Montag, 9. März 2026

Die kleinen Freuden

Am Übergang vom Winter zum Frühling stelle ich fest, dass ich schon wieder fast 3 Wochen nichts mehr geschrieben habe.

Auf der einen Seite freue ich mich über jeden lauen Windhauch. Die Schneeglöckchen sind fast schon wieder verblüht und ein Großteil der Gemüsebeete wartet auf die weitere Bestellung.

Der mittlere Sohn und ich haben die Hochbeete nochmal repariert und mit frischer Erde versehen. Nicht schön und auch nicht selten, aber brauchbar.

 Und vor allem :  aus vorhandenem Material.

Wieder mal bin ich ambitioniert, in diesem Jahr so richtig erfolgreich Gemüse anzubauen.

 Wir werden sehen ?

Auf der Kehrseite dieser Vorhaben trenne ich mich ungern von Winter, Kälte und Ofenwärme, vom drinnen sein, Textil – und Hausarbeit. Mein Sockenberg ist beachtlich gewachsen, und ich habe in meinen Vorräten einen Riesensack Alpaka-Rohwolle gefunden und daraus einen Pullover angenadelt, der die kritische Entwicklungsstufe schon überschritten hat.

Ja, ich mag das Prozesshafte gerade dieser Jahreszeit, Winterspuren verschwinden langsam und weichen den frühen Boten der heimischen Vegetation. Meist gipfelt das in einem verwirrenden Durcheinander im April, was mich dann endgültig in die Unruhe der warmen Jahreszeit treibt ( und in jede Menge Gartenarbeit) .

Leider geht es unserem alten Hund mal wieder ziemlich schlecht, hier mag ich den langsamen Prozess eines alternden Körpers gar nicht. Es naht der Abschied von diesem pelzigen Gefährten, der schon fast 13 Jahre bei uns lebt und der immer  ein guter, guter Hund war und ist.

Alles zusammen betrachtet, jede Menge Aufgaben, die eine ruhige Betrachtung überlagern. Na ja, und dann die unerträgliche Weltlage. Als Erklärung für die Lücke im Bloggen. 

Also ziehe ich mir die Schönheiten meines ganz persönlichen, kleinen Lebens heraus, aus dem Knäuel :

Die ersten Gemüsepflanzen, noch in geschützten Innenräumen, gedeihen gut.

Ein neues Einverständnis mit meinen erwachsen Kindern, die den Wirren der Jugend entwachsen sind, und deren Lebenswege, so unterschiedlich sie sein mögen, meine Akzeptanz finden.

Viele Bereiche des Hauses sind geordnet und durchgesehen, eine Aufgabe, an der ich schon seit Jahren arbeite. Und, ganz wichtig, das jahrzehntelange Problem meiner chronischen Nebenhöhlenentzündung, ( und dies ist kein Gesundheits- oder Jammerblog, deshalb nur nebenbei ), ist offenbar gelöst, was mir, rein körperlich, neue Energie und Stabilität verschafft.

Großartig !

So, nun gehe ich wieder an die Tagesaufgaben. Nicht ohne Musik !

Vor ein paar Tagen fand ich zufällig in der ARTE – Mediathek einen Konzertmitschnitt der Band Bastille/Dan Smith in Kooperation mit einem wirklich tollen Kunstprojekt.( Sounds like Art ). Leider ist der Film nur noch heute in der Mediathek verfügbar, aber es gibt in der Reihe noch einige, wunderbare Konzerte. 

Hier ist der Link . 

 https://www.arte.tv/de/videos/119031-001-A/bastille-sounds-like-art/


Und ein Ausschnitt:


Ich habe mich fast scheckig gefreut über diese Musik und den Grundton der Kunstbetrachtungen, der Abend war echt gerettet. 

Vielleicht geht es Euch auch so ?

Eine gute Woche Euch Allen.


Mittwoch, 18. Februar 2026

Schipp to shore ...

....dachte ich am Montag, denn nachdem die kümmerlichen und unappetitlichen Schneereste in der Vorwoche einem linden Frühlingsanfall gewichen waren, hatte ich schon, ein wenig verwegen, an gärtnerisches Räumen gedacht...

