Freitag, 22. Juli 2016

This is not the time....

zum Bloggen. Erst hatte ich jede Menge Arbeit, dann ist unser Computer unerwartet von uns gegangen.
 Der halbschlappe Leihlaptop bringt nur das Nötigste an Voraussetzungen und vielleicht ist es auch mal ganz gut, ein Paar Tage ohne Anbindung ans weltweite Netz zu sein, das auch ein täglicher Zeitfresser ist und überhaupt. 

Erschreckend finde ich es, die ersten Tage ohne Internet ein regelrechtes 
" Zeitloch " gehabt zu haben. Hätte bloß noch gefehlt, daß ich mich vor den dunklen Bildschirm setze. Wenn die ganze Technik wieder in Ordnung ist, werde ich mir wohl mal ein neues Zeitmanagement für den Umgang mit den guten ,informativen und schönen Seiten des Internets zulegen müssen. 

 Bis dahin gibt es hier eine kleine Sommerpause.

 Lasst es Euch gut gehen, geniesst die Sonne ... und : Nicht so oft vor dem Computer hocken.  

Leider habe ich im Moment keinen Zugriff auf meine Fotos. Deshalb müssen jetzt die alten Kämpen von Fury and the Slaughterhouse herhalten. Ich habe mich vor kurzem daran erinnert, daß ich einige Stücke der hannoverschen Gruppe ausnehmend gern gehört habe, auch wenn sie an Schlichtheit kaum zu überbieten sind, und mir eine CD der der Gruppe nachgekauft. 



Time to wonder.....

Mittwoch, 6. Juli 2016

Blue Texel

Während die Miezen


in ungewaschener Rohwolle schlafen, habe ich meine handgesponnenen Wollen durchgesehen und katalogisiert ( 6,7 kg). Das sind viele Pullover !

Nach und nach verschenke ich nun die noch vorhandene Kaufwolle. Ich werde sie nie und nimmer mehr verarbeiten können. 

Und so langsam bekomme ich Übersicht über mein Hab, das nun auch ein Gut ist. Schon merkwürdig. Fünf Jahre lang habe ich gepostet, was ich alles  auf dem Flohmarkt finde oder geschenkt bekomme. Und nun schreibe ich darüber, was und wie ich das Zeug wieder losgeworden bin. 

Wird wohl langsam Zeit, die Blogseite : "über mich" zu aktualisieren....


Am Abend ist es besser, wenn die Mieze Mütze einen anderen Schlafplatz findet. Sonst besteht Verspinnungsgefahr.


Zum Verwechseln - blue Texel !

Sonntag, 3. Juli 2016

Das Schönste und das Dööfste....


Hatte ich ja versprochen. Daß ich mich mal wieder öfter melden würde. 
Und da nicht jeden Tag etwas Großes passiert oder ich philosophische Anwandlungen bekomme oder Beides, gibt es heute kleine Dinge.

  Nette und nicht so nette.


Aus dem Färbesud zog ich dieses Garn, sagen wir mal Braun-Lila meliert. Das Lila finde ich ausgesprochen schön, es ist aber leider nicht durchgehend vorhanden. Gut, eine Verwendung wird sich dafür auch schon noch finden.

Gefärbt habe ich mit Johanniskrautblüten. Ja !



Ich hatte im Netz recherchiert und alle einschlägigen Seiten versprachen mir ein Gelb oder auch ein Grün. Aber Braun-Lila. Never !

Da reissen die Überraschungen nicht ab. 

Um noch mehr Wolle in diesen Farbton zu verzaubern, müsste ich die halbe Gemarkung von allen Johanniskrautblüten befreien und dazu habe ich weder Lust, noch ist es irgendwie umweltverträglich. So findet dann dieses Experiment ein vorzeitiges Ende. 
Allenfalls einige Birkenblätter, die sowieso beim Rückschnitt einer Birke anfallen werden, will ich noch zum Färben verwenden. Das Netz hat mir ein Gelb-Grün versprochen. Schauen wir mal !

Überhaupt finde ich die Naturfarben der von mir ersponnenen Wolle so schön und abwechslungsreich, daß es kaum Farbe von außen braucht um mich zu verzücken. Wenn Farbe, dann stehe ich im Moment auf die Kombination Braun-Blau. Mit ein wenig blauem Wollgarn habe ich  gestern auch diesen, von Motten angenaschten Pullover wieder in leicht lotterig-tragbaren Zustand gebracht...

Gittas Pullover : Nur echt mit dem Katzenhaar ! Wer es findet, darf es behalten.

 Das ist so das Mittelschönste.....

Neben dem Schönsten in Form eines Besuches der Tochter habe ich heute weiter über eine bekannte Kleinanzeigenplattform Dinge verschenkt, die ich nicht mehr brauche. Die Hallen leeren sich, auch wenn wir von völliger Kargheit noch weit entfernt sind. Die Abholer sind pünktlich erschienen und waren sehr glücklich über ihre Geschenke, was mich wiederum sehr gefreut hat.

Ich habe mich entschlossen, den Ausssortierhype voll auszunutzen und weitere Dinge zu verschenken. So wird im Laufe der Woche mein "gutes " Kaffeegeschirr, das schon seit ein paar Jahren in einer Kiste durch die Rente dämmert, obwohl ich es eigentlich sehr mag, in ein neues Flüchtlingscafe wandern. 



