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Freitag, 29. März 2024

Jetzt aber raus !


Nach dem Gewühle der letzten Wochen ( Haushaltsauflösungsassistenz und Umzug ) und damit verbundenem Rausschmiss auch eigener Dinge, die sich angehäuft hatten, nach dem ganze Geräume also, ( und es ist noch lange nicht fertig !), bin ich im Moment ein bisschen erschöpft.

 Es scheint, als ob das Hantieren mit Dingen, auch wenn sie nicht mir gehören, eine Art Überdruss bewirkt, der mich besser erkennen lässt, was ich eigentlich brauche und was nicht. Und so häufen sich die Verschenkaktionen, die Fahrten zum Recyclinghof, kurz gesagt das raus damit !

Da kommen mir die Pausentage gerade recht. Zumal die neue Irmi beschlossen hat, daß die Zeiten, die sie ausschließlich, im zugegebenermaßen, interessanten Haus verbringen möchte, nun zu Ende sind.
Und das kostet Zeit und Aufmerksamkeit, auch unsere.

Seit ein paar Tagen also, zuerst probehalber für 10 Minuten, heute schon für zusammengerechnet 2,5 Stunden, raus damit !

 Noch gestern wirkte Miez völlig überfordert von all den Reizen, den raschelnden Blättern, von der Spatzengang im Gebüsch.

 Heute schon wesentlich ruhiger, schaut sie sich , immer aufmerksam, in ihrer neuen Umgebung um. Ich glaube, sie ist bisher noch nicht draußen gewesen, wir wissen ja nicht wirklich viel über ihre Geschichte, aber sie wirkt sehr unerfahren. 

Wenn ich ehrlich bin, kostet mich der Prozess ganz schön Nerven, letztlich kann ich nichts tun, als einfach zu vertrauen, das alles gut geht.  

 Gelegentlich geht auch unser erfahrene Katze Lotti mit auf Ausflug und passt ein wenig auf das junge Gehopse auf, zeigt sichere Plätze oder gibt ein bisschen an. Schon nett, die Beiden, macht mir Freude und ich bin mit der Entscheidung, gerade diese Katze aus dem Tierheim mitzunehmen, sehr zufrieden. 

So werden es hoffentlich entspannte Ostertage, je nach Wetter mit ein wenig Gartenarbeit, ein leichter Schnupfen will auskuriert werden... und vielleicht schaue ich mir auch eins der zahlreichen Osterfeuer an. Ökologisch zwar fragwürdig, aber ich liebe einfach große (Lager)Feuer.

Euch Allen wünsche ich gute und ruhige Ostertage, so wie Ihr sie mögt. 

 


Montag, 7. September 2020

Wochenende, Wochenanfang


Die freie Zeit rappelt nur so dahin. Der Herbst steckt nicht mehr ganz in den Kinderschuhen, ein tolles Fotomotiv hat sich aufgetan und ein lang versprochender Zoobesuch ist auch endlich eingelöst. 

Immer schon war der frühe Herbst meine tollste Zeit. Die milde Luft des Tages und die nächtliche Kühle, zusammen mit endlich reichlich Regen, das bedeutet nicht nur für die Pflanzenwelt Erholung. Auch ich bin bei gemäßigten Temperaturen aktiver als in Zeiten sommerlicher Hitze.  


Ich bin voller Ideen, was die Gestaltung des Gartens im kommenden Jahr angeht, manches kann jetzt auch schon vorbereitet werden ( Gründünger).


 Die Ernte diese Jahres motiviert mich, die " Ländereien " zu erweitern. Für die Rentenzeiten ( wie unwirklich sich das noch anfühlt). 
Und ich mache tatsächlich Ernst mit dem Gedanken : aufgeräumt in die Rente. Und da es ja in diesem Jahr keine oder nur kaum Flohmärkte gab, bei denen man gegen kleines Geld das eine oder andere Teil loswerden kann, habe ich vieles verschenkt oder sogar : weggeworfen !


Eines ist aber auf jeden Fall klar : Es wird wieder einen Adventskalender geben ! Ich freu mich schon darauf.  

