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Sonntag, 1. Februar 2026

Die Tiere , der Winter und ich


Offenbar hat der Winter beschlossen mit Kraft und Kälte noch ein paar Wochen zu bleiben. 

Der Schnee ist längst nicht mehr so romantisch und fluffig wie zu Beginn, jede Menge Spuren und anderes haben das Weiß teilzerlegt. Und die Ställe der Hühner, weil intensiv genutzt, müssen öfter geputzt werden. So wird die Versorgung der fast 30 Draußentiere im Moment keine Nebensache, sondern braucht erheblich mehr Zeit und Wärme ( Energie) . 

Frühstückskorb für Huhn, Ente und Schaf

30 gackernde, schnatternde oder blökende Lebewesen !  Das habe ich mir erst vor kurzem klargemacht, als ich mal wieder überlegt habe: „ was mache ich eigentlich so den ganzen Tag“.

Seitdem ( besser spät als nie !) bin ich erheblich zufriedener mit meiner Tagesleistung. 

Nachdem ich meine letzte, nur kurzfristig inne gehabte, " Ehrenamtsstelle "( die auch etwas mit Tierversorgung zu tun hatte), aufgegeben habe, kümmere ich mich quantitativ und qualitativ besser um unsere Tiere. Mindestens 3 mal pro Tag bin ich dort zu Gange.

 Wir kennen uns jetzt gut, die Tiere und ich. Alle sind wesentlich zutraulicher geworden, nicht mal Manfred haut ab, wenn ich komme. Außerdem merke ich früher, wenn einem Tier etwas fehlt und bin bei der Futterzubereitung einfallsreicher und sorgfältiger.

Und das macht Spaß.

 Die Hühner, auch die alten, legen verlässlich. Wir haben jeden Tag mindestens 6 Eier, an manchen Tagen mehr ( es sind 11 Legehennen und wir haben tiefsten Winter !) .

Es freut mich so sehr, die direkte Auswirkung meiner Arbeit zu sehen.

Unsere Hühner dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende hier leben , es sind ein paar echt alte Damen dabei. Erfahrungsgemäß überstehen die alten Hennen noch die erste Legeperiode bis zum Mai und verabschieden sich dann in den Hühnerhimmel. 

Deshalb habe ich schon mal zwei junge Hennen nachgekauft, zwei hübsche Welsumer, mittelgroß, mit glänzendem, wildfarbenem Gefieder.

Knapp 14 Tage sind sie hier und haben sich schon gut eingelebt.

...und sie mögen sogar den Schnee

Gelernt habe ich auch mit der Haltung meiner Schafe besser umzugehen, mir mehr zuzutrauen. Die Klauenpflege geht mir inzwischen sicher von der Hand, die Füße von " Hörnchen" sahen wirklich schlecht aus und mit regelmäßigen Kontrollen und Behandlungen habe ich das wieder gut hinbekommen 

(Entzündung raus, Tier kann wieder gut laufen...).da ist mir meine Chirurgie-Erfahrung sehr entgegengekommen

Auch hier zahlt sich die Mühe aus.

All diese Aufgaben hat es auch während meiner Berufstätigkeit schon gegeben. Was ich jetzt daraus gemacht habe, ist aber mit dem vorherigen Zustand nicht zu vergleichen. Ich hoffe, diese zufriedenstellende Arbeit noch lange zu schaffen und weiter dazuzulernen.

Schnee hingegen muss nicht ! Ich hätte jetzt gern schon mal ein paar frühe Schneeglöckchen.

Noch ein bisschen Musik ? Gerne doch. 

Am Freitag waren wir in einem Chorkonzert, sehr schöne Stücke wurden gesungen... Gleich zu Beginn ein Stück von Jacob Collier, unwiderstehlich. Es wäre mein Wunsch, einmal ein Konzert mit diesem Künstler zu erleben. 


Mittwoch, 15. Januar 2025

Nachtrag Irmi oder Glückes Geschick Manfred...

alle vier auf einem Foto ? geht irgendwie nicht   
Da ich im vergangenen Bloggerjahr recht still gewesen bin, werde ich hier ab und an ein paar Nachträge einstreuen. 

Unsere Schafsgruppe ( in dieser Zusammenstellung seit Ende September bei uns  ), hat sich mittlerweile gut zusammengefunden. Es ist eine Freude, die kleinen, harmlosen Wesen betreuen zu können und an der Mehrzahl der Tage freue ich mich darauf, die notwendigen Pflichten zu erledigen. Sogar eine Klauenzange habe ich mir zugelegt, damit ich die Füße der Schafe selbst pflegen kann und damit nicht auf den Tierarzt oder den Schäfer angewiesen bin.

Jetzt zu der Schafsgeschichte, die etwa Ende Oktober passiert ist.

 Zwei Tage nach dem schweren Unfall von Katze Irmi ging ich zur Schafweide, um das Trinkwasser der Wolligen zu erneuern. Dabei fiel mir auf, dass Manfred, das schwarze , neue Böcklein, mit merkwürdig überstrecktem Hals auf der Wiese liegt. Schnell die Schafe mit Kraftfutter angelockt, gottseidank steht das Böckchen auf, nur rinnen Bäche von Speichel und Schleim aus seinem Maul.

Schafe eingesperrt, Mann geholt, Handschuhe angezogen und im Kopf schon die Tierarztnummer gewählt.

