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Mittwoch, 15. Januar 2025

Nachtrag Irmi oder Glückes Geschick Manfred...

alle vier auf einem Foto ? geht irgendwie nicht   
Da ich im vergangenen Bloggerjahr recht still gewesen bin, werde ich hier ab und an ein paar Nachträge einstreuen. 

Unsere Schafsgruppe ( in dieser Zusammenstellung seit Ende September bei uns  ), hat sich mittlerweile gut zusammengefunden. Es ist eine Freude, die kleinen, harmlosen Wesen betreuen zu können und an der Mehrzahl der Tage freue ich mich darauf, die notwendigen Pflichten zu erledigen. Sogar eine Klauenzange habe ich mir zugelegt, damit ich die Füße der Schafe selbst pflegen kann und damit nicht auf den Tierarzt oder den Schäfer angewiesen bin.

Jetzt zu der Schafsgeschichte, die etwa Ende Oktober passiert ist.

 Zwei Tage nach dem schweren Unfall von Katze Irmi ging ich zur Schafweide, um das Trinkwasser der Wolligen zu erneuern. Dabei fiel mir auf, dass Manfred, das schwarze , neue Böcklein, mit merkwürdig überstrecktem Hals auf der Wiese liegt. Schnell die Schafe mit Kraftfutter angelockt, gottseidank steht das Böckchen auf, nur rinnen Bäche von Speichel und Schleim aus seinem Maul.

Schafe eingesperrt, Mann geholt, Handschuhe angezogen und im Kopf schon die Tierarztnummer gewählt.

 Der erste Gedanke : Blauzungenkrankheit im Vollbild ! Mit Hilfe meines Mannes  das Tier festgehalten und mit der behandschuhten Hand das Maul aufgesperrt. Wohlweislich hatte ich bei allen Schafen ein paar Tage zuvor die Scheimhäute kontrolliert um einen Ausgangsbefund zu haben ( bei Blauzungenkrankheit färben sich die Zungen blau ! klar heißt ja so). Manfred hat aber dunkle Schleimhäute, der Kerl ist ja schwarz, also sagt das nichts aus.

 Fühlte ich Überdruß ob des erneuten Tiernotfalles ? Eher Unglaube darüber, daß SCHON WIEDER etwas mit einem unserer Tiere passiert ist. Aber egal, als Ex-Krankenschwester bin ich Notsituationen gewohnt und reagiere schnell und nüchtern in solchen Momenten. Heulen kann ich später !

 In der Tiefe des Schafsrachens fand ich dann den Grund fürs Schleimen und Röcheln.  Der dumme Junge hatte beim Versuch, eine Kastanie zu fressen, ein störrisches Exemplar erwischt. Die angebissene Kastanie steckte zwischen Speiseröhre und hinterstem Backenzahn und lies sich nur mit beherztem Fingerhakeln entfernen, worauf der Kerl sofort spontan gesundete und umgehend friedlich weitergraste. Aber war knapp ! Vorher hat er mich noch in die Hand gebissen ( bitte als Tierbesitzer immer auf eine aktive Tetanus-Immunisierung achten , ha ! ) .

Schock lass nach...erst einmal Erleichterung. Leider steht zu befürchten, daß die Blauzungenkrankheit auch in diesem Jahr wieder massiv Schafe und Kühe gefährden wird. Aber wenigstens ein paar Tage hat es gefroren, sodaß die Zahl der Gnitzen, die diese Krankheit übertragen, ein wenig reduziert wurde. Gern mehr davon ( vom Frost ).

Eine weitere Stunde habe ich dann mit dem Absammeln der restlichen Kastanien und dem Absperren des Fallgebiets des Kastanienbaumes verbracht. Frische Luft ist ja gesund, Bewegung auch und neben einer schwerkranken Katze zu sitzen und zu stricken, kann auch deprimieren.

Die verbliebenen Kastanien sind inzwischen leicht kompostiert, stellen also kein leckeres Häppchen mehr dar, in diesem Jahr werde ich die Fallfläche der Kastanien aber rechtzeitig absperren.

Zum Schluss noch zwei Bildchen von Irmi : Die lebhafte Katze ( Beiname " Äuglein" ) ist zeitweise wieder im Freilauf unterwegs, hat ein paar Grämmchen zugenommen und ist gesund und munter.

 

Landleben hält in Bewegung ! Körperlich und seelisch.



