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Mittwoch, 6. März 2024

Haushaltsauflösung " light"



Die zurückgebliebene Gefährtin eines verstorbenen Nachbarn zog in eine kleinere Wohnung und weil ich gerne sortiere und Struktur schaffe, habe ich ein wenig mitgeholfen. 

 Anders als zu meinen jüngeren Zeiten spüre ich bei solchen Gelegenheiten sehr deutlich die sanfte Traurigkeit, die im Abschied von den Dingen liegt.

 Hier und da taucht dann doch ein Gegenstand auf, der mich berührt, den niemand mehr braucht und der dann zu mir wandert.

 Gelebte, liebevolle Geschichte, wenn auch nicht die meinige. 

Dennoch, ich möchte nichts horten.

 Es sind nur wenige Dinge, die ich für mich mitgenommen habe : Ein paar Kinderbücher von F.K.Wächter, ganz im Stil der antiautoritären Stimmung der frühen Kinderläden und unbefangen anarchistisch. 

Ich hatte diese Zeiten vergessen. 

Und ein meisterliches Foto einer Gruppe Schafe ( und Ziegen), das ich sehr mag.

Schafe und Ziegen

Unschaf und manchmal zickig

 
Bin leidlich gesund und gehe wieder meiner Alltagsroutine nach. Das kleine Katzentier erfreut mich wirklich mit ihrer Lebensfreude. Ein Glücksgriff !



Mittwoch, 18. Oktober 2023

Ausgegraben I


 

Mehr als 10 Jahre hat er im Schrank gedümpelt, der hundert Jahre alte Gehrock, den ich vor vielen Jahren einmal, zusammen mit der passenden Hose, bei einem Auktionshaus für unseren mittleren Sohn erstanden habe.

 So ungefähr mit 17 Jahren hat er den Gehrock gelegentlich getragen. Eine akkurate Schneiderarbeit, die jetzt, restaurierungsbedürftig, zu schade war, um sie zu entsorgen, eher ein Requisit für eine Theater oder Filmproduktion darstellte. Nun war der Wunsch entstanden, das alte Stück wieder zu tragen. Mein Sohn ist in diesem Jahr 30 geworden und der Gehrock passt noch immer wie angegossen.

 Knöpfe kaputt, knitterig, staubig, wir haben wir das ehrwürdige Stück erst einmal in die Reinigung gebracht.

 Aber woher neue Knöpfe nehmen ? Alle austauschen, durch auffällige, neue Knöpfe ersetzen ? 

 Ich bin zuerst in meinen Beständen auf die Suche gegangen und siehe da : Die Ergebnisse von hunderten, vergangenen Flohmärkten bringen verblüffender Weise etwas Geeignetes zu Tage.


 Genau die gleichen Knöpfe, die original verwendet worden sind, finden sich in ausreichender Anzahl. Was für Schätze habe ich da angesammelt ?

Nun steht einer Verwendung als Wintermantel ( jedenfalls gelegentlich ) nichts mehr im Wege. Ungewöhnlich . 

Im Übrigen bin ich in der vergangene Woche mit Tiernotfällen in  meinem Hunde-und Katzenaltersheim beschäftigt gewesen. Aber so langsam entspannt sich die Situation

Leider muss ich mich damit abfinden, daß Hund und Katz altersbedingt mehr und mehr gesundheitliche Probleme bekommen werden. Aber das gehört eben dazu. Wenn die tierischen Gefährten in die Jahre kommen,  sind wir als Halter dafür verantwortlich, uns im Sinnes des Wohles des jeweiligen Tieren darum zu kümmern. Dazu gehört leider auch, daß wir manchmal schmerzhafte Entscheidungen treffen müssen, aber so weit ist es im Moment noch nicht...

Auch ausgegaben habe ich dieses ohrwurmverdächtige Lied der Gruppe Maxima Park. 

 


Immer wieder gerne. Old but good.




Montag, 12. Juli 2021

Wochenend...

 und von Allem etwas. Tatsächlich fand mein Stammflohmarkt fast in alter Frische am Samstag statt. Naja, das bisschen Maske, das hält man schon mal aus. Gekauft habe ich nicht viel, ein, zwei Sommerblusen und eine kleine Welt.


