Dienstag, 20. Februar 2018

These boots are not made for


walking.

 Eher so for schleiching oder gemütlich rumsitzing. In der Wohnung.

 Dafür sind sie dann aber richtig gut. 

Warm, weich, waschbar und komplett handgemacht.



Als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin in diesem ausgehenden Winter, doch relativ schnell gehäkelt und dann ausführlich in der Waschmaschine gefilzt, per Hand nachgeformt und mit einer Sohle aus einem Rest Alcantara versehen ,( wegen der Waschbarkeit ). 


Leider habe ich mich immer noch nicht ans Filzen gewagt, eher aus Zeitgründen, deshalb der Kniff mit dem Häkeln und dann verfilzen. 
Klappt aber ganz gut, wenn auch das Ergebnis nicht immer voraussehbar ist. 


 Unvorhergesehenerweise bekam ich auf dem Geburtstagsfest noch selbst etwas geschenkt. 
Auch handgemacht und eine putzige Verwendung für Kronkorken.


Zusammen mit kleinsten Bauteilen aus der Elektronik werden aus den schnöden Dingern kleine Hühnchen auf der Stange, eine Hommage an meine Hühnerhaltung und wirklich originell.

 Und normalerweise mag ich keine Dekodinge, aber diese hier finde ich nett, nett, nett. 


Bekommen einen Ehrenplatz auf meinem Schreibtisch.

Ja, und sonst so ?
 Mehr als vermutet, schleiche ich mich durch den ausgehenden Winter, der ja eigentlich keiner war. Also so ein bisschen auf dem Zahnfleisch !

 Weiterhin räume ich das Haus von Überzähligem, langsam weicht das bunte Chaos einer übersichtlicheren Situation, die mich alte Pläne und Projekte beschauen lässt, Manches verwirft, aber auch Einiges wieder ans Tageslicht bringt. 
Und damit wird langsam die Lebenswende, die der Auszug der Kinder gebracht hat, äußerlich sichtbar...
Jetzt erst, fast ein Jahr nach dem (letzten) Auszug unserer Tochter. Selber bin ich darüber verwundert, daß diese Veränderung so verzögert spürbar wirksam wird. 


Nach wie vor hege ich Gartenpläne, nur in meiner Hühnerhaltung hat sich etwas verändert. So sehr ich in jedem Jahr die eigenen Küken geliebt habe... das Unterbringen mehrerer Jung-Hähne, die in jedem Jahr dabei schlüpfen und die kaum Jemand haben will, wird mir zu aufreibend.

 Was nützt die schönste Hahnenkindheit, wenn sie im Kochtopf endet. Ich habe nun beschlossen, dem Vorschlag meines Mannes zu folgen und keine Hähne mehr zu halten.

 Folglich gibt es auch keine unerwünschten Jungtiere.
 Hennen retten, aus schlechter Haltung, von "Rettet das Huhn" oder wo auch immer, das kann ich ja weiterhin, aber ich habe nicht jedes Jahr spätestens um die Jahreswende ein Riesenproblem.


Meine beiden Hähne, die hier geboren sind, habe ich gut vermitteln können.
 Mit Rückgabegarantie, wenn es am neuen Platz nicht klappt, und das beruhigt mich sehr. 
Und die Hennen werden sich schon daran gewöhnen, daß kein Hahn mehr da ist.

die neue Chefin in ihren Jugendtagen....auch aus dem letzten Sommer !
Meist übernimmt ja ein "Leithuhn" die Aufgabe, die Hennengruppe zu führen und ich habe den Eindruck, die Damen haben sich schon eine Oberhenne ausgesucht. !


Und heute ist es draußen hell und sonnig und man kann schon den Frühling ahnen, der sicher kommen
wird, auch wenn es kein " richtiger " Winter war...  


....are you ready, boots ?
Und an den Abschluss gehört noch eine Musik. Auch ausgegraben.

 Alt, aber gut : 

Freitag, 9. Februar 2018

Adventskalender-Aktion 2017 --- Das Ergebnis !!!

Aufgehalten durch diverse persönliche, aber allesamt behebbare Unbill, komme ich erst heute dazu, mit klarem Kopf das Ergebnis der Adventskalenderaktion zu Gunsten der jungen, afrikanischen Gaudence zu posten. 

Erst hatte mich eine Grippe im Griff und als diese wieder leidlich verschwunden war, hat mich unser Kater dermaßen in die Hand gebissen, daß ich eine Woche damit unbedingt behandlungsbedürftig war. 
Der Kater konnte eigentlich nichts dafür, ich hatte versucht einen Streit unter den Katzen zu schlichten, was ja in den meisten Fällen völlig kontraindiziert ist  und den Kater dazu anregte, sich umgehend in meine rechte Hand zu verbeißen! Autsch!!! 
Und jeder, der sich ein bisschen auskennt, weiß: Katzenbisse können sehr unangenehme Entzündungen auslösen (ich bin Chirurgieschwester, ich könnte da Einiges berichten.) . 
Und in all dieser trübsinnigen Laune wollte ich mich nicht pflichtgemäß an diesen netten und schönen und dankbaren Post begeben... das wäre nämlich weggeworfener Löwenzahn gewesen.

