Posts mit dem Label alte Häuser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label alte Häuser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 6. Januar 2025

Ein Haus wie

... ein Sieb !

Der Sturm der letzten Woche brachte es an den Tag ( und an die Nacht ) . Durch viele Ritzen der alten Bauteile ( historische Tür und schlechte Fenster) hat der eiskalte Wind der letzten Woche Einlass gefunden. Nicht schön, nicht energiesparend, da mag sogar die Katze nicht auf dem Fensterbrett sitzen. Und ohne unseren Holzofen, ( zusätzlich zur Heizung),  würden wir den großen Wohnraum nicht warmbekommen.

Aber : Das hat demnächst ein Ende. Silvester und Neujahr konnten wir in einer echten Tischlerwerkstatt die Oberflächen unserer neuen Fenster behandeln, damit die Fertigung weitergehen kann.


Eigentlich waren die Fenster schon viel früher geplant, aber das letzte Jahr hat ja dann reichlich andere Notwendigkeiten verlangt und so hat es dann mal wieder alles viel länger gedauert als geplant ( wer jemals ein Haus gebaut oder saniert hat, weiß das so etwas normal ist.) 

30 Jahre haben die bisherigen, damals falsch gefertigten Fenster nur gehalten. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir völlig verzweifelt waren aber ich weiß überhaupt nicht mehr, wie ich die Fehlbauten dem damaligen Denkmalpfleger " verkauft " habe. War wohl eine ziemliche Jammershow, wahrscheinlich hatte er Mitleid mit uns und hat nicht so genau hingeguckt.

 Nur mal ein paar Beispielfotos aus der Anfangszeit. Wir haben während der gesamten Bauphase in unserem Haus gewohnt. Jepp !

      

 

 

 

 Unsere alte Fachwerkkiste steht, wie bekannt, unter Denkmalschutz, und das ist eher Hindernis als Segen. Jedes Schräubchen muss abgesprochen werden, es sei denn, man weiß, wie man effektiv mogeln kann.

Dabei ist das Haus gar kein hochrangiges Denkmal. Als wir es kauften, war es in einem verpfuschten, restabgenutzten Zustand , hatte unsachgemäße Änderungen, sogar an der Statik zu beklagen ( Knicklasten am Dachstuhl ), das Dach war undicht, es gab weder eine Heizung oder ein Bad, nur eine Wasserzapfstelle auf der Diele ( kalt). 

  Die vorderen Fenster passten überhaupt nicht zum Gebäude, das erstmals 1870 erbaut wurde.... Im Urzustand hatte es an dieser Stelle nur kleine Holzluken gegeben, auf die hatten wir aber gar keine Lust und so blieb es bei den Formaten aus den 70iger Jahren.

Nun, die neuen Fenster sind nun schwer denkmalgerecht, aus Eiche und sie werden hoffentlich viele Jahrzehnte überdauern. 

Ich freue mich drauf...und es ist schön, dass es weitergeht und das Jahr sich so gut anlässt.

auch musikalisch : Ein junger Künstler, den ich kürzlich entdeckt habe und der, Glückes Geschick, noch in diesem Jahr in Hannover auftritt !


 

Freitag, 25. November 2022

Kleines, blaues Haus


 Als ich vor ein paar Tagen die Anfrage eines Posterversandes nach "Kooperation" also nach einem Werbeplatz auf meinem Blog erhielt, habe ich über mein Verhältnis zu Bildern im Allgemeinen und im Besonderen nachgedacht. 

Um es vorwegzunehmen, die Bilder des Versandes sind schön, für jeden Geschmack was dabei, , teilweise sogar originell. Aber natürlich werde ich keine Werbung machen, ein Grundsatz, den ich bisher eingehalten habe und an den ich mich auch weiter halte...

Es gibt nur wenige Bilder in diesem Haus. Überwiegend sind die Wände lehmverputzt, ein weicher Werkstoff, den wir nicht mit unnötigen Nägeln oder Dübeln beschädigen wollen. Außerdem bin ich sehr pingelig mit der Auswahl von Bildern.

Aber eines meiner wenigen Lieblingsbilder möchte ich Euch zeigen. Ich habe es vor vielen Jahren, ich glaube sogar noch zu DM-Zeiten auf meinem Stammflohmarkt in Mardorf gekauft, ich glaube es hat 5 Mark gekostet. Eine verschneite Hütte, einsam gelegen, ein schmaler Fußweg und ein Bachlauf durchbrechen die Schneefläche und ein letzter Abendsonnenschein lässt einen Teil des Daches leuchten. 

