...anne Erde gekriegt habe ich, seit wir vor knapp 14 Tagen aus Dänemark wieder zu Hause angekommen sind.
Immerhin hatte der Mann nach unserer Reise noch eine Woche Urlaub und das war auch gut so. Unser Sohn hat in unserer Abwesenheit ein gigantisches Projekt in unserem Haus veranstaltet ( immersives Theaterstück mit unfassbar tollen Kostümen und Requisiten.) Leider gabs hinterher noch ganz ordentlich was zu räumen. ( Und ein paar Tage durchhängen wegen der Mufti-ist–gestorben Trauer war auch noch dabei ).
Gestern nun habe ich das erste Mal einen kleinen Woll-Workshop für 15 SchülerInnen hier abgehalten. Ich bin da zwar völlig unerfahren, aber voller Freude am Wollhandwerk und die jungen Leutchen(Fachochschule, 17 bis 19 Jahre alt) zeigten sich überwiegend begeisterungsfähig. Waren total nett und geben mir ein bisschen den Glauben an die Menschheit wieder. Die Aktion wird im kommenden Frühjahr, ( mit einer anderen Klasse ) , wiederholt, dann hoffentlich draußen, was uns erheblich mehr an Bewegungsfreiheit erlaubt hätte ( und die Möglichkeit, mit Wasser zu patschen). Hat Spaß gemacht !
Draußen ist jetzt der Vollherbst eingetroffen, der dicke Vorhang vor der Küchentür ist schon wieder installiert und morgen hänge ich meinen alten Laternenmond unter den Vorschauer.
Bevor wir in die kühleren Zeiten starten, möchte ich noch zwei neue Mitbewohner unserer kleinen Tier-WG vorstellen. Leider war während der Sommerhitze eines unserer Schafe, der liebe, sanfte und hübsche Manfred ,( das schwarze Böcklein) , krank geworden und trotz intensiver Bemühung meinerseits und des Tierarztes gestorben. Schade !
Und schnell stellte sich heraus, dass die verbliebenen Schafe es nicht schaffen werden, die Wiese kurz zu halten und so entschlossen wir uns ein oder zwei neue Tiere aufzunehmen.
Nach einem Facebook-Aufruf bin ich sehr rasch fündig geworden, hatte schon fast für zwei jüngere Tiere zugesagt ( junge Böckchen will niemand haben ) , dann aber das Verkaufsangebot für zwei alte Schafsmädels hier ganz in der Nähe gesehen.
Verliebt, telefoniert und hingefahren, haben wir die beiden alten Auen übernommen. Zehn Jahre sind sie schon, geliebte, ein wenig verpäppelte Hausschafe, übriggeblieben aus einer kleinen Herde von 5 Tieren.
Die Familie war froh, dass ihre beiden Seniorinnen ein neues Zuhause gefunden haben und wir waren sehr zufrieden mit unserer Entscheidung. Eben doch eine Art Gnadenhof. In ihrem alten Zuhause hießen die Beiden Moon und Star, pellen sich aber ein Ei darauf und weil sie ein bisschen dick waren und eben schon älter, heißen sie bei uns die GeriMoppels. Und weil es bei uns nicht Kraftfutter ad libitum gibt, sind sie auch gar nicht mehr so moppelig, sondern wieder ein bisschen wie wilde, junge Schafsmädchen.
Um die 15 Jahre kann ein Ouessant-Schaf alt werden und ich hoffe, wir haben noch ein paar Jahre Spaß an den Beiden und sie an uns.
P.S. Ein neuer und richtig toller Schaf/Hühnerstall ist im Bau. Gut durchdacht, mit Futterkammer und der Möglichkeit Werkzeuge zur Schafpflege übersichtlich zu lagern. Wie schön, dass mein Mann so etwas kann.
Das Häuschen war gegen Abbau geschenkt und musste aber für unsere Zwecke angepasst werden, was nochmal viel Arbeit macht. Ich zeigs mal, wenn es fertig ist.
...und auch hier. Besser spät als nie. Ich habe diese Band erst jetzt entdeckt, obwohl es sie schon dreissig Jahre gibt. Skandalös !