und nicht vergessen !


Einfach bis zur nächsten Laterne hüpfen !

Mittwoch, 30. August 2017

Wolle ohne Grenzen

Vierunddreissig und eine Halbe. Kalenderwoche. Der müde August wandert durch seine letzten Tage. 


Was und was für eine Woche war das. Voll und toll.

 Kaum, daß ich aus dem Sommerloch aufgetaucht bin,
( hier der Hund in seinem  ! Sommerloch ! ) ....,


und mich Kommunikativem und Notwendigem zugewandt habe, klackern hier die Ereignisse nur so rein.
Eine Haushaltsauflösung im ferneren Verwandtenkreis beschert uns ein paar nette Dinge für Menschen, die es gebrauchen können,


für die nächste Adventsaktion hier im Blog, ( und ein paar gerettete Kleinigkeiten für mich ).





Ein federleichter Flohmarkt ( der erste, nette dieser Art in diesem Jahr), beflügelt die Ideenwerkstatt und erleichtert mich um ein paar Euro.



( Die Hanfstricke sind wunderbare Taschenhenkel, handgemachte Körbe für die Strickprojekte kann ich immer brauchen und außerdem habe ich einen Hang zu 
 Folkloristischem, auch wenn es als maschinengestickte Borte daherkommt. )


Und ..."  Save the best for last " ! die nette Trixi aus Österreich, ihres Zeichens Spinnerin, Strickerin, Blogleserin und Facebookkontakt  bietet mir einen Tausch, Wolle gegen Diverses an.

Schon zwei Tage drauf erreicht mich ein Paket, das mich dem Faserkollaps nahe bringt. 

 Die Warnung :  "Sei vorsichtig, ich habe ziemlich gestopft " , O-Ton Trixi, ist mehr als sinnvoll . 



 Aus einem Riesenpaket ergießt sich eine Riesenmenge Rohwolle, Alles schon gewaschen, teilweise kardiert und meine Verzückung kennt kaum Grenzen.
So schönes Material hatte ich bisher selten in der Hand. Ich bin dankbar, und freue mich die ganze Woche schier scheckig über die Wolle.


Allerdings bin ich ein wenig besorgt, was das Gegenpaket angeht, hoffe, damit meiner Freude genügend Ausdruck verliehen zu haben. Dies wird mir dann heute bestätigt, was mich sehr beruhigt.

 PUH !!!



Liebe Trixi : Nochmal vielen Dank für die herrliche Wolle.

 Deiner Hand wünsche ich gute, beste Besserung, verliere nicht den Mut. 

So viele herrliche Wollsorten habe ich jetzt für die nächsten Jahre zum Bearbeiten... nicht zu vergessen, auch das schöne Vlies Herdwick-Wolle, das mir Andreas von ackerbauinpankow einfach so geschickt hat !  

Danke dafür und für vieles Andere auch. Nette Kommentare, nette Mails, die Beteiligung an meinen Blogaktionen zu Weihnachten.

Das, meine lieben, jungen Freunde, sind für mich die uneingeschränkt schönen Seiten des Internets, sozusagen die Sojasahne auf dem Kuchen des Lebens ( Kuhmilchunverträglichkeit ).
 In Kontakt zu kommen mit Menschen, die auf ähnlicher Wellenlänge schwimmen, mit denen es einen Austausch gibt und manchmal sogar persönliche Treffen.


Vielleicht sogar das Schönste am Bloggen, oder mit das Schönste !

Diesen Post wollte ich schon am Sonntag schreiben, habe es aber nicht geschafft, weil ich die Unmengen an Spendengeschirr bearbeiten musste. 

Deshalb gibts hier trotzdem den Song, der mir bereits schon am frühen (Sonntag)Morgen durch den Kopf ging....



 alt aber gut, mit Vinyl-Ambiente ...