... Jacob Collier ( meine neueste und tollste Entdeckung ) mit einem phantastischen Cover des M.J. Hits " human nature ", besser kann man es nicht machen.


Donnerstag, 28. November 2024

Advent 2024

Ja, es fällt mir schwer, aber einmal muss es heraus. 

Es wird in diesem Jahr keinen Spendenadventskalender auf dem Blog geben !

Schon ein paar Tage drücke ich mich davor, diesen Entschluss preiszugeben, der in den letzten Wochen langsam gereift ist. 

Das Jahr 2024 war ein forderndes und anspruchsvolles Jahr für mich. Eine längere Krankheit im engsten Familienkreis und  jede Menge Tiernotfälle haben, neben der täglichen Arbeit auf unserem Höfchen, Energie und Zeit gebunden. 

Nun ist es wieder gut, wir sind alle noch da und ich bin dankbar dafür, dass wir die Schwierigkeiten meistern konnten.

 Auf dem Blog habe ich vor allem durch Abwesenheit geglänzt, es ist vieles liegengeblieben und ich musste von etlichen Vorhaben Abstand nehmen, weil es einfach nicht zu schaffen war. Dennoch habe ich bis etwa vor 5 Wochen an der -Vorbereitung des Kalenders gearbeitet, bis ... das Kätzlein verunglückt ist und ich mich dann darum kümmern musste. Das war es dann mit meinen Kapzitäten ! 

Nun möchte ich dieses schwierige Jahr in Ruhe abschließen, einige Pläne vielleicht aufgreifen und im kommenden Jahr umsetzen. Alles in Allem habe ich für den Kalender immer um die 60 Stunden Arbeit aufgewendet, schätzungsweise, und diese 60 Stunden habe ich in diesem Dezember nicht zur Verfügung, ohne in völligen Stress zu geraten. 

Die vorbereiteten, schönen Dinge habe ich  sorgsam weggepackt.  Und für das nächste Jahr möchte ich  dann wieder einen Kalender anbieten.  

Euch Allen wünsche ich eine gute und ruhige Adventszeit. Ich glaube, das Jahr war für viele, nicht nur aus persönlichen Gründen, schwierig und herausfordernd. Lasst uns ein wenig durchatmen und ( schöpferische ) Pausen machen, soweit das möglich ist. 

 Und natürlich können wir für die wertvolle Arbeit der

 https://www.operationrestorehope.de/     direkt etwas spenden

Danke !  

 P.S    Dank auch für die netten und mitfühlenden Kommentare, die Irmis Unfall betreffen.  Der Katze geht es inzwischen wieder gut. Die Verletzungen sind verheilt. 

Freigang hat sie bis jetzt noch nicht wieder bekommen, es ist mir lieber, wenn sie sich im Haus in Sicherheit noch ein wenig ausruhen und ihre Unbefangenheit und gute Laune wieder gewinnen kann. Das wird schon werden.

 Musik.... unvermeidlich !  Auch dieser Künstler ist im kommenden Jahr wieder auf Tour. Absolut sehenswert.


Samstag, 16. November 2024

Über den Berg...

 .... ist meine kleine Katze Irmi. 


Vor zweieinhalb Wochen fand ich sie schwer verletzt auf einem ihrer Außenplätze. Offensichtlich war sie auf der Straße vor ein Auto gelaufen. In einer sofortigen OP musste ihr ein Auge entfernt werden, weitere (Hirn)Verletzungen waren nicht auszuschließen. Auf jeden Fall hatte auch das linke Vorderbein etwas abbekommen. 

In einem unserer ehemaligen Kinderzimmer habe ich ein Katzenkrankenlager errichtet. Der große Schaftransportkäfig wurde die erste Krankenstube. Dann bin ich  für 14 Tage in Klausur ins " Katzenzimmer " gezogen und habe das Mädel rund um die Uhr betreut. Es stand schon ein paar Tage auf der Kippe. Nach einer Woche durfte Irmi dann im Zimmer herumhumpeln und letzten Freitag konnte ich ihr endlich den Plastikhut abnehmen. 

Die Augenwunde ist gut verheilt, die Katze kann sich auf die veränderte Sensorik ( und auch Motorik) einstellen. 

Sie macht das gut, sie hat ihren gesegten Appetit wieder gefunden und darf unter Aufsicht im Haus herumlaufen.

