Sonntag, 26. Juni 2016

Und Holla

sind fast 3 Wochen um, seit ich, frohen Gemüts, die nun eingetretene Ruhe postuliert hatte


Leider hat selbige nichts davon mitbekommen und  sich wieder verflüchtigt.

 So erreichte mich kurz nach dem besagten Post eine riesige Arbeits- und Wollschwemme  (die Geister, die ich rief !) und hat mich in den vergangenen Wochen daran gehindert, all die schönen, kleinen Dinge zu beschreiben, die mir das Leben so bringt.

 Schade !  Das Bloggen fehlt mir schon sehr, wenn ich nicht dazu komme ! 
Nun gibts hier aber endlich mal wieder ein Lebenszeichen . 

Denn es sind nicht nur kleine, alltägliche, schöne Dinge zu erzählen, sondern ab und an auch mal ein großes Ereignis zu berichten.

  Bei diesem freundlichen Mafiosi und der feschen Lady handelt es sich um meinen ältesten Sohn und seine Freundin.




Die Beiden haben sich nicht erst  kurz vor diesem Selfie in einer anrüchigen Bar kennengelernt,  sondern sind schon seit ein paar Jahren ein besonders stimmiges und glückliches Paar. 

 Nun haben sie ohne Familie und Feierbrimborium auf einer Urlaubsreise in Las Vegas geheiratet. Eine weise Entscheidung.  



Natürlich wird nach allgemeinem Verwandschaftsgemecker die Party hier hoch nachgefeiert.  

Ich habe mich über diesen (fast) unerwarteten Entschluss sehr, sehr, sehr gefreut und wünsche den Beiden Glück und Geduld für Ihre Ehe...

Ein besonders schönes Lied dazu habe ich im Netz entdeckt.

 Den Sänger kannte ich bisher tatsächlich nicht , ( Asche auf mein Haupt !) finde aber einige seiner Werke ausgesprochen gut, und dieses Stück hört auf jeden Fall dazu.



Ich verspreche wieder regelmässiges Erscheinen in diesem Theater und wünsche Allen erstmal einen schönen Wochenanfang...

Freitag, 10. Juni 2016

Barfuss


Nach den turbulenten Wochen des April und Mai komme ich nun langsam zur Ruhe. Konstante und Veränderung werden klarer, und ich liege nicht mehr nachts wach und höre, ob unsere Tochter schon zu Hause ist, das Zeichen, das alles in Ordnung ist, und ich nun schlafen kann. Hausmutter eben.


Klar, mein Kopf weiss, daß sie nicht mehr hier wohnt, aber die innere Topographie braucht noch Zeit, um die neue Ruhe einzuordnen.

Zu meiner großen Erleichterung hat sich das Damoklesschwert der Teamauflösung an meinem Arbeitsplatz in Wohlgefallen aufgelöst.

 Und hier zu Hause fangen wir nach den anstrengenden Wochen an, neue Pläne zu schmieden, für uns, für das Haus. 
Die große Wollschwemme sorgt mit aller Kraft für Arbeit und Beständigkeit. Und auf zwei Flohmärkten ist mir wunderbares Material zur textilen Ausstattung des  Gäste/Arbeitszimmers zugefallen.


Und wie immer, sagen Dinge mehr, als es im ersten Moment scheint.
Auf der Wäscheleine die Dokumentation des Tages.


Die letzten Fundstücke aus dem leergeräumten Zimmer meiner Tochter treffen sich dort mit Gartenhandschuhen und Wollsäcken, die nach Bearbeiten der Wolle zum Auslüften hier hängen. 


Und im Wasserhahn spiegeln sich nur noch zwei Zahnbecher...

Dieser junge, begabte Mensch hat das richtige Lied dazu.



Und wie schön, daß der Sommer hier ist.


 Und ich das Gefühl habe, mich wirklich darauf einlassen zu können. Auf den Sommer und auf das veränderte Leben. Barfuss.


"... und so erscheint, daß nichts so bleibt wie es ist, fast schon wie gewohnt "

Montag, 6. Juni 2016

Frühsommerspäßchen

Es ist Wollwaschzeit im Hause M. Diese Flusen habe ich geschenkt bekommen. Es sei Pommerscher Rauhwoller. Na, dann waren es aber sehr kleine Wöllerchen. Wie dem auch sei. 


Einer geschenkten
Flocke schaut man nicht ins Maul.  Die Farbe fand ich ungewöhnlich und wenn die ganzen Gräser und Stöckchen raus sind, kann noch was Nettes draus werden. 


Und natürlich muss auch dieser "Mauwoller" vorher noch raus. 


Nachdem ich in der letzten Woche in der Sauna eine wohlschmeckende und teure Trendbrause  Namens Landlust konsumierte, habe ich mich nun daran erinnert, daß ich noch etwas Holuderblütensirup habe.
 Schau an,  das selbstgemischte Getränk ( Sirup und Mineralwasser ) schmeckt ( fast) genauso und kostet nur ein Bruchteil. 


