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Donnerstag, 12. März 2026

Schnecken - jetzt neu, oder " Mal was lesen ? "


 Schon seit vier Jahren wachen unsere, mittlerweile vier, Orpington-Enten über die Schneckenpopulation in unserem Garten. Die hübschen, milchkaffeefarbenen Damen haben die letzten Laufenten abgelöst. Ihr Erwerb war eher zufällig und notwendig, (Rettung vor dem Schlachten !) , stellte sich jedoch als Glücksgriff heraus, da sie nicht nur wunderschön, sondern auch robuster sind als die Laufis. Auch ein wenig zutraulicher.

Im vorletzten Jahr hatten die Schnecken, die zweite Aussaat der Gemüsepflanzen fast ganz vernichtet, zusammen mit allgemeinen Hindernissen hatte ich dann überhaupt keine Lust mehr, noch einen dritten Versuch zu wagen und das Gemüsejahr abgehakt. 

Mittlerweile habe ich mich von unrealistischen Vorstellungen, was meinen Gemüseanbau angeht, verabschiedet , das Konsumieren von Gartenvideos eingestellt und einfach nochmal angefangen, wie es mir in den Kram passte. Das sieht schon besser aus. Außerdem : Der just vergangene Winter war ziemlich kalt, auch das reduziert das frühe Aufkommen des ( Nackt- Schneckenachwuchses ).  

Gestern Abend hat es nach Tagen/fast Wochen trockenem Sonnenwetters geregnet und siehe da, nun sind sie wieder da, die Kriecher. Sitzen noch im Mulch, lugen unter Pflanzgefäßen hervor, ganz Kecke schleimen schon mal am Abend über die Wege ( so gesehen junge Tigerschnegel ). 


Und natürlich haben sie hier ein Lebensrecht. Sind ökologisch  notwendig , die Gehäuseschnecken finde ich ausgesprochen schön, auch ein paar einheimische Weinbergschnecken leben im Garten.

Also versuche ich, Allen einen Lebensraum zu geben. Den Enten, ( die nicht gleichzeitig überall sein können) . Den Schnecken, die auch außer den Gemüsepflanzen, genug zu essen finden und den Gemüsepflanzen, die bitte weiter wachsen sollen. 

Statt der teuren Schneckenkragen hatte ich aus Plastikeimern kleine Schutzwälle gebaut die zumindest die Jugendphase der Kürbissse und Zucchini geschützt haben. Das funktionierte im letzten Jahr gut und wird entfernt, wenn die Pflanzen robust genug sind und den Schnecken nicht mehr schmecken. 

Es wird schon noch etwas für uns übrig bleiben.

Meine Einstellung zu Mollusken jeglicher Art habe ich übrigens nach der Lektüre dieses Buches geändert. 

Die Autorin des autobiografischen Romans ist nach einer schweren Infektion ans Bett gefesselt, bekommt von einer Freundin eine Zimmerpflanze geschenkt, in der sich eine kleine Gehäuseschnecke angesiedelt hat. Schneckenhaft langsam gewinnt die Patientin Interesse und Einblick ins Schneckchenleben und gesundet in der gleichen Geschwindigkeit von ihrer Post-Infektion. Das Buch ist lange vor Corona geschrieben, und nicht nur wegen der bezaubernden Beschreibung der Schnecke lesenswert. Vielmehr ist es ein hervorragendes Sachbuch, das eine Vielzahl von weitergehenden Litueraturhinweisen zum Thema Schnecken bietet.

Unbedingt lesenswert. 

Auch weiterhin bin ich mit Aufräumarbeiten im Spätwintergarten vorsichtig, denn Vieles, was da sommerlich kreuchen und fleuchen wird , befindet sich noch im Kälteschlaf und es würde das vorzeitige Ende dieser Lebewesen bedeuten, wenn ich da herumwühle. Also kein Häckseln, Graben, großräumiges Harken etc. .  

So, heute Abend geht es ins Konzert, bin recht gespannt, ganz in der Nähe.  Ich werde berichten. 

