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Dienstag, 9. August 2016

Aus alt mach alt


Es gibt nur wenige Dinge, die mich so zufrieden machen, wie die Fertigstellung eines Projektes. 
Und was soll ich sagen. Das passiert jetzt doch immer öfter.
Denn ich befinde mich in der Phase : nach der Familie. ( Nach der Familie ist vor der Familie, wenn ihr wisst was ich meine). Aber im Moment ist nach der Familie und ich habe deutlich mehr Freizeit, als noch vor ein paar Monaten. 

Ja, deutlich mehr.....und , was noch wichtiger ist : mein "inneres" Hamsterrad 
ist ein wenig zum Stillstand gekommen. Und das genieße ich jeden Tag. 

Jetzt zur Sache:  

 Mein Mann ist ein begeisterter Fahrradreparierer. Da haben schon etliche Menschen profitiert. Die Familie, Flüchtlingskinder, Freunde... aber auch ich.

 Kürzlich tauchte in einem Konvolut Geschenktem dieses rostige Gestell auf.
Ein altes Klapprad aus den 70er Jahren. 


 Naja, das wollte dann doch wirklich keiner mehr haben. Technisch relativ in Ordnung, aber optisch.

 Doch, ich will !!!
Seit wir hier auf dem Dorfe wohnen, schwirrt mir der Gedanke eines mit dem Auto leicht mitnehmbaren Fahrrades im Kopf, mit dem ich in der nahen Kleinstadt kurze Wege erledigen könnte


 Also hat der Mann mir die alte Klappstulle heilgemacht und eine blumige Klingel gekauft, damit es schon mal nicht so aussieht, als ob die arme, alte Frau mit diesem Fahrrad fahren MUSS, weil sie sich kein besseres leisten kann. 
Das Körbchen hatte ich noch im Bestand .


Es war schon aussortiert, weil als Handtasche zu sperrig. Macht sich, fest mit dem Rad verbunden, als Fahrradkorb hübsch und praktisch.  Fehlte mir noch eine passende Tasche für den Gepäckträger. 

Nun sind mir vor ein paar Jahren ein paar alte Säcke in die Arme gelaufen, ( keine Angst, ich erzähle jetzt keine ollen Kamellen aus meiner bewegten Jugend), es handelte sich um die so hippen und nichtsdestotrotz schlecht zu verarbeitenden Kaffeesäcke.

 


 Aus einem solchen Sack ist nun die hintere Fahrradkorbtasche entstanden. Gefüttert mit einem karierten Hemd, das schon vor längerer Zeit seinen Holzfäller verlassen hat, und um im Bild zu bleiben :


Mit Henkeln aus Fahrradschläuchen.


Alles altes Zeug. In die Fahrradschläuche habe ich ( hässliches ! sieht man ja nicht) Möbelgurtband eingezogen, um die Taschengriffe stabiler zu machen. Als Zwischenlage (unsichtbar) habe ich einen alten Matratzenbezug genommen, damit die Tasche etwas "Stand" hat.


Zum Schluss gabs noch eine Mäusezähnchenkante aus Schnur, denn ein bisschen Schnickschnack darf sein.


Das hat mir richtig Spaß gemacht. ein bisschen alter Kram und doch zusammen was nettes Neues.


Bei dieser Gelegenheit hat sich herausgestellt, daß die Kätzchen sehr, sehr gern auf den Kaffeesäcken liegen... zusammen mit aussortierter Rohwolle als Füllung, vielleicht auch ein wunderbares Katzenbett. Mal sehen.


Rust never sleeps !

P:S. Das Fahrstell ist stabil und nicht durchgerostet, es sieht in der (geölten) Großaufnahme schlimmer aus, als es ist). Aber vielen Dank für die Fürsorge.

Dienstag, 25. März 2014

Aufräumen, spinnen und denken.

Das sind im Moment meine Hauptbeschäftigungen , natürlich neben der üblichen Alltagsroutine. Das komplette Umwühlen eines Hausstandes anlässlich des Auszugs eines Kindes fördert so manches an Erhaltens-und Bedenkenswertem zutage.


So zum Beispiel eine Decke aus wunderbar weicher Alpaka-Wolle, handgesponnen, und auf dem Flohmarkt vor einigen Jahren von der Herstellerin für lächerliche 3 !!! Euro erworben.



