Montag, 18. August 2014

Finding Vivian Maier

Wann war ich das letzte Mal im Kino, und wann am Sonntagmittag ?

Etwas Ungewöhnliches und Besonderes wollten wir uns gestern leisten, am letzten Urlaubstag. Also haben wir um die Mittagszeit diesen Film angesehen. Und ungewöhnlich ist die Geschichte und die Hauptperson, die viele von Euch wahrscheinlich schon kennen werden, auf jeden Fall.



John Maloofder Entdecker der Negative dieser begabten, und zu Lebzeiten unbekannten Fotografin, zeichnet in diesem anrührenden Dokumentarfilm die Geschichte der Vivian Maier nach, beantwortet viele Fragen zu ihrem Leben, und wirft ebenso viele neue auf.

Ein Film zum nachdenklich werden im besten Sinn.

 Mittlerweile gibt es Buchveröffentlichungen ihrer Fotos.


Viele große Ausstellungen haben stattgefunden und einige ihrer großartigen Aufnahmen kann man  hier ansehen.

 Vivian Maier die, 83 jährig, völlig vereinsamt, vor einigen Jahren starb, ist weltberühmt geworden.

Ich hatte bisher nur einige ihrer Fotos gesehen und einige kurze Zeitungsartikel über sie gelesen. Dieser Film ist mir eine große Motivation, mich mit ihrem Werk näher zu beschäftigen. 

Unbedingt sehenswert  !!!


Freitag, 15. August 2014

Hosenrettung oder : Punx not dead



Weil Urlaub auch dazu da ist, persönliche Erledigungshalden abzubauen, habe ich mich an das recht umfängliche Reparieren einiger Lieblingshosen gemacht. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und weils cool ist.



 Eher sind es Teiltransplantationen geworden, die mich daran erinnern, wie ich in frühen Jugendjahren die entsprechenden Stellen meiner abgefetzten Jeans mit Lederflicken abgedeckt habe.


 Das sah dufte aus, war aber nach dem ersten Waschen bretthart und konnte dann doch in die Tonne. Sowas nennt man Erfahrungswert. Also kein Leder.



Ich hoffe, daß mein Rettungseinsatz den betagten Beinkleidern noch eine kleine Verlängerungsfrist gewährt. Dieses Exemplar hatte sich schon fast selbst in seine einzelnen Moleküle zerlegt, ist aber aus emotionalen Gründen nochmal reanimiert worden. 


 Es bedurfte einer intensiven"Hinterlegungstherapie",  für die ein ausrangiertes Bäckerhosenbein herhalten musste, schräg zugeschnitten aus Gründen der besseren Dehnbarkeit. 


Nun ist mein Nähhaufen zwei Teile niedriger, aber immer noch immer hoch genug.


Die genähten Exponate werden dann auch heute gleich ausgeführt und zwar mal wieder, und immer wieder gern, um diesem Herrn und seiner Combo zu lauschen.


Gehabt euch wohl.    Das "Nähmutti"


Donnerstag, 14. August 2014

Ganz früher Herbst



Ich weiß, der Sommer dauert auf dem Kalender noch mindestens vier Wochen. Auf dem Kalender.
 Mein Gefühl sagt mir was anderes. Gestern fuhr ich nach langer Zeit mal wieder ohne Hund mit dem Fahrrad durch die Felder ( der Hund ist immer so nervös) und fotografieren kann ich sowieso nicht, wenn er dabei ist.  


 Die Zeichen des Herbstes, der Sommerneige, sind unübersehbar.  
Das macht mich nicht traurig, im Gegenteil. Ich mag den Herbst. Fast am allerliebsten. Die wunderbaren Farben, die noch kommen werden.


Und die Begrenzung, die der Herbst bietet. Dieses sich konzentrieren auf das Ende der warmen Zeit. Das hat für mich etwas Ordnendes und ist gleichzeitig Beginn.  Vielleicht steckt da doch mehr Bauersfrau in mir als ich weiß, denn längst sind wir nicht mehr darauf angewiesen von unseren Vorräten, und nur von diesen, den Winter über zu zehren...
    
Wie auch immer, ich freu mich jedenfalls darauf.



Die veränderte Landwirtschaft ( Biogasanlage) beschert uns weite Sonnenblumenfelder, nicht zum Pflücken, sondern als Lockmittel für die Bienen, die den Mais eher uninteressant finden.


Das Heidekraut fängt an zu blühen. 
Und immer wieder gehören selbstgemachte Kränze für mich zum Herbst. Ich achte darauf, keinen Draht oder ähnliches zu verwenden. Gebunden habe ich den Kranz mit Baumwollnähgarn, das der liebe Mufti am Wickel hatte ( ein schönes Kauröllchen), und das deshalb nicht mehr zum Nähen verwendbar ist.

  Ist der Kranz hin, kann ich ihn einfach auf den Kompost oder ins Lagerfeuer werden.


Gesponnen habe ich unter anderem 180 Gramm Garn aus den pommerschen Rauhwollervliesen, von denen sich mir weiterhin nicht erschließt, warum es "Rauhwoller" sein sollen. 

Es ist die bisher weichste Wolle, die ich hergestellt habe.


Mit gebremstem Rad und etwas dicker gesponnen, wird sicher ein schöner Winterpullover daraus.  

  Emo passte sehr gut in mein Spätsommerstilleben, allerdings hält er eher Ausschau nach schmackhaften Herbstmäusen, die er in Winterspeck umwandeln möchte. Sofort. 


Zum Trost für alle Mäusefans kann ich sagen. Es kam keine Maus vorbei und Emo musste auf Dosenfutter zurückgreifen.

Mittwoch, 13. August 2014

Oh captain, my captain



  
Viel Gutes und Intelligentes ist schon über Robin Williams geschrieben worden, und ich will mir hier auch nicht anmaßen, einen eigenen Nachruf zu verfassen.  Einige seiner Filme habe ich geliebt.

"Der Club der toten Dichter" gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, aber auch "Patch Addams". 

Ein wunderbarer Schauspieler und Lehrer hat das Klassenzimmer verlassen !