Also einen kleinen beleuchteten Globus. Den stelle ich mir schön im Gartenhaus vor. 

Am Nachmittag endlich mit dem Mann die schönen  (und historischen) Hartbrandklinker abgeholt, getauscht gegen zwei Träger Bier. Super Material, ich möchte einen Teil davon im Garten verwenden. Ein tolles Schnäppchen. 

Angesiedelt haben sich im Garten das erste Mal ein paar schöne, wilde Möhrenpflanzen, für mich, zusammen mit der blauen Wegwarte (die es noch nicht in unserenr Garten geschafft hat ), der Inbegriff des Hochsommers. 


Fast abgeblüht ist der Klatschmohn, auch da brauche ich mich um Nachkommenschaft nicht zusorgen. Der Mohn wandert von Jahr zu Jahr an andere Plätze. Nur die Samen der hellrosa Varietät werde ich extra sammeln und an einem bestimmten Ort aussähen. 


Am Sonntag bei zeitweise durchwachsenen Wetter in meinen Schätzen gegraben und weiter aussortiert. Mir scheints, als ob sich vieles fügt. 

Zu einem Plan, zu Platz und Zeit dafür. An drei Wocheenden im Monat frei zu haben, entlastet mich so ungemein und erhöht meine Motivation, neue Dinge anzufangen (oder alte zu beenden).

So habe ich mir auch Gedanken unm die Häufigkeit der Post hier auf dem Blog gemacht und beschlossen, mich nicht mehr einem so strengen Regime zu unterwerfen, wie in den vergangenen 4 Monaten. 

Jeden Tag etwas zu schreiben, wird mir doch zu viel. die Wochenenden werde ich jeweils " frei" machen, und nur noch in der Woche bloggen ( Ausnahmen bestätigen die Regel ). Bringt mehr Ruhe rein und man hat ja auch nicht jeden Tag interessante Inhalte.

auch ausgegraben : habe ich ewig nicht mehr gehört...

 

 Vor ungefahr 10 oder mehr Jahren habe ich Mary Black einmal live gesehen. Das war eines der schönsten Konzerte meines Lebens. 

Ich wünsche Euch einen schönen Wochenanfang !
 




Donnerstag, 8. Juli 2021

10 Tage

... habe ich jetzt darauf gewartet, daß sich diese Blüte öffnet.

 Nun hoffe ich, daß sie auch genau so lange hält. Von Kakteen habe ich bisher keine Ahnung, das hier ist meine Erste.

Blüte an vom Straßenrand gerettem Kaktus .

Doch ein Messie !

Den halben Tag in Hannover gewesen, staubig , laut, voll, aber annähernd Corona-normal, trotzdem war ich froh, wieder zu Hause zu sein.

Mittwoch, 7. Juli 2021

Sag nich Messie !


 Die Zeiten, zu denen ich an jedem Sperrmüllhaufen angehalten habe, sind lange vorbei. Erstens brauche ich nichts und zweitens ; die Qualität der neuzeitlichen Sperrmüllhaufen lässt doch sehr zu wünschen übrig. Wer braucht schon aufgequollene Plattenmöbel oder fleckige Matratzen.

Letzte Woche habe ich eine Ausnahme gemacht. Allerlei Garten- und Campingkrams stand fürs Zermalmen bereit. Das meiste unbrauchbar, vergilbt, zerschlissen. Einzig ein Sonnenschirm und zwei Luftmatratzen aus den 60/70er Jahren schienen noch erhalten. Also mitgenommen.

Zu Hause entpuppte sich der riesige Schirm als wahres Juwel, zwar mit Lebensspuren, aber völlig intakt, und das bisschen Muffgeruch bekomme ich auch noch raus. 

Der blumige Bursche passt wunderbar in meinen Garten...

 Alte Camping und Gartenmöbel mag ich nämlich besonders gern. Ich bin in den 60er Jahren in einer kleinen Mansardenwohnung aufgewachsen, in Urlaub gefahren sind wir nie, bekamen nur manchmal Verwandtenbesuch und abgesehen davon, daß ein lustiger, junger Onkel zum Besuch gehörte, waren die Zimmerchen dann noch beengter und meine Mutter noch gestresster. 