 Erst jetzt weiß ich den Wert der Decke richtig zu schätzen, und da sie nicht weiter im Schrank vor sich hin gammeln sollte, habe ich angefangen, sie aufzutrennen um aus dem wunderbaren Material einen Pullover zu stricken.  Kontinuierlich verspinne ich an den Abenden die helle Milchschafwolle vom letzten Jahr. Meine Fortschritte sind dabei gut zu sehen.

 Die Wolle ist insgesamt auch weicher geworden, und ich überdrehe den Faden nicht mehr so sehr wie am Anfang. Ist alles Übungssache.



Guckst du hier !

Demnächst bekomme ich Rohwolle von Heidschnucken geschenkt, und werde mal probieren, was daraus zu machen ist.

Beim Aufräumen ebenfalls aus den Tiefen der Textillager zum Vorschein gekommen, sind 3 Kisten aussortierter, und absichtlich verfilzter Pullover.


Daraus, so schmorte es schon ewig in meinem Hirn, wollte ich eine Decke nähen.
 Nun hab ich endlich mal ausprobiert, ob das Projekt überhaupt brauchbar und machbar ist.


Erste Teilergebnisse sind zu sehen, der Zeitaufand hält sich Dank meiner Schnellnäherin "Emma" in Grenzen.  

Bei all dem lässt sich gut nachdenken. Über die Veränderungen im Familienalltag. Zwei von drei Kindern gehen eigenen Wege, und die Jüngste wird im nächsten Jahr ausziehen. Dann lebe ich das erste Mal seit 33 ! Jahren ohne Kinder.


 Und je nach Stimmung ist das mal schön, und manchmal auch traurig. 

Ich entdecke vergessene Pläne wieder, und es gibt neue Freiheiten, die mir erst langsam bewusst werden. Es bleibt auf jeden Fall spannend.


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Türchen Nr. 18, 3 alte Kännchen

Heute gibt es noch ein paar Einwohner meines ehemaligen Kannenlandes.


 Diese 3 alten, pastellfarbenen Kännchen sind sicher eine schöne Deko für jeden Küchenstil. Sie sind sauber und unbeschädigt,



 teilweise sogar hitzebeständig, und können noch für Lebensmittel verwendet werden. 

wir sind verkauft !!!
 Für ein Mindestgebot von 7 Euro plus Porto reisen die 3 Damen zu Euch.  Möchtet Ihr den Ladys eine Fahrkarte kaufen.  

Dann Mail an : 

miesis_hilfe_fuer_die_philippinen@gmx.de

Mein gestriger Weihnachtmarktbesuch war vor allem stressig. Schon lange der Stadt entwöhnt, hatte ich nicht mit einem solchen Aufgebot an Autos und Menschen schon um die Mittagszeit gerechnet.  Einige Anregungen habe ich mir holen können, bin dann aber bald in ein Cafe, und anschließend ins Sozialkaufhaus geflüchtet. Dort habe ich noch einige Schnäppchen machen können. 
Ich gehör wohl doch eher aufs Land. Oder ins Sozialkaufhaus.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Adventskalender Nr. 17, Nähkasten aus den 60er Jahren

.... da war das Nähkästchen noch neu. Nun kann es eine gewisse Patina nicht verleugnen. 



Dennoch, der Einsatz läuft einwandfrei, nichts ist verzogen. Nur das Furnier an den Kanten hat ein wenig gelitten.  Bestimmt ein schönes Restaurationsobjekt. Oder man lässt es einfach wie es ist, wenn man nicht so auf Schönheits-Op`s steht. 


Ein altes Nadelkissen, ein Maßband und einen Stopfpilz bringt das Kästchen mit.  

                                     ich bin verkauft !!!

Ab 6 Euro Mindestgebot plus Porto zu haben.  Wer seinen Nähkram in diesem Kästchen verstauen möchte,  Mail an : 
    
miesis_hilfe_fuer_die_philippinen@gmx.de

 schreiben.  Wie schon bekannt, der Reinerlös der Aktion wird an Ärzte ohne Grenzen gespendet...
Und ich ? Ich gönne mit heute einen Abstecher auf den Weihnachtsmarkt.


 Muß ja auch jemand machen !!!

Montag, 9. Dezember 2013

Adventskalender, Türchen Nummer 9, 3 kleine alte Blechdöschen....