 Sehr zu ihrem Verdruss bekommt sie vorerst keinen Freilauf. Ich denke einfach, dass die Genesung nicht abgeschlossen ist, die Augennähte sind frisch, sie sollte damit nicht springen und sie muss sich einfach an die veränderte Sicht auf die Dinge ( und Gefahren) gewöhnen.

 Und ich muss das auch. Natürlich habe ich jetzt Angst, ihr könnte wieder etwas passieren, denn auf Dauer wird die wilde Hummel nicht im Haus bleiben wollen. 

Ich bin dankbar für unseren hervorragenden Tierarzt und sein Team, der sofort notfallmäßig in die Praxis kam und daß ich Zeit und Kapazität hatte, ( und habe), das Kätzchen nach der OP gesund zu pflegen. Welch ein Luxus !  Das hat schon eine besondere Verbindung geschaffen.

Und laut etlichen Berichten im Netz und auch von Bekannten, kommen Katzen recht gut damit zurecht, wenn sie nur ein Auge haben.

Vielleicht hat von euch ja jemand Erfahrungen damit ?

Hoffen wir das Beste.

 Bisschen Musik ?

Aber sicher. 

mit neuem Konzept und Programm auf Tour : Kat Frankie . Umwerfend !


Samstag, 17. August 2024

Spätsommer


 April, Mai und Juni und August fast vergangen und ich lass mich hier einfach nicht blicken. Aber gestern bin ich mal wieder durchgeschlichen ! Ich will auch gar nicht aufhören, zu schreiben, aber es hat irgendwie nicht gepasst

 Ich danke den netten Kommentatorinnen für die Nachfragen und reiße mich jetzt zusammen.

Ja, meine Lieben... in diesem Jahr kams bisher dicke.

 Immer , wenn ich den Vorsatz, mich hinzusetzen und etwas aufzuschreiben, in die Schrift umsetzen wollte, kam irgendeine weitere Aktualität, die mich zum sofortigen Reagieren gezwungen hat. Die Zeit und Aufmerksamkeit absorbierte. Und wenn man den Faden erstmal verloren hat, dann ist es gar nicht so einfach, wieder anzufangen. 

Mit vollem Schwung war ich in die Gartensaison gestartet, habe 170 Gemüsepflanzen heranwachsen lassen, nach dem Auspflanzen kamen dann mindestens so viele Schnecken und waren restlos begeistert. 

Der Dauerregen hat ein Übriges getan, Als das Wetter wieder pflanzgeeignet war, sind dann Hund , Katz und Schaf nacheinander und zum Teil mehrfach krankgeworden. 

Und wer möchte hier von Anaplasmose ( das ist diese Zeckenkrankheit beim Hund), hämorrhagischer Enteritis ( auch beim Hund), wer möchte von FORL ( das ist diese doofe Zahnkrankheit bei Katzen und der Lotte mussten deshalb 14 Backenzähne gezogen werden ), lesen. Hat jemand Bock auf Blauzungenkrankheit ( das arme Schaf Helga ist am vergangenen Montag daran gestorben, trotz Impfung). 

Und zur aktuellen Situation : Jetzt haben der Mann und ich ( mal wieder ) Corona und das ist wirklich nicht nett. Vom Karma.


Aber : Der Hund ist wieder gesund ( ja, er ist alt, er ist empfindlich und wie lange er uns noch erhalten bleibt, weiß ich nicht. ) Er bekommt jetzt teilweise selbstgekochtes Futter für den empfindlichen Bauch und wird schonend aber regelmässig bewegt ( ich sag nur, Fahrradanhänger ! )






Erstaunlich auch, wie Lotti den Verlust von 14 !! Backenzähnen weggesteckt hat. Bereits am 2. Tag nach OP wollte sie Trockenfutter fressen. Wenn sie sich auch mit Irmi nicht immer super verträgt, es ist gerade relativer Frieden in der Katzenwelt. Auch gut.

 Die Irmi hat sich prima eingelebt, ein echter ADHS-Wirbelwind. Freilauf komplett, hat sie sich mit der Nachbarskatze angefreundet und es ist nett zu sehen, daß die pelzige Freundin öfter an der Grundstücksgrenze auf Irmi wartet. 

