Dienstag, 27. September 2016

... und schreib mal ne Karte !


In dieser 2. Urlaubswoche mal ein Lebenszeichen. Da ich mit zunehmendem Alter immer mehr zu der Erkenntnis gelange, das alles im Leben ein Prozess ist, also der "vollkommene" Moment eher dünn gesät ist, ein paar Bilder aus dem "unfertigen" Urlaubsland.


 Noch immer schabe ich intermittierend an den Wänden des Arbeits/Gästezimmers herum. Da ich mich entschlossen habe, den relativ gut erhaltenen Putz direkt zu streichen und keine neue Rauh- oder sonstwas Faser Tapete anzukleben, ist diese Arbeit direkte Vorbereitunng des Anstriches und dementsprechend aufwendig.


Einige Teile der Tapete widersetzten sich meinen Bemühungen hartnäckig, die vorhandenen Kontinente in Inseln und schliesslich in ein glattes Mörtelmeer zu versetzen. Aber bald ist es geschafft, nur noch ungefähr 2 Quadratmeter sind beklebt. 

Zwischendurch suchte ich zwei nette Flohmärkte auf, und weil der Flohmarkthype bei mir eindeutig vorbei ist, konnte ich mich entspannt durchschlendernd, offenen Blickes neuen Themenbereichen zuwenden.


Eindeutig, wenn auch nicht durchgängig, kommt so etwas wie ein "Omamodus" auf. Wunderschöne Vorlesebücher habe ich erstanden, Schnittmusterhefte für Babykleidung und , am Allerschönsten,  ein Prinzessinnenkleid für meine kleine syrische Freundin.


Als Vierjährige ist man einfach gern die Prinzessin und ich freu mich schon sehr darauf, ihr das blaue Wölkchen schenken zu können.

 Und im Bekanntenkreis kommen immer mehr Kinder zur Welt, sodaß ich sicher in nächster Zeit das eine oder andere Kleidungsstück für kleine Leute fertigen werde.


 Auf dem Weg von kleinen zu großen Federleutchen sind meine unerwarteten Kükchen vom August. Noch immer im Familienverband unterwegs und in Ruhe, haben sich die Piepser zu gesunden Hühnerteeneies entwickelt. Tagsüber werden die Gruppenbande schon etwas lockerer, des Abends lagert man noch sehr gern zusammen.


Bald werde ich beginnen, intensiver nach neuen Zuhauses für die Kinder zu suchen. Ich selbst möchte nur zwei weibliche Tiere behalten, da ich den Bestand an zu versorgenden Tieren nicht erhöhen möchte.


Also. Wer ein Tierchen unterbringen möchte, gerne bei mir melden. Besonders werden, wie immer , Plätzchen für die Hähnchen gesucht....


So, nun noch ein kurzer Gang durch Garten und Gewächshaus  (die Tomatenschwemme hält unvermindert an), und dann werden wir heute mal einen wirklichen Urlaubstag in der Sauna verbringen. 

 Pfürti !.... OK Pfüati !!!

Mittwoch, 21. September 2016

Tapeten ab und fertig

Es ist Urlaub, und es ist so, so viel zu tun. Nicht nur meine Hühnchen, auch unser Haus befindet sich in der Mauser. Alte Federn werden ersetzt durch neues Kleid. 


Fürs Haus heisst das. Runter mit der Rauhfaser ( wo welche vorhanden sind), neuer Anstrich, sortieren, schleifen, einräumen. 

 Und das alles möglichst mit wenig Geld und aus Vorhandenem.
 Gestern schabte ich den halben Tag an den Gäste/Arbeitszimmerwänden herum und wie immer, wenn monotone Arbeit auf Erinnerung trifft, hat das eine Menge an persönlicher Geschichte hervorgeholt. 


Immerhin 24 Jahre, wichtige Jahre, Familienjahre...


Ja, ich freue mich über die neu gewonnene Ruhe und über die Möglichkeit, einen riesigen Schreibtisch für mich allein zu haben. Über ein renoviertes Gästezimmer, in dem liebe Leute übernachten können,  ein Rückzugsraum für Besuch, der dann gern mal ein paar Tage bleiben kann. 