...das " Äuglein " auch 

Nun sahs aus, als ob das Ganze von vorn beginnt . ( Geschippt hatte dann der Mann schon und gegen Mittag begann es zu tauen ) .

Trotzdem, für die Arbeit im Garten eindeutig zu früh. Also wird es Zeit, mal mein schönstes Schnäppchen in Sachen Dorfflohmarkt vom letzten Jahr vorzustellen. Schon ein wenig her, aber ich hab ja lange nichts geschrieben, da reiche ich das heute mal nach.

Nähmaschinen habe ich ja eigentlich genug und wir waren auf dem Flohmarkt schon auf dem Rückweg zum Auto, als mein Mann mich auf eine Nähmaschine aufmerksam machte, die etwas verschämt und reichlich nikotingelb, unter einem Tisch stand. Wat soll ich lange reden, ich habe sie mitgenommen, für lächerliches Geld. Habe sie geputzt, ein bisschen Öl auf die Gute gegeben und siehe da.: Das Teil funktioniert einwandfrei und ist nun meine allerliebste Maschine geworden.

Sie hat 278 ! !! Musterstiche, die erste computergesteuerte Maschine, sogar ein Zusatzteil zum eigenen Entwurf von Mustern gibt es ,( habe ich noch nie ausprobiert ) und sie näht exakt und brav, lässt sich formidabel steuern und ich bin ganz glücklich darüber. Wohl 25 Jahre alt ( Gen Z ) .

Hier das Probeteil vom Muster ausprobieren.

Und hier die neueste Tasche. Einfach aber praktisch. Aus Resten, die Henkel sind aus einem alten Gürtel. 


So lässt sich die Zeit bis zur Gartenarbeit überbrücken.

Überhaupt : Arbeit. Es mag merkwürdig klingen. Nach drei Jahren Rente ist mir bewußt geworden, wieviel Arbeit in unserem Hofleben steckt. Solange ich berufstätig war, habe ich die Mühe gar nicht ernst genommen.

Nun sind die Prioritäten neu gesetzt und ich bin ein wenig entsetzt darüber, daß ich das all die Jahre nicht wahrgenommen habe.

Sonst muckele ich mich so leidlich durch den, hoffentlichen Restwinter, und versuche, das Entsetzen über die Weltlage nicht überhand nehmen zu lassen.


Den letztwöchigen Chris de Burgh Anfall erspare ich Euch mal und grüße stattdessen mit Grace Petrie, die ich auch sehr gern mal live sehen würde, dies scheint aber auf Grund der sehr entfernten Konzertorte nicht möglich zu ein. ( Neuseeland ?)

Montag, 9. Februar 2026

Schluß jetzt !


 Mit dem Rumgehänge. Draußen taut es, alles wird ein wenig leichter  (wenn auch nicht besonders gemütlich). 

Gestern ein paar Gemüsesamen in Kästchen für die Fensterbank ausgesät, Paprika, Physalis, Peperoni, das reicht fürs erste.

 Eine schnelle Mütze aus Alpaka-Wolle gestrickt. Bleibt ja noch kalt. 

Akku leer ? Ja, ein bisschen schon ! 
Februar ist IMMER der nervigste Monat, obwohl ich bisher den Winter ganz gut überstanden habe.  

Ich blende die Weltlage aus und mache Frühlingspläne. Ein neues Hochbeet soll her, sobald es etwas wärmer geworden ist. Im Haus stehen ein paar Dinge an ( wenigstens Streichen) . Bitte alles schön geplant und verteilt.  

Einen kleineren Infekt habe ich ganz gut überstanden, dem Hund geht es weiter wechselhaft, die Eisglätte und die Kälte tun auch alten Hundeknochen nicht gut. Zu wenig Bewegung und zweimal ist er bei der Glätte ausgerutscht und gestürzt. 

 Aber jetzt geht es, die Wege haben wieder Grip und genau wie beim Menschen gilt auch hier : Use it or loose it. 

