Sonntag, 27. März 2022

Lebenszeichen


 Seit mehr als einem Monat habe ich hier nichts mehr von mir hören lassen, aber seit Tagen schon schleiche ich um den Blog herum und ich muß zugeben, daß es mir schwerfällt, die Fäden wieder aufzunehmen. 

Zu der, für uns alle erschütterlichen, Weltlage, kombiniert mit Corona-Verwerfungen haben sich zwischenzeitlich im Familien-und Bekanntenkreis mittlere bis mittelschwere Krisen gesellt und ich war schlicht nicht in der Lage, etwas zu schreiben. Zum einen, weil mir die Worte dafür fehlen, was in der Ukraine passiert, zum anderen, weil ich so sehr jede Menge zu tun bekommen habe, daß ich keine Zeit zum Schreiben hatte und die möglichen Erklärungen darüber haben sich aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes verboten. Und ich muss gestehen, daß mir vieles, was meine Inhalte ausmacht völlig belanglos vorgekommen ist.

Zum guten Schluss habe ich mich dann auch noch mit Omicron angesteckt, war die üblichen 10 Tage zu Hause, zeitweise recht schlapp und krank. Seit gestern darf ich wieder raus, aber bin noch  nicht voll genesen, ein paar Tage werde ich dafür wohl noch brauchen und dann geht es mit der Krisenbewältigung munter weiter. 

Allerdings : Mir hat die Bloggerei samt Kommunikation schon gefehlt, und so versuche ich, wieder einzusteigen und weiterzuschreiben. Vielen Dank an Alle, die mich angeschreiben haben, weil sie sich Sorgen gemacht haben. Ich danke Euch für Euer Interesse. 

Auch noch schuldig bin ich Euch das Ergebnis der Adventsaktion. Der Erhalt der Urkunde fiel schon in die schwierige Zeit und ich wollte den Rückkehrpost jetzt auch nicht so riesig lang gestalten. Das kommt dann also demnächst. 

So langsam gelingt es mir auch wieder, mich über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen, gestern Morgen saßen zum Beispiel zwei Meisen auf einem handgestrickten Pullover, der auf der Wäschespinne zum Trocken hing , und zupften Wollflusen zum Polstern ihrer Nester aus dem Gestrick. Die wissen auch, was gut ist...

Zum guten Schluss noch ein Stück Musik. Was wäre ich ohne sie. Es depressives Fädchen, eine Hülle zuweilen..


Leider fällt das entsprechende Konzert mal wieder aus, bzw. wird verschoben. Auf ein Neues

Donnerstag, 10. Februar 2022

Lost and found : zweites Hemd ( auch das fehlende d ist wiedergefunden !)


Nun habe ich Spaß daran gefunden, aus den geschenkten Stoffen etwas Anziehbares zu nähen. Der Plan ist, ganz langsam die Schwierigkeitsgrade zu erhöhen, ( diesmal gab es schon mal die Andeutung einer Knopfleiste ) .

Weil ich das Hemd an einem anderen Ort fotografieren wollte als ewig vor der Haustür, habe ich Hemd, Hund und Fotoapparat in den Wald geschleppt.  Auf dem Weg zu einer geeigneten Stelle dann das Hemd aus der Satteltasche verloren. Also zurück und gesucht. Ein älterer Mann, der mit Minihund und scooterähnlichem Fahrgerät auf besagtem Waldweg immer hin- und zurückfährt ( warum) ist ein paarmal mit seinem Gefährt darübergerollt. Hat dem Hemd aber keinen Abbruch getan, war ja eingepackt.

Der Stoff hat eine „ eingebaute „ Knitteroptik, ist wohl so gedacht, leider musste ich ihn am Halsausschnitt zum Nähen glattbügeln. Ich hoffe, das Knittern kommt wieder, würde im Moment ganz gut zu mir passen.

Ich quäle mich durch den Februar, aber ich glaube, da bin ich in guter Gesellschaft. Hört sich bei allen hier auf Bloggerebene ähnlich an.

Gestern abend in irgendeiner Mediathek gesehen. Einen Bericht über den Schauspieler Christian Friedel, der auch Musik macht. Fand ich gut.

 Kleine Kostprobe gefällig ! Diese Version ist eher verhalten,auf der Theaterbühne sind die Leutchen echt spektakulär.


Wenns nicht so weit wäre nach Dresden. Gerne würde ich mal die gesungene Hamlet-Inszenierung sehen, obwohl ich wirklich kein Theater-Fan bin.