 Am Samstag war ich dann endlich mit meinem syrischen Kind im Zoo. Mehr als 10 Jahre war ich nicht dort und viel hat sich verändert. Neue, teure Landschaften sind gebaut worden, teilweise recht eindrucksvoll, auch wenn ich nicht so unbedingt der Zoofan bin. 
Nach 4 Stunden war ich dann auch zu platt zum fotografieren, deshalb nur ein, zwei Eindrücke... , 
Dauersüß : die Erdmännchen
Insgesamt eine tagesfüllende Aktion, am Abend waren wir redlich kaputt, zumal uns das Kind auch zwischenzeitlich mal abhandengekommen war. Die Corona-Einschränkungen hielten sich in erträglichen Grenzen, den geregelten und limitierten Eintritt fand ich sogar ganz entspannend. 
 
 Yukon Bay mit Unterwasserwelt. Die Robben machen sich einen Spaß daraus, miit den Kindern hinter der Scheibe zu kommunizieren. Die einen mit, die anderen ohne Maske


Insgesamt ein netter Tag, den ich vielleicht alleine zum Fotografieren wiederholen werde.

Motive dazu gibt es aber auch außerhalb von spektakulären Ausflugzielen genug, sogar ganz umsonst und geheim. 



Auf einer der letzten, ausgiebigen Hunderunden konnte ich meine fotografische Feldscheunensammlung um ein lohnendes Exponat erweitern. Das skurile und recht alte Häuschen werde ich dann nochmal ohne Hund aufsuchen, denn der stört leider beim konzentrierten Fotografieren.

Er hatte aber auch seinen Spaß und anschließend eine warme Dusche, da voller Gülle, die kleine Pottsau.



 Ein tolles Hundeleben !

Samstag, 24. März 2018

Irgendwas ist

immer !

 Diesmal waren es vier Nachtdienste, die mich, inzwischen erheblich besser gestimmt, am Bloggen gehindert haben. 


Meine Laune hat sich um etliche Grade erwärmt und auch draußen ist ein Hauch Frühling ist zu spüren. Heute gab es den ersten Flohmarkt der Saison, inzwischen mir weniger wichtig, aber immer noch ganz nett.


Und da ich auch in den weniger fröhlichen Zeiten nicht herumsitze, gibt es doch ein paar Events zu berichten. 
 
40 kräftige Tomatenpflanzen sind aus Samen der unterschiedlichen Sorten gekeimt ! das gibt Platzprobleme ,ich sammele schon irgendwelche Eimer !

Bei einer Haushaltsauflösung konnte ich einen ganzen Berg alter Leinenbettwäsche erwerben. Mit Röschenmuster und kariert, auch viel Weisses, Besticktes, eine ganzer Aussteuersschatz.

 
Zwei Tage war ich mit Sichten , Waschen und Trocknen beschäftigt und für einen Teil der schönen Stücke habe ich auch schon Ideen. Dabei kommt mir zu Gute, das nicht alle Stücke heil sind, ich folglich keine Skrupel haben muss, die Teile zu zerschneiden und etwas daraus zu nähen.
Ein paar Gardinen fürs ehemalige Tochterzimmer sind bereits fertig. Zusammen mit dem, ebenfalls dort gekauften, Bauernschrank hat das den Charakter des Zimmers sehr verändert. Nun ist es ein eher neutraler Raum geworden, was ich sehr entlastend finde, denn auch die Entwicklung des Hauses soll ja weitergehen.

an diesem Berserker-Pullover stricke ich immer noch, die Idee dazu kam mir, als ich aus sehr groben Rauhwoller-Resten einen Teppich gestrickt habe... ( echt ! ), ist aber sehr, sehr warm !

Nach dem Wenzel-Konzert gab es in der vergangen Woche die großartige Kat Frankie im Pavillon in Hannover zu sehen. Ein Konzert, auf das ich mich lange gefreut habe.
Unbedingt sehenswert, hörenswert, eine Melange aus alten und neuen Titeln der Künstlerin .

Hier mal zwei Stücke zum Reinhören.  Hingehen !






Sowas nennt sich Bandbreite...sehr starke Frau !

Habt auch noch vielen Dank für die einfühlsamen Kommentare auf meinen Herz-Ausschütt-Post. 


Ich war mir nicht sicher, ob es nicht zu viel Gejammer ist, aber ich bin gern ehrlich.
 Und ich habe gesehen, daß es vielen Leserinnen nach dem Auszug ihrer Kinder ähnlich geht.

 Guter Muttertrost war das .

Einigen von Euch werde ich noch persönlich antworten, habe es nur noch nicht geschaftt, mich mal in Ruhe daranzusetzten....