Aber nun lichten sich die Wolken. Das olle Matschwetter ist einer strahlenden Kälte gewichen, die ein erheblich gesteigertes Maß an stimmungserhellendem Sonnenlicht bringt, und nun geht es los !

Also: Wir können stolz auf uns sein. Die Adventsaktion hat insgesamt 
die erfreuliche Summe von 890,00 Euro für den Lebensunterhalt von Gaudence erbracht.

 Das ist ein großartiges Ergebnis !




Die junge Frau, deren Gesicht im Kindesalter durch eine Noma-Infektion zerstört wurde, kann mit Hilfe der Spende bis zum Sommer 2018 unter menschenwürdigen Umständen leben und lernt derzeit in einer Missionschule lesen und schreiben.
Im Sommer 2018 soll Gaudence dann in Deutschland operiert werden und die plastische Rekonstruktion ihrer Nase erhalten. 


Seit Sommer 2017 trägt Gaudence bereits eine Kunststoffprothese , weil sie noch nicht operationsfähig war.
Wir hoffen nun, daß sie in diesem Jahr operiert werden kann, denn die Kunststoffprothese ist keine Dauerlösung.

Die 890,00 Euro setzen sich aus 740,00 Euro durch die Blogaktion erzieltem Erlös zusammen und150,00 Euro hat mein Mann noch durch den Verkauf einer schönen, alten Nähmaschine beigesteuert.

Das diesjährige Ergebnis ist die bisher höchste Summe, die eine Adventsaktion auf dem Miesi-Blog erbracht hat und ich freue mich sehr, sehr darüber.

Es zeigt, daß Euch das Schicksal von Gaudence nicht gleichgütig ist. 


Ich danke hiermit : Karina, Sabine, Melanie, Elke, Irmtraud, Grit, Birgit, Annette, Ruth, Judith, Katja, Mirjam, Petra, Manu, Antje, Silke, Katha, AnnettLisa und meinem Mann Chrissi.
Ebenso Doris und Elisabeth, die eine Geldspende ohne Kauf eines Gegenstandes geleistet haben.


Ihr seid alle großartig !!!

Ganz besonders danke ich Euch für Euer Vertrauen .

Es ist nicht selbstverständlich, Geld zu senden ohne wirklich zu wissen, ob man etwas dafür bekommt. 

Ich weiß das sehr zu schätzen, wie auch die umfangreiche Kommunikation mit Euch und vielen anderen warmherzigen, netten Frauen . ( Über 200 Mails  !!!)

Es mag vielleicht ein Tropfen auf den heißen Stein sein... aber es sind drei Menschen, (Gaudence hat zwei kleine Kinder ) die auch durch Eure Hilfe weiter eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben, auf überhaupt ein Leben bekommen. 


Die Hilfe für Gaudence geht weiter.... ich werde berichten, wenn ich etwas Neues höre. Und ich werde weiter Geld sammeln, um den Verein bei seiner Arbeit zu unterstützen.  

Es ist gut !



In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein schönes, helles und gelungenes Wochenende.   

Montag, 29. Januar 2018

Nebenbei Bär

Daß ich in einem großen Krankenhaus arbeite, dürfte ja bekannt sein. Schon seit vielen Jahren...
 Für unsere bedürftigen Patienten sammle ich ab und an geeignete Kleidung. Mancher hat nichts und niemanden, leider, und ist froh, wenn er von uns etwas zum Überziehen für den Gang auf dem Flur bekommen kann, oder auch fürs Zigarettchen vor der Tür.


Mittlerweile wissen viele Menschen davon und stellen z.B. Tüten mit Kleidung vor meine Haustür. Manchmal sind die Dinge in den Tüten nicht geeignet. Der Pelzmantel oder die roten Stöckelschuhe sind wohl eher nichts für schenkelhalsgebrochene, alte Damen. 

Oder es kommen zerissene, völlig abgenutzte Kleider zum Vorschein.
Stücke, die schon eine lange Geschichte hinter sich haben, Stoffe mit viel Charakter, nur eben für Krankenhauszwecke nicht geeignet.

Wohin dann damit. Das meiste geht in den örtlichen Charity-Kleiderladen. Und das kaputte Zeug in die Kleidersammlung.


 Nur manchmal bleibt ein charaktervoller Stofflappen bei mir. So wie das Material für diesen Kissen-Bär.


 Ein Sorgen-Vertreib-Kissenbär, genäht nach einem Vorschlag aus der Brigitte " Kreativ". Eigentlich mehr, weil ich mal das Sticken eines Bären-Gesichts probieren wollte. Und eigentlich bin ich nicht der Kuscheltiertyp.