Aber erst, wenn ich das Konzert gesehen habe. Erstmal eine meiner neuen Favoritinnen zur Zeit. Da ich sehr gern dänische Serien schaue, bin ich schon vor einiger Zeit auf Trine Dyrholm gestoßen, die auch ganz ansprechende Musik macht. 

Guck ! 


 zusammen mit Tine Dykow...

Sehr gerne habe ich die Serie  Die Erbschaft  (Arvingerne ) schon mehrfach gesehen.  Die episch angelegte Geschichte, in der Trine Dyrholm eine der Hauptrollen spielt, versammelt die creme de la creme der dänischen SchauspielerInnen. Unbedingt sehenswert. Schön für lange Winterabende. 



Montag, 18. August 2014

Finding Vivian Maier

Wann war ich das letzte Mal im Kino, und wann am Sonntagmittag ?

Etwas Ungewöhnliches und Besonderes wollten wir uns gestern leisten, am letzten Urlaubstag. Also haben wir um die Mittagszeit diesen Film angesehen. Und ungewöhnlich ist die Geschichte und die Hauptperson, die viele von Euch wahrscheinlich schon kennen werden, auf jeden Fall.



John Maloof,  der Entdecker der Negative dieser begabten, und zu Lebzeiten unbekannten Fotografin, zeichnet in diesem anrührenden Dokumentarfilm die Geschichte der Vivian Maier nach, beantwortet viele Fragen zu ihrem Leben, und wirft ebenso viele neue auf.

Ein Film zum nachdenklich werden im besten Sinn.

 Mittlerweile gibt es Buchveröffentlichungen ihrer Fotos.


Viele große Ausstellungen haben stattgefunden und einige ihrer großartigen Aufnahmen kann man  hier ansehen.

 Vivian Maier die, 83 jährig, völlig vereinsamt, vor einigen Jahren starb, ist weltberühmt geworden.

Ich hatte bisher nur einige ihrer Fotos gesehen und einige kurze Zeitungsartikel über sie gelesen. Dieser Film ist mir eine große Motivation, mich mit ihrem Werk näher zu beschäftigen. 

Unbedingt sehenswert  !!!


Mittwoch, 13. August 2014

Oh captain, my captain



  
Viel Gutes und Intelligentes ist schon über Robin Williams geschrieben worden, und ich will mir hier auch nicht anmaßen, einen eigenen Nachruf zu verfassen.  Einige seiner Filme habe ich geliebt.

"Der Club der toten Dichter" gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, aber auch "Patch Addams". 

Ein wunderbarer Schauspieler und Lehrer hat das Klassenzimmer verlassen !

Freitag, 18. Juli 2014

Ein Held meiner Jugend

... ist gestorben.

Dietmar Schönherr hat im Alter von 88 Jahren die Kommandobrücke verlassen.

Obwohl man diesen großen Schauspieler natürlich nicht an einer Rolle festmachen kann. Für mich ist er der Commander McLane aus der Serie " Raumschiff Orion", die wir begeistert, nicht nur gesehen , sondern auch nachgespielt haben. 
Das war in den späten 60er Jahren, und ich war da 11 oder 12 Jahre alt.


 Eine Gruppe Kinder zwischen 9 und 12 Jahren traf sich regelmässig in einem nahegelegenen Rohbau , (was natürlich schwer verboten war), aber prima zu unserer Vorstellung einer futuristischen Welt passte. 

 Ja, und dann haben wir die einzelnen Folgen  brav nachgespielt.

hier ist unser "Raumschiff" schon ein Wohnblock....
Weil ich das einzige Mädchen mit relativ blonden Haaren war, durfte ich, Glückes Geschick, die Tamara Jagellovsk spielen.  Die ich eigentlich doof fand in der Serie, die aber in einer Folge den Commander küsst. Und der Commander, also " mein  persönlicher Commander", das war Frank, blondgelockt, süss und mein heimlicher Schwarm. 

 Tapfer haben wir uns durch alle Folgen gespielt...  und ich habe auf den Kuss gewartet, der der erste meines Lebens geworden wäre. 

Wäre.  

