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Donnerstag, 12. März 2026

Schnecken - jetzt neu, oder " Mal was lesen ? "


 Schon seit vier Jahren wachen unsere, mittlerweile vier, Orpington-Enten über die Schneckenpopulation in unserem Garten. Die hübschen, milchkaffeefarbenen Damen haben die letzten Laufenten abgelöst. Ihr Erwerb war eher zufällig und notwendig, (Rettung vor dem Schlachten !) , stellte sich jedoch als Glücksgriff heraus, da sie nicht nur wunderschön, sondern auch robuster sind als die Laufis. Auch ein wenig zutraulicher.

Im vorletzten Jahr hatten die Schnecken, die zweite Aussaat der Gemüsepflanzen fast ganz vernichtet, zusammen mit allgemeinen Hindernissen hatte ich dann überhaupt keine Lust mehr, noch einen dritten Versuch zu wagen und das Gemüsejahr abgehakt. 

Mittlerweile habe ich mich von unrealistischen Vorstellungen, was meinen Gemüseanbau angeht, verabschiedet , das Konsumieren von Gartenvideos eingestellt und einfach nochmal angefangen, wie es mir in den Kram passte. Das sieht schon besser aus. Außerdem : Der just vergangene Winter war ziemlich kalt, auch das reduziert das frühe Aufkommen des ( Nackt- Schneckenachwuchses ).  

Gestern Abend hat es nach Tagen/fast Wochen trockenem Sonnenwetters geregnet und siehe da, nun sind sie wieder da, die Kriecher. Sitzen noch im Mulch, lugen unter Pflanzgefäßen hervor, ganz Kecke schleimen schon mal am Abend über die Wege ( so gesehen junge Tigerschnegel ). 


Und natürlich haben sie hier ein Lebensrecht. Sind ökologisch  notwendig , die Gehäuseschnecken finde ich ausgesprochen schön, auch ein paar einheimische Weinbergschnecken leben im Garten.

Also versuche ich, Allen einen Lebensraum zu geben. Den Enten, ( die nicht gleichzeitig überall sein können) . Den Schnecken, die auch außer den Gemüsepflanzen, genug zu essen finden und den Gemüsepflanzen, die bitte weiter wachsen sollen. 

Statt der teuren Schneckenkragen hatte ich aus Plastikeimern kleine Schutzwälle gebaut die zumindest die Jugendphase der Kürbissse und Zucchini geschützt haben. Das funktionierte im letzten Jahr gut und wird entfernt, wenn die Pflanzen robust genug sind und den Schnecken nicht mehr schmecken. 

Es wird schon noch etwas für uns übrig bleiben.

Meine Einstellung zu Mollusken jeglicher Art habe ich übrigens nach der Lektüre dieses Buches geändert. 

Die Autorin des autobiografischen Romans ist nach einer schweren Infektion ans Bett gefesselt, bekommt von einer Freundin eine Zimmerpflanze geschenkt, in der sich eine kleine Gehäuseschnecke angesiedelt hat. Schneckenhaft langsam gewinnt die Patientin Interesse und Einblick ins Schneckchenleben und gesundet in der gleichen Geschwindigkeit von ihrer Post-Infektion. Das Buch ist lange vor Corona geschrieben, und nicht nur wegen der bezaubernden Beschreibung der Schnecke lesenswert. Vielmehr ist es ein hervorragendes Sachbuch, das eine Vielzahl von weitergehenden Litueraturhinweisen zum Thema Schnecken bietet.

Unbedingt lesenswert. 

Auch weiterhin bin ich mit Aufräumarbeiten im Spätwintergarten vorsichtig, denn Vieles, was da sommerlich kreuchen und fleuchen wird , befindet sich noch im Kälteschlaf und es würde das vorzeitige Ende dieser Lebewesen bedeuten, wenn ich da herumwühle. Also kein Häckseln, Graben, großräumiges Harken etc. .  