Wir verbrachten die Sommertage im Freibad, wo der junge Onkel mit uns herumtobte, das Highlight des Sommers, aber ich stellte es mir sehr schön und abenteuerlich vor, einmal einen Campinurlaub zu machen.

Daran war jedoch nicht mal zu denken, weder Vater noch Mutter hatten einen Führerschein, geschweige denn ein Auto und wer weiß, was mir erspart geblieben ist.

 Vater trank, die Mutter trug Haus-und Familienarbeit größtenteil allein auf ihren Schultern, hätte außerdem ständig aufpassen müssen, daß Vater nicht an der nächsten Bierbude versumpfte. 

Das ganze Szenario dann auf einem Campingplatz, in der Enge und Hellhörigkeit eines Familienzeltes. 

Wie gern hätte ich damals eine Familie gehabt, in der ein gemeinsamer Urlaub möglich gewesen wäre. Aber die Realität sah anders aus. 

 Dann doch lieber Schwimmbad. 

Geblieben ist das Faible für diese alten Campingsachen, vor Jahren habe ich sogar ein Hauszelt aus den 70ern gekauft. 

Viellleicht sollte ich das einfach mal im Garten aufbauen, Luftmatratzen aufblasen und den Kindheitstraum nachholen.  

Schließlich haben wir Sommer.

Samstag, 27. März 2021

37 ach ja.... Flohmarkt

Zeit für ein Sonnenbad !

 Kaum daß die Sonne wieder hervorkommt und sich alles nach draußen begibt,... werden sie geweckt. Die Reminiszenzen an seelige Flohmarktzeiten. Man erzählt sich, daß es früher so etwas gegeben habe. Menschen standen unmaskiert auf Plätzen herum und boten allerlei Aussortiertes feil. Da ich ja schon etwas alt bin, kann ich mich gut daran erinnern und davon Kunde tragen.

Ja... und des öfteren hat er mich gerettet, der Flohmarkt. In Zeiten des Stillstands wenigstens die Gnade des Gerümpels zu erfahren, sich etwas zu gönnen, zu finden zu stöbern, für billiges Geld.

Des öfteren allerdings habe ich sie auch schon verflucht, die Früchte dieser Zeit, denn nun stehen die Zeugen davon in Kammer und Boden. Aber gemach , gemach, leeren sich die Kisten und manches findet neue Heimaten zum Beispiel beim Spendenadventsflohmarkt. So ist es Segen und Fluch zugleich.

Aber : Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch ohne Flohmarkt Brauchbares finden und bekommen könnte ( ich gebe aber auch großzügig Dinge wieder her ! ). So stand an der Straße im Dorf, tatsächlich, denn dies ist eher städtische Gepflogenheit , ein Wägelchen mit zu Verschenkendem. 


Für lauschige Stunden im privaten Garten, ein verschabter Kerzenleuchter und statt schnöder Untertassen unter den Blumenpötten die alten Pressglasschalen. 


Die beiden Kleidungsstücke aus afrikanische Stoffen passen hier zwar keinem, tragbar ist allzu Plakatives nach meinem Geschmack auch nicht, aber die Muster strotzen nur so vor Lebenslust und es lässt sich sicherlich etwas anderes daraus nähen. 

Hat mich gefreut....

Freitag, 12. März 2021

52 Umgraben


 Weil das Wetter nun so gar nicht zur Gartenarbeit einlädt, im Hause geblieben und hier das eine oder andere Eck umgegraben. Die ausgesäten Pflanzen entwicklen sich recht erfreulich, ein wenig Erfahrung habe ich ja hier doch schon und so wurde heute die nächste Rutsche an Tomatensämlingen pikiert. 

Fürs Gartenhaus habe ich neue, schlichte Gardinen aus Leinen genäht, und auch sonst ein wenig herumgekramt. Es ist vielleicht sentimental und ein bischen merkwürdig, aber manchmal rühren mich alte Dinge irgendwie an.


