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Freitag, 20. März 2026

Zwischenpost

 Da ich meinen Konzertpost nicht einfach so hinhuddeln möchte, vorerst ein kurzer Zwischenblick auf den Moment. 

 Gesät : Bereits etliche junge Gemüse sind in Zimmer und Gewächshaus gekeimt und wachsen größtenteils froh vor sich hin. Die Beete warten auf den Auszug der Pflanzen und ich warte auf ein paar trockene , sonnige Tage. Kriegen ja einen Schock die Dinglein. 

 Hier... die Erbsen.  

Gerettet : Zwei tolle Kinderstühle aus einem Container. Wer weiß, vielleicht wird in unserer Familie bald mal wieder ein Kinderzimmer eingerichtet. Die beiden Klassiker brauchen etwas Zuwendung in Form von Leim, sind aber robust und gut erhalten, obwohl sie sicher schon etliche Generationen Kindergartenkinder überstanden haben. 

Gelernt : bisschen Dänisch. Erhöht die Vorfreude auf den September ( unsere Dänemarkwoche)  . Nach einigen Versuchen mit YouTube Videos, bin ich jetzt bei der App Duolingo gelandet. Scheint zu funktionieren. Wir werden sehen. Undskyld !

Eingefangen : einen grippalen Infekt, passt mir nicht in den Kram, ist aber leider so. Ich werde das Beste draus machen und ein wenig die Füße stillhalten.  Von den Händen hat keiner gesprochen.!

Gehört :  Und es scheint, als ob ein großer Wunsch in Erfüllung gehen könnte. Ein Konzert von Jacob Collier besuchen, yeah !!!


 P.S. Ja es hat geklappt. Ich habe eine Karte ergattert. Die näheren Umstände ?    ... reden wir nicht davon. 

 



 

 

Donnerstag, 12. März 2026

Schnecken - jetzt neu, oder " Mal was lesen ? "


 Schon seit vier Jahren wachen unsere, mittlerweile vier, Orpington-Enten über die Schneckenpopulation in unserem Garten. Die hübschen, milchkaffeefarbenen Damen haben die letzten Laufenten abgelöst. Ihr Erwerb war eher zufällig und notwendig, (Rettung vor dem Schlachten !) , stellte sich jedoch als Glücksgriff heraus, da sie nicht nur wunderschön, sondern auch robuster sind als die Laufis. Auch ein wenig zutraulicher.

Im vorletzten Jahr hatten die Schnecken, die zweite Aussaat der Gemüsepflanzen fast ganz vernichtet, zusammen mit allgemeinen Hindernissen hatte ich dann überhaupt keine Lust mehr, noch einen dritten Versuch zu wagen und das Gemüsejahr abgehakt. 

Mittlerweile habe ich mich von unrealistischen Vorstellungen, was meinen Gemüseanbau angeht, verabschiedet , das Konsumieren von Gartenvideos eingestellt und einfach nochmal angefangen, wie es mir in den Kram passte. Das sieht schon besser aus. Außerdem : Der just vergangene Winter war ziemlich kalt, auch das reduziert das frühe Aufkommen des ( Nackt- Schneckenachwuchses ).  

Gestern Abend hat es nach Tagen/fast Wochen trockenem Sonnenwetters geregnet und siehe da, nun sind sie wieder da, die Kriecher. Sitzen noch im Mulch, lugen unter Pflanzgefäßen hervor, ganz Kecke schleimen schon mal am Abend über die Wege ( so gesehen junge Tigerschnegel ). 


Und natürlich haben sie hier ein Lebensrecht. Sind ökologisch  notwendig , die Gehäuseschnecken finde ich ausgesprochen schön, auch ein paar einheimische Weinbergschnecken leben im Garten.

Also versuche ich, Allen einen Lebensraum zu geben. Den Enten, ( die nicht gleichzeitig überall sein können) . Den Schnecken, die auch außer den Gemüsepflanzen, genug zu essen finden und den Gemüsepflanzen, die bitte weiter wachsen sollen. 

Statt der teuren Schneckenkragen hatte ich aus Plastikeimern kleine Schutzwälle gebaut die zumindest die Jugendphase der Kürbissse und Zucchini geschützt haben. Das funktionierte im letzten Jahr gut und wird entfernt, wenn die Pflanzen robust genug sind und den Schnecken nicht mehr schmecken. 

Es wird schon noch etwas für uns übrig bleiben.