 


Samstag, 5. Februar 2022

Weihnachtsgeschenk ( verspätet )

Vor ein paar Tagen fertiggestellt und fotografiert : Das letzte Weihnachtsgeschenk der Saison 21/22. Eine Strickjacke für meine Tochter, damit sie  nicht immer meine Hausjacke klaut. Im Vorrat habe ich noch jede Menge Kaufwolle , daraus konnte ich mich für die Jacke bedienen. Hat ein wenig gedauert, aber kommt an diesen kalten Tagen noch gut zum Einsatz.( ja, ich weiß... die Wolle ist etwas altmodisch, stammt noch aus den 90igern, fand sie aber zu schön, zum weggeben)

Darunter zu sehen : Mein ziemlich erstes, genähtes Teil. Ein einfaches Hemd nach einem schlichten, selbsterstellten Schnitt. Ich kann eigentlich nicht nähen, habe aber beschlossen, mich langsam heranzutasten und mal ein paar Kleidungsstücke zu nähen. Meine Mutter konnte aus dem schäbigsten Stoffrest noch etwas Schönes herstellen, und das habe ich immer bewundert.

Mir sind eine Menge toller Stoffe zugefallen, sodaß ich für meine Nähversuche nichts kaufen muss ( das muss ich sowieso nicht ).

 Das Nähen ist mir eigentlich leicht gefallen, nur meine Stoffauswahl, ( Wildseide ) , habe ich mehrmals verflucht. Es ist trotzdem akzeptabel geworden, das hat meine Motivation gestärkt, meine Nähfertigkeiten langsam zu erweitern ( mal ne Knopfleiste oder so ) .

Noch ist Zeit dafür, denn bis zur aktiven Gartensaison dauert es noch etwas, wenn auch die Vögel tapfer vom Frühling singen und die ersten Gemüsepflanzen schon im Haus an warmem Platz gesät und aufgegangen sind.

Der Februar ist mir immer der graueste und ödeste Monat, so eine richtige Durchhaltezeit und das kombiniert mit der ganzen Corona-Situation. Da muss ich mich schon zusammenreißen, damit ich bei Laune bleibe.

Vor ein paar Tagen ist mir eine recht frühe Jugenderinnerung über den Weg gelaufen. Eine Dokumentation über Salvatore Adamo spülte seine Lieder wieder aus meinem Gedächtnis ans Tagesohr. Ich habe mich sehr darüber gefreut und kann kaum verstehen, wie ich diese Musik habe vergessen können. 


Für Euch zum Wochenende.



Samstag, 29. Januar 2022

Wollenes

Label : Wolle, Wolle, Wolle

 Endlich , endlich : Nach vielen trüben, nassen Tagen gestern mal Fotowetter. Ein paar Sonnenstunden und schnell raus mit dem Kram auf die Gartenbank. Damit es nicht nur Misanthropisches, Endzeitiges hier zu sehen gibt, hier ein Blick auf meine andere Seite. Die einer bekennenden Wollsüchtigen.

 Das hier sind die Spinnwerke der letzten vier Monate.

 Querbeet, durch alle Sorten und viele Naturfarben, die ich so in meinen Vorräten gefunden habe. Nebenbei gesagt : Ich sortiere gerade alles durch, das ist notwendig, denn ein solch mottenleckeres Material wie Rohwolle ( unbehandelt ), sollte regelmäßig durchgesehen werden. 

Ich war selbst verwundert, wie viel ich dort zusammengesponnen habe. Hier sind sie zu Fäden geworden, die langen, dunklen Winterabende der letzten Monate.

 In den nächsten Tagen werde ich die Stränge mit meinem tollen Wollwickler zu ordentlichen Knäueln verarbeiten und alles brav im Wollbuch auflisten. Auch das hat sich bewährt, denn für die Planung von Projekten und auch zum Weitergeben möchte ich schon wissen, wieviel ich von jeder Wollsorte habe.

Zur Geltung gekommen ist auch mein Altholzfester. Es präsentiert ein, ebenso nebenbei, gestricktes Tuch aus sogenannten Spulenresten ( alles in Wollweiß) , das Tuch ist sozusagen in " Reserve " produziert.


Könnte irgendwann als Geschenk Verwendung finden, außerdem gibt es ja auch in diesem Jahr wieder einen Adventskalender. ( Hier ist alles in Arbeit, der Fortschritt ist im Moment aber nicht von mir abhängig, ich warte auf die Urkunde..) 
Noch nicht ganz fertig, mit doppelter Maschenzunahme an den Seiten und deshalb mehr breit als hoch, als Schal geeignet

Das kleine Tuch vom letzten Bild ist als Alltagstuch für mich gedacht, es ist superweich , sogar babyweich und für Kinderkleidung geeignet, ein paar Gramm Merinowolle vom letzten Jahr.

Ick freu mir drüber ! 

Heuer schon wieder stürmts und regnet schräge Nässe. 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Haltet Euch warm und beibt in der Stube, wenn Ihr könnt. 

Hier noch ein Musiktipp. Mein Lieblingskonzert im Moment. Die Jungs von Bastille haben in diesem  "unplugged" Konzert vom Dezember 21 fast die Kraft und Leidenschaft ihrer frühen Aufnahmen...

44 Minuten tolle Musik !