Aus dem heutigen Türchen purzeln gleich 3 Dinge.  Nette, kleine Blechdosen, die allesamt schon ein paar Jährchen auf ihren Deckeln haben.  Sie könnten Kleinkram beherrbergen, sind aber auch  zum Anschauen nett.

Wie schön mir doch diese alten Produktverpackungen vorkommen, viel hübscher als die heutigen Plastik-Blister-Wegwerfteile.

Auf den Stecknadeln röhrt ein Hirsch.


 Ein Pfau prangt auf der Zigarettenschachtel.


 Und die Dose für die Magengeschwürtabletten ziert ein roter Punkt.  Das ist doch Verpackungsdesign vom Feinsten !

die Schachteln sind verkauft und heute ins Münsterland gereist !!!

Die Schächtelchen können zum Mindestgebot von 4 Euro ( für alle drei) plus Porto zu Euch wandern.  

 Interesse daran ?  

Dann einfach eine Mail an : 

miesis_hilfe_fuer_die_philippinen@gmx.de  

Alles Übrige könnt Ihr hier nachlesen. 

Der Reinerlös dieser Aktion wird an Ärzte ohne Grenzen gespendet, und soll den Opfern des Taifuns Haiyan zu Gute kommen

Und hier so?  Von meinem Geburtstagsgeld habe ich mir ein "Dörrgerät " geleistet. Bei der Menge an Allergikern in diesem Haushalt  weiß ich ganz gern, was in den einzelnen Lebensmitteln drin ist. 

Also heisst es immer wieder : Selbermachen.  Nachdem ich im Sommer einmal Tomaten im Backofen getrocknet habe, die super lecker waren, habe ich mit einem solchen Gerät geliebäugelt.  
Ich hoffe nun, daß es nicht wie bei der Backofenmethode 14 Stunden dauert, bis so ein Obst oder Gemüse getrocknet ist. Das wäre nämlich finanziell, und  aus Umweltgründen nicht vertretbar. Nun, ich werde Euch berichten.....

 Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart.

Dienstag, 4. Juni 2013

Kuh am Morgen

... vertreibt Kummer und Sorgen.  

Um 7 Uhr 30 die Hühner aufgemacht...  da hatten die Nachbarkühe schon ihre erste Pause.  Mutter passt auf. Gesellte sich sofort zu ihrem Kind, als ich mit meiner Kamera am Weiderand auftauchte.  


Recht so !!!

Und weiterhin: Kein Tag ohne Fundstück. 


Diese beiden Teetassen haben auch schon einige Jahre auf dem Buckel,
und kommen mit eigenen Teefiltern daher.  


Sie möchten für 50 cent pro Stück in mein Tassenkollektiv aufgenommen werden.

Können sie.  

..... und es muss nicht immer Chefkoch sein.

 Stapel toller Kochbücher : Quelle Altpapiercontainer !!! nebst einigen Büchern in Sütterlin zum Verbasteln. 


 Horrido  !!!

Dienstag, 7. Mai 2013

Lieblingsstück

.... bin heute den ganzen Tag mit schnöden Dingen beschäftigt gewesen.
 Den Sohn nach Braunschweig fahren, Haushalt, Kochen...

Deshalb zeige ich, wie schon lange mal geplant, eine weiteres Teil aus der Kategorie  meiner "Lieblingsdinge".


 Den Wecker habe ich vor vielen Jahren auf einem Flohmarkt gekauft. Etliche Versuche, ihn reparieren zu lassen, sind gescheitert.  Es bleibt trotztdem hier.


Wäre er heile, würde sich die Glucke mit jeder Sekunde bewegen... schade.

So gehört er in die Abteilung schönes Gerümpel.

 Aus der gleichen Ecke stammen diese alten Emailleschüsseln, gestern auf unserem Dachboden wiederentdeckt, nachdem sie dort einige Jahre im Exil verbracht haben.

Ich habe sie ausgegraben und sauber gemacht und jetzt gefallen sie mir wieder.

Und noch eine Uhr... von einem der letzten Flohmärkte.

Die russische Immigrantin soll im Gästezimmer für rechtzeitiges Aufwachen sorgen ... zum Frühsport,  Flohmarkt,  zum Ernteeinsatz ...




 Kleines Gerümpelregal in meiner im Moment ziemlich vollgestellten Werkstatt, mir immer mal wieder einen erfreuten Blick wert.