Meine Einstellung zu Mollusken jeglicher Art habe ich übrigens nach der Lektüre dieses Buches geändert. 

Die Autorin des autobiografischen Romans ist nach einer schweren Infektion ans Bett gefesselt, bekommt von einer Freundin eine Zimmerpflanze geschenkt, in der sich eine kleine Gehäuseschnecke angesiedelt hat. Schneckenhaft langsam gewinnt die Patientin Interesse und Einblick ins Schneckchenleben und gesundet in der gleichen Geschwindigkeit von ihrer Post-Infektion. Das Buch ist lange vor Corona geschrieben, und nicht nur wegen der bezaubernden Beschreibung der Schnecke lesenswert. Vielmehr ist es ein hervorragendes Sachbuch, das eine Vielzahl von weitergehenden Litueraturhinweisen zum Thema Schnecken bietet.

Unbedingt lesenswert. 

Auch weiterhin bin ich mit Aufräumarbeiten im Spätwintergarten vorsichtig, denn Vieles, was da sommerlich kreuchen und fleuchen wird , befindet sich noch im Kälteschlaf und es würde das vorzeitige Ende dieser Lebewesen bedeuten, wenn ich da herumwühle. Also kein Häckseln, Graben, großräumiges Harken etc. .  

So, heute Abend geht es ins Konzert, bin recht gespannt, ganz in der Nähe.  Ich werde berichten. 

Aber erst, wenn ich das Konzert gesehen habe. Erstmal eine meiner neuen Favoritinnen zur Zeit. Da ich sehr gern dänische Serien schaue, bin ich schon vor einiger Zeit auf Trine Dyrholm gestoßen, die auch ganz ansprechende Musik macht. 

Guck ! 


 zusammen mit Tine Dykow...

Sehr gerne habe ich die Serie  Die Erbschaft  (Arvingerne ) schon mehrfach gesehen.  Die episch angelegte Geschichte, in der Trine Dyrholm eine der Hauptrollen spielt, versammelt die creme de la creme der dänischen SchauspielerInnen. Unbedingt sehenswert. Schön für lange Winterabende. 



Montag, 9. März 2026

Die kleinen Freuden

Am Übergang vom Winter zum Frühling stelle ich fest, dass ich schon wieder fast 3 Wochen nichts mehr geschrieben habe.

Auf der einen Seite freue ich mich über jeden lauen Windhauch. Die Schneeglöckchen sind fast schon wieder verblüht und ein Großteil der Gemüsebeete wartet auf die weitere Bestellung.

Der mittlere Sohn und ich haben die Hochbeete nochmal repariert und mit frischer Erde versehen. Nicht schön und auch nicht selten, aber brauchbar.

 Und vor allem :  aus vorhandenem Material.

Wieder mal bin ich ambitioniert, in diesem Jahr so richtig erfolgreich Gemüse anzubauen.

 Wir werden sehen ?

Auf der Kehrseite dieser Vorhaben trenne ich mich ungern von Winter, Kälte und Ofenwärme, vom drinnen sein, Textil – und Hausarbeit. Mein Sockenberg ist beachtlich gewachsen, und ich habe in meinen Vorräten einen Riesensack Alpaka-Rohwolle gefunden und daraus einen Pullover angenadelt, der die kritische Entwicklungsstufe schon überschritten hat.

Ja, ich mag das Prozesshafte gerade dieser Jahreszeit, Winterspuren verschwinden langsam und weichen den frühen Boten der heimischen Vegetation. Meist gipfelt das in einem verwirrenden Durcheinander im April, was mich dann endgültig in die Unruhe der warmen Jahreszeit treibt ( und in jede Menge Gartenarbeit) .

Leider geht es unserem alten Hund mal wieder ziemlich schlecht, hier mag ich den langsamen Prozess eines alternden Körpers gar nicht. Es naht der Abschied von diesem pelzigen Gefährten, der schon fast 13 Jahre bei uns lebt und der immer  ein guter, guter Hund war und ist.

Alles zusammen betrachtet, jede Menge Aufgaben, die eine ruhige Betrachtung überlagern. Na ja, und dann die unerträgliche Weltlage. Als Erklärung für die Lücke im Bloggen. 

Also ziehe ich mir die Schönheiten meines ganz persönlichen, kleinen Lebens heraus, aus dem Knäuel :

Die ersten Gemüsepflanzen, noch in geschützten Innenräumen, gedeihen gut.

