Da ich meinen Konzertpost nicht einfach so hinhuddeln möchte, vorerst ein kurzer Zwischenblick auf den Moment.
Gesät
: Bereits etliche junge Gemüse sind in Zimmer und Gewächshaus gekeimt
und wachsen größtenteils froh vor sich hin. Die Beete warten auf den
Auszug der Pflanzen und ich warte auf ein paar trockene , sonnige Tage.
Kriegen ja einen Schock die Dinglein.
Hier... die Erbsen.
Gerettet : Zwei tolle Kinderstühle von einem Container. Wer weiß, vielleicht wird in unserer Familie bald mal wieder ein Kinderzimmer eingerichtet. Die beiden Klassiker brauchen etwas Zuwendung in Form von Leim, sind aber robust und gut erhalten, obwohl sie sicher schon etliche Generationen Kindergartenkinder überstanden haben.
Gelernt : bisschen Dänisch. Erhöht die Vorfreude auf den September ( unsere Dänemarkwoche) . Nach einigen Versuchen mit YouTube Videos, bin ich jetzt bei der App Duolingo gelandet. Scheint zu funktionieren. Wir werden sehen. Undskyld !
Eingefangen : einen grippalen Infekt, passt mir nicht in den Kram, ist aber leider so. Ich werde das Beste draus machen und ein wenig die Füße stillhalten. Von den Händen hat keiner gesprochen.!
Gehört : Und es scheint, als ob ein großer Wunsch in Erfüllung gehen könnte. Ein Konzert von Jacob Collier besuchen, yeah !!!
P.S. Ja es hat geklappt. Ich habe eine Karte ergattert. Die näheren Umstände ? ... reden wir nicht davon.
Schon seit vier Jahren wachen unsere, mittlerweile vier, Orpington-Enten über die Schneckenpopulation in unserem Garten. Die
hübschen, milchkaffeefarbenen Damen haben die letzten Laufenten
abgelöst. Ihr Erwerb war eher zufällig und notwendig, (Rettung vor dem Schlachten !) , stellte sich jedoch als
Glücksgriff heraus, da sie nicht nur wunderschön, sondern auch
robuster sind als die Laufis. Auch ein wenig zutraulicher.
Im vorletzten Jahr hatten die Schnecken, die zweite Aussaat der Gemüsepflanzen fast ganz vernichtet, zusammen mit allgemeinen
Hindernissen hatte ich dann überhaupt keine Lust mehr, noch einen
dritten Versuch zu wagen und das Gemüsejahr abgehakt.
Mittlerweile habe ich mich von unrealistischen Vorstellungen, was
meinen Gemüseanbau angeht, verabschiedet , das Konsumieren von
Gartenvideos eingestellt und einfach nochmal angefangen, wie es mir
in den Kram passte. Das sieht schon besser aus. Außerdem : Der just vergangene Winter war ziemlich kalt, auch das reduziert das frühe Aufkommen des ( Nackt- Schneckenachwuchses ).
Gestern Abend hat es nach Tagen/fast Wochen trockenem Sonnenwetters geregnet und siehe da, nun sind sie wieder da, die Kriecher. Sitzen
noch im Mulch, lugen unter Pflanzgefäßen hervor, ganz Kecke schleimen schon mal am Abend über die Wege ( so gesehen junge
Tigerschnegel ).
Und natürlich haben sie hier ein Lebensrecht. Sind ökologisch
notwendig , die Gehäuseschnecken finde ich ausgesprochen schön,
auch ein paar einheimische Weinbergschnecken leben im Garten.
Also versuche ich, Allen einen Lebensraum zu geben. Den Enten, (
die nicht gleichzeitig überall sein können) . Den Schnecken, die
auch außer den Gemüsepflanzen, genug zu essen finden und den
Gemüsepflanzen, die bitte weiter wachsen sollen.
Statt der teuren Schneckenkragen hatte ich aus Plastikeimern
kleine Schutzwälle gebaut die zumindest die Jugendphase der
Kürbissse und Zucchini geschützt haben. Das funktionierte im letzten Jahr gut und
wird entfernt, wenn die Pflanzen robust genug sind und den Schnecken
nicht mehr schmecken.
Es wird schon noch etwas für uns übrig bleiben.