Ein frühlingshaftes Restwochenende Euch 
Allen. Ich habe jetzt frei und lasse wieder öfter von mir hören !

Mittwoch, 30. August 2017

Wolle ohne Grenzen

Vierunddreissig und eine Halbe. Kalenderwoche. Der müde August wandert durch seine letzten Tage. 


Was und was für eine Woche war das. Voll und toll.

 Kaum, daß ich aus dem Sommerloch aufgetaucht bin,
( hier der Hund in seinem  ! Sommerloch ! ) ....,


und mich Kommunikativem und Notwendigem zugewandt habe, klackern hier die Ereignisse nur so rein.
Eine Haushaltsauflösung im ferneren Verwandtenkreis beschert uns ein paar nette Dinge für Menschen, die es gebrauchen können,


für die nächste Adventsaktion hier im Blog, ( und ein paar gerettete Kleinigkeiten für mich ).





Ein federleichter Flohmarkt ( der erste, nette dieser Art in diesem Jahr), beflügelt die Ideenwerkstatt und erleichtert mich um ein paar Euro.



( Die Hanfstricke sind wunderbare Taschenhenkel, handgemachte Körbe für die Strickprojekte kann ich immer brauchen und außerdem habe ich einen Hang zu 
 Folkloristischem, auch wenn es als maschinengestickte Borte daherkommt. )


Und ..."  Save the best for last " ! die nette Trixi aus Österreich, ihres Zeichens Spinnerin, Strickerin, Blogleserin und Facebookkontakt  bietet mir einen Tausch, Wolle gegen Diverses an.

Schon zwei Tage drauf erreicht mich ein Paket, das mich dem Faserkollaps nahe bringt. 

 Die Warnung :  "Sei vorsichtig, ich habe ziemlich gestopft " , O-Ton Trixi, ist mehr als sinnvoll . 



 Aus einem Riesenpaket ergießt sich eine Riesenmenge Rohwolle, Alles schon gewaschen, teilweise kardiert und meine Verzückung kennt kaum Grenzen.
So schönes Material hatte ich bisher selten in der Hand. Ich bin dankbar, und freue mich die ganze Woche schier scheckig über die Wolle.


Allerdings bin ich ein wenig besorgt, was das Gegenpaket angeht, hoffe, damit meiner Freude genügend Ausdruck verliehen zu haben. Dies wird mir dann heute bestätigt, was mich sehr beruhigt.

 PUH !!!



Liebe Trixi : Nochmal vielen Dank für die herrliche Wolle.

 Deiner Hand wünsche ich gute, beste Besserung, verliere nicht den Mut. 

So viele herrliche Wollsorten habe ich jetzt für die nächsten Jahre zum Bearbeiten... nicht zu vergessen, auch das schöne Vlies Herdwick-Wolle, das mir Andreas von ackerbauinpankow einfach so geschickt hat !  

Danke dafür und für vieles Andere auch. Nette Kommentare, nette Mails, die Beteiligung an meinen Blogaktionen zu Weihnachten.

Das, meine lieben, jungen Freunde, sind für mich die uneingeschränkt schönen Seiten des Internets, sozusagen die Sojasahne auf dem Kuchen des Lebens ( Kuhmilchunverträglichkeit ).
 In Kontakt zu kommen mit Menschen, die auf ähnlicher Wellenlänge schwimmen, mit denen es einen Austausch gibt und manchmal sogar persönliche Treffen.


Vielleicht sogar das Schönste am Bloggen, oder mit das Schönste !

Diesen Post wollte ich schon am Sonntag schreiben, habe es aber nicht geschafft, weil ich die Unmengen an Spendengeschirr bearbeiten musste. 

Deshalb gibts hier trotzdem den Song, der mir bereits schon am frühen (Sonntag)Morgen durch den Kopf ging....



 alt aber gut, mit Vinyl-Ambiente ...


Donnerstag, 3. August 2017

Fäden


Ein Monat ist vergangen, seit dem letzten Eintrag. Viel länger, als geplant, hat diese Pause gedauert. Unverhofft viel freie  Zeit hat mich hineingezogen in den Modus des Umkrempelns meiner gesammelten Habe, meiner gesammelten Ideen. Und es gab tatsächlich für mich keine Pause, in der ein Zwischenstand beschreibbar gewesen wäre.
  Obwohl ich mich fast täglich ein wenig im Staub gewälzt habe, weil mich das Nichtschreiben mit tatsächlich so etwas wie einem schlechten Gewissen erfüllt hat.