Ein neues Einverständnis mit meinen erwachsen Kindern, die den Wirren der Jugend entwachsen sind, und deren Lebenswege, so unterschiedlich sie sein mögen, meine Akzeptanz finden.

Viele Bereiche des Hauses sind geordnet und durchgesehen, eine Aufgabe, an der ich schon seit Jahren arbeite. Und, ganz wichtig, das jahrzehntelange Problem meiner chronischen Nebenhöhlenentzündung, ( und dies ist kein Gesundheits- oder Jammerblog, deshalb nur nebenbei ), ist offenbar gelöst, was mir, rein körperlich, neue Energie und Stabilität verschafft.

Großartig !

So, nun gehe ich wieder an die Tagesaufgaben. Nicht ohne Musik !

Vor ein paar Tagen fand ich zufällig in der ARTE – Mediathek einen Konzertmitschnitt der Band Bastille/Dan Smith in Kooperation mit einem wirklich tollen Kunstprojekt.( Sounds like Art ). Leider ist der Film nur noch heute in der Mediathek verfügbar, aber es gibt in der Reihe noch einige, wunderbare Konzerte. 

Hier ist der Link . 

 https://www.arte.tv/de/videos/119031-001-A/bastille-sounds-like-art/


Und ein Ausschnitt:


Ich habe mich fast scheckig gefreut über diese Musik und den Grundton der Kunstbetrachtungen, der Abend war echt gerettet. 

Vielleicht geht es Euch auch so ?

Eine gute Woche Euch Allen.


Donnerstag, 15. Mai 2025

Turbo-Frühling

 Jetzt aber hopp  ! ... ein bisschen rennt er mir davon, der Frühling.

 Zwar ist ein Teil der Tomaten noch winzig, ( zu früh rausgestellt, mochten die nächtliche Kälte nicht ), etliche doch schon auspflanzreif. Am Ende macht es wahrscheinlich nichts, denn die Räubertochter-Tomaten, ( die sich selbst ausgesät haben), holen auch jedes Jahr recht schnell auf. An dieser Stelle frage ich mich dann manchmal schon, warum ich nicht einfach auf die Selbstaussaaten warte. 

Johannisbeertomaten, ganz allein ausgesät !  
 In der vergangenen Woche ist ein Kräutertisch entstanden, aus lauter altem Material.

das Geraffel im Urzustand.
 Die ganzen kleinen Kaufpöttchen bekamen größere Kübel und scheinen sich überwiegend in den neuen Gefäßen wohl zu fühlen. Zwei mal hatte ich schon eine Kräuterspirale, habe mich aber jetzt für diese Lösung entschieden, da beide Kräuterspiralen gnadenlos überwuchert waren. Ist ein Versuch, wir werden sehen. 

noch ein bisschen mager und ein bisschen pikiert, die Pflanzen, das wird aber 

Fürs Hündle kauften wir einen (2.) gebrauchten Wagen, der sich zusammenklappen lässt und den wir im Auto mitnehmen können. Auf Ausflüge und auch in den Urlaub.  Der diesjährige Urlaub geht nach Aahrhus,wusst ichs doch, sah irgendwie komisch aus: Aarhus mit zwei N aber nur einem H ! dort werden wir viel zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad unterwegs sein. Wir hatten mal Lust auf Stadturlaub und unser altes Urlaubsdomizil soll verkauft werden, da haben wir die Gelegenheit genutzt, Abschied genommen und uns zu etwas Neuem entschlossen. 



Mit dem Jogger sind wir auf der sicheren Seite, der Hund liebt seinen Wagen und wir müssen nicht jedes Mal überlegen, ob die Wege zu lang werden. Überhaupt hätte ich nicht zu hoffen gewagt, daß er sich wieder so gut erholt.  Am vergangenen Wochenende hat er sogar eine kleine Wanderung im Deister (7 Kilometer ) mit großem Spaß ohne Wagen geschafft .

Oh ja, es macht mir ganz große Freude, mich hier um Mensch, Tier und Pflanze zu kümmern, eine echte Aufgabe, die meine Tage fast ganz ausfüllt. 

So, Euch allen eine schöne Restwoche  und als Ausblick auf Urlaub und Meer der geniale Jacob Collier... 



Sonntag, 27. April 2025

Flohmarkt und Hofnachrichten


Unser eigener Stand beim letzten, leider nur mäßig besuchten Dorfflohmarkt

Nach dem Winter schießen jetzt die Flohmärkte, allerorts und fast inflationär, aus dem Boden. Ein paar Jahre hatte ich keinen Spaß daran, es gab andere Prioritäten und außerdem habe ich wahrlich genug Zeug.