So, heute Abend geht es ins Konzert, bin recht gespannt, ganz in der Nähe.  Ich werde berichten. 

Aber erst, wenn ich das Konzert gesehen habe. Erstmal eine meiner neuen Favoritinnen zur Zeit. Da ich sehr gern dänische Serien schaue, bin ich schon vor einiger Zeit auf Trine Dyrholm gestoßen, die auch ganz ansprechende Musik macht. 

Guck ! 


 zusammen mit Tine Dykow...

Sehr gerne habe ich die Serie  Die Erbschaft  (Arvingerne ) schon mehrfach gesehen.  Die episch angelegte Geschichte, in der Trine Dyrholm eine der Hauptrollen spielt, versammelt die creme de la creme der dänischen SchauspielerInnen. Unbedingt sehenswert. Schön für lange Winterabende. 



Sonntag, 1. Februar 2026

Die Tiere , der Winter und ich


Offenbar hat der Winter beschlossen mit Kraft und Kälte noch ein paar Wochen zu bleiben. 

Der Schnee ist längst nicht mehr so romantisch und fluffig wie zu Beginn, jede Menge Spuren und anderes haben das Weiß teilzerlegt. Und die Ställe der Hühner, weil intensiv genutzt, müssen öfter geputzt werden. So wird die Versorgung der fast 30 Draußentiere im Moment keine Nebensache, sondern braucht erheblich mehr Zeit und Wärme ( Energie) . 

Frühstückskorb für Huhn, Ente und Schaf

30 gackernde, schnatternde oder blökende Lebewesen !  Das habe ich mir erst vor kurzem klargemacht, als ich mal wieder überlegt habe: „ was mache ich eigentlich so den ganzen Tag“.

Seitdem ( besser spät als nie !) bin ich erheblich zufriedener mit meiner Tagesleistung. 

Nachdem ich meine letzte, nur kurzfristig inne gehabte, " Ehrenamtsstelle "( die auch etwas mit Tierversorgung zu tun hatte), aufgegeben habe, kümmere ich mich quantitativ und qualitativ besser um unsere Tiere. Mindestens 3 mal pro Tag bin ich dort zu Gange.

 Wir kennen uns jetzt gut, die Tiere und ich. Alle sind wesentlich zutraulicher geworden, nicht mal Manfred haut ab, wenn ich komme. Außerdem merke ich früher, wenn einem Tier etwas fehlt und bin bei der Futterzubereitung einfallsreicher und sorgfältiger.

Und das macht Spaß.

 Die Hühner, auch die alten, legen verlässlich. Wir haben jeden Tag mindestens 6 Eier, an manchen Tagen mehr ( es sind 11 Legehennen und wir haben tiefsten Winter !) .

Es freut mich so sehr, die direkte Auswirkung meiner Arbeit zu sehen.

Unsere Hühner dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende hier leben , es sind ein paar echt alte Damen dabei. Erfahrungsgemäß überstehen die alten Hennen noch die erste Legeperiode bis zum Mai und verabschieden sich dann in den Hühnerhimmel. 

Deshalb habe ich schon mal zwei junge Hennen nachgekauft, zwei hübsche Welsumer, mittelgroß, mit glänzendem, wildfarbenem Gefieder.

Knapp 14 Tage sind sie hier und haben sich schon gut eingelebt.

...und sie mögen sogar den Schnee

Gelernt habe ich auch mit der Haltung meiner Schafe besser umzugehen, mir mehr zuzutrauen. Die Klauenpflege geht mir inzwischen sicher von der Hand, die Füße von " Hörnchen" sahen wirklich schlecht aus und mit regelmäßigen Kontrollen und Behandlungen habe ich das wieder gut hinbekommen 

(Entzündung raus, Tier kann wieder gut laufen...).da ist mir meine Chirurgie-Erfahrung sehr entgegengekommen

Auch hier zahlt sich die Mühe aus.