Es ist ein bescheidenes Ölbild, eher impressionistisch anmutend. Ich schätze seinen Herstellungzeitraum auf ca. die 30iger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Es ist nur so groß wie ein DIN A4  Blatt, eine Signatur gibt es nicht. 

Das kleine, blaue Haus hat schon an verschiedenen Stellen unseres, gar nicht so kleinen, Hauses gewohnt und manchmal möchte ich in seiner geduckten Überschaubarkeit leben.

Unser Haus ist groß, es braucht viel Zuwendung, viel Pflege, wenn es gemütlich, warm und freundlich erscheinen soll. Es ist voll mit 30 Jahren unserer Geschichte und nun zum Beginn meines wirklichen Ruhestandes möchte ich es aufgeräumt und irgendwie gegenwärtig gestalten und erleben.

Da liegt eine Menge Arbeit vor mir und das, obwohl ich schon lange dabei bin, mich von überkommenen Dingen zu trennen.

Ein Teil der gesammelten Altertümer wird auch in diesem Jahr wieder in die Adventsaktion einfließen. Für den guten Zweck und weil die Adventsaktion für mich inzwischen eine Weihnachtstradition geworden ist.

Das kleine, blaue Haus wird hierbleiben... 

Morgen werde ich schon mal ein paar Weihnachtsterne aufhängen, leider bin ich mit der ganzen Adventssache ein wenig in Verzug, weil ich einen grippalen Infekt habe, was mich ziemlich nervt.

Euch wünsche ich ein schönes, erstes Adventswochenende ohne Infekt und mit rechtzeitig aufgehängten Sternen.

Mir schwirrt dieses Lied durch den Kopf, die Farbe Blau hat es mit meinem Bild gemeinsam , wenigstens das, wenn auch das Haus gar nicht blau ist, sondern nur das Winterlicht darauf.





Donnerstag, 28. Januar 2021

Tag 94 vor

Jetzt hätte es fast nicht geklappt mit dem posten, denn dieser Tag war reichlich viel für einen Tag.

Alles eher trivial , aber notwendig. Unser Heizkessel ist nun nach Wartung und Reparatur ein zweites Mal durchgemessen worden. Ein ausgesprochen wichtiges Thema, denn so ein stillglegter Heizkessel ist nicht spaßig. Sah ganz gut aus, hat aber mit anheizen und drosseln und messen und warten den halben Tag gedauert. Hoffen wir das Beste, teuer genug war das auf jeden Fall. 

So nebenbei in der Wartezeit ein bisschen um den Schuppen herum geharkt und winterlich Verrottetes abgeräumt, aber nicht zuviel, denn überall unter den Blättern wohnen kleine Tierlein, und denen kann man ja auch nicht einfach das Obdach nehmen.

Und schön unter der Pflanzendecke, hier und da Zwiebelpflanzen, bald geht es los mit der Blüherei. Noch allerdings blüht es nur im Zimmer, denn den netten, bunten Primeln konnte ich am Montag nicht widerstehen. Fast alle pflanze ich später im Garten aus und fast immer gedeihen sie dort recht frohwüchsig weiter. Denn eigentlich mag ich keine Wegwerfblumen. 

Was die kleinen Tierlein unter der Mulchdecke und das empfindliche Gleichgewicht in einem naturbelassenen Garten angeht, kann ich die Bücher von Jürgen Dahl nur empfehlen. Der leider schon verstorbene Autor hat sich mit profundem Wissen und liebevoller Intuition dem Gärtnern und ökologischen Zusammenhängen gewidmet. Ich lese recht wenig und wenn, dann nur Fachbücher, aber die Gartenbücher von Dahl habe ich sehr gern gelesen  (teilweise nur noch antiquarisch erhältlich) .

So, der Tag 94 liegt in den letzten Zügen. Mir macht dieser Countdown großen Spaß und ich danke Euch für die netten Kommentare. 

mit einem meiner Lieblingslieder... 


Freitag, 7. November 2014

Damals wars oder: dark side of Landleben



Aus gegebenem Anlass und, weil ich sowieso schon lange mal was über unsere Anfänge hier aufm Dorf schreiben will. 


 Voila... der Irrsinn hat einen Namen : wir kaufen uns ein altes Bauernhaus !!!

 Knapp zwei Jahre waren wir ein Paar, da fanden wir nach fast ebenso lange dauernder Suche  und der Besichtigung etlicher Ruinen endlich das Haus, in dem wir nun seit mehr als 20 Jahren leben (und bauen) .



