Sonntag, 29. März 2026

Pause, unfreiwillig

 Gut, der grippale Infekt war so gut wie weg. Richtig geschont hatte ich mich nicht, und nach ein, zwei anstrengenden Tagen, ( das ist jetzt hier wirklich Luxusgeheul ), hat mich nochmal die Schnupfenkeule erwischt. Gut, daß es noch immer kalt und naß draußen ist, sonst wär es doppelt ärgerlich. Genug nun, noch ein paar Tage Nachschlag, dann solls wohl wieder gehen.

Vorgestern war Arbeitseinsatz Sohn. Die Hühnerzäune sind in die Jahre gekommen ( wer ist das nicht), und so hat mein Sohn mit vorhandenem Material erst einmal eine Barriere zum Gemüsegarten errichtet. 

Da gibt es nämlich dieses eine Huhn, noch ziemlich neu hier auf dem Hof, und diese hübsche Henne hat ein paar Gehirnzellen mehr als die anderen in ihrem kleinen Hühnerschädel. Überall ist sie durchgeschlüpft, sieht natürlich phantastisch aus, gut ernährt und viel Bewegung, das macht was aus. 

Ratschläge, der Dame die Flügel zu stutzen, habe ich ausgeschlagen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder der schlau und agil ist, mit Körperverletzung bestraft wird.  Die heutige Kontrolle zeigte, es hat gewirkt : Die Henne ist IM Gehege. Es mag viellecht unerheblich erscheinen, abr es kann schon nerven, wenn eine einzelne Gackerliese den gesamten frisch aufgegangenen Salat vernichtet. Das hätten wir !

die Hühnerschwester, etwas dunkler und nicht ganz so schlau 

Die Fotos stammen noch aus dem Winter, nicht mal Schnee hat ihnen etwas ausgemacht. Ich habe sie im vergangen Herbst mit ihrer Schwester zusammen bei einer Familie gekauft, die doch lieber eine Katze haben wollte.  

Ein Liedchen ?  Am vergangenen Montag waren wir im Betterov-Konzert. Mit Grippekopf !  Das Konzert war wirklich hörens- und sehenswert. Siehe oben " Grippeschonung".


 

 

Freitag, 20. März 2026

Zwischenpost

 Da ich meinen Konzertpost nicht einfach so hinhuddeln möchte, vorerst ein kurzer Zwischenblick auf den Moment. 

 Gesät : Bereits etliche junge Gemüse sind in Zimmer und Gewächshaus gekeimt und wachsen größtenteils froh vor sich hin. Die Beete warten auf den Auszug der Pflanzen und ich warte auf ein paar trockene , sonnige Tage. Kriegen ja einen Schock die Dinglein. 

 Hier... die Erbsen.  

Gerettet : Zwei tolle Kinderstühle aus einem Container. Wer weiß, vielleicht wird in unserer Familie bald mal wieder ein Kinderzimmer eingerichtet. Die beiden Klassiker brauchen etwas Zuwendung in Form von Leim, sind aber robust und gut erhalten, obwohl sie sicher schon etliche Generationen Kindergartenkinder überstanden haben. 

Gelernt : bisschen Dänisch. Erhöht die Vorfreude auf den September ( unsere Dänemarkwoche)  . Nach einigen Versuchen mit YouTube Videos, bin ich jetzt bei der App Duolingo gelandet. Scheint zu funktionieren. Wir werden sehen. Undskyld !

Eingefangen : einen grippalen Infekt, passt mir nicht in den Kram, ist aber leider so. Ich werde das Beste draus machen und ein wenig die Füße stillhalten.  Von den Händen hat keiner gesprochen.!

Gehört :  Und es scheint, als ob ein großer Wunsch in Erfüllung gehen könnte. Ein Konzert von Jacob Collier besuchen, yeah !!!


 P.S. Ja es hat geklappt. Ich habe eine Karte ergattert. Die näheren Umstände ?    ... reden wir nicht davon. 