Zwar haben die Gemüsepflanzen sich weitgehend verabschiedet ( bin ich ein Gemüseversager ?), die Tomaten, die Physalis, ein paar Beerensträucher und Obstbäume tragen vortrefflich. Da hat sich die ganze Arbeit gelohnt. Und im nächsten Frühjahr mache ich einen neuen Gemüseanfang.

Die beiden verbliebenen Schafe sind putzmunter, sie sind nochmal mit einem neuen Impfstoff gegen Blauzungenkranheit geimpft und mit jedem Tag steigt ihre Immunität gegen diese, um sich greifende,  für Menschen ungefährliche, für ein Drittel der infizierten Schafe jedoch tödliche Krankheit. 

Gruppenbild , noch mit Helga, im Juni vor der Schur...

Jetzt muss noch diese doofe Corona-Infektion abflauen, dann fahren wir unser schlappes Wöchelchen nach Dänemark und anschließend bekommen Hörnchen und Anneliese neue Gesellschaft auf der Weide. Zwei von diesen winzigen Schäflein sind einfach zu wenig. Die finden wir ja im hohen Gras gar nicht wieder.

Das war nur ein kurzer Abriss der letzten Monate. Natürlich habe ich gesponnen, gestrickt, sogar ein wenig genäht, viel geräumt... Ohne diese Tätigkeiten wäre ich, glaub ich, ganz unglücklich. Und zwei schöne Konzerte habe ich bisher in diesem Jahr besucht. Davon berichte ich dann mal die Tage...

Kleines Bonbon zum heutigen Abschluss... diesen tollen Künstler habe ich im Februar diesen Jahres , sogar in Hannover, sehen können. War einfach wunderbar. Gerne nochmal.


 ... und ein schönes Restwochende noch


Freitag, 29. März 2024

Jetzt aber raus !


Nach dem Gewühle der letzten Wochen ( Haushaltsauflösungsassistenz und Umzug ) und damit verbundenem Rausschmiss auch eigener Dinge, die sich angehäuft hatten, nach dem ganze Geräume also, ( und es ist noch lange nicht fertig !), bin ich im Moment ein bisschen erschöpft.

 Es scheint, als ob das Hantieren mit Dingen, auch wenn sie nicht mir gehören, eine Art Überdruss bewirkt, der mich besser erkennen lässt, was ich eigentlich brauche und was nicht. Und so häufen sich die Verschenkaktionen, die Fahrten zum Recyclinghof, kurz gesagt das raus damit !

Da kommen mir die Pausentage gerade recht. Zumal die neue Irmi beschlossen hat, daß die Zeiten, die sie ausschließlich, im zugegebenermaßen, interessanten Haus verbringen möchte, nun zu Ende sind.
Und das kostet Zeit und Aufmerksamkeit, auch unsere.

Seit ein paar Tagen also, zuerst probehalber für 10 Minuten, heute schon für zusammengerechnet 2,5 Stunden, raus damit !

 Noch gestern wirkte Miez völlig überfordert von all den Reizen, den raschelnden Blättern, von der Spatzengang im Gebüsch.

 Heute schon wesentlich ruhiger, schaut sie sich , immer aufmerksam, in ihrer neuen Umgebung um. Ich glaube, sie ist bisher noch nicht draußen gewesen, wir wissen ja nicht wirklich viel über ihre Geschichte, aber sie wirkt sehr unerfahren. 

Wenn ich ehrlich bin, kostet mich der Prozess ganz schön Nerven, letztlich kann ich nichts tun, als einfach zu vertrauen, das alles gut geht.  

 Gelegentlich geht auch unser erfahrene Katze Lotti mit auf Ausflug und passt ein wenig auf das junge Gehopse auf, zeigt sichere Plätze oder gibt ein bisschen an. Schon nett, die Beiden, macht mir Freude und ich bin mit der Entscheidung, gerade diese Katze aus dem Tierheim mitzunehmen, sehr zufrieden. 

So werden es hoffentlich entspannte Ostertage, je nach Wetter mit ein wenig Gartenarbeit, ein leichter Schnupfen will auskuriert werden... und vielleicht schaue ich mir auch eins der zahlreichen Osterfeuer an. Ökologisch zwar fragwürdig, aber ich liebe einfach große (Lager)Feuer.

Euch Allen wünsche ich gute und ruhige Ostertage, so wie Ihr sie mögt. 

