Donnerstag, 19. Juli 2018

Was Neues vom Motschki, oder : Katzenkasten mit Licht


Aus unserem hilflosen Findelkind Layla ist mittlerweile eine junge Katze geworden.


Geschätzt Anfang Mai geboren, geht sie ungefähr in die zehnte Lebenswoche, wobei gehen nicht der richtige Ausdruck ist, sie hüpft, sie rennt und kämpft, sie spielt, jagt und schnurrt sich ins Leben. Lebenslust pur mit spitzen Babyzähnen und schnellen Krallen ( möchten Sie mal meine Hände sehen ?).


Springlebendig, unglaublich menschenbezogen und dabei vorsichtig selbstständig, hat sie sich in unsere Tierguppe eingefügt. 


Ein Teil der Fotos entstanden, nachdem wir im Zuge des allgemeinen Aufräumens, Dinge, die zum Verkauf bestimmt sind,  im Lichtkasten fotografiert hatten und meine Tochter auf die Idee gekommen war, die Kleine auch dort zu fotografieren.


 Was sie willig und  mit Spaß  mitgemacht hat !


Übrigens hat sie nicht nur einen Wandel vom Babykatz zur jungen Schönheit durchlaufen. Wie häufig ( bei uns ist das jedenfalls so ),hat sich auch der Name nochmal verändert, an das Wesen des Tiers angepasst.  


Aus Layla wurde Lotti, und manchmal heisst sie auch einfach Mötschki.


Ich bin schon ein wenig vernarrt in die kleine Katze !


Dienstag, 17. Juli 2018

Urlaubs Kehraus....

war am vergangene Samstag, ganz passend, ein sonniger, gut gelaunter Gemeinschaftsflohmarkttag. Und zwar nicht zum Erwerb neuen Trödels, sondern zum Veräußern des aussortierten Krams.


Satte 16 Bananenkartons gefüllt mit allerlei Krempel schleppten wir am Samstag zu Tisch, unterhielten uns ein paar Stunden vorzüglich bei Verkauf und Kundengespräch und zogen gen frühen Nachmittag mit nur noch 5 gefüllten Kartons, platt, aber glücklich wieder ins heimatliche Gehöft. 


Ein schöner Erfolg. Denn aussortieren ist nur die halbe Miete, das Zeug muss ja auch noch aus dem Haus. Knappe 200 Euro hat das Ganze gebracht, zwar anstrengend aber sehr zufriedenstellend. 120 Euro vom Erlös kommen dem Verein Help for congokids zugute, vor allem der jungen Gaudence, deren Schicksal ich weiter verfolge....

Na klar, ein paar Teilchen habe ich gekauft, aber ausschließlich Nützliches ( ein Strickreihenzähler, ein Buch über Pflanzenvermehrung und eine Puppe in Neugeborenengröße/Proportion ( nein, ich sammle jetzt keine Püppchen, ich brauche die Puppe als Modell zum Fertigen von Babykleidung , die schön und praktisch , d.h. leicht anzuziehen sein soll ). 

Das Sammeln von Dekorativem, Antikem etc. , ja, das hat aufgehört. Ich bin froh, wenn in unseren Haus Übersicht und Klarheit einkehren, und da sind wir auf dem besten Wege.

Ein kleines Schmankerl zum Schluss fand ich an den Glascontainern.

In einem zerdrückten Karton neben den Tonnen befanden sich 12 Herrenhemden.

 Eine kleine Historie in Hemdengestalt von den 50er Jahren bis zur Jetztzeit .


Die ältesten Hemden aus Baumwolle, feinste, kleine Muster, fast noch in Knabengröße, dann ein paar weiße Partyhemden mit gewirkten Vorderseiten, seriöse Arbeitshemden und zum Schluss ein paar Freizeithemden , kariert, robust, in großen Größen. 


Und da ist sie wieder, die Poesie der Flohmärkte, ganze Lebensgeschichten liegen dort auf und vor den Tischen, man muss sie nur lesen können.