24 years ago

Aber immer gibt es einen Hauch Wehmut und einen Hauch Melancholie.

Draußen gibt es einen Hauch Herbst. Gar nicht schlecht.

 Mein Wetter !

 Noch immer prima zum Wollewaschen. Und  die Hühnchen wachsen und gedeihen, bis auf eines, welches unerklärlich zu Tode gekommen ist. Ob Hahn oder Henne lässt sich leider noch nicht erkennen, ein paar lustige Vögelchen sind aber auf jeden Fall dabei.

Dieses ist sicher ein kleiner Hahn. Und er braucht bald ein neues Zuhause ! Sein Schnabel ist nur deshalb so dreckig, weil er im Kompost gegraben hat.

Noch ein einèinhalb Wochen wird der gemeinsame Urlaub dauern. Wahrscheinlich werde ich mich ein wenig selten hier blicken lassen.

 Neue Projekte brauchen Zeit, aber am Ende habe ich dann sicher was zu zeigen. Bis denne.....



.... ich lass so lange den  großartigen Hans-Eckhard Wenzel für Euch singen.

Mittwoch, 14. September 2016

Grille oder Ameise


 Die Schwemme an Obst und Gemüse ( expecially tomatoes) ruft an diesen warmen"Grillen" tagen energisch nach Ameisenverhalten.  Aber manchmal lässt sich beides ja auch gut verbinden.


So ist das Zubereiten und Einkochen von wunderbarer, selbstgemachter Tomatensuppe durchaus ein Vergnügen für Auge und Geschmacksnerven. 


Besonders zufrieden bin ich damit, mittlerweile Wolle erspinnen zu können, die so weich und komfortabel ist, daß man sie auf der Haut tragen kann, und die sich für kuschlige Mützen eignet. (Die sich auch noch schnell und handlich stricken lassen).
 Da gibt es schon eine Warteliste....
 Denn, das weiß die Ameise, wenns kalt wird, kann man was auf die Birne vertragen.


 Eindeutig in die Grillenabteilung gehörte am vergangene Wochende ein Ausflug zu zweit ins idyllische Besenhausen. Auf dem gleichnamigen Gut stellte Lisa ihre schönen, lichten Bilder und ihre wunderbaren Skulpturen aus
.( Leider war es mir nicht möglich, diesen Absatz in normal großer Schrift zu setzen. Blogger spinnt einfach manchmal. Also Lesebrille raus, Mädels !)


Das Gut Besenhausen , welches auch ohne Ausstellung einen Ausflug wert ist, ist ein idyllisch gelgener Ort in der Nähe des Aufnahmelagers in Friedland/ Göttingen. Einen Kaffee kann man dort immer trinken, Handwebkunst bewundern und einen Spaziergang zum dort noch sehr jungen Fluss Leine samt Fischtreppen unternehmen.
  Lisas Ausstellung ist leider für dieses Jahr schon zu Ende, aber im nächsten gibts ja vielleicht wieder eine. Sehenswert !

 
Auf dem samstäglichen Heimatflohmarkt fand ich Tags drauf für einen kleinen Obolus diese schöne Häkelarbeit, der ich nicht wiederstehen konnte, weil mich Grannies und Artverwandtes immer schon angezogen haben. 


 Auf den ersten Blick sah die Arbeit aus, als hätte man viele, verschiedene Reste verwendet, die bunten Blüten sind jedoch aus Strumpfwolle. Eine tolle Idee für kleine Reste dieser Garne mit dem netten Farbverlauf.(Schrift siehe oben..)

 
 
Also Granniesquares häkeln, Mützen stricken und spinnen.
Und bei so vielen Ideen und Plänen textiler Natur, freue ich mich schon auf die länger werdenen Abende, aufs Holzfeuerchen im Ofen.

Solange die Tage noch so heiss und sonnig sind wie zur Zeit, werde ich noch möglichst viel meiner Rohwollen waschen, denn im Moment dauert es kaum einen Tag, bis die Fasern getrocknet sind.


