Sonntag, 20. April 2014

Mein Osterei

... tja, meine Osterveranstaltung heisst vor allem : Nachtdienst.
Ist aber nicht so schlimm, und einer muss es ja schliesslich machen.
 Vorab habe ich mir letzte Woche schon mal einen länger gehehegten Wunsch erfüllen können.


 Zwar habe ich die Anfangsgründe des Spinnens noch nicht verlassen, aber mich gelüstete nach einem anderen Spinnrad. 


Ein Ashford " traditional "sollte es sein, und unverhofft hat sich die Möglichkeit ergeben, sehr günstig ein gebrauchtes Exemplar zu erwerben.  
Traurig und verstaubt stand es bei einer ebenso traurigen Dame im Kämmerlein. Etwas verzogen ( nur ganz bisschen) und etwas festgesetzt, haben wir es  wieder zum Leben erweckt. Ich hab schon eine gute Spule Garn darauf hergestellt, und es ist wirklich ein feines Teil. Da wird sicher noch so mancher Meter Wolle mit gesponnen werden. Schön. 


Ich freu mich, mein Osterei !!!


Für, oder besser gegen die kleinen und großen Eierleger haben heute Tochter und Freund einen etwas improvisierten, leicht anarchistischen Zaun für das kommende Gemüse gebaut. 


Hat den Beiden großen Spaß gemacht, und ist lustig geworden


 Ich denke , daß es gegen die kleinen Raptoren seinen Zweck durchaus erfüllen wird.


Die Zwerghennen können also weiter im Garten herumlaufen. Ich habe mich entschieden, sie nicht in die Gruppe der "Großen" zu integrieren.


 Denn 1. richten sie im Garten kaum Schaden an, und 2. hat sich der, im Vergleich zu den Minihennen riesengrosse Hahn, den kleinen Federtieren schon mehrmals ungalant genähert, wenn Ihr versteht was ich meine.   
Meine Brütehenne hatte leider keinen Erfolg. Nach mehr als 3 Wochen habe ich sie von ihrem unglücklichen Gelege heruntergenommen. Sie muß sich jetzt erstmal erholen und tummelt sich mit ihren Schwestern im Grünen.


Vielleicht versucht sie es ja in ein paar Wochen noch einmal.  

So, eine Nachtwache habe ich noch, und dann kann ich bei dem schönen Wetter in der kommenden Woche daran gehen, den Garten zu bestellen.


Einige meiner Pflanzen rufen dringend nach einem größeren Wirkungskreis, und andere Gemüse sollten jetzt mal so langsam ausgesät werden.  


Ich wünsche Euch noch ein schönes Restostern !!! Lasst es Euch gut gehen. 

Donnerstag, 17. April 2014

Hundeglück


Gestern auf dem Recyclinghof. 17 ausgemusterte Tennisbälle stehen neben einem Container und warten auf einen neuen Profispieler.  


Und hier ist er : Mufti Becker, Ballprofi und vielfacher Hundekuchengewinner. Seine Spezialität:  er spielt den Ball ohne Schläger.... der Wahnsinn hat einen Namen.


                                                 Jetzt gehts los .


                                     Sie kommen von allen Seiten.


                                 Ich kann auch sehr böse werden.



Wie das aussieht , mir doch egal !


                              Kommst du her oder muss ich dich holen ?


 Gut, dann komm ich her..

                                
                                   oder mit den Pfoten, auch gut  !

                                      
                                  Und die Frisur ist mir total wuffi.

Geschafft !  Ich hatte sie alle !


                                                  Balla, Balla .....


Dienstag, 15. April 2014

Pflanzenfärben -- das Gepansche geht weiter !



Die Färbesaison  2014 ist eröffnet....

Nach den äußerst enttäuschenden letzten Färbeergebnissen des vergangenen Jahres, 
( Liguster auf Rohwolle ), die sich in meinem liebevoll angerührten Färbebad in eine unstrickbare graue Matsche verwandelt hat, habe ich zunächst beabsichtigt, nur noch naturfarbene Wolle zu verstricken.  So !

Der milde Winter und die täglichen Hunderunden präsentierten mir im Februar dann eine prachtvolle Ligusterhecke mit prallen, schwarzen Beeren. 

Ich altes Eichhörnchen konnte es nicht lassen und habe nochmal eine ordentliche Menge von den schönen, ( aber giftigen ) Beeren geerntet und auf dem Herd ein hübsches, dunkles Süppchen gekocht



Und siehe da... diesmal ist es etwas geworden.  Und schon war die Färbelust wieder da.  Diesmal bin ich schlauer gewesen. Habe kleine Strängchen zur Probe (gebeizt und ungebeizt) gefärbt, um von vorneherein zu sehen, ob mir der Farbton überhaupt gefällt. 

der linke Strang ist ungebeizt gefärbt, den habe ich dann noch gebeizt und im gleichen Farbbad nachgefärbt.