 Und gerade in den letzten Tagen erreichten mich etliche Nachrichten von netten Leuten, die ich über den Blog kennengelernt habe, zumindest virtuell und die mich ein wenig zurückgerufen haben in die Internetpräsenz. Voila.


Seltsam, daß ich eigentlich darüber schreiben wollte, wie viele Dinge das alte Haus verlassen haben, von wie vielem ich mich getrennt habe. Und dann fällt mir nur ein, zu schreiben, was ich alles geschenkt bekommen habe, im letzten Monat.


 Kiloweise Wolle dieser wunderäugigen Alpaka-Wesen. Ein superbequemes Bett fürs Gästezimmer, das ich dann auch endlich in smaragdleuchtendem Blau gestrichen habe...


Es kamen Karten von lieben Bloggerfreunden ( Danke Mirjam für Deine Geduld mit mir !)  Und heute erreichte mich ein weiches Paket mit einem schönen farbigen Vlies Rohwolle, das Andreas von Ackerbauinpankow in ENGLAND !!! für mich organisiert hat.


 Da, meine Lieben, kommt schon Rührung auf. Ich fühle mich reich beschenkt. Und bin es wohl auch. 

Danke ! Danke ! Danke !

 an alle lieben Menschen und an das Leben.

Beinahe ist dieser Sommer der erste, in dem mir die Gartenarbeit nicht fruchtlos erscheint, ich nicht hemmungslos verzweifele und schließlich gen Julimitte aufgebe.


Tatsächlich habe ich das Gefühl, daß ich, dilettantisch und keineswegs professionell gärtnernd , etwas anlegen kann, das eine Vegetationsperiode von ein paar Monaten überleben kann.
 Mag sein, daß die Sichtweise geändert ist, mag sein, daß die nachbarlichen Kriterien einfach verblichen sind. So, wie sich in der Nachbarschaft ein lebenszwingender Generationswechsel vollzieht, der die Alten in die Ruhe bringt und die Jungen noch andere Prioritäten setzen lässt.

Ist jedenfalls keiner da, der meinen Garten unordentlich oder gar nichts findet.

Also mäandere ich durch das explodierende Grün und freu mich an dem, was ich hier zu Stande bekomme.

Und besonders während der Regentage habe ich meine Fäden im Haus geordnet

Ich habe  dies im buchstäblichen Sinn getan, sortiere die vielen schönen Materialien, sortiere angefangene Projekte, manche liegen schon jahrzehntelang in Kisten , Körben, in Schränken...


Und ich ordne innere Fäden. Und schlage Schneisen in die Wälder der Dinge. Schaffe mir sozusagen gangbare Wege. Jedes aussortierte Ding macht das Haus und meine Pläne etwas leichter.

 Schränke, die ich nicht mehr schleifen, streichen, einräumen muss. 
Pullover, die ich nicht fertigstricken werde, weil sie mir längst nicht mehr passen. Stoffe, die mir nie wirklich gefallen haben und die mir dennoch Aufforderung waren. Weg, raus damit.....

Angekommen nun, nachdem ich schon jahrelang theoretisch das Gefühl vorweggenommen habe, am Ende der Familienzeit.

 35 Jahre als Familienmutter liegen hinter mir, und nichts lässt sich konservieren, nichts zurückholen. Natürlich sind die Kinder nicht " weg". Wir unterstützen und begleiten, wo wir können und wollen. Wir haben guten Kontakt und ich hoffe,  das bleibt auch so.

 Dennoch. 
Es ist einfach, was es ist.  Eine große Lebenwende.

 Und Zeit für neue Pläne. 


Die haben wohl viel mit Wolle zu tun,  mit handwerklichem Tun, viel mit sozialer Arbeit . 
Ich freue mich darauf. Und ich verspreche hier nichts. Aber ich werde mich bemühen...

mein neuestes Rädchen. Es heisst Marianna und es ist ein nettes , kleines Louet-Rädchen, das ganz leise und unaufdringlich sehr schönes, weiches Garn spinnt.

 Danke dafür, Ewa !!!

 Zu guter Letzt: 
 noch ein kurzer Video-Clip der Theatergruppe meiner Tochter. Dieses, mein jüngstes Kind ist unlängt 21 Jahre alt geworden und es ist eine Freude, Ihren Weg zu verfolgen und zu unterstützen ( sie ist die blonde , mittlerweile kurzhaarige junge Frau). 