Nun bin ich in der "Rente" angekommen, habe meine Klümpchen sortiert und gehe gern wieder auf den einen, ( auf den besonders), aber auch auf die anderen, wunderbaren Dorfflohmärkte. So auch gestern. Dort laufen mir dann vergangene Träume  und Erinnerungsgegenstände über den Weg und manche dürfen für kleines Geld sogar mitkommen. 

Zum Beispiel diese beiden Tassen ( nein es sind keine Vasen !), von KMK, die sich bestimmt gut im Gartenhaus machen und dort das Kaffeetrinken zu einer Erinnerungsfahrt an die anfangs-80er Jahre machen. 

 Ein paar Blümchen und Pflanzen sind auch immer dabei. Bei allem Wildwuchs, und der zahlt sich jetzt nach Jahren mit einer reichlichen Flora und Fauna aus, dürfen es auch ein paar Gärtnerblumen, ( ich sag nur Petunien), sein. 

Die Gemüsepflanzenkinder habe ich allerdings nochmal ins Haus verfrachtet, weigerten sie sich, ob der nächtlich, tiefen Temperaturen, die nötige Wachstumsenergie aufzubringen. Ein paar Hokkaido- und Tomatenpflanzen wohnen schon im Gewächshaus, gedeihen dort gut und sorgen hoffentlich für eine frühe Ernte. 

 was für ein Unterschied, gleicher Aussaattermin, aber die unteren  Pflanzen stehen im unbeheizten Gewächshaus ! Bringt was.


Es tut mir gut, den Garten wachsen zu sehen, den Tieren geht es weitgehend prächtig, ich kann mir Zeit nehmen für all das, was ich zu betreuen habe und das ist eigentlich das Schönste:

Die Erkenntnis... das, was ich umsetzen möchte, jetzt auch tun zu können.

Gefreut habe ich mich über Eure Kommentare, hätte gar nicht gedacht, dass es doch etliche Menschen gibt, die den Blog noch lesen.

 Vielen Dank dafür ! 

Ich werde die Kommentare in den nächsten Tagen einzeln beantworten, bin bisher nicht dazu gekommen. 

Bei der braunen Matsche handelt es sich natürlich um Wolle, dazu schreibe ich aber noch einen extra Post.

Die blaue Lagune ist eine tolle Sandmuschel, die, neu im Garten eingegraben, ein weiteres Wasserbecken für die Enten darstellt. Jeden Tag sind die Beiden fleißig auf Nacktschneckensuche und um diese auch verspeisen zu können ( ja sorry, ihr Nacktschnecken !) , benötigen sie unbedingt Wasser in erreichbaren Gefäßen. 


Die Sandmuschel habe ich von Freundin Petra bekommen, die das völlig neuwertige Exemplar einem Herrn auf dem Recyclinghof vor der Entsorgung abgeschwatzt hat.

 Danke auch dafür !

Musikalisch war ich in den letzten Tagen hier, eine Entdeckung aus einem anderen Blog ( ja, es gibt noch Blogs). Die Gruppe Wilco ist völlig an mir vorbeigegangen.  Besonders dieses Stück hat sich sofort in meinen Gehörgängen angesiedelt, ist ein paar Tage auf Dauerschleife gelaufen und hat dafür gesorgt, die Musik der Gruppe einmal näher nachzuhören. 

 


Lasst Euch nicht verdrießen, durch die unübersichtliche, schlechte Weltlage. Wer deprimiert und mutlos ist, verliert die Kraft, etwas zu tun, für sich und für Andere.

Lebensfreude behalten. !!!

Dienstag, 22. April 2025

Auf ein Neues ( Frühling, Bloggen, Garten)



 Nach monatelanger Stille möchte ich mich heute mal wieder hier blicken lassen.

 Der wunderschöne und kraftstrotzende Frühling bringt neue Lebensfreude und... Temperaturen, bei denen man draußen fotografieren kann.

Im Garten gibt es, nach dem äußerst erfolglosen, letzten Erntejahr, einen neuen Anlauf , diesmal unorthodox und ohne "Gartengurus", sozusagen freestyle-gardening.

 Ich pflanz einfach die Gemüse dahin, wo Platz ist !

 Die Radieschen habens schon mal geschafft. 

Auch der Hund erfreut sich neuer Energie, immer noch, nachdem er im letzten Sommer soo krank war. 