 



 

 

Donnerstag, 12. März 2026

Schnecken - jetzt neu, oder " Mal was lesen ? "


 Schon seit vier Jahren wachen unsere, mittlerweile vier, Orpington-Enten über die Schneckenpopulation in unserem Garten. Die hübschen, milchkaffeefarbenen Damen haben die letzten Laufenten abgelöst. Ihr Erwerb war eher zufällig und notwendig, (Rettung vor dem Schlachten !) , stellte sich jedoch als Glücksgriff heraus, da sie nicht nur wunderschön, sondern auch robuster sind als die Laufis. Auch ein wenig zutraulicher.

Im vorletzten Jahr hatten die Schnecken, die zweite Aussaat der Gemüsepflanzen fast ganz vernichtet, zusammen mit allgemeinen Hindernissen hatte ich dann überhaupt keine Lust mehr, noch einen dritten Versuch zu wagen und das Gemüsejahr abgehakt. 

Mittlerweile habe ich mich von unrealistischen Vorstellungen, was meinen Gemüseanbau angeht, verabschiedet , das Konsumieren von Gartenvideos eingestellt und einfach nochmal angefangen, wie es mir in den Kram passte. Das sieht schon besser aus. Außerdem : Der just vergangene Winter war ziemlich kalt, auch das reduziert das frühe Aufkommen des ( Nackt- Schneckenachwuchses ).  

Gestern Abend hat es nach Tagen/fast Wochen trockenem Sonnenwetters geregnet und siehe da, nun sind sie wieder da, die Kriecher. Sitzen noch im Mulch, lugen unter Pflanzgefäßen hervor, ganz Kecke schleimen schon mal am Abend über die Wege ( so gesehen junge Tigerschnegel ). 


Und natürlich haben sie hier ein Lebensrecht. Sind ökologisch  notwendig , die Gehäuseschnecken finde ich ausgesprochen schön, auch ein paar einheimische Weinbergschnecken leben im Garten.

Also versuche ich, Allen einen Lebensraum zu geben. Den Enten, ( die nicht gleichzeitig überall sein können) . Den Schnecken, die auch außer den Gemüsepflanzen, genug zu essen finden und den Gemüsepflanzen, die bitte weiter wachsen sollen. 

Statt der teuren Schneckenkragen hatte ich aus Plastikeimern kleine Schutzwälle gebaut die zumindest die Jugendphase der Kürbissse und Zucchini geschützt haben. Das funktionierte im letzten Jahr gut und wird entfernt, wenn die Pflanzen robust genug sind und den Schnecken nicht mehr schmecken. 

Es wird schon noch etwas für uns übrig bleiben.

Meine Einstellung zu Mollusken jeglicher Art habe ich übrigens nach der Lektüre dieses Buches geändert. 

Die Autorin des autobiografischen Romans ist nach einer schweren Infektion ans Bett gefesselt, bekommt von einer Freundin eine Zimmerpflanze geschenkt, in der sich eine kleine Gehäuseschnecke angesiedelt hat. Schneckenhaft langsam gewinnt die Patientin Interesse und Einblick ins Schneckchenleben und gesundet in der gleichen Geschwindigkeit von ihrer Post-Infektion. Das Buch ist lange vor Corona geschrieben, und nicht nur wegen der bezaubernden Beschreibung der Schnecke lesenswert. Vielmehr ist es ein hervorragendes Sachbuch, das eine Vielzahl von weitergehenden Litueraturhinweisen zum Thema Schnecken bietet.

Unbedingt lesenswert. 

Auch weiterhin bin ich mit Aufräumarbeiten im Spätwintergarten vorsichtig, denn Vieles, was da sommerlich kreuchen und fleuchen wird , befindet sich noch im Kälteschlaf und es würde das vorzeitige Ende dieser Lebewesen bedeuten, wenn ich da herumwühle. Also kein Häckseln, Graben, großräumiges Harken etc. .  

So, heute Abend geht es ins Konzert, bin recht gespannt, ganz in der Nähe.  Ich werde berichten. 

Aber erst, wenn ich das Konzert gesehen habe. Erstmal eine meiner neuen Favoritinnen zur Zeit. Da ich sehr gern dänische Serien schaue, bin ich schon vor einiger Zeit auf Trine Dyrholm gestoßen, die auch ganz ansprechende Musik macht. 

Guck ! 


 zusammen mit Tine Dykow...