 


Freitag, 22. März 2024

Alte Heimat, neue Heimat

14 Tage vergangen. Und wie. Das Karussell des Lebens dreht sich weiter, die Tochter wohnt nun in neuer Konstellation nur 5 Kilometer entfernt.

 So ein Umzug kann einen Teil des Familienbestandes an Dingen verwirbeln. Es gab jede Menge Räumerei, Möbel gelangten nach dem Stadtaufenthalt wieder zurück ins Bauernhäusel und Erbstücke, die abseitig und unbeachtet standen, fanden eine neue Bleibe. Das macht alles viel, viel Arbeit, kostet Zeit und Kraft, ist aber irgendwie inspirierend. 

Frischer Wind, sozusagen. Und, wie sollte es auch anders sein, auch freien Platz im Elternhaus, denn vieles ist, überflüssig geworden, weder dort noch hier, sondern auf dem Sperrmüll gelandet.

Abends war ich die letzten zwei Wochen sowas von redlich kaputt, das mir nach Schreiben nicht mehr war. 

 

Mit ansteigenden Temperaturen ist die Motivation, im Garten richtig anzufangen, gewachsen, wobei Gartenarbeit zu dieser Jahreszeit am ehesten in Erdbewegungen besteht. Komposte müssen umgesetzt werden, ( vorsichtig, denn viele Draußenwesen schlafen noch ). Die Hochbeete sind abgesackt und brauchen neue Erde, auch die Tomatenkübel sind schon vorbereitet und warten auf die noch winzigen Tomatenpflänzchen, die es noch eine ganze Weile im Haus aushalten müssen.  Alle Beete, die Gemüse beherbergen sollen, sind gemulcht. 

Ich bin gut in Schwung !

Beim Ausleeren eines Papiersackes mit alter Rohwolle, habe ich kurzfristig eine wunderschöne Brandmaus und ihre drei Kinder des Nestes beraubt. Das zerüttelte Mäuseheim habe ich, erschreckt, im Hochbeet für einen halben Tag liegenlassen, Mauskinder und Mausmutter haben dann wieder zueinander gefunden und sich ein neues Zuhause gesucht.

Ein Foto gibt es nicht, das hat sich aus Pietätsgründen verboten, denn ich wusste ja nicht, wie die Sache ausgeht.

Aber, noch ein Blick auf unser neues, vierbeiniges Familienmitglied, die kleine Irmi. Ich würd mal sagen : Angekommen.  Auch eine neue Heimat gefunden.

Sie ist schon ein besonders nettes Katzentier. Lieb, zugewandt, lebhaft,  lebensfroh und auch nicht auf den Mund gefallen.

Und zum Wochenende noch ne kleine Musik, ein bisschen passend zum Thema : 



Mittwoch, 6. März 2024

Haushaltsauflösung " light"



Die zurückgebliebene Gefährtin eines verstorbenen Nachbarn zog in eine kleinere Wohnung und weil ich gerne sortiere und Struktur schaffe, habe ich ein wenig mitgeholfen. 

 Anders als zu meinen jüngeren Zeiten spüre ich bei solchen Gelegenheiten sehr deutlich die sanfte Traurigkeit, die im Abschied von den Dingen liegt.

 Hier und da taucht dann doch ein Gegenstand auf, der mich berührt, den niemand mehr braucht und der dann zu mir wandert.

 Gelebte, liebevolle Geschichte, wenn auch nicht die meinige. 

Dennoch, ich möchte nichts horten.

 Es sind nur wenige Dinge, die ich für mich mitgenommen habe : Ein paar Kinderbücher von F.K.Wächter, ganz im Stil der antiautoritären Stimmung der frühen Kinderläden und unbefangen anarchistisch. 

Ich hatte diese Zeiten vergessen. 

Und ein meisterliches Foto einer Gruppe Schafe ( und Ziegen), das ich sehr mag.

Schafe und Ziegen

Unschaf und manchmal zickig

 
Bin leidlich gesund und gehe wieder meiner Alltagsroutine nach. Das kleine Katzentier erfreut mich wirklich mit ihrer Lebensfreude. Ein Glücksgriff !



Freitag, 1. März 2024

Eingewöhnt , oder fast Freunde


Knappe zwei Wochen ist das neue Katzentier, umgetauft zu Irmi, in unserem Hause 

Ja, es schien nervös und ein bisschen auffällig, das dünne Tier.  Ist ein paarmal mit Lotte und dem Hund aneinandergerasselt. Sowas macht natürlich Unruhe und bange Erwartung. Zumindest bei mir. Was ist, wenn es nicht klappt, sie sich jagen, nicht vertragen, sich Essen und Liebe neiden. Manchmal bin ich Schwarzmalerin.

