Mittwoch, 17. April 2019

Hörnchenlastig


Es kommt, wie es kommen musste. Obwohl mir bewusst ist, daß die Welt sich weder um mich, noch um mein kleines Schafböckchen dreht... ich bin so verliebt in das junge Leben, daß ich Euch ein paar weitere Fotos nicht ersparen kann.
Der kleine Sprinki ist jetzt gut zwei Tage alt und soweit ich es beurteilen kann, kerngesund.


Am frühen Nachmittag habe ich aber doch den Tierarzt um einen Besuch gebeten. Hörnchen hatte weit entfernt von der Schafmutter im Holztrog gelegen, er war sehr wackelig auf den Beinen und machte einen lädierten Eindruck. Der Tierarzt hat ihn gründlich untersucht und für gesund befunden, aber wir vermuten, daß eines der Altschafe wohl aus Versehen auf den kleinen Kerl getreten ist.


 Beide Damen kümmern sich sonst aber sehr gut um den kleinen Burschen und ich hoffe, es war nur eine Unachtsamkeit, die sich nicht wiederholt.


  Am Nachmittag hatte er sich wieder vollständig erholt, er macht fröhliche Bocksprünge auf der Weide, ist sehr interessiert, was Mutter Schaf da frisst, und trinkt gut und ausdauernd.


Anneliese ist eine wirklich tolle Mutter, sehr routiniert und wachsam. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich mal den großen Wasserbottich gegen eine kleinere, für das Kerlchen ungefährliche Schale ausgetauscht...war ein Tipp vom Tierarzt. Ich bin so unerfahen bei der Aufzucht von Lämmern, wenigstens ist Anneliese keine Erstmutter .


Aber nach Aufregung und Arztbesuch waren Mutter und Sohn dann auch irgendwie geschafft. Wie gut, wenn man so ein schönes Kopfkissen hat. 


Ein wirklich friedliches Bild, ich freu mich sehr über mein Schafsidyll. 

Züchten will ich nicht, mehr Schafe sollen es nicht werden. Aber diese drei friedlichen Blöker dürfen , sollen und werden bleiben. Mir ist sehr daran gelegen, daß Hörnchen, genau wie die zwei Damen, handzahm wird. Er gnibbelt schon ein wenig am Gras herum und bald kann ich ihn aus der Hand füttern ( mit ganz kleinen Apfelstückchen) Dann lernt er schnell, daß er uns nicht zu fürchten braucht.

Montag, 15. April 2019

Hörnchen

Anneliese hatte ein Geheimnis,


heute mittag ist Hörnchen geboren,


wunderhübsch und putzmunter.


Donnerstag, 11. April 2019

Mittwoch, Donnerstag , Freitag



... mitten im Arbeitsturnus, will ich nicht in die Nachtwache verschwinden, ohne ein paar Zeilen und Fotos hier zu lassen. Gerade habe ich meine Blogs ( auch den Fotoblog) wieder reanimiert, geniesse die Rückmeldungen, die ja die Essenz des Bloggens sind und will nun nicht wieder arbeitsbedingt versickern.

Ich finde es schade, daß immer mehr Blogs eingestellt werden, finde das Format nach wie vor toll, mit Twitter und Instagramm kann ich nicht so viel anfangen. 

Klar, bloggen dauert in der Regel länger, ist wohl auchn bisschen unmodern, aber das bin ich ja auch, dann passt das wieder.  

Was auch passt ...

...nur noch eine berechenbare, eine definierbare Anzahl von Diensten trennen mich vom Renteneintritt.
 Die Berge von Steckbecken, Tabletten, Verbänden, Waschschalen, Schmutzwäschesäcken , Klagen, Schmerzmittelgaben, Tröstungen,  Bettungen, Rettungen, die hinter mir liegen, sind riesig , dagegen, die noch vor mir liegende Arbeitsleistung verschwindend gering. Seit 1973 bin ich berufstätig !