Light your Fire from IKJA e.V. on Vimeo.

Bis bald....! 

Mittwoch, 25. Januar 2017

Fifty shades of

Hausfrauenglück.


Um am gestrigen Dienstag nicht vollends einem Stimmungsumsturz durch den mittwinterlichen  Putschversuch des Dreigestirns:  allgemeine Weltlage ( Trump, Hühnerpest),  Wetterlage ( grau, kalt, feucht ) und persönlicher Unbill zum Opfer zu fallen, beschloss ich bereits beim Aufwachen, meinen, schon seit Jahren andauernden Aufräumbestrebungen ein neues Kapitel hinzuzufügen. 


Die fröhlichen Müllmänner ( nicht mehr als 1 Kubik ! Lady ! ) konnte ich erneut mit einigen weggeworfenen Möbeln, Koffern und ( mein Gatte verzeihe es mir), größeren Metallteilen, bezaubern. 
Das entsorgte Geraffel stellt insofern eine Innovation dar, als es sich um, zum Teil durch Internetgenuss evozierte Aufhäufung von Bastelobjekten handelte, von dessen Daueraufforderung ich mich gestern ein für alle mal befreit habe.
 In der Vergangenheit führte das Lesen etlicher ( vorzugsweise amerikanischer ) Mittelschichts-Bastelblogs dazu, eine unrealistische Menge ausgangierter Möbel aufzubewahren, um daraus, beautiful und awsome, mit Farbe und Säge andere Dinge zu gestalten, die ich auch nicht brauche.

 Fort nun.

 Platz gemacht haben diese, nie umgesetzten Projekte, der immer mal wieder zur Aufbewahrung anlandenen Habe meiner bereits teil-selbstsständigen Kinder und dem Material, welches mich wirklich interessiert und das ich konstant bearbeite.

fifty shades of Rauhwoller
Nämlich Wolle, Wolle, Wolle....

Maßnahme 2 war das endliche Fotografieren eines Areal, das ich vom Auto aus gesehen, als die passende Bebilderung dieses Posts empfinde, von grafischer Eleganz, aber nicht unbedingt ein Ruhmesblatt des Naturschutzes.


 Es handelt sich um das Wiedervernässungsgebiet des hiesigen Torfabbau-Frevels
 ( Moore , wozu das ? ... weg damit ! ), und dort im Speziellen um die bereits wieder absterbenden Birken, die sich als Pionierpflanzen angesiedelt hatten.


 Wie gesagt, grafisch interessant, nicht nur bei Nebelfeuchte.

 Beim allgemeinen Aufräumen fiel mir auch, zum Teil weisse, Bettwäsche in die Hände, nur noch als Putzlappen oder eben zum Vernähen gut, und weil ich sowieso meinen Wegwerfrundgang üblicherweise mit einem kleinen Einkauf verbinde, habe ich kurzerhand etwas Stoff-Färbemittel erstanden und die aussortierten Textilien gestern und heute so nebenberuflich eingefärbt. 

Damit war mein Drang , etwas was Buntes, Frisches und Leuchtendes in mein Leben zu bringen, vorerst befriedigt und ich habe außerdem jede Menge farbige Stoffe, um daraus Kissen und Gardinen zu nähen.


Und zu allerletzt fand ich in einer der eingekürzten Flohmarktkisten,  schon mit wesentlich gehobener Laune, die Käsereibe wieder, mit der ich im Sommer Seife zu Flocken fürs Wollefilzen verarbeiten möchte. Was sehr schön ist, denn es hat etwas mit geplanten Dingen zu tun, und Pläne zu machen ist immer gut und hilfreich bei Stimmungstiefs. Jepp !

 Happiness ist a chemical .....


Geht doch. 

Musikalisch begleitet hat mich dazu der freundliche Darren Hanlon ( in der mentalen Flohmarktkiste gefunden),  der sich mal wieder als Mann für alle Gelegenheiten erweist .

 Bisschen viel Musik ? Mag sein, brauche ich im Moment aber ganz unbedingt.


für J. und J.  

Kopf hoch !

Freitag, 6. Januar 2017

Niemand ist eine Insel


Der kalte Wind macht mir Kopfschmerzen. Aber nicht nur das. Eine tragische Situation im näheren Umfeld bestätigt mich darin, mich von noch mehr Unnötigem zu trennen. Prioriäten neu zu setzen,ohne dabei das liebevolle, wärmende, skurrile von Lieblingsdingen aus den Augen zu verlieren.