Dann wird umgeschichtet, sehr zum Verdruss von Emo, der sich hier auf dem "Suchbild mit Katze" sichtlich wohl fühlt.


 Es sind lebendige und warme Tage und ich komme  mir vor wie Frederik, die Maus aus dem Kinderbuch, die Farben , Wärme und Gerüche für den Winter sammelt.  Und ein wenig erstaunt mich das auf eine gute Art, da ich noch vor ganz kurzer Zeit das Gefühl von Reduktion und Verlust hatte.

   
Grille oder Ameise ? Schön, wenn man es einrichten kann, daß das Leben Beides bietet.


Donnerstag, 8. September 2016

Eine arbeitsreiche Woche, oder : ich erziehe meinen Garten antiautoritär.


Wie ich schon sagte, eine ausgesprochen ausgefüllte Woche liegt hinter mir. Wenig Erfreuliches, dafür notwendig und unumgänglich. 

Immer wieder kommen dabei meine Garten-Textil-Renovierprojekte zu kurz , zumindest für meinen Geschmack. Besonders zum Thema  "Der Garten und ich, Gemüseanbau, ja oder nein ",  habe ich mich in diesem Jahr sehr sparsam gehalten.


 Außer den schon bekannten, gigantischen Tomaten " schlesische Himbeere" in reiflicher Anzahl, habe ich lediglich ein paar Zucchinipflanzen gehegt, die bisher EINE wunderwohlschmeckende Frucht erbracht haben (man muss es ja auch mal sagen, wie es ist).
 Den Ratschlägen auf der Samentüte nicht folgend, habe ich eine gekeimte Gurke neben die Tomaten gesetzt. Die Packung der Samen hatte davon dringend abgeraten. Und was soll ich sagen. Sie hatte recht. Die Packung. Also keine Gurke.

Aber Spaß beiseite. Erstaunlicherweise haben die Tomaten in diesem Jahr noch nicht diese unappetitliche, braune Tomatenkrankheit , der im letzten Jahr die ganze hoffnungsvolle Ernte zum Opfer gefallen ist.



 Es gibt also jede Menge dieser malerischen, riesigen Fleischtomaten, die, weil wenig haltbar ( klar, sie sind ja auch nicht aus Plastik, wie die gekauften) bereits von meinem Mann in eine ausgesprochen wohlschmeckende Tomatensuppe verwandelt worden sind. 
Da es noch viele Tomaten an den Büschen hat, die ich in diesem Jahr wenigstens halbherzig " ausgegeizt" habe, ( was für ein garstiges Wort), werden wir in den nächsten Wochen wohl in den Genuss von etlichen Litern Tomatensuppe kommen.


Und weil der Garten in diesem Jahr einfach machen konnte, was er wollte, hat sich auch noch ein fruchtbares Kürbispflänzchen zu einer bodendeckenden Plantage selbst ausgesät 
Na klar, mitten auf dem Weg. "Anarchie ist machbar , Herr Nachbar."


Ist doch gar nicht soo schwer.

 Ich werde also meinen Gemüseanbauverzicht nochmal überdenken, denn das ernten und verarbeiten macht wirklich Freude ( ja es hat auch noch Beeren gegeben), und ernsthaft darüber nachsinnen, ob ich im nächsten Jahr wieder in einen geordneten Gemüseanbau übergehen werde. 

Aber bitte ohne Stress. Nicht nur für den Garten. Auch für mich.


 Und wunderbares Pflaumenmus kann man ja auch aus geschenkten Pflaumen kochen.

Nebenentdeckung des Jahres : Sommerblumen in Kübeln ausgesät, eine feiner Farbtupfer vor den Brennesseln,das kaschiert so einiges.


 Nur dieser Vertreter der Gruppe : Strange places for cats" hält dekorative Blümchen nicht für notwendig und sich selbst für das schönere Gewächs...

 Euch Allen wünsche ich ein schönes, stressfreies Spätsommerwochende !