 Die weggeworfene Hemdenbiographie habe ich mitgenommen, alle Teile sind bereits gewaschen.
Ich habe mich ein bisschen daran gefreut, und bald werden zumindest die schmalen Hemden weiterwandern an jemanden, der ein solches ist und der sich sehr freuen wird. 


Mit den vergangenen zwei Wochen bin ich hochzufrieden. 
Ja, hier und da etwas Muskelkater vom Kistenschleppen, vom Räumen... aber auch immer mal wieder Momente der Ruhe.


 Und im September gibt es dann nochmal einen Urlaubsnachschlag und da geht es für eine Woche ans Meer....

Dienstag, 10. Juli 2018

Am Sonntag unterwegs


Das Angenehme mit dem Nützlichen verbindend ( gebrauchte Komposter auf halber Strecke gekauft,denn wer einen Garten in Gang bringen will, braucht Komposter..!), war ich unterwegs. 
Fast den ganzen Sonntag lang. Bei, sagen wir mal, fetter Hitze und mit den Ex-Gefährten der Kinder. 


Was an sich schon irgendwie merkwürdig ist, aber auch wieder nicht, denn Trennendes gilt hier weniger für mich. Und besonders in einem Fall habe ich ja eher Pflege- denn Schwiegermutterstatus gehabt, und da freu ich mich über das Gelingen des weiteren Lebensweges und die Gelegenheit zum Gespäch darüber.

Die hatte ich dann reichlich, ganz ausgequatscht und angefüllt mit Bildern kam ich am Abend wieder auf den Hof zurück. 


Künstlerisches gab es zu sehen, im ehemaligen Studienort des mittleren Kindes, nicht nur in der Hochschule, sondern auch drumherum und Gelegenheit zum Fotografieren ausgiebig, wenn nur nicht die jugendlichen Gefährten gemurrt und zum Aufbruch gedrängt hätten. 


Fotografieren ist eben doch eher etwas für Einzelgänger, und das sollte ich mir wohl öfter mal gönnen.


Die letzten Tage bis Sonntag waren so angefüllt mit Dingen, haben viel produktives, wenn auch noch nicht Dekoratives und manch Trauriges gebracht, daß ich zum Fotografieren gar nicht ausführlich gekommen bin. Kann nur besser werden. Ist ja schliesslich noch immer Urlaub !




Auf dem Rückweg dann, im rauschigen Radiosender, ein Bericht über Franz-Josef Degenhardt, auch so ein fast vergessener, musikalischer Begleiter meiner frühen Jahre.

. Die Intensität seiner Texte war mir nicht mehr präsent, auch wie aktuell sie noch immer sind. 
Nun habe ich wieder in die alten Lieder reingehört und habe große Lust bekommen, mich mit diesem Künstler mal wieder ausgiebig zu beschäftigen

( Vorsicht , böse ! )

Mittwoch, 4. Juli 2018

Die Datsche

Seit wir hier auf dem Lande das alte Haus gekauft, und damit auf der ewigen Baustelle leben, wünsche ich mir einen Garten. 


Den Idealgarten meiner Kindheit, der nach warmem Sommerregen frisches Gemüse liefert und Beerenobst in Hülle und Fülle. Wo man in entspannten Stunden auf der Wiese lagernd den Insekten beim Summen zuhören kann und im Frühling in Jubel über die ersten Frühblüher ausbricht.


Hatte ich, so gesehen noch nie. Zu wenig Zeit, zu wenig Durchhaltevermögen, kein Plan ! 


Erstaunlicherweise ist dieses Jahr das erste Jahr dieser langen Reihe, in dem etwas Annäherndes gelingt. 


Und das Geheimnis eines Gartens erweist sich als gar nicht so geheimnisvoll und als gelüftet. 



Jeden Tag ein bisschen. Ein bisschen Unkraut zupfen, Ein Stück mähen. Die Pflanzen im Blick behalten. Kübelpflanzen  umstellen, wenn sie signalisieren, daß der Platz nicht richtig ist. Und dran bleiben !