Stand gestern: Irmi hat gelernt, dass der Hund sein Futter gern selbst essen möchte, sonst aber völlig friedlich ist und ein guter Kerl. Sie hat gesehen, dass die, eher behäbige, Lotte nicht so forsch angespielt werden möchte.


Von Lotte abgeschaut hat sich die kleine Irmi ein paar Tricks, wie man an Futter kommt. Überhaupt Futter... Hunger hat die Kleine für Drei. Ein bisschen runder und weicher ist sie schon geworden. 

Schwarzmalen muss ich nicht mehr. Die Drei werden Freunde werden. Kein Generve, kein Gefauche und Platz ist hier auch für alle. Dafür Nase-Nase wenn Lotte nach Hause kommt.

 Ja, dann herzlich Willkommen. 

 

Urzustand 92

 Fast Freunde

 32 Jahre leben wir schon hier im Dorf. In meinem Kopf verorte ich mich fest in Haus und Grund. Enge Freundschaften habe ich hier nicht, aber gute Nachbarschaften.

Gestern nun fand die Beerdigung eines ehemaligen Nachbarn statt, der, wie so Viele, deren Lebenslicht gen Februar anfängt zu flackern, Anfang des Monats gestorben ist. 

 Zwanzig Jahre wohnten wir friedlich nebeneinander, tranken so manchen Kaffee zusammen und auch etliche Gläser Wein. Wir waren fast Freunde.

 Sein alter Küchenschrank wohnt seit dem Hausverkauf bei uns, ein geschätztes Erbstück und tägliche Erinnerung.

Dann verloren wir uns aus den Augen.

Ehrensache, zur Trauerfeier zu gehen und diese zwanzig Jahre noch einmal aus meinem Erinnerungskästchen zu holen.

Eigentlich mag ich diese konservativ, religiösen Trauerfeiern nicht, das Korsett ist mir zu steif und ungewohnt. Erfreulicherweise hielt sich gestern die Konvention in Grenzen. Der gesetzte Herr Pastor, der die Feier zelebrierte, überraschte uns alle mit dem Abspielen eines Lieblingssongs des Verstorbenen. Da weht Empathie und Verständnis für den, immer Außenseiter gebliebenen, durch die Friedhofskapelle.

Gut, Daumen hoch, mutig, Herr Pfarrer. Da spreche ich auch das Vaterunser mit.


Damit Ihr auch was davon habt... 


 Leider bin ich im Moment etwas vergrippt und damit in reichlicher Gesellschaft. Deshalb ist es auch so still hier. Aber nun wird es Frühling !

Dienstag, 20. Februar 2024

Sonnentage

Entgegen meinem Vorsatz, nicht zu früh mit der Aussaat von Gemüse anzufangen, haben mich einzelne Sonnentage verlockt, meine, ( umfangreichen), Saatgutbestände, auf schon im Februar aussähbares, zu überprüfen. Und was soll ich sagen : Ich hatte reichlich, zum Teil völlig überlagertes Saatgut. Also Quickpot-Platte befüllt, Eisstiele herausgekramt und los !

Das meiste ist gekeimt, einige wenige sogar schon pikiert. Ob das alles was wird, weiß ich nicht, trotz Pflanzenlampe sind manche Pflänzchen recht hochgeschossen. Aber ein paar werden es sicher schaffen.

An solchen Unternehmungen merke ich den positiven Unterschied zum Berufsleben dann doch. Jedes zweite Wochenende Dienst, da blieb wenig Zeit für solche Extras, denn der Grunderhalt unseres " Höfchens " ließ wenig Platz für Gimmicks. Denkt man gar nicht. Im vergangenen Herbst habe ich es sogar geschafft, alle neu erstandenen Blumenzwiebeln rechtzeitig in den Boden zu bringen, sodass es jetzt an vielen Ecken des Grundstücks schon sprießende Frühblüher gibt. 

So matsche ich mich durch den Februar, mit Wintermüdigkeit, Verdruß wegen der allgemeinen Weltlage und dem Bedürfnis nach Sonne und Wärme. 