All diese Aufgaben hat es auch während meiner Berufstätigkeit schon gegeben. Was ich jetzt daraus gemacht habe, ist aber mit dem vorherigen Zustand nicht zu vergleichen. Ich hoffe, diese zufriedenstellende Arbeit noch lange zu schaffen und weiter dazuzulernen.

Schnee hingegen muss nicht ! Ich hätte jetzt gern schon mal ein paar frühe Schneeglöckchen.

Noch ein bisschen Musik ? Gerne doch. 

Am Freitag waren wir in einem Chorkonzert, sehr schöne Stücke wurden gesungen... Gleich zu Beginn ein Stück von Jacob Collier, unwiderstehlich. Es wäre mein Wunsch, einmal ein Konzert mit diesem Künstler zu erleben. 


Mittwoch, 14. Januar 2026

Über null

 Ästhetisch eher unattraktiv, für die Hühnerundschafhalterin jedoch eine erhebliche Verbesserung: Tauwetter. 

An den knackig kalten Tagen 3 mal kannenweise Wasser fürs Flügeltier ins Gehege schleppen, mag dem Getier gefallen, mir aber weniger. Dennoch, es muss sein, denn gerade die Enten brauchen nicht nur zu trinken sondern auch die tägliche Waschschüssel fürs Gesundbleiben. Und für den Spaß am Leben.

 (Dieses Foto ist vom 3. Januar, der Teich ist zugefroren und da tuts auch ein riesiger Blumenuntersetzer. Aber nicht bei minus 10 Grad, das wär dann doch zu kalt. )

 Und mir stärkt es die Muskeln, nebenbei.

Die Flügeltiere haben die Minusgrade aber gut überstanden, bis auf ein älteres Huhn, das ich gestern zwischen Steinplatten festgeklemmt und mit einer Verletzung am Kamm gefunden habe. Keine Bange, war wohl nur kurz eingeklemmt , warum, erschließt sich mir nicht und woher die Verletzung stammt auch nicht . Klar ist sie sofort ins Krankenlager umgezogen, bekommt jetzt gutes Essen und Ruhe . Dann wird das schon.

 Vielleicht haben die anderen Hühner sie gemobbt, manchmal sind sie untereinander garstig. Bei Bedarf wird die Henne einfach in die Gartengruppe umgesetzt... das ist so ein bisschen die Außenseiter-Ecke, für Hennen, die in der Gruppe der großen Hühner nicht klarkommen. 


 Am Abend noch das Ringsgwandl Konzert in Hannover.

 Meine Begeisterung auch hier eher verhalten. Ich habe den guten Schorsch schon etliche Male gesehen... jetzt deutlich gealtert, stünden ihm die leisen Töne besser, als der schrille Abglanz.

 Dennoch hat er uns in frühen Jahren ein paar denkwürdig gute und ehrliche Stücke und etliche skurrile Momente beschert, die der Erwähnung würdig sind. 

 



Upps... da hatte ich doch gerade das falsche Video eingefügt. Dies ist jetzt das richtige. Immer wieder passend ! 

P.S.  Ganz herzlichen Dank für die vielen, netten Kommentare zu meinem Wiederauftauchen. Ich habe mich sehr gefreut, war auch erstaunt darüber. Jetzt möchte ich dranbleiben ! 

Montag, 26. Juni 2023

Was macht die Katz, der Hund, das Huhn...

 Wenn man, so wie ich die letzten Monate, nichts geschrieben hat, dann ruft die Stunde ja geradezu nach einem Update über Garten, Katz und Hund, Huhn, Schaf und Ente. Ist da was geworden... aus den großen Plänen ?

So wurde auch in einem Kommentar danach gefragt. Teilweise möchte ich das jetzt gern beantworten. Hund und Garten bekommen dann einen Extrapost.