Das ist schön und zeigt mir; meine Bemühungen um den alten Kerl haben sich gelohnt. 

Zwei, drei tolle Konzerte habe ich in den letzten Monaten besucht, ein besonders gelungenes am Ostersamstag ( gibt gleich einen Ausschnitt ).

 


 Charlie Cunnigham, einer der Top 10 Künstler ( zur Zeit) auf meiner persönlichen Playlist.

 Live gesehen in Hamburg, dieser Clip ist zwei Tage vorher in Paris aufgenommen worden. Tonqualität nicht so überragend, dafür fängt es die Stimmung seiner Konzerte gut ein.

 

 Und dann denk ich mal, es gehts hier wieder weiter.

Demnächst  diesem Theater :

Was ist das für ein Matsch ?

Und wird die blaue Lagune endlich genutzt ? 

Wir werden sehen. 

 

Freitag, 22. März 2024

Alte Heimat, neue Heimat

14 Tage vergangen. Und wie. Das Karussell des Lebens dreht sich weiter, die Tochter wohnt nun in neuer Konstellation nur 5 Kilometer entfernt.

 So ein Umzug kann einen Teil des Familienbestandes an Dingen verwirbeln. Es gab jede Menge Räumerei, Möbel gelangten nach dem Stadtaufenthalt wieder zurück ins Bauernhäusel und Erbstücke, die abseitig und unbeachtet standen, fanden eine neue Bleibe. Das macht alles viel, viel Arbeit, kostet Zeit und Kraft, ist aber irgendwie inspirierend. 

Frischer Wind, sozusagen. Und, wie sollte es auch anders sein, auch freien Platz im Elternhaus, denn vieles ist, überflüssig geworden, weder dort noch hier, sondern auf dem Sperrmüll gelandet.

Abends war ich die letzten zwei Wochen sowas von redlich kaputt, das mir nach Schreiben nicht mehr war. 

 

Mit ansteigenden Temperaturen ist die Motivation, im Garten richtig anzufangen, gewachsen, wobei Gartenarbeit zu dieser Jahreszeit am ehesten in Erdbewegungen besteht. Komposte müssen umgesetzt werden, ( vorsichtig, denn viele Draußenwesen schlafen noch ). Die Hochbeete sind abgesackt und brauchen neue Erde, auch die Tomatenkübel sind schon vorbereitet und warten auf die noch winzigen Tomatenpflänzchen, die es noch eine ganze Weile im Haus aushalten müssen.  Alle Beete, die Gemüse beherbergen sollen, sind gemulcht. 

Ich bin gut in Schwung !

Beim Ausleeren eines Papiersackes mit alter Rohwolle, habe ich kurzfristig eine wunderschöne Brandmaus und ihre drei Kinder des Nestes beraubt. Das zerüttelte Mäuseheim habe ich, erschreckt, im Hochbeet für einen halben Tag liegenlassen, Mauskinder und Mausmutter haben dann wieder zueinander gefunden und sich ein neues Zuhause gesucht.

Ein Foto gibt es nicht, das hat sich aus Pietätsgründen verboten, denn ich wusste ja nicht, wie die Sache ausgeht.

Aber, noch ein Blick auf unser neues, vierbeiniges Familienmitglied, die kleine Irmi. Ich würd mal sagen : Angekommen.  Auch eine neue Heimat gefunden.

Sie ist schon ein besonders nettes Katzentier. Lieb, zugewandt, lebhaft,  lebensfroh und auch nicht auf den Mund gefallen.

Und zum Wochenende noch ne kleine Musik, ein bisschen passend zum Thema : 



Dienstag, 20. Februar 2024

Sonnentage

Entgegen meinem Vorsatz, nicht zu früh mit der Aussaat von Gemüse anzufangen, haben mich einzelne Sonnentage verlockt, meine, ( umfangreichen), Saatgutbestände, auf schon im Februar aussähbares, zu überprüfen. Und was soll ich sagen : Ich hatte reichlich, zum Teil völlig überlagertes Saatgut. Also Quickpot-Platte befüllt, Eisstiele herausgekramt und los !

Das meiste ist gekeimt, einige wenige sogar schon pikiert. Ob das alles was wird, weiß ich nicht, trotz Pflanzenlampe sind manche Pflänzchen recht hochgeschossen. Aber ein paar werden es sicher schaffen.