Sehr gerne habe ich die Serie  Die Erbschaft  (Arvingerne ) schon mehrfach gesehen.  Die episch angelegte Geschichte, in der Trine Dyrholm eine der Hauptrollen spielt, versammelt die creme de la creme der dänischen SchauspielerInnen. Unbedingt sehenswert. Schön für lange Winterabende. 



Montag, 9. März 2026

Die kleinen Freuden

Am Übergang vom Winter zum Frühling stelle ich fest, dass ich schon wieder fast 3 Wochen nichts mehr geschrieben habe.

Auf der einen Seite freue ich mich über jeden lauen Windhauch. Die Schneeglöckchen sind fast schon wieder verblüht und ein Großteil der Gemüsebeete wartet auf die weitere Bestellung.

Der mittlere Sohn und ich haben die Hochbeete nochmal repariert und mit frischer Erde versehen. Nicht schön und auch nicht selten, aber brauchbar.

 Und vor allem :  aus vorhandenem Material.

Wieder mal bin ich ambitioniert, in diesem Jahr so richtig erfolgreich Gemüse anzubauen.

 Wir werden sehen ?

Auf der Kehrseite dieser Vorhaben trenne ich mich ungern von Winter, Kälte und Ofenwärme, vom drinnen sein, Textil – und Hausarbeit. Mein Sockenberg ist beachtlich gewachsen, und ich habe in meinen Vorräten einen Riesensack Alpaka-Rohwolle gefunden und daraus einen Pullover angenadelt, der die kritische Entwicklungsstufe schon überschritten hat.

Ja, ich mag das Prozesshafte gerade dieser Jahreszeit, Winterspuren verschwinden langsam und weichen den frühen Boten der heimischen Vegetation. Meist gipfelt das in einem verwirrenden Durcheinander im April, was mich dann endgültig in die Unruhe der warmen Jahreszeit treibt ( und in jede Menge Gartenarbeit) .

Leider geht es unserem alten Hund mal wieder ziemlich schlecht, hier mag ich den langsamen Prozess eines alternden Körpers gar nicht. Es naht der Abschied von diesem pelzigen Gefährten, der schon fast 13 Jahre bei uns lebt und der immer  ein guter, guter Hund war und ist.

Alles zusammen betrachtet, jede Menge Aufgaben, die eine ruhige Betrachtung überlagern. Na ja, und dann die unerträgliche Weltlage. Als Erklärung für die Lücke im Bloggen. 

Also ziehe ich mir die Schönheiten meines ganz persönlichen, kleinen Lebens heraus, aus dem Knäuel :

Die ersten Gemüsepflanzen, noch in geschützten Innenräumen, gedeihen gut.

Ein neues Einverständnis mit meinen erwachsen Kindern, die den Wirren der Jugend entwachsen sind, und deren Lebenswege, so unterschiedlich sie sein mögen, meine Akzeptanz finden.

Viele Bereiche des Hauses sind geordnet und durchgesehen, eine Aufgabe, an der ich schon seit Jahren arbeite. Und, ganz wichtig, das jahrzehntelange Problem meiner chronischen Nebenhöhlenentzündung, ( und dies ist kein Gesundheits- oder Jammerblog, deshalb nur nebenbei ), ist offenbar gelöst, was mir, rein körperlich, neue Energie und Stabilität verschafft.

Großartig !

So, nun gehe ich wieder an die Tagesaufgaben. Nicht ohne Musik !

Vor ein paar Tagen fand ich zufällig in der ARTE – Mediathek einen Konzertmitschnitt der Band Bastille/Dan Smith in Kooperation mit einem wirklich tollen Kunstprojekt.( Sounds like Art ). Leider ist der Film nur noch heute in der Mediathek verfügbar, aber es gibt in der Reihe noch einige, wunderbare Konzerte. 

Hier ist der Link . 

 https://www.arte.tv/de/videos/119031-001-A/bastille-sounds-like-art/


Und ein Ausschnitt:


Ich habe mich fast scheckig gefreut über diese Musik und den Grundton der Kunstbetrachtungen, der Abend war echt gerettet. 

Vielleicht geht es Euch auch so ?

Eine gute Woche Euch Allen.