Katzen haben wir derer noch zwei, nach vielen Jahren mit fünfen oder sechsen an der Zahl. Geblieben ist uns die schöne Lotti, ein starkes, noch junges Löwenmädchen, nicht ungefährlich für Maus, Ratte und ja, auch manchmal für den Menschen.

Sanft und anhänglich kann sie sein, möchte unsere Aufmerksamkeit, aber immer selbstbestimmt und als ehemaliges Straßenkind sitzen die Krallen manchmal locker und ich glaube gern, daß ein solches, kleines Raubtier auch einen Menschen ernsthaft verletzen könnte.

 ( zur Erinnerung : Lotti kam als 4wöchiger Findling zu uns, ich habe sie gesundgepflegt, mit der Flasche großgezogen und sie ist zu einer bildschönen Kätzin herangewachsen. ).

 

Dann gibt es noch unseren alten Emo, das Ehmchen eher... ein kleiner, zarter Katzengreis. Seit Jahren chronisch krank wird das sensible Kerlchen von mir gehegt und gepflegt.

Immer mal wieder geht es ihm recht schlecht, im Moment machte ihm die Hitze sehr zu schaffen und ich hoffe, er möge noch diesen einen schönen Sommer haben.  

 

Unsere Vierbeiner sind Familienmitglieder und ich bin dankbar, die Möglichkeit zu haben, auch medizinisch das Notwendige tun zu können, ohne Übertreibung und immer im Bewußtsein eines irgendwann unausweichlichen Lebensendes unserer Tiere.

Die Hühnergesellschaft reduziert sich im Moment etwas, ich habe einige sehr alte Hühnerrentnerinnen, die ihr Gnadenkorn hier genießen dürfen. So ein Huhn wird 5 bis 8 Jahre alt, im Ausnahmefall hatte ich auch schon Hennen, die älter geworden sind. Diese beiden, Püschel und Knieß, haben auch schon ein paar Jahre auf den Federchen, erfreuen sich jedoch bester Gesundheit und mich täglich mit ihrer freundlich, munteren Umtriebigkeit. 

Wenn ich im Herbst aus dem Urlaub zurückkomme, werde ich versuchen, meine nette Hühnergruppe mit passenden Damen etwas aufzufüllen. Ich dachten an zwei kleine und zwei große Hennen.

Schnattermunter sind die beiden, eher durch Zufall als Schneckenvertilgerinnen angeschafften, Orpingtonenten.


Sie dürfen regelmässig in den Gemüsegarten, haben aber in diesem Jahr entdeckt, daß auch Gemüsepflanzen gut schmecken, wohl auch in der Ermangelung von Schnecken. Seltsamerweise haben sie eine besondere Vorliebe für Zwiebeln. Musste ich absperren. Aber die beiden Enten sind so schön, daß ich nicht bereue, sie übernommen zu haben.

An guten Tagen, an Tagen, die genügend Zeit für uns alle lassen, freue ich mich sehr über die paradiesischen Zustände in denen die Tiere leben können, über die friedlichen Bilder, die sie mir bieten. Und die Tage, die genug Zeit für mein Landidyll lassen sind deutlich mehr geworden. Toll !

Hier noch eine kleine Kostprobe einer jungen Musikerin, die mir kürzlich vor die Ohren kam. Konzertkarten für den Dezember sind schon gekauft. Auch ein Grund zur Freude nach dieser ganzen doofen Corona-Leere.


 

Sonntag, 6. November 2022

Mensch Kinnas !


 Hätte ich ja nicht gedacht, daß es so viele Reaktionen zu meinem Wiederauftauchen aus dem Mulch geben würde.

 Freut mich sehr, denn irgendwie ist das Internet ohne Blog für mich nicht wirklich lebendig. Spricht nicht mit mir... denn Instagram und Twitter, ( schon gleich gar nicht), sind nix für mich. 

Ja schön. Vielen Dank für Euer Interesse und die lieben Kommentare.

Dann erzähl ich doch einfach weiter meine kleinen Geschichten.

