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Sonntag, 29. März 2026

Pause, unfreiwillig

 Gut, der grippale Infekt war so gut wie weg. Richtig geschont hatte ich mich nicht, und nach ein, zwei anstrengenden Tagen, ( das ist jetzt hier wirklich Luxusgeheul ), hat mich nochmal die Schnupfenkeule erwischt. Gut, daß es noch immer kalt und naß draußen ist, sonst wär es doppelt ärgerlich. Genug nun, noch ein paar Tage Nachschlag, dann solls wohl wieder gehen.

Vorgestern war Arbeitseinsatz Sohn. Die Hühnerzäune sind in die Jahre gekommen ( wer ist das nicht), und so hat mein Sohn mit vorhandenem Material erst einmal eine Barriere zum Gemüsegarten errichtet. 

Da gibt es nämlich dieses eine Huhn, noch ziemlich neu hier auf dem Hof, und diese hübsche Henne hat ein paar Gehirnzellen mehr als die anderen in ihrem kleinen Hühnerschädel. Überall ist sie durchgeschlüpft, sieht natürlich phantastisch aus, gut ernährt und viel Bewegung, das macht was aus. 

Ratschläge, der Dame die Flügel zu stutzen, habe ich ausgeschlagen. Wo kommen wir denn hin, wenn jeder der schlau und agil ist, mit Körperverletzung bestraft wird.  Die heutige Kontrolle zeigte, es hat gewirkt : Die Henne ist IM Gehege. Es mag viellecht unerheblich erscheinen, abr es kann schon nerven, wenn eine einzelne Gackerliese den gesamten frisch aufgegangenen Salat vernichtet. Das hätten wir !

die Hühnerschwester, etwas dunkler und nicht ganz so schlau 

Die Fotos stammen noch aus dem Winter, nicht mal Schnee hat ihnen etwas ausgemacht. Ich habe sie im vergangen Herbst mit ihrer Schwester zusammen bei einer Familie gekauft, die doch lieber eine Katze haben wollte.  

Ein Liedchen ?  Am vergangenen Montag waren wir im Betterov-Konzert. Mit Grippekopf !  Das Konzert war wirklich hörens- und sehenswert. Siehe oben " Grippeschonung".


 

 

Freitag, 20. März 2026

Zwischenpost

 Da ich meinen Konzertpost nicht einfach so hinhuddeln möchte, vorerst ein kurzer Zwischenblick auf den Moment. 

 Gesät : Bereits etliche junge Gemüse sind in Zimmer und Gewächshaus gekeimt und wachsen größtenteils froh vor sich hin. Die Beete warten auf den Auszug der Pflanzen und ich warte auf ein paar trockene , sonnige Tage. Kriegen ja einen Schock die Dinglein. 

 Hier... die Erbsen.  

Gerettet : Zwei tolle Kinderstühle aus einem Container. Wer weiß, vielleicht wird in unserer Familie bald mal wieder ein Kinderzimmer eingerichtet. Die beiden Klassiker brauchen etwas Zuwendung in Form von Leim, sind aber robust und gut erhalten, obwohl sie sicher schon etliche Generationen Kindergartenkinder überstanden haben. 

Gelernt : bisschen Dänisch. Erhöht die Vorfreude auf den September ( unsere Dänemarkwoche)  . Nach einigen Versuchen mit YouTube Videos, bin ich jetzt bei der App Duolingo gelandet. Scheint zu funktionieren. Wir werden sehen. Undskyld !

Eingefangen : einen grippalen Infekt, passt mir nicht in den Kram, ist aber leider so. Ich werde das Beste draus machen und ein wenig die Füße stillhalten.  Von den Händen hat keiner gesprochen.!

Gehört :  Und es scheint, als ob ein großer Wunsch in Erfüllung gehen könnte. Ein Konzert von Jacob Collier besuchen, yeah !!!


 P.S. Ja es hat geklappt. Ich habe eine Karte ergattert. Die näheren Umstände ?    ... reden wir nicht davon. 

 



 

 

Donnerstag, 12. März 2026

Schnecken - jetzt neu, oder " Mal was lesen ? "


 Schon seit vier Jahren wachen unsere, mittlerweile vier, Orpington-Enten über die Schneckenpopulation in unserem Garten. Die hübschen, milchkaffeefarbenen Damen haben die letzten Laufenten abgelöst. Ihr Erwerb war eher zufällig und notwendig, (Rettung vor dem Schlachten !) , stellte sich jedoch als Glücksgriff heraus, da sie nicht nur wunderschön, sondern auch robuster sind als die Laufis. Auch ein wenig zutraulicher.