  Geht das Ich werde es probieren. 

Wie singt doch Wenzel so richtig. "Was du auch greifst mit deinen Händen, verlierst du irgendwann".
Und weils nicht immer das gleiche Stück von diesem tollen 
sänger und Dichter geben soll, hier das Lied vom Sturm über New York...

Aber keine Sorge. Dem Mann , den Kindern und allen Tieren geht es gut. 

Und morgen gibt es die Resterampe vom Adventskalender...


Und dies gab es heute schon. Schneeglöckchen ohne Schnee haben sich auf den Weg gemacht. Wie schön.

Dienstag, 9. August 2016

Aus alt mach alt


Es gibt nur wenige Dinge, die mich so zufrieden machen, wie die Fertigstellung eines Projektes. 
Und was soll ich sagen. Das passiert jetzt doch immer öfter.
Denn ich befinde mich in der Phase : nach der Familie. ( Nach der Familie ist vor der Familie, wenn ihr wisst was ich meine). Aber im Moment ist nach der Familie und ich habe deutlich mehr Freizeit, als noch vor ein paar Monaten. 

Ja, deutlich mehr.....und , was noch wichtiger ist : mein "inneres" Hamsterrad 
ist ein wenig zum Stillstand gekommen. Und das genieße ich jeden Tag. 

Jetzt zur Sache:  

 Mein Mann ist ein begeisterter Fahrradreparierer. Da haben schon etliche Menschen profitiert. Die Familie, Flüchtlingskinder, Freunde... aber auch ich.

 Kürzlich tauchte in einem Konvolut Geschenktem dieses rostige Gestell auf.
Ein altes Klapprad aus den 70er Jahren. 


 Naja, das wollte dann doch wirklich keiner mehr haben. Technisch relativ in Ordnung, aber optisch.

 Doch, ich will !!!
Seit wir hier auf dem Dorfe wohnen, schwirrt mir der Gedanke eines mit dem Auto leicht mitnehmbaren Fahrrades im Kopf, mit dem ich in der nahen Kleinstadt kurze Wege erledigen könnte


 Also hat der Mann mir die alte Klappstulle heilgemacht und eine blumige Klingel gekauft, damit es schon mal nicht so aussieht, als ob die arme, alte Frau mit diesem Fahrrad fahren MUSS, weil sie sich kein besseres leisten kann. 
Das Körbchen hatte ich noch im Bestand .


Es war schon aussortiert, weil als Handtasche zu sperrig. Macht sich, fest mit dem Rad verbunden, als Fahrradkorb hübsch und praktisch.  Fehlte mir noch eine passende Tasche für den Gepäckträger. 

Nun sind mir vor ein paar Jahren ein paar alte Säcke in die Arme gelaufen, ( keine Angst, ich erzähle jetzt keine ollen Kamellen aus meiner bewegten Jugend), es handelte sich um die so hippen und nichtsdestotrotz schlecht zu verarbeitenden Kaffeesäcke.

 


 Aus einem solchen Sack ist nun die hintere Fahrradkorbtasche entstanden. Gefüttert mit einem karierten Hemd, das schon vor längerer Zeit seinen Holzfäller verlassen hat, und um im Bild zu bleiben :


Mit Henkeln aus Fahrradschläuchen.


Alles altes Zeug. In die Fahrradschläuche habe ich ( hässliches ! sieht man ja nicht) Möbelgurtband eingezogen, um die Taschengriffe stabiler zu machen. Als Zwischenlage (unsichtbar) habe ich einen alten Matratzenbezug genommen, damit die Tasche etwas "Stand" hat.


Zum Schluss gabs noch eine Mäusezähnchenkante aus Schnur, denn ein bisschen Schnickschnack darf sein.


Das hat mir richtig Spaß gemacht. ein bisschen alter Kram und doch zusammen was nettes Neues.


Bei dieser Gelegenheit hat sich herausgestellt, daß die Kätzchen sehr, sehr gern auf den Kaffeesäcken liegen... zusammen mit aussortierter Rohwolle als Füllung, vielleicht auch ein wunderbares Katzenbett. Mal sehen.


Rust never sleeps !

P:S. Das Fahrstell ist stabil und nicht durchgerostet, es sieht in der (geölten) Großaufnahme schlimmer aus, als es ist). Aber vielen Dank für die Fürsorge.