Donnerstag, 24. September 2026

Dänemark 2026



Schon halb rum ist unsere kleine Dänemark-Woche. Nach all den aufregenden Ereignissen ersehnt, als lang geplante Ruhepause. Ein bisschen bin ich beeinträchtigt durch einen grippigen Infekt, kein Wunder, so was taucht ja immer in Entlastungszeiten auf.

Trotzdem, das Land ist mir, ohne zu idealisieren, vertrauter geworden. Auch weil der Mann die Sprache seit einem halben Jahr lernt und sich schon ganz gut verständigen kann und ich damit auch nicht mehr wie die Kuh vorm Scheunentor stehe.



Wir sind wieder in unsere Lieblingsgegend gefahren, (nach dem Abstecher vom letzten Jahr in die Molsbjerge ,Ferienhaussiedlung , nicht meins !), konnten das kleine, alte Reetdachhäuschen noch mal mieten, alte Gewohnheitstiere, die wir sind. 

 Jetzt ist die kleine, alte Fischerkate endgültig verkauft und das Haus sieht, mehr als vor zwei Jahren, nach Abschied aus.

 Hier und da tauchen Erinnerungen an die Urlaube mit unserem Hund auf... wie er sich über die Ostsee gefreut hat und darüber, angeschwemmte Krustentiere am Strand zu finden, immer ein willkommener Snack.  Und natürlich darüber, ein  Bällchen aus dem Wasser zu holen.

 Sentimentaler Einwand : Viele Lieblingsdinge von unserem Hund habe ich entsorgt,  aber seine schönsten Bällchen aufgehoben . Vielleicht freut sich ein anderer Hund darüber ?


 Das sind schöne Erinnerungen und ich glaube, ich möchte nochmal einen Hund aus dem Tierschutz in unserer Obhut so glücklich sehen . 

Touristisch ist das Umland von Haderslev wenig erschlossen, sehr erholsam. Noch dazu ist Nebensaison, das Wetter mittelmäßig, der Herbst ist hier deutlich sichtbar eingezogen. Hier ist absolut nichts los. Kann gern so bleiben. 



Und noch liegen drei Tage Pause liegen hier vor uns, das ist trotz Schnupfen gut.

 Euch auch ein ruhiges Herbstwochenende, wo immer Ihr seid. 

Meine " Neuentdeckung " :   Lambchop, ein umfangreiches Klang-und Textwerk. Genau richtig für den Herbst. 


 

Dienstag, 8. September 2026

Brautkleid ist Brautkleid ...

 und Holunder ist Holunder. 

Gut beraten war ich, zuerst das Brautkleid meiner Tochter zu ändern, was allerdings fast drei Tage gedauert hat, und mich erst anschließend um den letzten Holundersaft zu kümmern. 

Den Aufwand, ein Tüllkleid anzupassen, habe ich total unterschätzt .

 Drei Lagen rutschender Tüllstoff am Rockteil haben mich an die Grenze meiner Geduld gebracht und mein Werk in die Nähe der "Brautkleidverhunzerei ", dabei kann ich eigentlich nähen. Gottseidank treten solche Gelegenheiten nicht allzuoft auf, dem Brautpaar ist das auch sehr zu wünschen. 

Fertig !
Morgen gehts also an, die Tochter heiratet. Die Kamera ist gepackt ( ich bin die Hochzeitsfotografin !) und ich hoffe auf gutes Gelingen und ein paar schöne Momente...


Donnerstag, 3. September 2026

Nachtrag August : Mufti

Nun schrieb ich im letzten Post, dieser Sommer sei voller Abschiede gewesen und versprach, etwas mehr darüber zu sagen. Soweit ich das kann, will ich es hier tun.

 

Veränderungen gab und gibt es überall in meinem Umfeld. Manche betreffen mich unmittelbar, andere haben mir längere Zeit Sorgen bereitet. Nicht über alles kann ich berichten, denn es berührt die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen, die zu respektieren und zu schützen es gilt.

Nur über meine Dinge kann ich schreiben, ungehindert, in eigener Sache.

In der vergangene Woche haben wir unseren lieben Hund verabschieden müssen.

14 1/4 Jahre ist er alt geworden und 13 Jahre hat er bei uns gelebt.