An solchen Unternehmungen merke ich den positiven Unterschied zum Berufsleben dann doch. Jedes zweite Wochenende Dienst, da blieb wenig Zeit für solche Extras, denn der Grunderhalt unseres " Höfchens " ließ wenig Platz für Gimmicks. Denkt man gar nicht. Im vergangenen Herbst habe ich es sogar geschafft, alle neu erstandenen Blumenzwiebeln rechtzeitig in den Boden zu bringen, sodass es jetzt an vielen Ecken des Grundstücks schon sprießende Frühblüher gibt. 

So matsche ich mich durch den Februar, mit Wintermüdigkeit, Verdruß wegen der allgemeinen Weltlage und dem Bedürfnis nach Sonne und Wärme. 

In der vergangenen Woche noch ein wunderbares Konzert gesehen. Wirklich unglaublich schön. Empfehlenswert. Ich spiel Euch mal am Ende ein Stück ein.

Und nach dem Post über unseren gestorbenen Emo der Entschluss, ein neues Katzentier aufzunehmen.

 Irmi im Gebälk ....
 Guck !

Seit vergangenem Freitag macht die junge Irmi die Bude unsicher. Das ging jetzt schnell, ich werde mal mit ein paar Fotos aufwarten, wenn das aufgeregte Tier stillhält.

 Kleine Quasselliese aus dem Tierheim, schätze ein Jahr alt. Fundkatz.

 Die Leute vom Tierheim in Hannover machen wirklich gute Arbeit. 

Die Häuser sind allerdings überfüllt, weil während der Corona-Zeit viele Katzen und Hunde unüberlegt angeschafft wurden, die Leute dann die Kosten nicht tragen konnten oder andere Freizeitbeschäftigungen wieder aufgenommen haben. So sind bereits in diesem kurzen Jahr 150 Katzen neu vermittelt worden . 

P.S. Nicht, daß Ihr mich für herzlos haltet.  Es scheint nun ein sehr rascher Entschluss zur neuen Katze: Aber. Der Abschiedsprozess vom Katerchen hat für mich insgesamt mehr als 6 Monate gedauert. Es ist nun 2 Monate her, daß wir den Entschluss gefasst haben, mit dem ich versöhnt bin, weil er losgelassen und ein Leid beendet hat. 

Jetzt noch der Charlie... das Konzert war wirklich von Anfang bis Ende ( standing ovations ) perfekt.  Unbedingt hingehen !




Mittwoch, 17. Januar 2024

Bund Wurzeln

Zugegeben.

 Wenn ich auch in früheren Posts von Garten-Winterpausen schwärmte. In den letzten Tagen hat es mich doch sehr in den Fingern gejuckt, Hand bzw. Schaufel an das, zumindest oberflächlich entfrostete Gemüseland anzulegen.

 Auf der Suche nach Physalissamen meiner ehemals prächtigen Pflanzen, allerdings nur diese ätherischen Wesen gefunden und... 

Ein Bund Wurzeln, noch essbar, die heimlichen Heldinnen des vergangenen Gartenjahrs. 

Heute Morgen ist die Erde wieder bretthart gefroren, jegliche Grabebestrebungen erübrigen sich und ich säe erst mal ein paar Chili und Paprikasamen in Kästchen auf der Küchenfensterbank aus. Schon mal gut. 

Es ist jeden Tag ein Momentchen heller und meine ewige Musik bringt mich ganz gut über den Winter.

Möge es Euch auch so gehen !
 


Montag, 23. Oktober 2023

Glückspilz, kleine Ernte , Physalis

 Am Samstag nach dem Sturm noch ein paar Nüsse gesammelt. Der 27 Jahre alte Walnussbaum trägt auch dieses Jahr wieder so reichlich, daß sich einige Eichhörnchenfamilien davon ein schönes Leben machen können. Hatten wir früher nicht. Eichhörnchen. 

Überhaupt bewährt sich das Konzept, abgeblühtes, trockene Stauden und trockene Äste etc. wenigstens bis zum Frühjahr zu lassen. Es wimmelt nur so von Insekten und, trotz der emsig jagenden Lotte, von Mäusen jeglicher Art. 

Auch kein schlechtes Indiz für die Entwicklung meines kleinen Biotops sind die prächtigen Fliegenpilze. Dies ist allerdings nicht ganz unumstritten, weil sich sowohl die Enten, als auch offensichtlich Helga und ihre Band schon daran gütlich getan  und sich einen anständigen Rausch geholt haben. Auf der Weide zumindest müssen die hübschen Pilze deshalb entfernt werden. 