So wie dieses wackelige Korbwägelchen, das ich aus einer nachbarlichen Hausstandsverkleinerung errettet habe. So 60 oder 70 Jahre wird das betagte Spielzeug schon auf dem Geflecht haben. Zwar kann ich es eigentlich nicht gebrauchen, aber vielleicht findet sich ja nochmal ein guter, neuer Verwendungszweck. Solange darf es schöne Wolle beherbergen. 

Passend dazu zwei Fotos aus meinem Fundus historischer Familienaufnahmen, diese stammen sogar aus dem ferneren Familienkreis und sind etwa in den 40ziger Jahren anzusiedeln. Beim Sortieren alter Fotos habe ich außerdem noch einen ganzen Haufen unentwickelter Negative gefunden, von denen ich teilweise nicht mal weiß, was darauf ist. Das wird spannend.

So gab es heute schon ein wenig Einstimmung auf selbstbestimmten Umgang mit meiner Zeit, klar auch mit Verpflichtungen, aber schon so, wie ich mir die Rentenzeit vorstelle. Und die Zeit bis dahin scheint nur so durchzurennen.

Morgen ist damit vorerst Schluss, denn ich gehe in den Nachtdienst. Auch gut !

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Einem geschenkten Korbsofa ...

 ...schaut man nicht ins Geflecht.

In der Tat, die lieblichen Herbsttage der letzten Woche und auch des Wochenendes motivierten mich, den Garten weiter in den Winterschlaf zu schicken und zu ernten oder zu sammeln, was die Scholle hergab. 

Und das ist gar nicht wenig. Nüsse gibt es zu Hauf. Auch etwas Gemüse fand sich noch und ein paar schöne Kartoffeln.

 Der Garten hat in diesem vermaledeiten Jahr bisher wirklich für Freude und Entspannung gesorgt und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Gartensaison. 

huch... die Kartoffeln sind unscharf !

Aber nicht nur Arbeit und Graben und Jäten gehören dazu, auch das gemütliche Sitzen und Plauschen will getan werden. Und da fehlte mir noch eine bequeme Sitzgelegenheit.

 Erfahrungsgemäß sortieren die Menschen die Gartenmöbel entweder zu Ende oder Anfang der Saison und so war die Gelegenheit günstig, eine Korbgarnitur der späten 80iger zu übernehmen. Also geschenkt !

Ja, das Muster der Polster ist grottig, und der Anstrich des Geflechts... naja, die Idee vielleicht ganz nett. 

 Da habe ich keine Skrupel, eigene Farbwünsche zu entwickeln. Konstruktiv ist das Möbel in Ordnung und ausgesprochen sitzfreundlich. 

Schöne Winterarbeit, das Ding umzugestalten.

So langsam, das muss ich gestehen, fehlte mir nun doch das absichtslose Flanieren auf den üblichen Sommerflohmärkten, die dieses Jahr fast ganz weggefallen sind. 

Nicht, daß ich Irgendetwas brauchen würde, aber mir macht es Spaß, auf den Märkten herumzuschauen und bei manchem Ding zu überlegen, ob ich es umnutzen könnte und außerdem mag ich alternative Warenkreisläufe sehr gern. Auch aus ökologischen Gründen. 

Als kleiner Ersatz für die Flohmärkte dient mir der gelegentliche Besuch im Kleiderladen oder im vergangenen Urlaub in den reichlich vorhandenen Genbrugs in Dänemark,( eine Kultur, die sich hierzulande auch gern mal etablieren könnte).

 Dort erwarb ich diese schönen, gehäkelten Decken und als SelbsthandarbeiterIn weiß ich die Zeit und Arbeit der dänische Häklerin sehr zu schätzen. 

Und was liegt bei fehlenden Flohmärkten näher, als die eigenen Bestände an Material durchzusehen. Da ich seit kurzem Spaß am Handnähen gefunden habe, suchte ich nach geeigneten Garnen und fand diese kleine Schatztruhe, die ich vor einiger Zeit für ganz wenig Geld auf einem Markt gekauft habe.


Nun nähe ich die über hundert Jahre alten Leinenstücke mit siebzig Jahre altem Garn...

So, meine Lieben. Bleibt bei Laune. Und fürchtet Euch nicht !

Und Musik ist immer gut . 