Im vorletzten Jahr hatten die Schnecken, die zweite Aussaat der Gemüsepflanzen fast ganz vernichtet, zusammen mit allgemeinen Hindernissen hatte ich dann überhaupt keine Lust mehr, noch einen dritten Versuch zu wagen und das Gemüsejahr abgehakt. 

Mittlerweile habe ich mich von unrealistischen Vorstellungen, was meinen Gemüseanbau angeht, verabschiedet , das Konsumieren von Gartenvideos eingestellt und einfach nochmal angefangen, wie es mir in den Kram passte. Das sieht schon besser aus. Außerdem : Der just vergangene Winter war ziemlich kalt, auch das reduziert das frühe Aufkommen des ( Nackt- Schneckenachwuchses ).  

Gestern Abend hat es nach Tagen/fast Wochen trockenem Sonnenwetters geregnet und siehe da, nun sind sie wieder da, die Kriecher. Sitzen noch im Mulch, lugen unter Pflanzgefäßen hervor, ganz Kecke schleimen schon mal am Abend über die Wege ( so gesehen junge Tigerschnegel ). 


Und natürlich haben sie hier ein Lebensrecht. Sind ökologisch  notwendig , die Gehäuseschnecken finde ich ausgesprochen schön, auch ein paar einheimische Weinbergschnecken leben im Garten.

Also versuche ich, Allen einen Lebensraum zu geben. Den Enten, ( die nicht gleichzeitig überall sein können) . Den Schnecken, die auch außer den Gemüsepflanzen, genug zu essen finden und den Gemüsepflanzen, die bitte weiter wachsen sollen. 

Statt der teuren Schneckenkragen hatte ich aus Plastikeimern kleine Schutzwälle gebaut die zumindest die Jugendphase der Kürbissse und Zucchini geschützt haben. Das funktionierte im letzten Jahr gut und wird entfernt, wenn die Pflanzen robust genug sind und den Schnecken nicht mehr schmecken. 

Es wird schon noch etwas für uns übrig bleiben.

Meine Einstellung zu Mollusken jeglicher Art habe ich übrigens nach der Lektüre dieses Buches geändert. 

Die Autorin des autobiografischen Romans ist nach einer schweren Infektion ans Bett gefesselt, bekommt von einer Freundin eine Zimmerpflanze geschenkt, in der sich eine kleine Gehäuseschnecke angesiedelt hat. Schneckenhaft langsam gewinnt die Patientin Interesse und Einblick ins Schneckchenleben und gesundet in der gleichen Geschwindigkeit von ihrer Post-Infektion. Das Buch ist lange vor Corona geschrieben, und nicht nur wegen der bezaubernden Beschreibung der Schnecke lesenswert. Vielmehr ist es ein hervorragendes Sachbuch, das eine Vielzahl von weitergehenden Litueraturhinweisen zum Thema Schnecken bietet.

Unbedingt lesenswert. 

Auch weiterhin bin ich mit Aufräumarbeiten im Spätwintergarten vorsichtig, denn Vieles, was da sommerlich kreuchen und fleuchen wird , befindet sich noch im Kälteschlaf und es würde das vorzeitige Ende dieser Lebewesen bedeuten, wenn ich da herumwühle. Also kein Häckseln, Graben, großräumiges Harken etc. .  

So, heute Abend geht es ins Konzert, bin recht gespannt, ganz in der Nähe.  Ich werde berichten. 

Aber erst, wenn ich das Konzert gesehen habe. Erstmal eine meiner neuen Favoritinnen zur Zeit. Da ich sehr gern dänische Serien schaue, bin ich schon vor einiger Zeit auf Trine Dyrholm gestoßen, die auch ganz ansprechende Musik macht. 

Guck ! 


 zusammen mit Tine Dykow...

Sehr gerne habe ich die Serie  Die Erbschaft  (Arvingerne ) schon mehrfach gesehen.  Die episch angelegte Geschichte, in der Trine Dyrholm eine der Hauptrollen spielt, versammelt die creme de la creme der dänischen SchauspielerInnen. Unbedingt sehenswert. Schön für lange Winterabende. 



Montag, 9. März 2026

Die kleinen Freuden

Am Übergang vom Winter zum Frühling stelle ich fest, dass ich schon wieder fast 3 Wochen nichts mehr geschrieben habe.