In der vergangenen Woche noch ein wunderbares Konzert gesehen. Wirklich unglaublich schön. Empfehlenswert. Ich spiel Euch mal am Ende ein Stück ein.

Und nach dem Post über unseren gestorbenen Emo der Entschluss, ein neues Katzentier aufzunehmen.

 Irmi im Gebälk ....
 Guck !

Seit vergangenem Freitag macht die junge Irmi die Bude unsicher. Das ging jetzt schnell, ich werde mal mit ein paar Fotos aufwarten, wenn das aufgeregte Tier stillhält.

 Kleine Quasselliese aus dem Tierheim, schätze ein Jahr alt. Fundkatz.

 Die Leute vom Tierheim in Hannover machen wirklich gute Arbeit. 

Die Häuser sind allerdings überfüllt, weil während der Corona-Zeit viele Katzen und Hunde unüberlegt angeschafft wurden, die Leute dann die Kosten nicht tragen konnten oder andere Freizeitbeschäftigungen wieder aufgenommen haben. So sind bereits in diesem kurzen Jahr 150 Katzen neu vermittelt worden . 

P.S. Nicht, daß Ihr mich für herzlos haltet.  Es scheint nun ein sehr rascher Entschluss zur neuen Katze: Aber. Der Abschiedsprozess vom Katerchen hat für mich insgesamt mehr als 6 Monate gedauert. Es ist nun 2 Monate her, daß wir den Entschluss gefasst haben, mit dem ich versöhnt bin, weil er losgelassen und ein Leid beendet hat. 

Jetzt noch der Charlie... das Konzert war wirklich von Anfang bis Ende ( standing ovations ) perfekt.  Unbedingt hingehen !




Sonntag, 11. Februar 2024

Emo


Schon im vergangenen Jahr mussten wir uns von unserem lieben Kater Emo verabschieden. 

Seit Jahren litt das sanfte Tier an einer Funktionssstörung der Schilddrüse. Ende November ging es nicht mehr, die Lebenskraft am Ende und so mussten wir die Reißleine ziehen und den armen Kerl von seinem Leid erlösen.

Über die letzen Krankheitsmonate war mir das alte Katerchen noch mehr ans Herz gewachsen und so haben wir uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht.

Der zarte Junge kam im Jahr 2008 im Alter von ca. 3 Monaten zu uns, ein im Nachbarort aufgefundener Findling. Zuvor waren die beiden Kater unserer Tochter innerhalb von 14 Tagen verstorben und der Wunsch nach einem neuen Katzentier schmerzlich groß. Wir haben immer besonders gut auf den Kleinen aufgepasst. Bis zu jenem Zeitpunkt hatten unsere Katzen auch des nachts Freigang, das war mit Emos Aufnahme dann vorbei. Seitdem schlafen die Katzen im Haus, was sicher zu einer längeren Lebenserwartung beiträgt. 

Aus dem wilden Jungtier wurde ein anhänglicher, schmusiger, dennoch eigenwilliger Genosse .

Als unsere Tochter nach dem Abi auszog, gab es einen genau 24 Stunden währenden Versuch, den Kerl in der hannoverschen Wohnung einzugewöhnen mit dem Ergebnis, daß der arme Junge ebensolange Zeit weder etwas gefressen, getrunken, noch das Katzeklo benutzt hat. Er verbrachte seine urbane Stippvivite platt wie eine Flunder unter dem Palettenbett der Tochter.

 Wir gaben uns geschlagen, beendeten das unrühmliche Experiment und holten den Kater wieder in sein Zuhause. 

Dennoch, die Bindung zwischen Tier und Tochter blieb bis zum Schluss besonders innig, immer wieder war deutlich, daß sich Emo besonders freute, wenn unsere Tochter, gar über Nacht, zu Besuch kam.

 Dann lag ein glückliches Katertier gern die ganze Nacht um den Hals der Tochter geschmiegt, die Nähe wichtiger, als sonst so nachdrücklich eingefordertes Frühstück.

Mit Emo ist nun das letzte Kindheitstier unserer Tochter gegangen. Irgendwie ist das ein besonderes Ende. Na klar, unsere Kinder sind längst, längst erwachsen, aus dem Haus, Kindheit und fast schon Jugend vorbei.

Dennoch ist es ein besonderer Abschluss, das Ende eines Kapitels. Nicht nur deshalb, aber auch, ist mir der Tod von Emo besonders nahe gegangen.