Leider wurde unsere kleine, illegale Gruppe entdeckt, der Bau kindersicher verschlossen und aus wars mit Raumschiff Orion.  Wir spielten dann Winnetou. Mein Schwarm stellte Old Shatterhand dar . Da hätten sich "Gelegenheiten" geboten, aber eine blonde Squaw als Nscho-tschi... niemals !!! 

Meine Proteste halfen nichts. Die Rolle bekam ein anderes Mädchen und ich war beleidigt. Ich glaube, Old Shatterhand war das sowieso egal.

hier bin ich zwar schon etwas älter, aber die Frisur... immer noch original "Tamara"
 Der erste Kuss blieb ungeküsst und ich fühlte mich betrogen.

 Ja, ich war Tamara Jagellovsk !

In der Jetztzeit bin ich leidlich gesundet, vor allem sind einige Befürchtungen , daß sich Aliens in meinem Körper eingenistet haben, zerstreut, sodaß ich das kommende Sommerwochende wirklich geniessen kann. 

Die Färbeküche ist schon aufgebaut...
. 

Sonntag, 2. März 2014

Young at heart

Gestern wieder gesehen : einen wunderbaren Dokumentarfilm über wunderbare, alte Menschen, die nochmal zeigen, wieviel Leben in ihnen steckt.


Für mich immer mal wieder : Der andere Blick auf Menschen, die auf die Summe ihres Leben blicken können.  Auf Ihren Lebensmut ,  ihre Leidenschaft und  ihr  Durchhaltevermögen. 
Und die Spaß dabei haben und zeigen, wieviel möglich ist, trotz Alter oder Krankheit. Bewundernswert.




 Sehenswert ! Unbedingt !

 Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag voller Spaß und Glück.

Montag, 27. Mai 2013

Design und Nachhaltigkeit made by Familie

Einige meiner Posts handeln davon, Ressourcen zu bewahren, ja, man kann schon sagen, ich bin da recht bemüht.
Mittlerweile ist mir das Neu-Kaufen von Dingen fremdartig geworden. Eigentlich versuche ich zuerst, etwas Gebrauchtes zu bekommen, oder überlege, ob ich Vorhandenens nutzen kann.

Das ist auch hier Thema :  Kleiner Stop-Motion-Film

Made bei Lilu und Paul, als da sind die Freundin des Sohnes, und der Sohn !
Beide haben visuelle Kommunikation studiert , dieser kleine Film ist mit wenig Technik (Fotokamera) zu Hause bei den Beiden am Küchentisch entstanden.

http://vimeo.com/63995888

wertekarton from Lilu&Paul on Vimeo.


Der Film ist ein kleines Dankeschön für Grafik-Büros, die einen Fragebogen zum Thema Nachhaltigkeit im Design bearbeitet haben... so als Bonbon hinterher, und ich find ihn einfach nett.


.... und morgen zeige ich Euch, wie Ihr aus preiswertem Recyclingmaterial eine Arche selber bauen könnt,


 und was die modebewusste Frau im Frühling 2013 so trägt...


Donnerstag, 24. Januar 2013

Das Lied des Lebens

... gestern habe ich mich aufgerafft und bin mit Freundin Petra http://sternthaler75.blogspot.de/
 ins Kino... 

"Lied des Lebens" heisst der dokumentarische Film über, und mit einem Komponisten, der in der Arbeit mit alten Menschen, an zwei Projekten deren biografische Erfahrungen musikalisch, vokal und instrumental umsetzt.

  Erstaunliches kommt dabei heraus, lyrische, anrührende Szenen in Würdigung dieser teilweise sehr schweren Lebensgeschichten.
 Die erarbeiteten Lieder gewähren einen tiefen Einblick in gelebtes Leben, eröffnen emotionale Tiefe, und zeigen, daß alte Menschen, auch hochbetagte, nicht erloschen in Heimen dahinvegetieren (müssen) . 

Der Film hat mich mehrmals zum Weinen gebracht....ich werde es mir hinter die Ohren schreiben für meine Arbeit.




Großartig - unbedingt sehenswert, eine Verbeugung vor dem Leben !!!!