Auf der einen Seite freue ich mich über jeden lauen Windhauch. Die Schneeglöckchen sind fast schon wieder verblüht und ein Großteil der Gemüsebeete wartet auf die weitere Bestellung.

Der mittlere Sohn und ich haben die Hochbeete nochmal repariert und mit frischer Erde versehen. Nicht schön und auch nicht selten, aber brauchbar.

 Und vor allem :  aus vorhandenem Material.

Wieder mal bin ich ambitioniert, in diesem Jahr so richtig erfolgreich Gemüse anzubauen.

 Wir werden sehen ?

Auf der Kehrseite dieser Vorhaben trenne ich mich ungern von Winter, Kälte und Ofenwärme, vom drinnen sein, Textil – und Hausarbeit. Mein Sockenberg ist beachtlich gewachsen, und ich habe in meinen Vorräten einen Riesensack Alpaka-Rohwolle gefunden und daraus einen Pullover angenadelt, der die kritische Entwicklungsstufe schon überschritten hat.

Ja, ich mag das Prozesshafte gerade dieser Jahreszeit, Winterspuren verschwinden langsam und weichen den frühen Boten der heimischen Vegetation. Meist gipfelt das in einem verwirrenden Durcheinander im April, was mich dann endgültig in die Unruhe der warmen Jahreszeit treibt ( und in jede Menge Gartenarbeit) .

Leider geht es unserem alten Hund mal wieder ziemlich schlecht, hier mag ich den langsamen Prozess eines alternden Körpers gar nicht. Es naht der Abschied von diesem pelzigen Gefährten, der schon fast 13 Jahre bei uns lebt und der immer  ein guter, guter Hund war und ist.

Alles zusammen betrachtet, jede Menge Aufgaben, die eine ruhige Betrachtung überlagern. Na ja, und dann die unerträgliche Weltlage. Als Erklärung für die Lücke im Bloggen. 

Also ziehe ich mir die Schönheiten meines ganz persönlichen, kleinen Lebens heraus, aus dem Knäuel :

Die ersten Gemüsepflanzen, noch in geschützten Innenräumen, gedeihen gut.

Ein neues Einverständnis mit meinen erwachsen Kindern, die den Wirren der Jugend entwachsen sind, und deren Lebenswege, so unterschiedlich sie sein mögen, meine Akzeptanz finden.

Viele Bereiche des Hauses sind geordnet und durchgesehen, eine Aufgabe, an der ich schon seit Jahren arbeite. Und, ganz wichtig, das jahrzehntelange Problem meiner chronischen Nebenhöhlenentzündung, ( und dies ist kein Gesundheits- oder Jammerblog, deshalb nur nebenbei ), ist offenbar gelöst, was mir, rein körperlich, neue Energie und Stabilität verschafft.

Großartig !

So, nun gehe ich wieder an die Tagesaufgaben. Nicht ohne Musik !

Vor ein paar Tagen fand ich zufällig in der ARTE – Mediathek einen Konzertmitschnitt der Band Bastille/Dan Smith in Kooperation mit einem wirklich tollen Kunstprojekt.( Sounds like Art ). Leider ist der Film nur noch heute in der Mediathek verfügbar, aber es gibt in der Reihe noch einige, wunderbare Konzerte. 

Hier ist der Link . 

 https://www.arte.tv/de/videos/119031-001-A/bastille-sounds-like-art/


Und ein Ausschnitt:


Ich habe mich fast scheckig gefreut über diese Musik und den Grundton der Kunstbetrachtungen, der Abend war echt gerettet. 

Vielleicht geht es Euch auch so ?

Eine gute Woche Euch Allen.


Donnerstag, 17. Oktober 2024

Die Neuen


Weil zwei Schäflein auf unserer Wiese mit dem Fressen nicht nachkommen und weil Schafe Herdentiere sind: Nach dem Tod von unserem Schaf Helga war schnell klar, dass Anneliese und Hörnchen neue Mitblöker brauchen. 

Und es sollten Minischafe sein ( Ouessants wiegen zwischen 10 und 20 Kilo ), weil sie besser händelbar sind, als ein 70 Kilo schweres Riesenschaf und sei dieses auch noch so lieb. 

Wie der Zufall es wollte, auf dem Weg in den Urlaub im Handy rumgezappt und aus der Herdenauflösung einer Ouessant Schafgruppe die Übernahme von zwei Tieren fest zugesagt.

