Mit dem Rumgehänge. Draußen taut es, alles wird ein wenig leichter (wenn auch nicht besonders gemütlich).
Gestern ein paar Gemüsesamen in Kästchen für die Fensterbank ausgesät, Paprika, Physalis, Peperoni, das reicht fürs erste.
Eine schnelle Mütze aus Alpaka-Wolle gestrickt. Bleibt ja noch kalt.
Akku leer ? Ja, ein bisschen schon !
Februar ist IMMER der nervigste Monat, obwohl ich bisher den Winter ganz gut überstanden habe.
Ich blende die Weltlage aus und mache Frühlingspläne. Ein neues Hochbeet soll her, sobald es etwas wärmer geworden ist. Im Haus stehen ein paar Dinge an ( wenigstens Streichen) . Bitte alles schön geplant und verteilt.
Einen kleineren Infekt habe ich ganz gut überstanden, dem Hund geht es weiter wechselhaft, die Eisglätte und die Kälte tun auch alten Hundeknochen nicht gut. Zu wenig Bewegung und zweimal ist er bei der Glätte ausgerutscht und gestürzt.
Aber jetzt geht es, die Wege haben wieder Grip und genau wie beim Menschen gilt auch hier : Use it or loose it.
Die Nachrichten werde ich mir heute ersparen und die Woche planen, bei musikalischer oder Podcastbegleitung.
guckst Du hier : Cat Frankie mit ihrem Programm "Bodies". Haben wir vor einem Jahr live gesehen und es war ganz, ganz wunderbar.
Offenbar
hat der Winter beschlossen mit Kraft und Kälte noch ein paar Wochen
zu bleiben.
Der Schnee ist längst nicht mehr so romantisch und fluffig wie zu Beginn, jede Menge Spuren und anderes haben das Weiß
teilzerlegt. Und die Ställe der Hühner, weil intensiv genutzt,
müssen öfter geputzt werden. So wird die Versorgung der fast 30
Draußentiere im Moment keine Nebensache, sondern braucht erheblich
mehr Zeit und Wärme ( Energie) .
Frühstückskorb für Huhn, Ente und Schaf
30
gackernde, schnatternde oder blökende Lebewesen ! Das habe ich mir
erst vor kurzem klargemacht, als ich mal wieder überlegt habe: „
was mache ich eigentlich so den ganzen Tag“.
Seitdem ( besser spät als
nie !) bin ich erheblich zufriedener mit meiner Tagesleistung.
Nachdem
ich meine letzte, nur kurzfristig inne gehabte, " Ehrenamtsstelle "(
die auch etwas mit Tierversorgung zu tun hatte), aufgegeben habe,
kümmere ich mich quantitativ und qualitativ besser um unsere Tiere.
Mindestens 3 mal pro Tag bin ich dort zu Gange.
Wir kennen uns jetzt gut, die Tiere und ich. Alle sind wesentlich zutraulicher geworden,
nicht mal Manfred haut ab, wenn ich komme. Außerdem merke ich früher, wenn einem Tier etwas fehlt und bin bei der
Futterzubereitung einfallsreicher und sorgfältiger.
Und
das macht Spaß.
Die Hühner, auch die alten, legen verlässlich. Wir
haben jeden Tag mindestens 6 Eier, an manchen Tagen mehr ( es sind 11
Legehennen und wir haben tiefsten Winter !) .
Es
freut mich so sehr, die direkte Auswirkung meiner Arbeit zu sehen.
Unsere
Hühner dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende hier leben , es
sind ein paar echt alte Damen dabei. Erfahrungsgemäß überstehen
die alten Hennen noch die erste Legeperiode bis zum Mai und verabschieden sich dann in den Hühnerhimmel.
Deshalb habe ich schon mal zwei junge
Hennen nachgekauft, zwei hübsche Welsumer, mittelgroß, mit
glänzendem, wildfarbenem Gefieder.
Knapp
14 Tage sind sie hier und haben sich schon gut eingelebt.
...und sie mögen sogar den Schnee
Gelernt
habe ich auch mit der Haltung meiner
Schafe besser umzugehen, mir mehr zuzutrauen. Die Klauenpflege geht mir inzwischen sicher von
der Hand, die Füße von " Hörnchen" sahen wirklich
schlecht aus und mit regelmäßigen Kontrollen und Behandlungen habe
ich das wieder gut hinbekommen
(Entzündung raus, Tier kann wieder
gut laufen...).da ist mir meine Chirurgie-Erfahrung sehr entgegengekommen
Auch
hier zahlt sich die Mühe aus.