Meine Einstellung zu Mollusken jeglicher Art habe ich übrigens
nach der Lektüre dieses Buches geändert.
Die Autorin des autobiografischen Romans ist nach einer schweren
Infektion ans Bett gefesselt, bekommt von einer Freundin eine
Zimmerpflanze geschenkt, in der sich eine kleine Gehäuseschnecke
angesiedelt hat. Schneckenhaft langsam gewinnt die Patientin
Interesse und Einblick ins Schneckchenleben und gesundet in der
gleichen Geschwindigkeit von ihrer Post-Infektion. Das Buch ist lange
vor Corona geschrieben, und nicht nur wegen der bezaubernden
Beschreibung der Schnecke lesenswert. Vielmehr ist es ein
hervorragendes Sachbuch, das eine Vielzahl von weitergehenden
Litueraturhinweisen zum Thema Schnecken bietet.
Unbedingt lesenswert.
Auch weiterhin bin ich mit Aufräumarbeiten im Spätwintergarten vorsichtig, denn Vieles, was da sommerlich kreuchen und fleuchen wird , befindet sich noch im Kälteschlaf und es würde das vorzeitige Ende dieser Lebewesen bedeuten, wenn ich da herumwühle. Also kein Häckseln, Graben, großräumiges Harken etc. .
So, heute Abend geht es ins Konzert, bin recht gespannt, ganz in der Nähe. Ich werde berichten.
Aber erst, wenn ich das Konzert gesehen habe. Erstmal eine meiner neuen Favoritinnen zur Zeit. Da ich sehr gern dänische Serien schaue, bin ich schon vor einiger Zeit auf Trine Dyrholm gestoßen, die auch ganz ansprechende Musik macht.
Guck !
zusammen mit Tine Dykow...
Sehr gerne habe ich die Serie Die Erbschaft (Arvingerne ) schon mehrfach gesehen. Die episch angelegte Geschichte, in der Trine Dyrholm eine der Hauptrollen spielt, versammelt die creme de la creme der dänischen SchauspielerInnen. Unbedingt sehenswert. Schön für lange Winterabende.
Am Übergang vom Winter zum Frühling
stelle ich fest, dass ich schon wieder fast 3 Wochen nichts mehr
geschrieben habe.
Auf der einen Seite freue ich mich über
jeden lauen Windhauch. Die Schneeglöckchen sind fast schon wieder
verblüht und ein Großteil der Gemüsebeete wartet auf die weitere
Bestellung.
Der mittlere Sohn und ich haben die
Hochbeete nochmal repariert und mit frischer Erde versehen. Nicht
schön und auch nicht selten, aber brauchbar.
Und vor allem : aus
vorhandenem Material.
Wieder mal bin ich ambitioniert, in
diesem Jahr so richtig erfolgreich Gemüse anzubauen.
Wir werden sehen ?
Auf der Kehrseite dieser Vorhaben
trenne ich mich ungern von Winter, Kälte und Ofenwärme, vom drinnen
sein, Textil – und Hausarbeit. Mein Sockenberg ist beachtlich
gewachsen, und ich habe in meinen Vorräten einen Riesensack
Alpaka-Rohwolle gefunden und daraus einen Pullover angenadelt, der
die kritische Entwicklungsstufe schon überschritten hat.
Ja, ich mag das Prozesshafte gerade
dieser Jahreszeit, Winterspuren verschwinden langsam und weichen den
frühen Boten der heimischen Vegetation. Meist gipfelt das in einem
verwirrenden Durcheinander im April, was mich dann endgültig in die
Unruhe der warmen Jahreszeit treibt ( und in jede Menge Gartenarbeit)
.
Leider geht es unserem alten Hund mal
wieder ziemlich schlecht, hier mag ich den langsamen Prozess eines
alternden Körpers gar nicht. Es naht der Abschied von diesem pelzigen
Gefährten, der schon fast 13 Jahre bei uns lebt und der immer ein guter, guter Hund war und ist.
Alles zusammen betrachtet, jede Menge
Aufgaben, die eine ruhige Betrachtung überlagern. Na ja, und dann
die unerträgliche Weltlage. Als Erklärung für die Lücke im Bloggen.