 



 


Montag, 24. August 2020

Korb aus Paketschnur



Paketschnur ist ja irgendwie out. Jedenfalls für Pakete. Da gibt es schließlich das moderne Klebeband. So fand sich ein Karton mit alter Paketschnur , der beim allgemeinen Aufräumen meinen Weg kreuzte.


Und da ich Naturfarbenes so mag und auf irgendeinem anderen Blog ein gar rustikales Körbchen oder Utensil gesehen hatte, habe ich ein Behältnis für Handarbeiten oder Äpfel, oder Birnen daraus gehäkelt. 


Zugegeben. Das reine Vergnügen ist das Gehäkel mit Paketschnur nun nicht gerade, eher ein Muskeltraining für die Finger, vergleichbar dem Flechten von Körben aus Weide ( hab ich mal gemacht und hatte ordentlich Muskelkater in den Fingern ). Das Ergebnis gefällt mir aber sehr gut.


Ich hatte Hanfschnur genommen, eben das, was zur Verfügung stand und habe zum Schluß sogar nachgeschaut, ob man so etwas noch günstig nachkaufen kann, denn die Katzen finden das als Behausung sehr attraktiv.


 Leider ist Hanfschnur nicht besonders günstig und da ich reichlich anderes Material habe, werde ich sicher keine neue Hanf Schnur kaufen. So weit so gut.


Jedes Jahr nehme ich mir aufs neue vor, KEINE neue Rohwolle mehr anzukaufen, habe ich doch noch ein erklecklich Maß gut sortierter Rohwollen in allen Farben und Qualitäten vorrätig. Aber wie das Leben so spielt, in diesem Frühjahr boten sich mir Jakobsschafwollvliese an. 

JA !!! sie boten sich mir an !!! und da konnte ich nicht widerstehen.


Nun habe ich ein Pröbchen davon versponnen und ich bin schier begeistert. So tolle Wolle hatte ich selten unter den Händen. Außerdem hat sich durch den Kauf im Frühjahr ein Kontakt ergeben, der fortbesteht und so werde ich auch im kommenden Frühjahr dort einige herrliche Vliese kaufen können. Ein paar andere Säcke mit Rohwolle mussten dafür Ihren Platz räumen, die Wolle wurde in die Dünge- und Mulchabeilung versetzt und dort kann sie auch noch gute Dienste leisten. 
 
Apropos Dienst...meine Dienste (extended version), sind erstmal abgeleistet. Ich habe nun fast 3 Wochen frei. 
 
Und ich freu mich !

Dienstag, 28. Januar 2020

Sortiert, Teil II


Mal was Leichtes. Beim Zurücksortieren der übriggebliebenen Adventskalenderdinge auf einen Berg fleckiger Deckchen gestoßen und daraus ein Dekogardinchen genäht.


Ging schnell, sieht niedlich aus und verhindert die Nachfragen ( kommt vor ), ob das Haus zu verkaufen sei. Und ein bisschen Deko darf sein wenn nicht zu perfekt. 


Auch fertig geworden. Das Geschenk für die Kollegin. ein Tuch aus ganz weicher ( selbstgesponnenener ) Alpaka-Wolle.


Ist schon verschenkt, hat Freude ausgelöst und mich damit zufrieden gemacht. Und Platz für das nächste Projekt. 


Angekommen : Meine neuen Barfußschuhe. Passen erstmal ganz gut und sind vielleicht die Lösung für meine Fußprobleme. Auf jeden Fall bequem. Barfuss geht einfach nicht immer.  Alle anderen Schuhe habe ich verkauft oder verschenkt.... these Boots are made for walking ! 

Hoffe ich mal. 



Apropos draußen. So fuhren der Mann und ich also am Samstag nach Stemwede, einen Veranstaltungsort, den man getrost als provinziell bezeichnen kann, ohne wegen übler Nachrede verklagt zu werden, um uns die Gruppe Bywater call an zusehen.

Denn seit kurzem haben wir gelernt unsere nachelterliche Freiheit zu nutzen und sind folglich wieder umtriebiger geworden. 