Das ist Sabine.

Sabine ist ein Zwerghuhn.

 Vor ein paar Jahren ist Sabine mit ihren Schwestern Gundi und Gabi hier eingezogen , um die Gruppe der zwei verbliebenen Gartenhühner aufzufrischen. Gartenhühner deshalb, weil sie offiziell berechtigt sind, den gesamten Garten zu bevölkern, was die großen Hühner nicht dürfen, denn Hühner sind ausgesprochene Permakulturgegner .

Als Zwerginnen und machen sie wenig bis gar nichts kaputt. 

Nicht alle meiner Hühner haben Namen. Die großen Hühner sind eher nach Herkunft und Aussehen benannt ( die Blumis, das Giganto-Huhn, die Legebatterie -Hühner , die schwarze Kuckuck oder auch das letzte Schopfhuhn ).

Nur die Gartenhühner haben richtige Namen, und vor zwei Tagen habe ich bemerkt, daß Sabine ordentlich humpelt. Also abends Füße baden und gucken, was sie hat. 

Hühnerfüße sind recht empfindlich, die Blutzufuhr ist kompliziert aufgebaut und eine feine Sensorik befähigt die Federtiere, mit ihren Fußballen Bodenschwingungen wahrzunehmen. 

Leider musste ich Kalkmilben feststellen, die Arme hat ein sogenanntes Kalkbein ( nein, kein Raucherbein), und auch einen störenden Kalkknoten unter der Sohle.

 Damit konnte sie nicht mehr richtig laufen. Das lässt sich behandeln, zwar langwierig, aber möglich. Den großen Knoten habe ich schon aboperiert und gestern war Sabine schon wieder besser zu Fuß unterwegs.

  Weil auch Gundi und Gabi Anzeichen von Milbenbefall zeigen, gibt es ab sofort zweimal in der Woche Hühnerfußpflege.


Wird schon werden. Ich hab so viel Spaß an den Hühnern, die Federdamen sind gerade durch die Mauser durch und vor dem Winter möchte ich erreichen, daß sie wieder gesunde Füße haben.

Das bin ich ihnen schuldig. 

... und zum Wochenanfang noch ein Liedchen ! Mit der Musik dieser Gruppe werde ich Euch wohl noch häufiger belästigen. ( Es hat sich durch die bloglosen Monate einges an Musik angesammelt, denn ich hab zwar nicht geschrieben aber umso mehr Musik gehört)

Sind einfach gut ! 


P.S. von heute Morgen... Sabine humpelt nicht mehr ! Offensichtlich habe ich als Hühnerärztin die richtige Behandlung gewählt. Nur weiter so.

2.P.S.  Wer die Gelegenheit hat, ein Konzert der Gruppe Bukahara zu besuchen. Bitte unbedingt hingehen. Eine warme Dusche für die Ohren, das Herz, die Seele. Diese Musiker sind so unfassbar nett und warmherzig. Das beste Konzert seit, seit,..Ewigkeiten.

Samstag, 21. August 2021

Alle meine Entchen...

 

Mit der Vorstellung unserer beiden Neuzugänge, den eher zufällig entdeckten Orpington Enten Schmette und Gake, ( von meinem Mann, frei nach Rene Marik, so benannt ), melde ich mich aus der ungeplanten und trotzdem längeren

Blogpause zurück. Da war wohl, durch meinen extendet Rentencountdown und der anschließenden Bloggerei, meine schreibende Quelle etwas ausgetrocknet.

 Gleichermaßen hatte ich, angesichts der sich aufhäufenden Katastrophen in der Welt, das Gefühl, keine trivialen Privatdinge schreiben zu können, zu dürfen. Und diese Empfindung ist auch noch nicht verschwunden.

Aber... das Schreiben und die dadurch entstandene Kommunikation fehlen mir doch erheblich und so versuche ich, wieder einzusteigen...

Die beiden, netten Enten habe ich für eine kleine Schutzgebühr vorgestern übernommen.