 Natürlich konnten wir die Schafe nicht gleich abholen, aber wir hatten eine Woche Zeit, uns darüber Gedanken zu machen, ob das denn so sinnvoll ist, unbesehen und spontan zwei Tiere zu kaufen. Und uns freuen. 

  Und hier sind sie jetzt.

 Das schwarze  Böcklein ist drei Jahre alt, er ist kastriert, verfügt über ein eindrucksvolles Gehörn und ist ein ausgesprochen sanfter Bursche. Ich nehme an, er wurde in seiner bisherigen Herde von den jüngeren , intakten Böcken ordentlich untergebuttert, denn er ist der schüchternere der beiden Ankömmlinge. 

Seine mitreisende Gefährtin, eine im Mai diesen Jahres geborene Aue, ist ein freches und verspieltes Mädchen mit herrlich weichem, hellbraunem Fell. ( Ich freue mich schon auf die Erstschur). 

Sie hat in den ersten Tagen sogar versucht, auf den Apfelbaum zu klettern, um sich dort ein paar Gripsche zu holen... und sie hegt eine besondere Vorliebe für Brennnesseln.

 

Wir haben sie Monika und Manfred genannt, wobei den Beiden ihr Name natürlich völlig egal ist.

Beide sind gesund und munter, stammen aus guter, liebevoller Haltung und wurden aus familiären Gründen abgegeben.

 

 Die Blauzungenimpfung wird zum Frühjahr hin nachgeholt , zur Zeit ist kein Impftermin zu bekommen, aber gottseidank hat die Ansteckungsgefahr jahreszeitengemäß nachgelassen. 

Und ja, es ist so schön, der freundlichen Gruppe zuzusehen.

 Ich erwäge das Aufstellen einer Bank auf der Weide.

 Es gab nur ein paar Tage Gerangel um die Leckerbissen, nichts Ernstes, nur ein bisschen Köppekloppen, aber nun sind sie als Herde unterwegs. 

Für die Zutraulichkeit geben wir den Tieren morgens und abends ein paar Häppchen aus der Hand ( Zwieback steht hoch im Kurs ), die übrige Zeit wird friedlich gegrast oder gelagert.

 Ich freue mich jeden Morgen darauf, zur Weide zu gehen. Begeistert kommen die Wolligen antrabt und jeder bekommt sein kleines Extra. Dann ziehen sie wieder ihrer Wege. Es sind keine Kuscheltiere, aber sie sind handzahm. Das ist für notwendige Pflegearbeiten ( Klauenpflege), und die einmal im Jahr fällige Schur von Vorteil.

Ich würd mal sagen, ich bin richtig glücklich mit der Entscheidung, Monika und Manfred so kurzentschlossen gekauft zu haben. Jetzt ist unser Tierbestand erst einmal komplett.



 

Vor ein paar Tagen schmiss mir der Youtube-Algorithmus mal wieder ein Video der Marsh-Family vor die Ohren. Ich habe die Entwicklung der Familie seit Corona ein wenig verfolgt und es ist so schön zu sehen, wie harmonisch diese Leutchen miteinander umgehen, wie die "Kinder" langsam erwachsen werden und dabei auch musikalisch reifen. Herzerwärmend, humorvoll und reflektiert.

Montag, 26. Juni 2023

Was macht die Katz, der Hund, das Huhn...

 Wenn man, so wie ich die letzten Monate, nichts geschrieben hat, dann ruft die Stunde ja geradezu nach einem Update über Garten, Katz und Hund, Huhn, Schaf und Ente. Ist da was geworden... aus den großen Plänen ?

So wurde auch in einem Kommentar danach gefragt. Teilweise möchte ich das jetzt gern beantworten. Hund und Garten bekommen dann einen Extrapost.

Katzen haben wir derer noch zwei, nach vielen Jahren mit fünfen oder sechsen an der Zahl. Geblieben ist uns die schöne Lotti, ein starkes, noch junges Löwenmädchen, nicht ungefährlich für Maus, Ratte und ja, auch manchmal für den Menschen.

Sanft und anhänglich kann sie sein, möchte unsere Aufmerksamkeit, aber immer selbstbestimmt und als ehemaliges Straßenkind sitzen die Krallen manchmal locker und ich glaube gern, daß ein solches, kleines Raubtier auch einen Menschen ernsthaft verletzen könnte.