Eigentlich hatten wir zu jener Zeit keine Ahnung, was auf uns zukommt .
Ich konnte recht anständig tapezieren, mein Angetrauter hatte schon mal ein Regal oder ähnliches gestrichen, und außerdem hatten wir jede Menge tolle Ideen und wie gesagt... keine Ahnung.


Der erste Eindruck im Hochsommer bei herrlichem Sonnenschein war gar nicht so schlecht. 
 Zwei Zimmer waren oberflächlich schnell zurechtgemacht.( tapezieren und so), denn wir wollten uns die weitere Miete für unsere hannoverschen Wohnung sparen,  und so sind wir  an den letzten warmen Herbsttagen 1992 frohgemut eingezogen. 


 Damals zu dritt, mein Sohn war knapp 10 Jahre alt...


 
Schnell stellte sich heraus : das Haus ist wesentlich kaputter, als gedacht, fast der gesamte Schwellerbalken muss ausgetauscht werden, das heisst, KEINE Wand bleibt stehen. Das Dach ist undicht. ALLE Fenster müssen müssen ersetzt werden. Und.. Und.. Und ...!!!


Der Denkmalschutz sitzt uns mit Auflagen und Nörgeleien im Nacken, und am Ende von Geld und Nerven ist noch sehr viel Bau übrig.


Der erste Winter, lausig kalt, wie auch viele folgende. Heizung mit Einzelöfen, eingefrorene Wasserleitungen.


 Anstelle eines Badezimmers gab es im ersten Jahr eine Klappdusche, für 40 Mark in weiser Voraussicht gekauft. Im Winter gefror im Duschbecken das Wasser, denn die Vorrichtung zum abpumpen war kaputt...also ungeduscht zum Nachtdienst, sieht ja keiner, is ja dunkel.


Unsere Kinderpläne hatten wir bei Kauf des Hauses für mindestens zwei Jahre auf Eis gelegt. Wir fanden es günstiger, die ersten Jahre im Haus ungehindert beide für den Bau zuständig zu sein. Fanden wir.

Romantisch ? Nein ! Eher kalt und dunkel.....

Im Oktober, wie gesagt, sind wir hierher gezogen, im Dezember war ich schwanger. Soviel dazu.


 Ein Freund sagte damals lapidar, als ich begeistert davon berichtete,

was ich alles nähen, stricken, basteln wollte : "Kannste vergessen ! "
 Kannste vergessen ??
Verwundert und auch verärgert habe ich ihn gefragt, wie lange er denn schätzen würde...  " Zwanzig Jahre" Ha !  Ich fühlte mich massiv unterschätzt und war stinksauer. Wie konnte er sowas sagen.   
Ihr wisst schon was jetzt kommt,  der gute Mann hatte weitgehendst recht !!!


Warum ich das erzähle ? Weil ich mich manchmal eher so (siehe obiges Foto) gefühlt habe. Lange Zeiten des Stillstands und auch der Zweifel überstehen musste. 



Es nicht immer leicht war, wenig Geld, Zeit, dafür aber jede Menge Arbeit und Müdigkeit zu haben...Ideen und Pläne lange aufschieben zu müssen.  
Weil ich heute froh darüber bin, das ich jetzt Zeit habe zum Nähen, Basteln, Stricken. Froh darüber, das unsere Ehe das alles ausgehalten hat. Außergewöhnlich froh. Geradezu ekstatisch froh !

 Und unsere Kinder heute sagen, sie hätten eine wunderbare Kindheit gehabt, hier auf der Baustelle. 


 Mit vielen Tieren, viel Platz zum spielen, toben, rennen... Zum Budenbauen und Feuermachen.



Einige Bereiche im Haus sind immer noch nicht ausgebaut. Aber wir haben eine moderne Heizung, sogar mit Sonnenkollektoren. Das Dach ist neu, und das 20 qm große Badezimmer der zweiten Generation ist wirklich toll geworden.  Meine Tapezierkenntnisse sind seit Jahren eher zweitranging , denn die Lehmwände werden nur getrichen. Dafür hat mein Mann inzwischen eine Tischlerausbildung gemacht und kann jetzt selber Fenster und Möbel bauen.

Drinnen und draußen ist jede Menge Platz. 

In ein paar Wochen werde ich 57 Jahre alt. Und wieder neu habe ich Lust auf Landleben, auf Gartenbau, Hühnerhaltung, auf Fahrradfahren mit dem Hund und Wollewaschen im Garten. Auf Besuch von Freunden und Kindern mit ihren wunderbaren Partnern.  

So falsch kann das alles also nicht gewesen sein. Irgendwie ist alles gut geworden.