Also ziehe ich mir die Schönheiten meines ganz persönlichen, kleinen Lebens heraus, aus dem Knäuel :
Die ersten Gemüsepflanzen, noch in
geschützten Innenräumen, gedeihen gut.
Ein neues Einverständnis mit meinen
erwachsen Kindern, die den Wirren der Jugend entwachsen sind, und
deren Lebenswege, so unterschiedlich sie sein mögen, meine
Akzeptanz finden.
Viele Bereiche des Hauses sind geordnet
und durchgesehen, eine Aufgabe, an der ich schon seit Jahren
arbeite. Und, ganz wichtig, das jahrzehntelange Problem meiner
chronischen Nebenhöhlenentzündung, ( und dies ist kein Gesundheits-
oder Jammerblog, deshalb nur nebenbei ), ist offenbar gelöst, was mir, rein körperlich, neue
Energie und Stabilität verschafft.
Großartig !
So, nun gehe ich wieder an die
Tagesaufgaben. Nicht ohne Musik !
Vor ein paar Tagen fand ich zufällig
in der ARTE – Mediathek einen Konzertmitschnitt der Band
Bastille/Dan Smith in Kooperation mit einem wirklich tollen
Kunstprojekt.( Sounds like Art ). Leider ist der Film nur noch heute in der Mediathek verfügbar, aber es gibt in der Reihe noch einige, wunderbare Konzerte.
....dachte ich am Montag, denn nachdem die
kümmerlichen und unappetitlichen Schneereste in der Vorwoche einem
linden Frühlingsanfall gewichen waren, hatte ich schon, ein wenig
verwegen, an gärtnerisches Räumen gedacht...
...das " Äuglein " auch
Nun sahs aus, als ob das Ganze von vorn
beginnt . ( Geschippt hatte dann der Mann schon und gegen Mittag
begann es zu tauen ) .
Trotzdem, für die Arbeit im Garten
eindeutig zu früh. Also wird es Zeit, mal mein schönstes Schnäppchen
in Sachen Dorfflohmarkt vom letzten Jahr vorzustellen. Schon ein
wenig her, aber ich hab ja lange nichts geschrieben, da reiche ich
das heute mal nach.
Nähmaschinen habe ich ja eigentlich
genug und wir waren auf dem Flohmarkt schon auf dem Rückweg zum
Auto, als mein Mann mich auf eine Nähmaschine aufmerksam machte, die
etwas verschämt und reichlich nikotingelb, unter einem Tisch stand.
Wat soll ich lange reden, ich habe sie mitgenommen, für lächerliches
Geld. Habe sie geputzt, ein bisschen Öl auf die Gute gegeben und
siehe da.: Das Teil funktioniert einwandfrei und ist nun meine
allerliebste Maschine geworden.
Sie hat 278 ! !! Musterstiche, die
erste computergesteuerte Maschine, sogar ein Zusatzteil zum eigenen
Entwurf von Mustern gibt es ,( habe ich noch nie ausprobiert ) und
sie näht exakt und brav, lässt sich formidabel steuern und ich bin
ganz glücklich darüber. Wohl 25 Jahre alt ( Gen Z ) .
Hier das Probeteil vom Muster
ausprobieren.
Und hier die neueste Tasche. Einfach
aber praktisch. Aus Resten, die Henkel sind aus einem alten Gürtel.
So lässt sich die Zeit bis zur
Gartenarbeit überbrücken.
Überhaupt : Arbeit. Es mag merkwürdig
klingen. Nach drei Jahren Rente ist mir bewußt geworden, wieviel
Arbeit in unserem Hofleben steckt. Solange ich berufstätig war, habe
ich die Mühe gar nicht ernst genommen.
Nun sind die Prioritäten neu gesetzt
und ich bin ein wenig entsetzt darüber, daß ich das all die Jahre
nicht wahrgenommen habe.
Sonst muckele ich mich so leidlich
durch den, hoffentlichen Restwinter, und versuche, das Entsetzen über
die Weltlage nicht überhand nehmen zu lassen.
Den letztwöchigen Chris de Burgh
Anfall erspare ich Euch mal und grüße stattdessen mit Grace Petrie,
die ich auch sehr gern mal live sehen würde, dies scheint aber auf
Grund der sehr entfernten Konzertorte nicht möglich zu ein. (
Neuseeland ?)