 ( zur Erinnerung : Lotti kam als 4wöchiger Findling zu uns, ich habe sie gesundgepflegt, mit der Flasche großgezogen und sie ist zu einer bildschönen Kätzin herangewachsen. ).

 

Dann gibt es noch unseren alten Emo, das Ehmchen eher... ein kleiner, zarter Katzengreis. Seit Jahren chronisch krank wird das sensible Kerlchen von mir gehegt und gepflegt.

Immer mal wieder geht es ihm recht schlecht, im Moment machte ihm die Hitze sehr zu schaffen und ich hoffe, er möge noch diesen einen schönen Sommer haben.  

 

Unsere Vierbeiner sind Familienmitglieder und ich bin dankbar, die Möglichkeit zu haben, auch medizinisch das Notwendige tun zu können, ohne Übertreibung und immer im Bewußtsein eines irgendwann unausweichlichen Lebensendes unserer Tiere.

Die Hühnergesellschaft reduziert sich im Moment etwas, ich habe einige sehr alte Hühnerrentnerinnen, die ihr Gnadenkorn hier genießen dürfen. So ein Huhn wird 5 bis 8 Jahre alt, im Ausnahmefall hatte ich auch schon Hennen, die älter geworden sind. Diese beiden, Püschel und Knieß, haben auch schon ein paar Jahre auf den Federchen, erfreuen sich jedoch bester Gesundheit und mich täglich mit ihrer freundlich, munteren Umtriebigkeit. 

Wenn ich im Herbst aus dem Urlaub zurückkomme, werde ich versuchen, meine nette Hühnergruppe mit passenden Damen etwas aufzufüllen. Ich dachten an zwei kleine und zwei große Hennen.

Schnattermunter sind die beiden, eher durch Zufall als Schneckenvertilgerinnen angeschafften, Orpingtonenten.


Sie dürfen regelmässig in den Gemüsegarten, haben aber in diesem Jahr entdeckt, daß auch Gemüsepflanzen gut schmecken, wohl auch in der Ermangelung von Schnecken. Seltsamerweise haben sie eine besondere Vorliebe für Zwiebeln. Musste ich absperren. Aber die beiden Enten sind so schön, daß ich nicht bereue, sie übernommen zu haben.

An guten Tagen, an Tagen, die genügend Zeit für uns alle lassen, freue ich mich sehr über die paradiesischen Zustände in denen die Tiere leben können, über die friedlichen Bilder, die sie mir bieten. Und die Tage, die genug Zeit für mein Landidyll lassen sind deutlich mehr geworden. Toll !

Hier noch eine kleine Kostprobe einer jungen Musikerin, die mir kürzlich vor die Ohren kam. Konzertkarten für den Dezember sind schon gekauft. Auch ein Grund zur Freude nach dieser ganzen doofen Corona-Leere.


 

Donnerstag, 2. Juni 2022

Mensch Anni !

oder : Schurwetter

Montag um vier sollte es losgehen. Unsere drei Schafe sollten ihre Wintermäntel ausziehen. Um ehrlich zu sein, vor lauter Aufregung ich hab schon in der zuvorigen Nacht schlecht geschlafen. Äußerst.

Zwar wollte unsere Tochter helfen kommen, aber der Mann stand aus Termingründen nicht zur Verfügung. Und ich will es ja ausprobieren. Das Leben als Landfrau. Also baute ich aus Zaunteilen einen Verschlag, um die Schafe im vorderen Teil des Gartens auf den Scherer warten zu lassen. Ich kann sowas gar nicht, Zäune bauen, aber mein Machwerk hat gehalten...


Unser Grundstück ist langgezogen und knispelig geschnitten. Deshalb ist es besser, die Schafe vor Eintreffen des Scherers auf den vorderen Teil des Grundstückes zu bringen. Dann können sie sich vor dem Scheren beruhigen und sich vielleicht sogar ein bisschen langweilen. 

 Sogar war es mir gelungen, die kleine Anneliese und ihren Sohn, das dicke Hörnchen allein von der Wiese in den Pferch zu bringen. Die alte Meg ist dann fast freiwillig und laut blökend gefolgt.