Hier sind die Ergebnisse. Die Farbe gefällt mir recht gut, und die Wolle ist nicht verfilzt oder hart geworden. Das Zeug färbt schon ganz ordentlich, das konnte ich bereits beim Pflücken der Beeren feststellen ( Schwester, warum haben sie so blaue Hände ? )
Durch diesen Erfolg ermutigt habe ich noch einen Strang selbstgesponnene Wolle mit Zwiebelschalen gefärbt.
 
ganz rechts ist der Zwiebelschalenstrang

 Die Farbe finde ich auch ganz gelungen. Mit Zwiebelschalen habe ich im letzten Jahr schon mal gefärbt, damals war ein helles Gelb dabei herausgekommen.  Ist doch immer wieder spannend und überraschend.

  meine Pröbchen....

von oben nach unten : Pflaumenbaumrinde, Birkenrinde, Liguster  (ungebeizt)
Ungefähr 400 Gramm selbstgesponnener Wolle sind bisher mit Pflanzenfarben gefärbt, als nächste Färbung steht Birkenrinde an, von der ich zur Zeit jede Menge habe.


Überhaupt ist es hier auf dem Land recht einfach, an Färbematerial zu kommen. Ich lasse mich da eher von Zufällen leiten, als dass ich gezielt losgehe und Material irgendwo abrupfe.  Die Grüngutstelle ist eine gute Quelle. 


Als nächstes möchte ich eine Färbung mit Birkenblättern versuchen, deren lichtes Grün mir jedes Jahr aufs neue ausnehmend gut gefällt. 

Und mal abgesehen davon, daß ich von "meinem" Schäfer jede Menge wunderbarer Rohwolle bekommen kann, auf unserer Wiese wächst auch noch ein schönes Skuddenvlies der nächsten Schur entgegen.


Mäh !

Donnerstag, 10. April 2014

Stipp. Visite. Holland


Am vergangenen Wochenende traf ich mich mit Freunden in einem, eigens angemieteten, Ferienhaus direkt an der der holländischen Grenze. Was lag da näher, als diese kurze Distanz zum Nachbarn für einen Ausflug zu nutzen.

Die Ferienhauswirtin hatte uns den Samstagsmarkt in Enschede empfohlen, mit bis zu 56000 Besuchern ein Großereignis des Konsums.


Ob der sehr übersichtlichen Verkehrsführung der Niederländer, fand ich im Konvoi auch ohne Navi problemlos, und nahezu unversehens ( huch, sind wir schon drüben ?) über die Grenze. Das befürchtete Verkehrs- oder Parkchaos blieb aus, und am Vormittag war der Marktbesuch durchaus möglich.


Gegen Mittag hatte ich dann allerdings einen solchen mentalen Overload, daß ich kein Gemüse mehr ertragen konnte.

Einige Klischees über das schöne Holland wurden  mir umgehend bestätigt: 

In Holland gibt es wahnsinnig viele Fahrräder. Schöne, bunte, ungewöhnliche, viele, viele......


 Die Pflanzenpreise sind ausgesprochen günstig.


Die holländische Sprache hört sich IMMER niedlich an.  

Andere Vorstellungungen wurden gründlich widerlegt. 

Niederländische Architektur besteht aus überwiegend niedrigen Backsteinhäusern...


ALLE Holländer sind nett.

 Aber mal Spaß beiseite. Obwohl  das Reisen nicht gewohnt, bin ich nicht so unerfahren zu glauben, daß es sich bei einem solchen Markt um eine originäre holländische Veranstaltung handelt. Vielmehr ist es ein erweiterter Selbstbedienungsladen, in dem sich wöchentlich das halbe Ruhrgebiet drängelt, um zu kaufen, was massenhaft,


aber nicht unbedingt kaufenswert angeboten wird. 

 Auf der Suche nach dem " richtigen" Enschede sind wir dann eher in einigen Seitenstraßen fündig geworden.


 Und in einem sehr gemütlichen, traditionellen Cafe mit Teppichen auf den Tischen, fanden wir dann auch die ersehnte Ruhe. 


Gekauft habe ich außer ein paar Gewürzpflanzen und einigen interessanten glutenfreien Lebensmittel nichts. 
Eine relative Versuchung hat ein Stand mit herrlich gemustertem Wachstuch dargestellt, ich habe es es dann aber doch gelassen, weil meine Erfahrungen mit der Haltbarkeit von Wachstuch, gerade für Taschen, nicht die besten sind.

Überdies  habe ich, ( als  vor kurzem der Streik im öffentlichen Dienst war), VOR dem Recyclinghof eine dort abgelegte große Menge fast neuwertiger LKW-PLane gefunden, die mir für Taschenprojekte, wenn auch nicht so umwerfend bunt, wesentlich geeigneter scheint. 

Auf dem Rückweg haben wir auf speziellen Wunsch noch einen kleinen Abstecher nach Lüdinghausen unternommen, und die Burg Vischering besichtigt.

 Eine Burg wie aus dem Bilderbuch, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

 Alles in allem ein schöner Ausflug. Auch die Visite in Holland werden auf jeden Fall wiederholen, diesmal aber sicher nicht ein touristisches Großereignis besuchen, sondern uns lieber in eine stillere Ecke verziehen.