 Vordergründig würde ich behaupten, sie sollen hier die Nacktschneckenplage etwas minimieren. Wenn ich ehrlich spreche, haben sie mir einfach gefallen und auch ein wenig leid getan.

 Dort, wo sie waren, waren sie übrig, in nicht unbedingt idealer Haltung.

 So wunderschöne, junge Tieren, erst 6 Monate alt, von Schlachtung bedroht. Aufgeregt schnatternd haben wir sie nach einer nervigen Einfangaktion in einen Reisekarton gesetzt, die ganze Heimfahrt über lamentierten sie in ihrer Kiste, so daß ich schon dachte, ich hätte mir lärmige Wesen herangeholt. 

Hier angekommen, haben sich die Beiden umgehend beruhigt und sich im folgenden probemlos in den Geflügelbestand integriert, kein Geschnatter, kein Gemecker. 

Freundlich und genügsam fressen die Entenschwestern alles angebotene Futter, baden entzückt im Plastikteich und ruhen friedlich in der Sonne.

Ich freu mich.  Läuft gut ! Und haben auch schon Schnecken gefressen...



Donnerstag, 20. August 2020

Das Mufflein

Vom Hund, vom Stolz und ein bisschen vom Virus


Ich glaubte es selbst kaum. Schon 7 Jahre lebt der gute Mufti bei uns. Ein Herzchen von einem Hund. Hier in schierer Verzweiflung, denn er hat die Tüte mit den Altbrötchen gefunden und ausgeraubt. Er weiß, wie solches verboten ist, Weißbrot klauen.
Und wartet trotzdem geduldig und schuldbewusst darauf, dass wir ihn in den Garten lassen, damit er das Hörnchen in seinem "Zimmer" vergraben kann.

 Ich glaube, sein Vertrauen in uns ist grenzenlos.

 In einer Woche holt er das Teil dann als grauen Lappen wieder aus der Erde ! 
 
Guten Appetit, Habbibi .

An diesem Wochenende fährt mein Kind zum ersten Mal den Wünschewagen. Ein ehrenamtliches Projekt, das, professionell geführt, Menschen in ihrer letzten Lebensphase ebensolche Wünsche zu erfüllen versucht. 
Manchmal ist das ein ganz kleiner Wunsch, ( noch einmal in ein bestimmtes Einkaufszentrum z. B. ).
 Dieses Wochenende ist es eine große Tour, um Abschied von einer Heimat zu nehmen. 



Ich bin unsagbar stolz auf das Kind, das längst eine großartige Frau geworden ist...., eine reife und wunderbare Leistung, diese wertvolle Arbeit in ihrer knappen Freizeit zu leisten.
 
Selbst habe ich auch gerade ein bisschen wenig Zeit, marschiere ich stracks auf die Rente zu ( ja, die Kontenklärung läuft und ich habe einen ganz doofen Dienstplan).

Aber ich habe Projekte und Posts in der Vorbereitung. 
 
Die nächste Adventsaktion rollt an !

 

Ein Post über vergangene Schätze schlummert im Kasten.





Und ich darf in der kommenden Woche den Garten meines großen Gärtnervorbildes fotografieren.

Darauf freue ich mich sehr.






Heute gehe ich , na ratet Mal , für drei Nächte wohin ?

Wers als erster rausbekommt, gewinnt eine FFP3 Maske, von mir handsigniert ( Vorsicht Satire!).

In der Umgehensweise mit den Menschen, die wegen des „Virus“ zu uns gelangen, finde ich einiges ziemlich unerträglich. Mit meinem Verständnis von Krankenpflege, ja Nächstenliebe, hat das nicht mehr viel zu tun ( ich habe bereits darüber berichtet. )

 Aber ab dem kommenden Sonntag habe ich nach diesem verqueren Dienststriezel drei Wochen frei, und die werde ich für schöne Dinge gut zu nutzen wissen.