Eingelebt haben sich die beiden, neuen Zwergcochin-Hennen. Mitte September hier eingezogen, waren die Beiden in keinem besonders guten Zustand. Verklebte Federn und Schnupfen sind jetzt verschwunden, die Hennen wurden Elli und Grete getauft und ziehen friedlich im Zweierpack durch den Garten. 

Überraschung des Gartenjahrs. Ich kann Möhren ernten. Das ist mir in meinem Leben bisher noch nicht gelungen, weil ich es noch nie geschaft habe, dieses ,angeblich leicht anzubauende, Gemüse in zufriedenstellender Anzahl zum keimen zu bringen. Die diesjährigen Möhren sind klein und süß, haben aber ewig gebraucht, um erntereif zu werden. Immerhin. Neuer Versuch im nächsten Jahr.

Auch überraschend : Physalis. Aus selbstgezogenen Pflänzchen von der Fensterbank, für die ich Anfangs keinen Pfifferling gegeben hätte, sind stattliche Pflanzen geworden, die wenige, aber betörend schmeckende Früchte getragen haben. Die Pflanzen blühen und fruchten weiter munter vor sich hin und scheinen nichts vom nahenden Winter zu ahnen.

 Schade, denn reifen werden die edlen Früchte wohl nicht mehr. Im Netz habe ich gelesen, daß bei der Physalis eine Stecklingsvermehrung möglich ist. Werde ich versuchen !

Insgesamt bin ich mit dem Gartenjahr recht zufrieden. Ein paar Dinge werde ich noch ändern. Und das Gärtnern nach Gartengurus Plan ist auch nicht so ganz das Richtige für mich.

 Der Garten ist für mich ein Raum abseits von Sorgen und bedrohlichen Nachrichten geworden, das tut mir gut und wird auch im nächsten Jahr so bleiben.

Allerdings möchte ich eine Winterpause einhalten und nicht, wie auf vielen Gartenvideos propagiert, rund ums Jahr Gemüse anbauen. Ein paar Monate Gartenruhe müssen für mich sein. 


Samstag, 8. Juli 2023

Bienenweide


 Die Befürchtung, ich müsste jemals wieder ohne Borretsch leben, hat sich, nach einer gezielten Aussaat des beliebten Krautes vor zwei oder drei Jahren nicht bestätigt. Eher musste ich dieses Jahr selbst aufgelaufene Pflanzen reduzieren oder umsetzen. Nun freue ich mich über das fleißige Gesumme verschiedener Insekten und die blau-wolkige Farbe der Blüten. Die man übrigens auch essen kann.

Überhaupt besteht der Garten bzw. die Gemüsebeete aus einer unorthodoxen Mischkultur von Gemüsepflanzen, die man eigentlich nicht zusammen anbauen soll,  die sich den Platz aber selbst gewählt haben und dabei prächtig gedeihen. So keimten die, im letzten Jahr vergessenen, Kartoffeln zwischen den Zucchini und im Bohnenbeet sind Sonnenblumen aufgelaufen.
Der Tomatenanbau gestaltet sich ausgesprochen wüchsig und ich frage mich schon manchmal, warum ich gerade mit der Anzucht von Tomatenpflanzen so einen Fez betreibe. So sind in einem Anzuchttopf für Rosmarinstecklinge wunderbare Tomaten gekeimt, die noch heute oder morgen auf ein freigewordenes Erbsenbeet umziehen werden.

 Überraschung !

Ein eher schlampig und halbschattig angelegtes Kürbisbeet verspricht schon jetzt reiche Ernte.

Aber es gibt auch Verluste. Die Buschbohnen und die diesjährigen Kartoffeln sind binnen 2 Stunden von, aus dem Gehege entfleuchten, Hühnern in einen Grabekasten verwandelt worden, dies für die Bohnen mit letalem Ausgang.( 2. Aussaat !) Die Kartoffeln wachsen, schwer angeschlagen weiter, das Kartoffelgrün wird aber permanent und unabsperrbar von den Enten vernascht.

Zu Weihnachten hatte ich mir den Online-Gartenkurs von Marie Diederich ( Wurzelwerk ) schenken lassen, muss aber feststellen, daß meine Versuche, ordentlich und diszipliniert zu gärtnern eher gescheitert sind. Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ dazu. Spaß macht es mir trotzdem, die ganze Permakultursache interessiert mich sehr und ich bin durchaus bereit, etwas dazuzulernen. 