All
diese Aufgaben hat es auch während meiner Berufstätigkeit schon
gegeben. Was ich jetzt daraus gemacht habe, ist aber mit
dem vorherigen Zustand nicht zu vergleichen. Ich hoffe, diese zufriedenstellende Arbeit noch lange zu schaffen und weiter dazuzulernen.
Schnee hingegen muss nicht ! Ich hätte jetzt gern schon mal ein paar frühe Schneeglöckchen.
Noch ein bisschen Musik ? Gerne doch.
Am Freitag waren wir in einem Chorkonzert, sehr schöne Stücke wurden gesungen... Gleich zu Beginn ein Stück von Jacob Collier, unwiderstehlich. Es wäre mein Wunsch, einmal ein Konzert mit diesem Künstler zu erleben.
Der ursprüngliche Post ist verschwunden, deshalb nochmal und abgekürzt. Seit fast 3 Jahren bin ich in Rente. Bewege mich ausschließlich in privaten Bezügen, ein kurzer Ausflug ins " Ehrenamt" endete mit verschiedenen Einsichten. Und dem Ausstieg aus selbigem. Und überhaupt, der alte "Krankenschwesternethos " ist verschwunden und damit ging gleichzeitig auch das " Helfersyndrom ". An anderer Stelle einmal vielleicht mehr darüber.
Nun brauchts neue Ziele und Fähigkeiten.
Die Ausrede : Keine Zeit ! Gilt nicht mehr. Wenn ich etwas nicht kann, sollte ich es tunlichst lernen. Dazu gehört auch eine ehrliche Bestandsaufnahme.
Strümpfe stricken ? Konnte ich nicht ! Ja, ich hab schon mal Fußbekleidungsgebilde gestrickt. Aus meiner handgesponnenen Wolle.
Aber.
Die waren viel zu dick und passten nicht in normale Schuhe. Die Wolle ist zu weich, deshalb laufen sich die Fersen schnell durch.
Ja, meine Socken sahen cool und rustikal aus, waren aber wenig brauchbar.
Da brauchte es Veränderung.
1. Handgesponnene Wolle ist für Socken nicht geeignet, es sei denn, man möchte sie im Bett anziehen.
2. Füße sind individuell. Was dem einen passt, ist für den anderen ungeeignet.
3. Aufwändige Muster sind sekundär.
4. Im besten Fall sollten die Socken maschinenwaschbar sein.
Ich habe geübt. Geduld gelernt. Sockenwolle der bekannten Firmen hatte ich reichlich in meinem Bestand. Es hat 3 Paar mißlungene Socken gebraucht, bis ich einen passenden, robusten und tauglichen Prototyp zustandegebracht hatte.
Jetzt habe ich ein Referenz-Exemplar in Größe 40, fertiggestrickt, für passend befunden, dokumentiert.
Alle weiteren Sockenpaare werden davon abgeleitet. Ich gehe nun in die Serienproduktion, das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt. Damit trete ich innerfamiliär die Nachfolge meiner Mutter an, einer Meisterin der Sockenfertigung.
Socken, die passten und hielten, viele Maschinenwäschen überstanden, die nun aber nach langen Jahren des Tragens aufgebraucht sind.
Die Weihnachtsbeleuchtung und Beschmückung ist abgebastelt und verräumt. Die diesjährigen Sterne habe mir besonders gut gefallen, fast hätte ich sie noch länger hängenlassen.
Mit einem grauen " Betonwinter" nähern wir uns dem Februar. Ich bin froh über die Möglichkeit zum Rückzug, zur Pause. Trotz der niederschmetternden Weltnachrichten einigermaßenn auf Reihe zu bleiben.
Als ich am vorgestrigen Abend an einem Post über Strümpfestricken saß... nicht gerade flüssig, rief mich der älteste Sohn, hörbar beeindruckt, an.
Ich solle mal vor die Türe gehen. Hab ich getan, in Nachthemd und Bademantel. Und da war es, das erste Nordlicht meines Lebens.
Und ja, wirklich atemberaubend und so schön, daß ich fast heulen musste. Eine halbe Stunde habe ich draußen geschaut und fotografiert. Der Strümpfepost kommt später...
Na klar, diese Bilder habt Ihr bestimmt hundertmal gesehen, aber für mich ist das Foto" Nordlicht über unserem Haus " etwas ganz Besonderes.
Dazu. Musik aus meiner Jugend, die mir durch verschiedene Begegnungen in der vergangenen Woche wieder recht präsent gewesen ist.