23 Jahre alt ist dieses Foto. Natürlich sehe ich jetzt anders aus, eben 23 Jahre älter.Aber das Lebensgefühl , das hier zu sehen ist.  Das ist wieder da.

Zeit für ein neues Familienfoto.




 

Freitag, 29. August 2014

Kleines Haus mit blauer Tür


Vor fast 20 Jahren sind wir hierher auf unser Dorf gezogen.  (Unser Dorf ?) , ja inzwischen schon.
Seitdem kenne ich das kleine Haus mit der blauen Tür. Damals in jenem ersten Herbst saß noch ein altes Ehepaar vor dem Häuschen, und schaute einem Wurf junger Katzen beim Spielen zu. 
 Kurze Zeit später schon, war das Haus leer, die Bewohner verstorben oder ins Heim gebracht... ich weiß es nicht. Viel zu sehr waren wir mit unserer eigenen Fachwerkruine beschäftigt.
  

Jemand hat die Tür ungefähr zu diesem Zeitpunkt nochmal gestrichen, in knallblau, was ich damals, ganz im Denkmalschutz verhaftet, empörend fand... Es war das letzte Pöttchen Farbe, der letzte Verschönerungsversuch, den das Haus bislang gesehen hat. 


Seit Jahrzehnten unbewohnt, drängt sich der Efeu ans Haus, schmiegt sich an, fordert an manchen Stellen Einlass. 


 Die knallblaue Farbe ist verwittert, und die Tür, mit ihren Zeichen der Zeit, eines meiner absoluten Lieblingsmotive geworden.


Langsam bröckelt der Lehmputz an vielen Stellen, der Wandaufbau wird sichtbar, das Haus baut sich sozusagen selbst wieder zurück.  


Das Außen passt sich dem Innen an.



Dekaden der Farbgestaltung werden an der Tür sichbar, jede Schicht, die aufplatzt, legt eine 20 Jahre ältere frei.


Tritt man näher an das Haus heran, kann man deutlich die Feuchtigkeit riechen, die aus dem Lehmgemäuer aufsteigt, aber vor dem Haus wächst ein frischer Teppich federweichen, wilden Oreganos.

  Prächtige Holunderbüsche wachen seitlich, und ein paar rosa Blümchen tummeln sich am Zaun.


Schade, altes Haus, wirst wohl nicht mehr zu retten sein.


 Aber ein wenig von dem wunderbaren, duftenden Oregano habe ich mir mitgenommen, vielleicht wächst er in meinem Garten weiter.


Freitag, 2. August 2013

Bäcker ( Schwein) äh Tisch



 Zuerst. Herzlich begrüßen möchte ich Hanna als neue Leserin. 
Hannas Blog ist immer einen Besuch wert.

Nach den traurigen, letzten Tagen kommen meine Ideen, was diesen Urlaub betrifft.
Wieder zum Vorschein.

In unserem Nachbarhaus befand sich über lange Jahre die Bäckerei des Ortes. 
Dort wurde täglich alles Mögliche frisch gebacken. 
Um 3 Uhr gingen da die Lichter an.  Das ist schon lange vorbei.
Haus ist verkauft. 

Die alte Bäckereieinrichtung stand noch drin. Schöne Sachen sind das. 


Nun war er im Weg. Der grosse, grosse Bäckertisch. fast 4 !!! Meter lang.

Stand draußen. Zum zerlegen, zersägen... Ein Wahnsinns-Tisch. 
Ein Tisch für die Ewigkeit.


Ist natürlich ein Transportbrett !  Nicht für meinen  Mann.  Gesagt, getan, gestaunt !
 Ab heute wohnt der Tisch bei uns.

Er wird jetzt ein Gartenarbeitstisch. Steht wettergeschützt.
Zwei große Metallschubladen gibts noch dazu.  
Willi wird sich freuen.


Kleinere Relikte aus Willis Bäckerzeit haben hier schon vor einiger Zeit ein Zuhause gefunden.  Modeln zum Herstellen von Marzipanfiguren.
  
Das Hörndl.



Das Bäckerschwein.  


Nun werde ich in den nächsten Tagen ( langsam, Hitze !!! ) den Platz für den Tisch freiräumen. Ich zeig das dann. Versprochen.

Gruetzi. Schön die Bälle flach halten !!!

Dienstag, 18. Juni 2013

"Über den Gartenzaun geguckt."

Überrascht und erfreut bin ich über die Resonanz auf meinen " Häuschenpost".


 Anscheinend bin ich mit der Idee, ein einfaches Häuschen als Rückzugsraum zu haben, nicht allein. Es hat Zuspruch und Bestätigung gegeben. Und ich dacht schon, ich mach mich hier lächerlich !