Schur soweit ok, die meiste Sorge hatte ich ja um die uralte Meggie, was relativ unbegründet war. Der Scherer ist versiert und geübt und er mag Schafe. Leider hat dann aber Anneliese bei der Hufpflege derart gezappelt, daß der Scherer mit der Hufschere abgerutscht ist und eine stark blutende Wunde in den Schafsfuß geschnitten hat


Wegen der andauernden, arteriellen Blutung mussten wir der armen Anni einen Druckverband anlegen, den ich dann am kommenden Morgen wieder entfernt habe. Um bei der Wahrheit zu bleiben. Das Ganze hat mich ziemlich besorgt. In der ersten Nacht war ich ein paar Mal auf der Weide um nach dem Schaf zu sehen und auch Morgens war das mein erster Gang.


Zwei Tage hat die kleine Schafsdame das Bein noch ordentlich geschont, ist auch heute noch sehr mißtrauisch, anlocken mit Lekkerli ist nicht, aber der Fuß ist wieder ok und auch sonst hat das Tierchen keine Probleme mehr.

 Sie wird es vergessen....hoffentlich, denn sie ist eigentlich lieb und zutraulich.

Annelieses Wintermantel

Nun bin ich froh über den doch guten Ausgang der Schur, ein Jahr haben wir nun Ruhe.

 Die Schafe und ich.

 Und wenigstens weiß ich jetzt, wie man einen provisorischen Pferch baut.

Freitag, 31. Dezember 2021

Last Apfeltasche

 .... das Jahr geht zu Ende. Die heutige Silvesternacht werde ich auf Station verbringen, drei Nachtdienste warten auf mich. Wieder sind wir "Covid-Verdachtsstation " unter Iso-Bedingungen, was auch immer das letztlich heißen mag. Im Moment ist es aber sehr ruhig bei uns. Nur, damit Ihr mich nicht übermäßig bedauert. 

Für mich hat diese ganze Situation nach Impfung, Booster und wahrscheinlich stattgehabter Infektion den Schrecken verloren. Jedenfalls im Moment. Soviel dazu.

Im kommenden Jahr kann ich, wie gehabt mit der veringerten Stundenzahl weiterarbeiten. Das zweite Rentenjahr ist also auch nicht wirklich eines und gegen Ende 2022 werde ich dann überlegen, wie ich weitermache. 

Was auch immer !


Aber etwas Anderes ist zu Ende gegangen an diesem 31.12. 

Das Bäckergeschäft, seit ein paar Jahren zwar nur noch Filiale einer größeren Bäckerei, schließt heute den Laden endgültig. Damit ist eine jahrzehntelange Tradition beendet, Nachfolger ist nicht in Sicht und ich glaube, das waren die letzten Stunden eines Bäckergeschäftes an diesem Platz. 

So ein Bäckerladen in einem Dorf ist ja nicht nur ein Bäckerladen. Man kennt sich, man tratscht ein bisschen, ja, als die Kinder klein waren und ich morgendlich zum Bäcker trottelte, war die nette Bäckereiverkäuferin eine wichtige Ansprechpartnerin für mich, weil ich ohne Auto doch ziemlich festsaß auf dem Dorfe. Und nicht nur Tratsch wurde getauscht, oft gab es auch wichtige Infos... ( Nebenbei gesagt, ein bisschen Gossip, sofern nicht bösartig, kann durchaus Sicherheit vermitteln, das Gefühl, irgendwie dazuzugehören.)

Nun ist Schluss damit. Besonders ungünstig für Menschen, die kein Auto haben oder es nicht mehr fahren können, für die Alten im Dorf, für die der Gang zum Bäcker eine Abwechslung und Freude gewesen ist. Besonders blöd auch, dass bereits im Oktober diesen Jahres ein Großbrand in unserer Dorfmitte den einstigen Traditionsgasthof vernichtet hat.

Der war ein wichtiger Ort im gesellschaftlichen Leben unseres Dorfes, es befand sich auch der Frisör in dem abgebrannten Gebäude und all das liegt nun in Schutt und Asche inmitten des Dorfes.
Was mit dem leer werdenden Grundstück passieren wird, steht  noch in den Sternen des Jahres 2022. Schön ist das alles nicht.

Ich hab mich also heute Morgen mal von meiner liebsten "Bäckereifachverkäuferin" verabschiedet und zwei zuckersüße Apfeltaschen ,( die ich mir aus Gründen der Gesundheit schon abgewöhnt hatte ), für mich und die Kollegin zum Verspeisen in der Silvesternacht gekauft. Aber manchmal muss man Opfer bringen !

 Wohl bekomms. 