Deren Betreiber hatten um Spenden, möglichst bunten Geschirrs ersucht. Ich hoffe , das Geschirr gefällt ihnen, obwohl es nicht wirklich bunt ist.

Das ist so das Schönste...

Und das Dööfste.  : meine kleine Henne ist in der Nacht gestorben.
 Es war ja schon seit Tagen klar und die Hühnergreisin wurde auch von Tag zu Tag kleiner und kälter. 


Sie war nur ein Huhn. Aber ein zartes und besonderes Hühnerwesen.
Elf Jahre ist sie alt geworden.

  Froh bin ich darüber, daß ich sie schon vor einigen Tagen aus der Hühnergruppe herausgenommen habe und sie ihre letzten Tage in Ruhe und ein wenig verwöhnt im Gewächshaus verbringen konnte. 

  Morgen mache ich ein kleines Hühnergrab. Mit Johanniskrautblüten drauf.....

Freitag, 1. Juli 2016

Gestreift und kariert. Oder : Landlast !

Mal wieder und immer wieder gern fällt die Inventur, die persönliche, in die schönste Zeit des Jahres, den Urlaub,.
 

Und dieses Mal haben wir, schlauer geworden, uns alles, was möglich war, vom Hals und aus dem Kalender gehalten.

 Nur das Leben nicht, das interessiert sich nicht für Kalender. Es blökt, bellt, kräht und rennt Zäune um, wenn es ihm gefällt. Und sorgt für jede Menge Arbeit.


 So blickte mich gestern morgen das geschorene Skuddentier, friedlich widerkäuend und treuherzig aus dem Hühnergehege an, während Siggi, der Ziegenbock, sich am Hühnerfutter jeglicher Geschmacksrichtung gütlich tat. 


Untrügliches Zeichen dafür, daß eine dringende zäunige Intervention nötig ist und daß uns das Grün über den Kopf wächst.


Kurz gesagt : Nix mit easy going. 

Und auch hier stellen wir uns die Frage, und die ist wohl an berechtigt. Wieviel Arbeit möchten wir fürderhin mit Erhalt des Vivariums im Hause M verbringen. 
So schön und idyllisch das alles ist. 


Nach ehrenhafter Absolvierung der Aufzucht und Hege der eigenen Nachkommen gelüstet uns ein wenig nach persönlicher Freiheit, nach Schlendern statt Rennen, nach freier Wahl des Tuns in freien Zeiten. 

Und der Zahn der Zeit nagt nicht nur an den Zäunen und Brettern. Unsere Tiere sind alle mehr oder weniger im Rentenalter , meine kleine, treue Hühneroma befindet sich seit Tagen schon auf der separierten, eher palliativen Station. 


Auf der einen Seite Verlust und Reduktion, auf der anderen Seite das Ausgraben alter und neuer Leidenschaften und Hobbys. 

Konsens ist es auf jeden Fall, die Menge der Tiere, die auf unserem Hof zum Teil ihr Gnadenbrot finden, in kommenden Jahren nicht weiter zu erhöhen, was im Klartext bedeutet, keine neuen Tiere aufzunehmen, wenn die jetzigen das Zeitliche gesegnet haben  (wohlgemerkt eines natürlichen Todes...). 


Die Hühneromi ist jetzt  stolze 11 Jahre alt, ein biblisches Alter für ein Huhn....

Meine Hühneromi, wird wohl die Nächste sein.... schade. Ich mag sie sehr, dieses skurrile Wesen, das leise zwitschernd  ( Ja !) das Verstreichen ihrer Lebenszeit begleitet.

Hört sich deprimiert an ? 
Ist es aber nicht. Es ist nur wach und klar, die Veränderung in meinem Leben wirklich zu registrieren und hier auch als Chance zu empfinden.

Und um die Pathosecke jetzt mal zu beenden : Die Verarbeitung von Wolle jeglicher Couleur und Qualität reizt mich weiter ungemein. 


Mein freundlicher Schäfer hat mir in diesem Jahr Unmengen an Wolle von Blue Texel Schafen spendiert. Diese Wolle war mir bereits im ersten Spinnjahr auf die Karde geraten.


Sie hat mir damals schon sehr, sehr gut gefallen, besonders die rötlichen Spitzen an den dunkelbraunen, bis fast schwarzen Fasern.  Leider hat sich, gewaschen und kardiert zwar ein sehr schönes, aber homogenes Braun daraus entwickelt. 


In diesem Jahr habe ich die Traute gehabt, das Material naturbelassen,  also ungewaschen, ungekämmt und unkardiert aus der Flocke zu verspinnen. Die Toleranz meines Mannes hat der abendliche Schafsgeruch im Wohnzimmer ein wenig auf die Probe gestellt, ( ich habe aber wenigstens nicht geblökt ).


Das Ergebnis entschädigt jedoch für olfaktorische Unannehmlichkeiten. Es gefällt mir ausgesprochen gut, erhält es doch die sonnengeröteten Spitzen der Wolle und erzeugt ein lebendiges Bild.  Und nach der Wäsche ist die Wolle kuschelweich.... Gut.


Also. Erhaltet euch Eure sonnengeröteten Spitzen und lasst uns ein lebendiges Bild bieten.... Wie heisst es doch so richtig ?

  Das einzig Beständige ist die Veränderung.!