Donnerstag, 3. September 2026

Nachtrag August : Mufti

Nun schrieb ich im letzten Post, dieser Sommer sei voller Abschiede gewesen und versprach, etwas mehr darüber zu sagen. Soweit ich das kann, will ich es hier tun.

 

Veränderungen gab und gibt es überall in meinem Umfeld. Manche betreffen mich unmittelbar, andere haben mir längere Zeit Sorgen bereitet. Nicht über alles kann ich berichten, denn es berührt die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen, die zu respektieren und zu schützen es gilt.

Nur über meine Dinge kann ich schreiben, ungehindert, in eigener Sache.

In der vergangene Woche haben wir unseren lieben Hund verabschieden müssen.

14 1/4 Jahre ist er alt geworden und 13 Jahre hat er bei uns gelebt.

Als Tierschutzhund aus Spanien gekommen, in den ersten Jahren ein wilder, ungestümer Kerl, hat er mich auf vielen Wegen begleitet. So ungezügelt er sich als Setter draußen gebärdet hat, im Haus war er ruhig und anhänglich. Nie hat es ein Problem mit unseren anderen Tieren gegeben, als geborenes Rudeltier hat er alle anderen Wesen, die bei uns leben, ob Katze oder Flügeltier, als zugehörig empfunden und respektiert.

 

Nicht unbedingt für ein städtisches Umfeld geeignet, in Wald und Feld aber ein lebhafter, fröhlicher Begleiter und ab seiner Lebensmitte ein begeisterter Schwimmer. 


Schon lange gab es gesundheitliche Baustellen bei dem guten Kerl, aber ich komme ja aus der Medizin, wir haben alle Möglichkeiten genutzt, sein Leben trotzdem lebenswert zu gestalten. 

Die letzten Monate waren oft von der Frage begleitet, wann wir die Reißleine ziehen müssen. In der vorletzten Woche hat Mufti mir dann deutlich gezeigt, daß er nicht mehr kann und will.

Immer wieder möchte ich unseren guten Tierarzt loben, der uns schon lange begleitet und ohne lange Umschweife zu uns kam, um dem Leid ein Ende zu bereiten.

Im Rausgehen sagte er noch, wie wunderbar es wäre, daß sich unsere tierischen Mitgeschöpfe so tief in unsere Herzen eingraben. 

Dem habe ich nichts hinzuzufügen !

Danke liebes Mitgeschöpf... für dein Vertrauen, deinen unbedingten Lebenswillen und für die vielen, vielen Kilometer und Stunden der Gesellschaft und Begleitung.  

Nun fehlt er mir sehr, auch wenn die letzten Monate sehr anstrengend waren. Er war ein wirklich freundlicher, netter Kerl und er hatte hier ein tolles, hundegerechtes Leben.

Hier wird es jetzt auf jeden Fall ein halbes Jahr Hundepause geben. Ob wir nochmal einen Hund aufnehmen werden, ist noch nicht entschieden.

Aber drei von Muftis Lieblingsbällchen habe ich aufgehoben. Vielleicht werden sie ein Willkommensgeschenk für die nächste Hundeseele. Vielleicht.


 

...auch wunderbar, die junge Catt, demnächst im hannoverschen Pavillon zu sehen

" the wildest beauty is nothing, nothing more than a soft light in the morning, sometimes "  Catt

 

Dienstag, 1. September 2026

September

September ! 

 Und das ist gut so. Die Sommerhitze ist einer angenehmeren Version von Wetter gewichen. Schon allein deshalb regen sich meine Lebensgeister wieder.

Aber das ist es nicht allein, dieser Sommer war nicht nur wegen der Hitze und Dürre eine weniger schöne Zeit. Es gab Verluste, Veränderungen, Abschiede in den letzten Monaten. Vielleicht berichte ich noch darüber in der Nachschau, erfahrungsgemäß überholt die Gegenwart jedoch oft die Motive, das Vergangene noch nachzuschreiben. Wir werden sehen.

Trotzdem oder vielleicht deshalb, war ich fleißig, habe geräumt und sortiert. Übersicht geschaffen und Pläne geklärt. 

Und Vorräte angelegt.  

