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Donnerstag, 12. Juni 2014

und nochmal : Mutterphilosophie

Gestern Abend nun im "Zensurfrei" in Hannover. Kleine Kneipe, nicht verraucht, meine Nebenhöhlen danken es.


 Der Sohn , der seine Texte liest. Ältere Texte aus frühen Poetry-Slam Zeiten, und neuere aus den noch recht kurzen Studienzeiten.


Autobiografisches, oder vermutet Selbsterlebtes. Gut, das ich da nicht alles mitbekomme, und dennoch von einer literarischen Qualität , besser als erwartet. 


Und ich sitz da im Publikum, ein kleines zwar, aber mit so einer Art ruhigem Stolz. 


Mit dem Gefühl, doch vieles richtig gemacht zu haben und jemanden auf einen Weg geschickt zu haben, der gelingen wird.


Mit all dem, was ein kreatives Leben ausmacht, auch den Krisen, und ja, leider der wirtschaftlichen Unsicherheit und Unvorhersehbarkeit.



Ein schöner Abend.
 
Mit ALLEN, die mir lieb sind.  Vielen Dank dafür.

Die Lesung ist aufgezeichnet worden, Teile davon sind in absehbarer Zeit bei You Tube zu sehen.



Ich sag Bescheid, wenn es soweit ist.


Dem Stöps geht es besser, vielleicht erholt sie sich doch noch einmal......

Mittwoch, 11. Juni 2014

Ist die Katze gesund,

freut sich der Mensch.

Wir haben 6 Katzen. Fünf davon sind älter als 10 Jahre. Zwei davon sind schon Sorgenkinder. Nun kam noch ein drittes Sorgenkind dazu. Stöpsi, unsere älteste Katze, fängt an zu kränkeln. Schon vor 14 Tagen kam unsere Wilde nach Hause und hatte eine merkwürdige Halbseitensymtomatik... ein Auge fast zu, ein Mundwinkel hängt, Ohr verkrustet. Sonst aber ganz kregel. Auch immer viel Appetit.


Nach langer Beratung mit unserem Tierarzt, der ein feiner Kerl ist und ein Freund des Hauses, gabs 2 Rutschen Antibiotika, schliesslich fanden wir den Gegenbiss und es war klar, daß es einen Kampf, mit wem auch immer, gegeben hat.


Leider ist es gänzlich unmöglich, das Stöpsi zum Transport in eine Katzenkiste zu stecken. 
Ein kurzer Versuch hat gezeigt, daß dieses Pelzchen fest entschlossen ist, zuerst den Transporteur zu töten, sollte das nicht gelingen, die Kiste komplett zu zerstören, um anschließend den Tierarzt in die Invalidität zu beissen.

Wären wir in der Lage, dies alles zu verhindern, zum Beispiel durch eine
Ganzkörpersicherheitsausrüstung und eine Eisenkiste, ist die Katze nach dem Transport wahrscheinlich einem Herzinfarkt erlegen, was ja auch nicht der Sinn der Sache ist. 
Es geht also nicht !!! Überhaupt nicht !!!


Eine Woche war Ruhe, Besserung, Wunde verheilt, alles gut.
Dann hat sich die kleine Tigerin wieder verkrochen, kam humpelnd nach Hause, um sich ihre Mahlzeiten abzuholen...  seit gestern geht es wieder, sie ist wieder munterer und läuft auch mehr herum. 
Trotzdem, der Zahn der Zeit nagt an meiner kleinen Wildmiez. Ganz leise und dezent deutet sich am Ende des Horizonts sozusagen, ein Abschied an. Der nächste. Und ich hab am Abend eine kleine Sorge mehr, die ich mit ins Bett nehme. Aber das ist wohl so, je mehr Wesen man betreut, desto mehr Gedanken macht man sich darüber.