Die Nachrichten werde ich mir heute ersparen und die Woche planen, bei musikalischer oder Podcastbegleitung.  

guckst Du hier :  Cat Frankie mit ihrem Programm "Bodies". Haben wir vor einem Jahr live gesehen und es war ganz, ganz wunderbar. 

Überhaupt Musik !


 

Sonntag, 1. Februar 2026

Die Tiere , der Winter und ich


Offenbar hat der Winter beschlossen mit Kraft und Kälte noch ein paar Wochen zu bleiben. 

Der Schnee ist längst nicht mehr so romantisch und fluffig wie zu Beginn, jede Menge Spuren und anderes haben das Weiß teilzerlegt. Und die Ställe der Hühner, weil intensiv genutzt, müssen öfter geputzt werden. So wird die Versorgung der fast 30 Draußentiere im Moment keine Nebensache, sondern braucht erheblich mehr Zeit und Wärme ( Energie) . 

Frühstückskorb für Huhn, Ente und Schaf

30 gackernde, schnatternde oder blökende Lebewesen !  Das habe ich mir erst vor kurzem klargemacht, als ich mal wieder überlegt habe: „ was mache ich eigentlich so den ganzen Tag“.

Seitdem ( besser spät als nie !) bin ich erheblich zufriedener mit meiner Tagesleistung. 

Nachdem ich meine letzte, nur kurzfristig inne gehabte, " Ehrenamtsstelle "( die auch etwas mit Tierversorgung zu tun hatte), aufgegeben habe, kümmere ich mich quantitativ und qualitativ besser um unsere Tiere. Mindestens 3 mal pro Tag bin ich dort zu Gange.

 Wir kennen uns jetzt gut, die Tiere und ich. Alle sind wesentlich zutraulicher geworden, nicht mal Manfred haut ab, wenn ich komme. Außerdem merke ich früher, wenn einem Tier etwas fehlt und bin bei der Futterzubereitung einfallsreicher und sorgfältiger.

Und das macht Spaß.

 Die Hühner, auch die alten, legen verlässlich. Wir haben jeden Tag mindestens 6 Eier, an manchen Tagen mehr ( es sind 11 Legehennen und wir haben tiefsten Winter !) .

Es freut mich so sehr, die direkte Auswirkung meiner Arbeit zu sehen.

Unsere Hühner dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende hier leben , es sind ein paar echt alte Damen dabei. Erfahrungsgemäß überstehen die alten Hennen noch die erste Legeperiode bis zum Mai und verabschieden sich dann in den Hühnerhimmel. 

Deshalb habe ich schon mal zwei junge Hennen nachgekauft, zwei hübsche Welsumer, mittelgroß, mit glänzendem, wildfarbenem Gefieder.

Knapp 14 Tage sind sie hier und haben sich schon gut eingelebt.

...und sie mögen sogar den Schnee

Gelernt habe ich auch mit der Haltung meiner Schafe besser umzugehen, mir mehr zuzutrauen. Die Klauenpflege geht mir inzwischen sicher von der Hand, die Füße von " Hörnchen" sahen wirklich schlecht aus und mit regelmäßigen Kontrollen und Behandlungen habe ich das wieder gut hinbekommen 

(Entzündung raus, Tier kann wieder gut laufen...).da ist mir meine Chirurgie-Erfahrung sehr entgegengekommen

Auch hier zahlt sich die Mühe aus.

All diese Aufgaben hat es auch während meiner Berufstätigkeit schon gegeben. Was ich jetzt daraus gemacht habe, ist aber mit dem vorherigen Zustand nicht zu vergleichen. Ich hoffe, diese zufriedenstellende Arbeit noch lange zu schaffen und weiter dazuzulernen.

Schnee hingegen muss nicht ! Ich hätte jetzt gern schon mal ein paar frühe Schneeglöckchen.

Noch ein bisschen Musik ? Gerne doch. 

Am Freitag waren wir in einem Chorkonzert, sehr schöne Stücke wurden gesungen... Gleich zu Beginn ein Stück von Jacob Collier, unwiderstehlich. Es wäre mein Wunsch, einmal ein Konzert mit diesem Künstler zu erleben.