Eine Hochzeit und die Geburt eines Enkelkindes stehen uns bevor. Ich merke, daß ich mich darauf vorbereite, eine neue Rolle in der Familie zu übernehmen. Ein spannender Prozess. Den kleinen Menschen willkommen zu heißen, die Tochter als Mutter zu erleben.

Vorerst häkele ich Babydecken und Mützchen.

Handwerkliches Tun ist über den Sommer mein Begleiter gewesen.

 Dabei habe ich meine alte Liebe für die Herstellung von geflochtenen Teppichen wiederentdeckt.

Und erst jetzt fällt mir die Symbolik dieser Teppiche auf, denn sie sind allesamt aus, zum Teil von in der Familie getragener Kleidung entstanden. Nun sind sie der Boden auf dem wir stehen.

In diesem Sinne, ich lass mich hier wieder blicken. 



Montag, 22. Juni 2026

Sommer in echt


 Eine arbeitsreiche Zeit. Eigentlich. 

Der Frühsommer hat sich seit fast einer Woche zu Rekordhöhen der Hitze aufgeschwungen.  Noch ist es in unserem alten Haus erträglich, aber auch nur wegen konsequenter Verhängung der Fenster etc. , was ich eigentlich überhaupt nicht leiden kann.

Im Garten wär trotzdem viel zu tun, aber bei diesen Temperaturen kann man nur halblang machen. 

Am vergangenen Donnerstag war ich 6 Stunden in der brüllheißen Stadt unterwegs, danach stehend kaputt. Überhaupt Stadt. Wohl nicht mehr so ganz mein Ding.

Der Garten hält sich noch wacker, hatte ja auch genug geregnet und meine Bearbeitungsstrategie ist eher schonend, defensiv. Das hält die Feuchtigkeit in Büschen und Wiese. Die Tiere liegen lethargisch herum, zumindest ab dem Nachmittag.  


Eine Ausnahme sind meine munteren Kleinhühner, die wacker ihr Leben erkunden, erstaunlich instinktsicher, sehr entspannt und immer zu viert unterwegs. Solche Hühner hatte ich noch nie, so sicher und elegant, autark.


Gestern musste ich die flotte Gruppe aus Nachbars Garten pflücken. 

Apropos pflücken. Vor Jahren, ja fast seit einem Jahrzehnt hat sich im Garten ein Kirschbaum angesiedelt. Auch selbstbestimmt. Er trägt dieses Jahr viele, schöne Kirschen. Wir teilen uns die Ernte mit den Staren. 

Ein bisschen hitzelädiert gehe ich durch den Tag.

 Und ich bin dankbar: Für die Fülle und den Frieden in dem ich lebe.

Dafür, dass die riesengroße Sorge um meinen engsten Gefährten, die mich seit langem bedrückt hat, langsam weicht, weil es ihm wieder gut geht.

 Dafür, dass ich bald ein Enkelkind bekommen werde, auf das ich mich freue und für das ich gerne einen Teil der Fürsorge tragen möchte.  (Nicht, dass ihr denkt, ich würde nicht wahrnehmen, was in der Welt los ist. Das tue ich. Aber ich helfe niemandem, wenn ich mich nicht über mein kleines Leben freue. Im Gegenteil !) 

Vieles hat sich gefügt. 


 

Sonntag, 14. Juni 2026

Sommer : meteorologisch, Pullunder: Alpaca

Sommer lässt weiter auf sich warten. Darüber zu meckern, hat keinen Sinn, ändert nichts und zu heiß ist auch nichts für mich. Zeit, mal eins meiner jüngsten Werke vorzustellen. Passend zum Wetter.  


Nachdem ich einen Sack ältere Alpaca Rohwolle in meinen ( reichlichen ) Vorräten entdeckt habe, noch kurz vor Winterschluss etwas davon gesponnen und einen einfachen Pullunder gestrickt. Nicht so lang, wie meine üblichen, sackartigen Langpullover, erstaunlich bequem und nett anzusehen. Einfach, aber gut. 


Davon werde ich sicher noch einen stricken. Super warm. Alpaca eben. 

Euch einen schönen Sonntag noch und einen guten Wochenstart.  

 


 Charlie Cunningham... immer wieder gern gehört !