Als Tierschutzhund aus Spanien gekommen, in den ersten Jahren ein wilder, ungestümer Kerl, hat er mich auf vielen Wegen begleitet. So ungezügelt er sich als Setter draußen gebärdet hat, im Haus war er ruhig und anhänglich. Nie hat es ein Problem mit unseren anderen Tieren gegeben, als geborenes Rudeltier hat er alle anderen Wesen, die bei uns leben, ob Katze oder Flügeltier, als zugehörig empfunden und respektiert.

 

Nicht unbedingt für ein städtisches Umfeld geeignet, in Wald und Feld aber ein lebhafter, fröhlicher Begleiter und ab seiner Lebensmitte ein begeisterter Schwimmer. 


Schon lange gab es gesundheitliche Baustellen bei dem guten Kerl, aber ich komme ja aus der Medizin, wir haben alle Möglichkeiten genutzt, sein Leben trotzdem lebenswert zu gestalten. 

Die letzten Monate waren oft von der Frage begleitet, wann wir die Reißleine ziehen müssen. In der vorletzten Woche hat Mufti mir dann deutlich gezeigt, daß er nicht mehr kann und will.

Immer wieder möchte ich unseren guten Tierarzt loben, der uns schon lange begleitet und ohne lange Umschweife zu uns kam, um dem Leid ein Ende zu bereiten.

Im Rausgehen sagte er noch, wie wunderbar es wäre, daß sich unsere tierischen Mitgeschöpfe so tief in unsere Herzen eingraben. 

Dem habe ich nichts hinzuzufügen !

Danke liebes Mitgeschöpf... für dein Vertrauen, deinen unbedingten Lebenswillen und für die vielen, vielen Kilometer und Stunden der Gesellschaft und Begleitung.  

Nun fehlt er mir sehr, auch wenn die letzten Monate sehr anstrengend waren. Er war ein wirklich freundlicher, netter Kerl und er hatte hier ein tolles, hundegerechtes Leben.

Hier wird es jetzt auf jeden Fall ein halbes Jahr Hundepause geben. Ob wir nochmal einen Hund aufnehmen werden, ist noch nicht entschieden.

Aber drei von Muftis Lieblingsbällchen habe ich aufgehoben. Vielleicht werden sie ein Willkommensgeschenk für die nächste Hundeseele. Vielleicht.


 

...auch wunderbar, die junge Catt, demnächst im hannoverschen Pavillon zu sehen

" the wildest beauty is nothing, nothing more than a soft light in the morning, sometimes "  Catt

 

Dienstag, 1. September 2026

September

September ! 

 Und das ist gut so. Die Sommerhitze ist einer angenehmeren Version von Wetter gewichen. Schon allein deshalb regen sich meine Lebensgeister wieder.

Aber das ist es nicht allein, dieser Sommer war nicht nur wegen der Hitze und Dürre eine weniger schöne Zeit. Es gab Verluste, Veränderungen, Abschiede in den letzten Monaten. Vielleicht berichte ich noch darüber in der Nachschau, erfahrungsgemäß überholt die Gegenwart jedoch oft die Motive, das Vergangene noch nachzuschreiben. Wir werden sehen.

Trotzdem oder vielleicht deshalb, war ich fleißig, habe geräumt und sortiert. Übersicht geschaffen und Pläne geklärt. 

Und Vorräte angelegt.  

Eine Hochzeit und die Geburt eines Enkelkindes stehen uns bevor. Ich merke, daß ich mich darauf vorbereite, eine neue Rolle in der Familie zu übernehmen. Ein spannender Prozess. Den kleinen Menschen willkommen zu heißen, die Tochter als Mutter zu erleben.

Vorerst häkele ich Babydecken und Mützchen.

Handwerkliches Tun ist über den Sommer mein Begleiter gewesen.

 Dabei habe ich meine alte Liebe für die Herstellung von geflochtenen Teppichen wiederentdeckt.

Und erst jetzt fällt mir die Symbolik dieser Teppiche auf, denn sie sind allesamt aus, zum Teil von in der Familie getragener Kleidung entstanden. Nun sind sie der Boden auf dem wir stehen.

In diesem Sinne, ich lass mich hier wieder blicken.