Und da sich die Menschen ja immer ihre Zusammenhänge basteln : auch dies passt in die Lebenswende, die mir gerade im Moment sehr deutlich wird.

 Mein jüngstes Kind wird im nächsten Monat volljährig. Viele Dinge, die wir für unsere Kinder tun, die meisten im Moment, sollen, werden und müssen in die Selbstständigkeit führen. Ob es der Führerschein ist, die Beratung zur Berufswahl oder auch die Hilfe für den Freund.

Das alles soll in eine gute Zukunft führen. Außerhalb des elterlichen Hauses.
Das ist gut so, und manchmal ein bisschen traurig.
 
Und gerade wird mir, auch daran, daß mein wildes Katz alt wird, klar ,wie schnell und unmerklich Zeit vergeht....

Bevor ich nun endgültig in mutterphilosophischen Themen versinke :  Wer heute Abend Zeit hat, kann sich ja mal den Sohn ansehen. Der liest seine, zum Teil slam-erprobten, eigenen Texte in einer hannoverschen Kneipe.


 Jede Menge Lampenfieber inclusive.


Einen Teil der Texte kenne ich bereits und, wie könnte es anders sein, ich finde sie recht gelungen.

Kostet nix !


Donnerstag, 23. Januar 2014

Als großes Glück

erweist sich für mich der Umstand, daß bei meinem Sturz am Dienstag weder Kopf, noch Hände etwas abbekommen haben.  So kann ich mich mit netten Dingen beschäftigen, während sich meine blauen Flecken wie Herbstlaub in alle möglichen Farben verwandeln    ( she comes in colurs everywhere, she`s like a rainbow ).

Fertig geworden ist deshalb ein Auftragswerk, das als Schlafplatz für ein sonst gerne auf der Bügelwäsche weilendes Kätzchen gedacht ist.


Ich hoffe, die Mieze mag grün. Meine Schnurrer haben schon mal probegesessen, und waren sehr angetan.
  

 Glück im Unglück hatte auch dieser Piepmatz, der verfroren und teilnahmslos vor der Praxis meines Hausarztes auf dem Fußweg saß.  Ich habe den kleinen Kerl in meinen Handschuh gesteckt und mitgenommen.


 Auf einer Wärmflasche hat er sich schnell erholt, und möchte nun gern ins Freie gelassen werden.  Über Nacht  wird er noch in  Sicherheit und Wärme bleiben müssen, denn der erste Versuch, ihn wieder freizulassen ergab, daß er noch recht " angeschlagen " ist. 

Und  :  Ein interessanter Bericht auf Arte hat mich gestern ins Nachdenken gebracht über die Prioritäten, die ich in meinem Leben setze, oder in Zukunft setzen möchte.  Ich  finde es sehr sinnvoll,  immer wieder  über die eigene Umtriebigkeit nachzudenken, gerade auch in einer Phase, in der sich, wie in unserer Familie durch das Erwachsenwerden der Kinder das komplette  Konstrukt des Zusammenlebens ändert.   In der jahrelang eingewöhnte Aufgaben wegfallen, oder sich drastisch verändern.

Muss es immer noch mehr und mehr sein ? Fange ich etwas Neues an.. ? Wie nutze ich freigewordene Zeit. Wie verändern sich die Beziehungen innerhalb und außerhalb der Familie ?  Gerade, weil ich eher handlungsorientiert bin, Stillstand für mich kaum in Frage kommt, und ich gerne Probleme und Aufgaben aktiv angehe, ist so eine kleine "Pause" für mich mal ganz angebracht.

Und als ob wieder alles zusammenpasst, flatterte mir gestern ein kleiner Gruß einer lieben Freundin ins Haus, die mir dieses Video, das ich erst heute angesehen habe, angehängt hatte.  

Vielen Dank, liebe Steffie . Schaut mal rein, es lohnt sich !!!!


 

".... der Sinn des Lebens, ist leben"   wie recht sie hat, die junge Julia !