Vielen Dank dafür.  

Einem tollen Buchtip werde ich nachgehen, und das Buch bei nächster Gelegenheit kaufen. ( es ist neu aufgelegt worden und scheint genau das Richtige für mich zu sein ).

Heike von heike querbeet hat mir den Hinweis auf diese Seite gegeben , auf der wirklich traumhafte kleine Häuser zu sehen sind... anschauen, staunen, wegträumen....

Vielen Dank auch dafür, liebe Heike !!!

Und Lisa hat gleich einen supermotivierenden Post über ihr eigenes Häuschen gemacht... toll, Dein Garten und Deine Ideen, das ist auch mal einen zweiten Blick wert , und überhaupt, Lisas Blog sei Euch ans Herz gelegt.  

 Was für eine produktive Rückmeldung.

So gestärkt und voller Tatendrang begab ich mich in den Garten, um das Beste aus dem zu machen, was schon vorhanden ist... und einige vergessenen Dinge kamen dabei zu Tage.


 
So habe ich im Schuppen noch eine alte Gartenbank gefunden, die sich zu benutzen anbietet, und zwei alte Liegestühle warteten auf dem Dachboden auf erneuten Einsatz. Natürlich nicht auf einen Einsatz auf dem Dachboden.... sondern Draußen.

 Soviel zum Thema : shopping in your own wardrobe.


Ein wenig umgepflanzt, und neu gestellt habe ich einige Pflanzen, dabei ein paar schöne Schneckchen aufgeschreckt, denen ich dann flugs wieder ins feuchte Dickicht verholfen habe.


Die winzigen Walderdbeeren tragen Früchte, schon jahrzehntelang wandern sie durch den Garten, fast die einzigen Pflanzen, die sich von den, ehemals vagabundierenden, Hühnern nicht haben vertreiben lassen.


Und die Kletterhortenise, die hier auch schon seit 8 Jahren steht,


ist endlich heimisch geworden, blüht sehr üppig und tut, 
was eine Kletterhortensie tun soll : Klettern.

Gegen Mittag hat die Hitze dann meinen Arbeitseifer gestoppt, auch die Tierwelt übt sich seitdem temperaturbedingt im Herumliegen...


Ich wünsche Euch noch einen schönen Sommerabend... geniesst die Wärme, auf die wir so lange gewartet haben.

Dienstag, 16. April 2013

Auf dem Weg



 

zu  meinem kleinen Krankenhaus am Rande der Stadt, das gerade versucht, sein backsteinernes 19. Jahrhundert Ambiente gegen das Kleid eines supermodernen Klinikums der Zukunft einzutauschen, bin ich über dieses Haus gestolpert, das eben gerade die Zeichen vergangener Zeiten wieder zeigen darf...


Ein paar Mal hatte ich den Fotoapparat nicht dabei, oder es war schon zu dunkel, heute hat es geklappt.  Seltsam... wie sich Bedeutung und auch Zuständigkeit von Berufsfeldern ändern...



 In einem alten "Drogistenbuch" von 1901, das ich vor Jahren einmal geschenkt bekam finden sich Rezepte für Arznei, Kosmetikmittelchen, Lacke, Schmierfette, Unkraut- und Ungeziefervernichtungspulver. Auch Liköre, Parfüms und Essenzen wurden vom Drogisten hergestellt.


Ein reicher Schatz von, teilweise noch heute, brauchbaren Rezepten, besonders wenn es um die Herstellung von Lacken und Firnissen für die Möbelrestauration geht...


Andere Rezepte sind weniger gesund, einige würden heute unter das Kapitel " Giftmord " fallen, scheinen aber früher selbstverständlich angewandt worden zu sein... z. B. Haltbarmachen von Obst mittels Salicylsäure !

 Na, da waren die Kopfschmerzen dann auch gleich weg.


Ich mag es gern, in alte Zeiten zu blicken... als es noch nicht alles fertig zu kaufen gab, und vielleicht auch davon zu profitieren... z. B. indem ich das eine oder andere Seifenrezept ausprobiere.


 Auf das Herstellen ordinärer Pomade werde ich verzichten... auch wenn vielleicht des Gatten störrisches Haar damit gebändigt würde..

Viele Rezepte sind  schlicht und ergreifend gesundheitsschädigend und zeigen, daß früher doch nicht ALLES besser war.  

Alles in allem ein Stück Kulturgeschichte....und wenn die eine oder andere von euch mal ein Pülverchen braucht , ich bin Gnädigster da gern mit einem Rezepte behülflich !!!!