 Als der Bär dann fertig war, hat er mir doch gut gefallen. Und ich fand, daß die alte, kaputte Wollhose noch eine gute Verwendung gefunden hat. Und meine Tochter fand den Bär auch gut... 


  Ein bisschen Kuschel und Wärme kann man Ende Januar auch gut gebrauchen. Und zu niedlich ist er auch nicht. Gestern ist er dann umgezogen, ins WG-Zimmer. 
 

Freitag, 26. Januar 2018

Grau mit bunten Pünktchen


Unterdessen ist eines meiner Pulloverwerke fertig geworden. 

Material ist graue, wunderschöne Milchschafwolle, die aus dem Paket von Trixi hervorquoll. Ich habe darüber berichtet.


 Trixi hat aus gesundheitlichen Gründen das Spinnen aufgegeben, und suchte im Tausch gegen andere, schöne Dinge ein neues Zuhause für ihre Rohwollen.
Und das hat sie hier gefunden.


 Folge war, dass ich mich an diesem schönen Herbsttag 2017 in versponnener Woll-Euphorie befand und das schon kardierte Material flugs zu fast 1000 Gramm sehr angenehmer Wolle verarbeitet habe.


 Eigentlich sollte der Pullover eine ausgewachsene Norwegerpasse bekommen . 

Dann gefiel mir das Pünktchenmuster der Strickprobe aber so ausnehmend gut, daß ich auf das Ausdenken einer Norwegerpasse verzichtet habe, und ( auch weil es einfacher ist mit den Zunahmen) einfach Punkte pur gestrickt habe.

Falls jemand eine Anleitung möchte : Es gibt keine, wie meistens bei meinen Strickarbeiten. Es ist eine einfache Rundpasse, von oben gestrickt. Wer dazu Fragen hat, nur zu !


Die grünen und blauen Wollrestchen für die Passe stammen noch aus dem Anfang der 80er Jahre. Damals hat es schon mal einen Woll-Spinn und Strickhype gegeben.
 Im Hinterhaus neben dem Haus meiner Mutter eröffnete ein Wollstübchen, wunderschön, idyllisch, aber leider wenig lukrativ. Das Ende vom Lied, dem wolligen, war, daß die Stube geschlossen wurde und die Wolle in irgendeiner Ecke verrotten durfte. 
Als das Hinterhaus abgerissen werden sollte, hat meine Mutter die FairIsle Garne gerettet und ich habe selbiges getan, als wiederum der Haushalt meiner Mutter aufgelöst wurde. Irgendwie konnte ich die Garne nicht wegwerfen, so schöne Farben, in so vielen Abstufungen. 
Und jetzt stellt sich heraus, daß die alten Wollen in meinen handgesponnenen Garnen würdige Partner finden. Schön.


Und so wie den Pullover, so empfinde ich gerade den Januar. Grau mit ein paar bunten Punkten. Viel ist nicht los, das Jahr hat anstrengend angefangen, ringsherum sind alle grippekrank. 

 Zwar bin ich wieder leidlich gesund, aber so ein richtiger Frühling, so einer über den man sich freuen kann, weil er echt ist, der fehlt mir schon. Denn 14 Grad am 22. Januar, das fühlt sich irgendwie falsch an, irgendwie nach Klimaverschiebung , die wir alle nicht wollen.  

Genug nun der Jammerei.

 Das Geld für Gaudence ist überwiesen. Ich warte nun auf die Spendenurkunde, die Anfang der kommenden Woche fertig sein soll. Dann findet die Aktion erst einmal den formalen und würdigen Abschluss. 

Der Erfolg, den wir da gemeinsam erreicht haben ist ein riesige Freude wert.

 Heute bin ich dann tatsächlich das erste Mal mit der neuen Kamera unterwegs gewesen, um den Punktpullover zu fotografieren.


Der nette, sehr entspannte Katzenkerl ist mir dabei auch vor die Linse gekommen und hat sich in aller Gelassenheit ablichten lassen. Immer locker bleiben, Alter !


Auch positiv ist es, das ich durch die Grippe und auch jetzt wirklich viel Gelegenheit hatte, meine textilen Arbeiten weiterzubringen. 

Stricken geht immer, auch wenn man krank ist. Wie gut, daß meine liebste Freizeitbeschäftigung nicht Fallschirmspringen oder Wasserski ist, das wär jetzt schlecht gewesen....

Was ich da zurechtgenadelt habe, außer dem Pullover, das zeige ich Euch auch in der nächsten Zeit, ist noch ein kleines Geheimnis, weil es Geschenke für zwei neu angekommene Babys sind....

Auf die ich mich schon sehr freue...

Also, meine Lieben, auf das der Januar Euch noch ein paar bunte Punkte bringen möge.



Und immer gut !

Musik : Hier noch nie dagewesen. Die Pet Shop Boys

Das ist meine schlechte Laune-weg-Musik !