Trotz der großen Hitze gedeihen die Pflanzen nämlich ganz hervorragend, mein selbstgemachter Kompost ist faszinierend, voller wimmeliger Tierchen und unter der, auf fast allen Beeten vorhandenen, Mulchschicht bleibt die Erde feucht und laugt nicht aus. Schon toll. 

Heute vormittag habe ich heldenhafterweise den Hühnerstall und den Schafstall gemistet.

 Der Schafsmist gibt tolles Mulchmaterial ab ( ist auch Schafspi drin) und der Hühnerstall war: 1. dran und 2. bekomme ich morgen zwei neue Hühnermädels und die sollen sich ja im neuen Zuhause wohlfühlen.

So... nun noch ein wenig gießen, vielleicht ein paar Beeren ernten und dann ist dieser Hitzetag überstanden. 

Euch ein entspanntes Wochenende vielleicht mit netter Musik !

P.S. Die restlichen Kartoffeln habe ich heute Abend notgeerntet, es hatte sich wieder ein Huhn im Beet gütlich getan.  Und diesen Text hab ich nochmal auf Fehler durchgesehen. Oha, das wäre ja ne glatte 5 gewesen ! War wohl die Hitze.

 ( nächstes Mal dann doch wieder mit Schreibprogramm ) . Ach ja, und den Link auf Wurzelwerk habe ich auch noch gesetzt.

 



Sonntag, 5. Februar 2023

Fast

 

auch aktiv im Untergrund, Familie Wurfi , scheint eine Großfamilie zu sein

.... sieht es so aus, als würde ich wieder in einem mattgrauen Jahr versinken, zumindest meiner Blog-Performance nach zu schließen.

Aber nein, so ist es nicht. Das Jahr nimmt gut Fahrt auf und alles, was in den vergangenen 13 Monaten brach gelegen hat, drängt jetzt voran und möchte nachgeholt werden. Ob es Arzttermine, ( und da habe ich nicht nur meine eigenen , sondern immer noch die Termine meiner syrischen Familie, die ich begleite ), oder nachgeholte Konzerte ( zigmal geänderte Daten ) , kaum noch überschaubar , mein Dienstcountdown oder die Gartenpläne sind.  Ich bin gut beschäftigt. 

Der lange erwartete Anschluss unserer bestehenden Heizanlage an die Nahwärme, von dem wir uns weniger Arbeit mit der ganzen Heizerei erhofft haben, kommt nur schleppend in Gang. Ohnehin war kaum eine Heizungsfirma zu finden, die überhaupt Kapazitäten dafür hat und die Firma, die dann schließlich mit den Arbeiten betraut worden ist, hat, nun sagen wir mal, nicht so das rechte know-how geboten ( vorsichtig ausgedrückt ). Kann nur besser werden. So ein Sonntag ohne Heizung, pah, was ist das schon. Gibt ja noch den Morsoe. 

braucht keine Nahwärme, hat die Heizung anbei, Hörnchen, das Kind von Anneliese, eine Wuchtbrumme   

Letztendlich sind das alles NEPs, nicht existenzielle Probleme. Ja, sie sollten bearbeitetet werden, aber, und das ist das Gute daran, sie können bearbeitet werden. Ich hoffe auf die kommende Woche.

Meine Gartenbestrebungen betreibe ich konstant, in den Alltag integriert, jedoch mit angezogener Handbremse.

 Noch sollte man die Tierlein, die Mulch und Strauch als Winterquartier nutzen, nicht aufstöbern. Im Haus habe ich ein paar Sorten Gemüse vorgesät, die keimen auch fleißig. Zum Geburtstag hatte ich eine Pflanzenleuchte bekommen, wenn die Pflanzen zu viel und zu groß werden und nicht mehr auf die Fensterbank passen, können sie auf dem Werktisch in meiner Textilhölle beleuchtet bis zum Auspflanzen weitergedeihen. ( Meine Textilhölle ?)  Ein weitgehend ungenutzter Raum voller unerfüllter Träume und Material, das ich zum Weiterverwenden aufgehoben habe.

 

 Wenn ich mal Zeit habe. Also jetzt. Ich bin dran...

apropos Konzerte :




 Richtig !  Ich habe das Video ausgetauscht. Den Stein hatte ich schon mal gepostet... war mir nicht aufgefallen, wie peinlich. Aber Bukahra hat ja noch mehr zu bieten

Ich wünsch Euch einen schönen Wochenanfang.. und eine funktionierende Heizung