 Noch Wochen später habe ich den kleinen, schmalen Schatten im Haus gespürt.

Mir ist bewusst, dass es ein unfassbarer Luxus ist, ein Privileg, ein solches Gefühl für ein Tier entwickeln zu dürfen, das ein Gefährte war, über viele Jahre. 

Ich bin dankbar dafür. Ich hoffe Ihr versteht das .


 


 

Montag, 26. Juni 2023

Was macht die Katz, der Hund, das Huhn...

 Wenn man, so wie ich die letzten Monate, nichts geschrieben hat, dann ruft die Stunde ja geradezu nach einem Update über Garten, Katz und Hund, Huhn, Schaf und Ente. Ist da was geworden... aus den großen Plänen ?

So wurde auch in einem Kommentar danach gefragt. Teilweise möchte ich das jetzt gern beantworten. Hund und Garten bekommen dann einen Extrapost.

Katzen haben wir derer noch zwei, nach vielen Jahren mit fünfen oder sechsen an der Zahl. Geblieben ist uns die schöne Lotti, ein starkes, noch junges Löwenmädchen, nicht ungefährlich für Maus, Ratte und ja, auch manchmal für den Menschen.

Sanft und anhänglich kann sie sein, möchte unsere Aufmerksamkeit, aber immer selbstbestimmt und als ehemaliges Straßenkind sitzen die Krallen manchmal locker und ich glaube gern, daß ein solches, kleines Raubtier auch einen Menschen ernsthaft verletzen könnte.

 ( zur Erinnerung : Lotti kam als 4wöchiger Findling zu uns, ich habe sie gesundgepflegt, mit der Flasche großgezogen und sie ist zu einer bildschönen Kätzin herangewachsen. ).

 

Dann gibt es noch unseren alten Emo, das Ehmchen eher... ein kleiner, zarter Katzengreis. Seit Jahren chronisch krank wird das sensible Kerlchen von mir gehegt und gepflegt.

Immer mal wieder geht es ihm recht schlecht, im Moment machte ihm die Hitze sehr zu schaffen und ich hoffe, er möge noch diesen einen schönen Sommer haben.  

 

Unsere Vierbeiner sind Familienmitglieder und ich bin dankbar, die Möglichkeit zu haben, auch medizinisch das Notwendige tun zu können, ohne Übertreibung und immer im Bewußtsein eines irgendwann unausweichlichen Lebensendes unserer Tiere.

Die Hühnergesellschaft reduziert sich im Moment etwas, ich habe einige sehr alte Hühnerrentnerinnen, die ihr Gnadenkorn hier genießen dürfen. So ein Huhn wird 5 bis 8 Jahre alt, im Ausnahmefall hatte ich auch schon Hennen, die älter geworden sind. Diese beiden, Püschel und Knieß, haben auch schon ein paar Jahre auf den Federchen, erfreuen sich jedoch bester Gesundheit und mich täglich mit ihrer freundlich, munteren Umtriebigkeit. 

Wenn ich im Herbst aus dem Urlaub zurückkomme, werde ich versuchen, meine nette Hühnergruppe mit passenden Damen etwas aufzufüllen. Ich dachten an zwei kleine und zwei große Hennen.

Schnattermunter sind die beiden, eher durch Zufall als Schneckenvertilgerinnen angeschafften, Orpingtonenten.


Sie dürfen regelmässig in den Gemüsegarten, haben aber in diesem Jahr entdeckt, daß auch Gemüsepflanzen gut schmecken, wohl auch in der Ermangelung von Schnecken. Seltsamerweise haben sie eine besondere Vorliebe für Zwiebeln. Musste ich absperren. Aber die beiden Enten sind so schön, daß ich nicht bereue, sie übernommen zu haben.

An guten Tagen, an Tagen, die genügend Zeit für uns alle lassen, freue ich mich sehr über die paradiesischen Zustände in denen die Tiere leben können, über die friedlichen Bilder, die sie mir bieten. Und die Tage, die genug Zeit für mein Landidyll lassen sind deutlich mehr geworden. Toll !

Hier noch eine kleine Kostprobe einer jungen Musikerin, die mir kürzlich vor die Ohren kam. Konzertkarten für den Dezember sind schon gekauft. Auch ein Grund zur Freude nach dieser ganzen doofen Corona-Leere.