Das wünsche ich Euch auch !



Freitag, 10. Oktober 2014

Federvieh aktuell


In diesem Jahr habe ich etliche Federtiere aus unterschiedlicher Herkunft, zum Teil notfallmässig, aufgenommen.  Ein buntes Grüppchen ist dadurch entstanden.
Erstmals habe ich aus einer Haltungaufgabe ein paar Zwerghennen bekommen. Noch ein paar dazugekauft, und nun habe ich 7 von diesen schlauen und agilen Wesen.  Die 7 Zwerge dürfen im Garten laufen, denn sie richten kaum Schaden an.


Meine anfängliche Sorge, sie könnten von den großen Hennen untergebuttert werden, hat sich als unbegründet erwiesen. Die kleine Federmädels sind wendig und haben offensichtlich ein paar Zellen mehr in ihren Hühnergehirnen. Einige können fliegen wie junge Adler, sodass eher die "Großen" aufpassen müssen. 
Und der Hahn hat mit seinen gleichgroßen Damen genug zu tun.
.

Drei völlig verrupfte, weil federfressende Hennen habe ich von der Initiative " Rettet das Huhn"  übernommen, und zuletzt kam noch die Gans Liese, eine verlassene Pommerngans zu uns. 


 Liese ist nun die dritte Woche bei uns, hat sich gut eingelebt und ist eigentlich recht lebensfroh. Weil sie nun verlässlich und gern in den Gemeinschaftsstall zurückkehrt, darf sie tagsüber mit den 7 Zwergen in den Garten, und weidet dort fleissig den Rasen kurz.



Leider hat sich ein schon vorbestehendes Humpeln verstärkt, am ehesten ordne ich dieses als Gicht ein, sodass ich mir grad ein wenig Sorgen mache.  Wie gesagt,  sonst sie ist munter und frisst wie ein Scheunendrescher....
Wie beim Menschen, ist auch bei Tieren die Gicht eine Zivilisationskrankheit. Die gute Liese bekommt also für ein paar Tage kein eingeweichtes Brötchen zusätzlich, sondern Haferflocken mit extra gesammelten Kräutern  (Brennnessel)
 Fand sie nun nicht so toll, aber wenns nichts anderes gibt, nimmt man das auch.


Die anderen Flügeltiere erfreuen sich bester Gesundheit. Die verrupften Dinger aus der Batteriehaltung sind sehr agil und bekommen gerade neues Gefieder. Gleichzeitig zu ihren vorhandenen kahlen Stellen, sind sie jetzt auch noch in der Mauser. Mit gutem Futter und frischer Luft wird das aber bald überstanden sein, und außerdem habe ich heute noch extra Hühnervitamine zum zufüttern gekauft.
  
die neuen Federkiele sind schon gut zu sehen
Der Gockel sieht im Moment aber auch nicht besser aus.


 Soeben hat er die letzte seiner langen Schwanzfedern vom Vorjahr verloren. Eine stolze Mannespracht kann man das kurze nachwachsenden Gestümpel noch nicht nennen. 


Wird auch weniger gekräht im Moment und die ehelichen Pflichten ( 10 girls are waiting for you !)  werden vernachlässigt.
 Von ganz klein ( 400 Gramm ) bis groß ( 9 Kilo wiegt die Gans ), von jung bis alt, ist alles in meinem Hühnervolk vertreten. Eine zusammengewürfelte Patchworkfamilie, die sich insgesamt ganz gut versteht.



  Zwar haben meine Federtiere keine Namen...jedenfalls nicht durchgängig, aber ich kenne sie alle. Sie sind unterschiedlich in Temperament und Verhalten und ich versuche, sie artgerecht und mit Respekt zu behandeln. 


Und jeden Morgen, wenn ich den Stall aufmache, freue ich mich darüber, das ich die Möglichkeit habe, meine Gackerelsen und Schnatterliesen zu halten.