Euch Allen wünsche ich eine unböllerige Silvesternacht, trotzdem Spaß und Freude, ein gutes Gelingen des Jahresanfangs und uns Allen mal wieder lockere Zeiten. 


P.S. die Fortsetzung des  Adventskalendernachklapps kommt dann nächste Woche , das schaffe ich vor den Nachtdiensten nicht mehr. Sorry !


Dieses Stück Musik ist mir vor ein paar Tagen vor die Füße geschwemmt worden, hat sich in meinem Ohr festgesetzt und nun passt es zum Kehraus im Jahr und im Dorf ganz gut, finde ich.

Donnerstag, 9. September 2021

go north


 Jedes Jahr so ungefähr um diese Zeit : Präparationen für die einzige Reise im Jahr. Innen wie außen ein ortsfester Mensch, auch weil das Haus voller Lebewesen ist, die nicht unversorgt bleiben können, freue ich mich auf die kommenden Tage in Dänemark. 

Die Vorfreude beginnt mit dem Packen meines " Entertainment und Handarbeitskoffers " . Es wandern hinein : Hoffnungslose Strickteile, über deren Weiterbestehen unter dem Reetdach entschieden wird , ein oder zwei Bücher und etwas Wolle zum Beginn eines neuen Strickteils. Meist wird das dann in der Woche fertig, währen das hoffnungslose Teil ein weiteres Jahr schmort. Aber ist halt so. Überall gibt es Regeln, Vorschriften... bei den Strickereien kann ich machen was ich will. 


Eine arbeitsreiche Woche liegt hinter mir. Vieles wollte ich noch gut in Schwung bringen, damit die " Kinder" ein aufgeräumtes Haus übernehmen. An manchen Ecken allerdings vergaloppiere ich mich und das Ganze artet in leichte Renovierungsarbeiten aus. Schließlich stoppte mich der Gedanke, dass unsere Tochter, die im Berufsleben für Menschenleben verantwortlich ist, wohl in der Lage sein wird, die Katzen, Enten, Hühner und Schafe über die Woche zu bringen. Wohl wahr.

Kleine Überraschung am Rande. Nette Menschen aus dem Dorf schoren ihr Lama und fragten mich, ob ich das Vlies haben wolle. Versuchsweise sagte ich zu und konnte ein wunderbares, saubereres Vlies abholen, das ich nach dem Urlaub bearbeiten werde.  Danke. 

Heute ein weiterer vollgestopfter Tag, denn ich möchte nach dem Urlaub hier frisch starten können.




Dienstag, 24. August 2021

Gartengrenzen


Wenn auch die Gartenerfahrung wächst... lange nicht alles, was ich mir gewünscht habe anzubauen, habe ich auch geschafft. Die Tomaten hängen hinterher, der Mangold verträgt keinen Rohwollmulch und die Zucchini haben doch die Größe von stattlichen Einbäumen erreicht. Immer das Gleiche.

Aber : die Brombeeren , (die süßen im hinteren Garten), habe ich brav und konsequent geerntet. Der Porree gedeiht ganz prächtig und zwei von drei nachgezogenen Johannisbeerstecklingen sind tatsächlich angegangen. Mein frisch gepflanzter Apfelbaum hat seit Juli schon 10 cm an Höhe gewonnen. Vieles läuft gut, aber ich erkenne auch die Grenzen meiner zeitlichen und körperlichen Leistungsfähigkeit.

Die Marmeladenproduktion werde ich in diesem Jahr etwas drosseln, denn es gibt aus den Vorjahren noch einiges an Vorrat. Brombeere und schwarze Johannis müssen aber sein, sind sie doch Währung für allerlei zu Tauschendes und außerdem meine Lieblingsmarmeladen...

Und nun hat der Sohn einen Schrebergarten übernommen, jetzt gibt es unerschöpfliche Themen, Tauschmöglichkeiten und Geschenkideen. Schön. 

Die beiden netten Entendamen haben sich wunderbar eingelebt, unaufdringlich, aber selbstsicher führen sie hier ihr neues Entenleben. Heute haben sie zum ersten Mal im „großen“ Teich gebadet. 


Ich glaube, sie sind zum ersten Mal in ihrem Leben geschwommen, sie waren übermütig und gleichzeitig etwas erschreckt darüber. Leider ist es mir nicht gelungen, ein Foto davon zu erwischen.


Vielleicht morgen. Wie schön, daß ich die Möglichkeit habe, den Tieren ein gutes Zuhause zu bieten.