Trotz mäßiger Begeisterung über den Auftritt der Gruppe, die von einem Häuflein johlender, ( überwiegend, männlicher ) Alt-Freaks dennoch stoisch und begeistert gefeiert wurde, hat sich der Mann eine CD der Gruppe gekauft ( zu meinem Unwillen muss ich zugeben) .
 Der Silberling erweist sich hier zu Hause als sauber produzierte und nur entfernt an die Life-Performance erinnernde, fetzige Scheibe.( sogar mit backing Vocals, was bei Gospelanklängen ja das Salz in der Suppe ist ) .., okay, okay.

 Vielleicht waren die Bandmitglieder einfach nur genervt und haben das Konzert aus Höflichkeit schnell mal abgerissen( "haben sich angehört wie eine schlechte Cover-Band", O-Ton mein Mann, der Christoph). Und ich kann mir gut vorstellen, daß es nicht nur schön ist, durch die Provinz zu tingeln, wenn man berühmt werden will.
  Aber es war trotzdem nett und wir sind auf den Geschmack gekommen...und es hilft ungemein gegen winterliche Stimmungseinbrüche.



                                           

Freitag, 20. September 2019

Dänische Woche...


...und schwupp : Schon wieder zu Ende...



Wenn ich erstmal warmgeworden bin mit einer Gegend, einem Häuschen und der freien Zeit, dann fallen mir immer viele Dinge ein, die ich noch machen möchte und für die ein paar Tage viel zu kurz sind. 

Auch noch und doch warmgeworden bin ich mit den zahlreichen Gebrauchtläden, etwas überlegter zwar, aber doch mit viel Spaß. 



Dieses schöne Strickbuch von Marianne Isager habe ich zu einem guten Preis kaufen können. ( Ja, ist in dänischer Sprache... aber die Musterzeichnungen sind international )



Es enthält so tolle Muster, die wunderbar mit naturfarbenen Garnen umzusetzen sind. 
Ein paar kurze Rundstricknadeln habe ich dort auch noch gefunden und einen ganze Schuhkarton mit selbstgemachten Stempelmotiven aus Linolschnitten. 

Oh, wie mich das prickt, die Dinger auszuprobieren.


Auch nicht widerstehen konnte ich den knackig, reifen Hagebutten und den Unmengen an Schilfblüten. Zum Teil waren die Halme bereits umgeknickt, sodass ich es verantworten konnte, eine gute Menge sorgsam zu schneiden und zum Wollefärben mitzunehmen. 
 Morgen werde ich zu Hause aus den, dieses Jahr besonders schmackhaften Früchten, Hagebuttenmarmelade zubereiten, vielleicht mit etwas Holunder, wenn der noch brauchbar sein sollte.

Und wenn ich ganz gut drauf bin, weiche ich auch noch die Schilfblüten fürs Wollefärben ein.

 Wie schon im Vorjahr habe ich es als sehr produktiv empfunden, KEIN Spinnrad mitzunehmen, sondern mal wieder mehr zu stricken. 
Etwas, das ich zu Hause unbedingt fortsetzen sollte, denn die fertigen Teile machen doch sehr zufrieden.


 Als da sind : Weste Nummer 2 aus ganz festem und sehr robustem Garn, ein ausgesprochen stapazierfähiges Material gesponnen und fest verzwirnt aus einem Vlies eines Rauhwoller-Schnucken-Mix-Schafes.


Die Weste ist zum Arbeiten im Garten etc. gedacht und sie ist deshalb so groß, damit sie über einen dicken Pullover passt. Verdammt warm das Ding. 

Ganz viel Freude macht mir im Moment die Herstellung von Babykleidung aus meiner schönen, wiederentdeckten Milchschafwolle. Ein lieber Arbeitskollege und seine Frau erwarten das erste Kind , dies war der äußere Anlass.


 Es machte mir so viel Spaß, die kleinen Teile zu stricken, daß zwei Windelhosen in unterschiedlichen Größen fertig geworden sind, zu Hause wartet noch eine kleine Jacke und eine Weste ist in Arbeit...


Ja, die Tage hier haben mir gut getan, mein Infekt ist nur noch in lächerlichen Restbeständen vorhanden und in der kommenden Woche habe ich noch ein paar Tage frei, um die neuen Ideen umzusetzen.



Wirkt Wunder.... Ostsee und ein paar Tage Zeit. Gerne nächstes Jahr wieder !