Also Holunderblütensirup kochen. Und nicht wieder vergessen.

 Geht so : pro Liter Wasser 1 kg !!! ( Ja)  Zucker auflösen. Zitronenscheiben dazu und das Zuckerwasser über 10 bis 20 Holunderdolden gießen. Ein paar Tage abgedeckt ziehen lassen. Dann durch ein Baumwolltuch filtern und den fertigen Sirup erneut erhitzen.
 In saubere, sehr heiß ausgespülte Flaschen füllen. Hält länger als ein Jahr !

  Nebenbei versuche ich, mich durch die grüne Hölle, genannt Garten zu pflügen. 


Im Zuge der allgemeinen Umorganisierung des Hauses wird auch da einiges zu vereinfachen sein. Ich habe weder vor, der Sklave meiner Wohnung, noch meines Gartens zu werden ( oder zu bleiben ). 
Übrigens : über das Leinenhemd, das ich auf dem Foto anhabe, habe ich schon mal geschrieben. Es kommt tatsächlich zu neuen Ehren.


  Neue Vorhaben brauchen Zeit und so wird der eine oder andere Blumenkübel, die verstreuten Beetchen, die immer wieder verwildern etc. wohl verschwinden müssen.
( Nein keine Angst, ich werde den Garten nicht betonieren. Nur etwas übersichtlicher hätte ich es gern ).

 Sehr gedeihlich zeigen sich mal wieder die selbstangesäten Tomaten. Um ehrlich zu sein, alles ist voll mit Tomaten. Sogar aus meiner Komposterde sind jede Menge Tomaten in den Kübeln gekeimt....


Vielleicht bin ich einfach der TomatentypGut grün !


Ich wirke frustriert... nein das täuscht. Ist nur einfach viel, viel Arbeit.

Samstag, 4. Juni 2016

Sometimes the snow comes down in june....

Ein paar Eindrücke vom Hühnerleben rund ums Haus.


Dieser kleine Seidenhahn heisst Muttchen.


Fälschlicherweise hatte man ihn mir im letzten Jahr als Huhn angedreht.



Eine ziemliche Blamage, wenn man bedenkt, daß ich seit mehr als 20 Jahren Hühner halte. 
( allerdings hätte ich den kleine schwarzen Mopp wohl auch mitgenommen, wenn ich gewusst hätte, daß es ein Hahn ist, denn er sollte in den Kochtopf...)

Natürlich ist das kein Schnee, sondern die Samen einer Weide, die hier den Rasen aussehen lassen, als sei 1 cm Neuschnee gefallen...

Mittlerweile ist Muttchen der Vater einiger wunderhübscher Nachkommen.
 Der bunte Kerl ist sein Sohn und eigentlich war ich für den agilen Burschen auf der Suche nach einer eigenen Hühnerschar. 


Alle Nachfagen auf meine Anzeige in dieser Suche haben sich jedoch als suspekte Nieten herausgestellt . 
Und da sich Vater und Sohn gut vertragen, werde ich den bunten Vogel behalten. 


Denn er ist sehr ritterlich zu den Hennen und passt gut auf seine Mädels auf.  Bisher konnte ich in diesem Jahr weitere Bruten verhindern, nicht weil ich Küken nicht nett finde, sondern weil die flauschigen Dingerchen immer zur Hälfte Hahnenküken sind, die als bunte, ( krähende) Kerle dann niemand haben will. 

 Jedes Jahr ab Weihnachten das gleiche Elend. Aus den niedlichen Puschelchen sind halbstarke Hähnchen geworden, die sich, wenn sie lebenskräftig sind, ab 5 Uhr morgens adoleszente Krähgefechte liefern. Ich liege dann ängstlich wach und hoffe auf nervenstarke oder wenigstens taube Nachbarn. 
Unterbringen lässt sich so ein Jungkräher trotz gutgemeinter Facebook-Seiten wie   
 " Hahn im Korb" etc. leider höchst selten. Meinstens werden dort astreine Rassehähne vermittelt, für so ein buntes "Kreuzungsvolk" besteht kaum Interesse. 
 Dann lieber " verhüten" statt brüten. Und die niedlichen Hühnerkinderchen schaue ich mir dann woanders an.

Der Schnitt einer verwilderten Hecke förderte gestern einige kahle Stellen im Rasen zu Tage. 


Das wird wohl auch so bleiben, denn die Herren Hähne riefen die Damen herbei, die flugs alle liebevoll verstreute Samen aufgegessen haben.  

So ist das.  
Bye, bye Blumenwiese...
 Eine Gartenausstellung werde ich mit meinem Hühnergarten wohl nicht gewinnen und mit meinen Hühnerkenntnissen wäre ich die Schande eines jeden Geflügelzuchtvereins. 
Aber die Hühnchen erfreuen sich bester Gesundheit und speisen teures Blumensaatgut.
Wohl bekomms !



 Tja, save the best for last !