Freitag, 3. Mai 2013

Das Tassenkollektiv

der Landkommune heisst herzlich willkommen.

Schon lange wollte ich einen Post über meine, unsere, eben die Tassen machen, nicht über die antiken, zerbrechlichen, sondern über die robusten, bunten, alltäglichen.


Die ich dann im Laufe des Tages über das ganze Haus verteile, halbvoll mit kaltem Kaffee, auch Multitassing genannt.

Fehlte mir nur noch ein Anlaß.

 Denn jeden Morgen freue ich mich, wenn ich in meinen Tassenschrank gucke, und mir eine Tasse für den Morgenkaffee aussuche
Trivial und unerheblich, aber ich freue mich über die Farben und Muster... 

Es gibt zeitweise absolute Lieblinge, aber eigentlich kommt jede mal dran. Manche sind vom Flohmarkt, einige habe ich geschenkt bekommen und ein paar habe ich sogar auf dem Müll gefunden. Manchmal geht auch eine kaputt, die landet dann in meiner Scherbensammlung. Ein fluktuierendes Sammelsurium.

 Gleich zwei neue kamen heute hinzu.


Anette fand eine passende Tasse in kobaltblau auf dem Flohmarkt. 

Und die bunteste von allen, mit dem Hahn aus Polen hat mir die Kasia von urbanska geschickt.


 Die Verständigung ( der Tassen) untereinander ist noch etwas schwierig,... aber mit ein bisschen gutem Willen, und einer Portion Geduld wird das schon klappen.

Dzien´dobry !

Claudia findet bunte Tassen auch toll ( am besten mit Eigelb drin)



Vielen Dank, liebe Anette und liebe Kasia,  ich hab mich sehr gefreut.!!!!

Mittwoch, 1. Mai 2013

Hallo Mai

Das geht ja gut los...
Ein laues Lüftchen, nicht zu warm, Frühling eben, und was wohl, Flohmarkt...
Nach lustlosem, weil sehr frühem Beginn habe ich heute ausgesprochene Schnäppchen machen können.

 Bäckerkörbe, die noch des blankgescheuert Werdens harren, und dann als Wäschekörbe dienen sollen.


Aus der gleichen Quelle Tortenzahlen ( 35 cm hoch !!!), von Eins bis Sechs als spitzenoriginelle Wanddekoration in der Küche. Ich bin nicht der Dekofan, aber diese Teile finde ich umwerfend, und benutzbar sind sie obendrein. 



Gefilzte Puschen, wollte ich sowieso mal stricken, kann ich mir jetzt sparen.



Omas Unterhemden in Übergrösse... 4 Stück an der Zahl, allesamt ungetragen in stimmungsvoller Originalverpackung.


 Ich liebe diese alten Hemden... als Nachthemd oder als Sommerkleid only at 
home...


 Ein unschuldiges Tässchen in zartem Leukoplast-Rosa, ich fand , die passte zu mir, und vor kurzem ist eine meiner Punktetassen kaputtgegangen.
( 50 cent, nur 50 cent !! )




Und die 50er Jahre als textiles Element, zwar etwas schadhaft, aber sowieso nur in kleinen Prisen erträglich. 

 

Der eingangs abgebildetete Text stammt aus diesem Buch, und das ist einerseits echt der Hammer des Tages, andererseits, wie sollt es anders sein, 
ein kulturgeschichtliches Zeitdokument ,  


huldigt sich darin das mittlere Bürgertum des beginnenenden 20. Jahrhunderts zu jedem noch so kleinpingeligen  Anlass ( Geburtstag der älteren Jungfrau ?), in Reden und Ansprachen.  Von steifleinerner Konvention geprägt, kommt zum Beispiel die Berufstätigkeit der Frau darin mit keiner Silbe vor... nirgendwo eine Geburttagsrede für die Krankenschwester, die Bäuerin, die Lehrerin...

... früher war eben doch nicht alles besser !!!  Dafür gabs das Buch für 1 Euro.

Das hat heute wirklich Spaß gemacht, Leute...

Nun werde ich eine Nudelsoße aus Giersch und Bärlauchpaste versuchen, um damit die anwesenden Veganer zu bezaubern, wenns was wird, werde ich darüber berichten. 


Wenn nicht , geb ich es den Hühnern...