Klar, die Gießerei in diesem trockenen Jahr, allein ungefähr 40 Tomatenpflanzen, braucht eine Menge Wasser und Zeit. 


Aber es klappt, Tomatenschwemmen liegen vor uns, die Salate sind schon gegessen, die Kartoffeln gedeihen prächtig und ein paar Zucchinipflanzen setzen ordentlich Früchte an....


Einzig die Bohnen wollen nicht so recht und von Fruchtfolgen habe ich auch noch keine Ahnung. So überlegte ich in den ersten, sonnigen Junitagen, an welcher Stelle des Grundstücks ich denn ein etwas sonnigeres Beet anlegen könnte, hatte schon Hühnerzäune bestellt, als unversehends ein Stück Gartenland an uns zurückfiel, das wir vor mehr als 10 Jahren verpachtet hatten.


Und da ist er, mein Garten : Sonnig, gut gepflegt, und das  allerschönste, mit einer kleine Laube darauf.
 Unsere Pächter waren heilfroh, die Hütte nicht abräumen zu müssen ( welch absurder Gedanke; die Laube abreißen !) Und ich bin seitdem in Planung begriffen.


Ein Garten von Grund auf, ohne die  jahrzehntealten Büsche drumherum und noch dazu mit der kleinen, schönen Hütte.., die als Sommerschlafplatz für Besucher dienen soll, und die alte Pläne hervorbuddelt.

Denn genau so etwas wollte ich zu Zeiten des Trubels, der vielen Besucher hier im Haus, immer haben. 
Ein Häuschen im Garten, etwas abgeschieden , überschaubar und gemütlich. Als die Kinder aus dem Haus waren, hat sich die Idee verflüchtigt, war auch einfach nicht mehr sooo nötig und so habe ich den Plan aufgegeben. 

Bis, ja, bis mir genau DIE Laube vor die Füße gefallen ist. Übrigens ist die Laube topfit, völlig in Ordnung, Dach ist dicht, die feststehenden Fenster werden noch gegen zu öffnende ausgetauscht, aber eigentlich ist die Hütte bezugsfertig.

Genauso wie der Neuanfang meiner Katzenhaltung....


Nun plane und überlege ich:  Ein Fenster ist schon gekauft und wird noch in diesem Jahr eingebaut, ich denke über die Gestaltung des Räumchens nach und das macht mir einen Heidenspaß. Richtig los geht es erst im nächsten Jahr, aber die Vorbereitungen treffen wir schon in diesem Sommer.

Zur Zeit haben wir Urlaub und schaffen allerlei in Haus und Garten. die muntere Sonnenkatze wächst weiter und entwickelt sich ganz prächtig.


Es ist rundum Positives zu tun. Ein Schulranzen für die kleine, syrische Schulanfängerin ist gekauft und ein paar nette Kleinigkeiten für die Schultüte sind auch schon vorhanden.(Danke, liebe Sabine und liebe Sandra)

Vieles fügt sich zum Guten und Produktiven und das Leben in der fassbaren Welt verhindert im Moment die Netzpräsenz.

 Macht Euch keine Gedanken, das wird auch wieder anders...

und weil der nächste Winter bestimmt kommt, habe ich ein wärmendes Strickprojekt auf den Nadeln. 

Blue Texel und hellbraune Skuddenwolle..( wunderbares Material !)

In Übergröße, wie alle meine Pullover. weil ich es locker mag... bisher ist das Vorderteil fertig und wie alle meine Pullover entwerfe ich das Stück sozusagen beim Stricken.


So, und nun muss ich in den Garten und die Tomaten gießen..... geniesst die Sonne, geniesst Euer Fleckchen Erde, auf dem hoffentlich Frieden herrscht und ihr habt, was ihr braucht.

Vielen ist dieses Glück nicht beschieden und wir tun gut daran, das nicht zu vergessen.

Wenn gute Dinge sich wiederholen, dann macht das gar nichts !

van Morrison : In the garden