  Immerhin noch knappe zwei Jahre, genug Zeit, sich einzustellen, so gut es eben geht, denn die Erfahrung nicht mehr berufstätig zu sein, lässt sich ebensowenig vorwegnehmen, wie jene, die Kinder nach der Familienphase aus dem Haus auf eigene Wege ziehen zu lassen .

 Auch diese Umstellung hat mehr als zwei Jahre gedauert.

Generationswechsel auch in der Nachbarschaft... die Gärten sind nicht mehr so "gelackt", Wildwuchs wird stehen gelassen und bildet nützliche Pflanzengemeinschaften. Für die Bienen, die Schmetterlinge, die Menschen.  gut !

 Ich bin gespannt und bastele an Plänen und Projekten. Denn wie mein alter Freund U., ( mein "Pilotrentner ", schon 15 Jahre  !!!) so richtig anmerkte, ein fester Termin in der Woche reicht nicht, um aktiv zu bleiben. 

 Aber genug nun des Rententhemas, das mir oft mit Fragen durch den Kopf geht. 


Hier noch etwas für  Wollfanatiker... diese Wolle lag den Winter über im Bakterientopf im Garten ( Fermentationsbrühe), wohlgemerkt den ganzen Winter. Von der Schafrasse her ist es Pommerscher Rauhwoller, dann unkardiert aus dem gespülten Vlies gesponnen, konnte ich die Lebendigkeit der Faser erhalten.


Überhaupt spinne ich am liebsten aus dem rohen, teilweise gewaschenen Vlies. Manche Wolle spinne ich ungewaschen, auf meinem alten Luet-Rädchen ist das ohne weiteres möglich. Ungewaschen gesponnen wird die Wolle besonders fluffig, allerdings sollte man die Vliese nicht zu lange gelagert haben, denn sie fangen doch an, zu müffeln.
Ich habe eine ausreichende Menge dieser Rohwolle zur Verfügung, mit den Jahren sind die Kontakte zu verantwortungsbewussten Schafhaltern gewachsen, die ihre Tiere bestens versorgen. Diese Vliese sind von erster Qualität , sie zu verarbeiten macht Freude und ist ein Genuss für den Kopf, die Hände und die Augen....

So, meine Lieben, jetzt gehe ich ein wenig vorschlafen, das hat sich gut bewährt, damit ich die erste Nachtwache gut überstehe...



Alt aber gut !!!  sogar sehr gut !

Montag, 8. April 2019

Samstag, Sonntag...


Nach durchaus erfolgreichem Buddeln und Säen fange ich an zu hoffen, daß nochmal so etwas wie eine Gärtnerin aus mir wird.
Bestandsaufnahme und Aufräumarbeiten im großen Garten fördern ein paar Pflanzenschätze zutage, bewacht von einer Räbin, die in der großen Weide geduldig für Nachwuchs sorgt.

Suchbild mit Rabenfrau

Beim Schaf allerdings ist immer noch kein Lämmerschwänzchen zu sehen...

Auch im kleinen Garten zuvorderst, tauchen vormals gesetzte Pflanzen wieder auf, die ich schon lange vergessen hatte, deren Erscheinen  mich aber umso mehr erfreut.


Einen kleinen Abstecher ins Umland, (zwecks käuflichen Erwerbs einer Wäschespinne), konnte ich mit ein paar Fotos anreichern, das wären dann Motive, die mit etwas mehr Zeit sicher recht ergiebig sind.


Besonders gefreut habe ich mich über die tätige Hilfe meines Mannes der, obwohl nach seiner Grippe immer noch kränklich, mal schnell ein Regal aus Paletten gezimmert,
 keine langen Seitenstreben ? dann eben so ! improvisiert aus Palettenresten

den Schredder repariert und einen auf dem Sperrmüll gefundenen Rollcontainer wieder zusammengesetzt hat. 

Der ist jut ! 


29 Jahre laufen wir schon gemeinsam durchs Leben, just an diesem Wochenende und so langsam dämmert mir wirklich, wirklich, was für ein Riesenglück das ist. 


.... ohne Musik gehts net, das ist zur Zeit meine Retardtablette !!! 

Charlotte Cornfield