 Der erste Gedanke : Blauzungenkrankheit im Vollbild ! Mit Hilfe meines Mannes  das Tier festgehalten und mit der behandschuhten Hand das Maul aufgesperrt. Wohlweislich hatte ich bei allen Schafen ein paar Tage zuvor die Scheimhäute kontrolliert um einen Ausgangsbefund zu haben ( bei Blauzungenkrankheit färben sich die Zungen blau ! klar heißt ja so). Manfred hat aber dunkle Schleimhäute, der Kerl ist ja schwarz, also sagt das nichts aus.

 Fühlte ich Überdruß ob des erneuten Tiernotfalles ? Eher Unglaube darüber, daß SCHON WIEDER etwas mit einem unserer Tiere passiert ist. Aber egal, als Ex-Krankenschwester bin ich Notsituationen gewohnt und reagiere schnell und nüchtern in solchen Momenten. Heulen kann ich später !

 In der Tiefe des Schafsrachens fand ich dann den Grund fürs Schleimen und Röcheln.  Der dumme Junge hatte beim Versuch, eine Kastanie zu fressen, ein störrisches Exemplar erwischt. Die angebissene Kastanie steckte zwischen Speiseröhre und hinterstem Backenzahn und lies sich nur mit beherztem Fingerhakeln entfernen, worauf der Kerl sofort spontan gesundete und umgehend friedlich weitergraste. Aber war knapp ! Vorher hat er mich noch in die Hand gebissen ( bitte als Tierbesitzer immer auf eine aktive Tetanus-Immunisierung achten , ha ! ) .

Schock lass nach...erst einmal Erleichterung. Leider steht zu befürchten, daß die Blauzungenkrankheit auch in diesem Jahr wieder massiv Schafe und Kühe gefährden wird. Aber wenigstens ein paar Tage hat es gefroren, sodaß die Zahl der Gnitzen, die diese Krankheit übertragen, ein wenig reduziert wurde. Gern mehr davon ( vom Frost ).

Eine weitere Stunde habe ich dann mit dem Absammeln der restlichen Kastanien und dem Absperren des Fallgebiets des Kastanienbaumes verbracht. Frische Luft ist ja gesund, Bewegung auch und neben einer schwerkranken Katze zu sitzen und zu stricken, kann auch deprimieren.

Die verbliebenen Kastanien sind inzwischen leicht kompostiert, stellen also kein leckeres Häppchen mehr dar, in diesem Jahr werde ich die Fallfläche der Kastanien aber rechtzeitig absperren.

Zum Schluss noch zwei Bildchen von Irmi : Die lebhafte Katze ( Beiname " Äuglein" ) ist zeitweise wieder im Freilauf unterwegs, hat ein paar Grämmchen zugenommen und ist gesund und munter.

 

Landleben hält in Bewegung ! Körperlich und seelisch.



... Jacob Collier ( meine neueste und tollste Entdeckung ) mit einem phantastischen Cover des M.J. Hits " human nature ", besser kann man es nicht machen.


Donnerstag, 17. Oktober 2024

Die Neuen


Weil zwei Schäflein auf unserer Wiese mit dem Fressen nicht nachkommen und weil Schafe Herdentiere sind: Nach dem Tod von unserem Schaf Helga war schnell klar, dass Anneliese und Hörnchen neue Mitblöker brauchen. 

Und es sollten Minischafe sein ( Ouessants wiegen zwischen 10 und 20 Kilo ), weil sie besser händelbar sind, als ein 70 Kilo schweres Riesenschaf und sei dieses auch noch so lieb. 

Wie der Zufall es wollte, auf dem Weg in den Urlaub im Handy rumgezappt und aus der Herdenauflösung einer Ouessant Schafgruppe die Übernahme von zwei Tieren fest zugesagt.

 Natürlich konnten wir die Schafe nicht gleich abholen, aber wir hatten eine Woche Zeit, uns darüber Gedanken zu machen, ob das denn so sinnvoll ist, unbesehen und spontan zwei Tiere zu kaufen. Und uns freuen. 

  Und hier sind sie jetzt.

 Das schwarze  Böcklein ist drei Jahre alt, er ist kastriert, verfügt über ein eindrucksvolles Gehörn und ist ein ausgesprochen sanfter Bursche. Ich nehme an, er wurde in seiner bisherigen Herde von den jüngeren , intakten Böcken ordentlich untergebuttert, denn er ist der schüchternere der beiden Ankömmlinge. 

Seine mitreisende Gefährtin, eine im Mai diesen Jahres geborene Aue, ist ein freches und verspieltes Mädchen mit herrlich weichem, hellbraunem Fell. ( Ich freue mich schon auf die Erstschur). 

Sie hat in den ersten Tagen sogar versucht, auf den Apfelbaum zu klettern, um sich dort ein paar Gripsche zu holen... und sie hegt eine besondere Vorliebe für Brennnesseln.

 

Wir haben sie Monika und Manfred genannt, wobei den Beiden ihr Name natürlich völlig egal ist.

Beide sind gesund und munter, stammen aus guter, liebevoller Haltung und wurden aus familiären Gründen abgegeben.

 

 Die Blauzungenimpfung wird zum Frühjahr hin nachgeholt , zur Zeit ist kein Impftermin zu bekommen, aber gottseidank hat die Ansteckungsgefahr jahreszeitengemäß nachgelassen. 

Und ja, es ist so schön, der freundlichen Gruppe zuzusehen.

 Ich erwäge das Aufstellen einer Bank auf der Weide.

 Es gab nur ein paar Tage Gerangel um die Leckerbissen, nichts Ernstes, nur ein bisschen Köppekloppen, aber nun sind sie als Herde unterwegs. 

Für die Zutraulichkeit geben wir den Tieren morgens und abends ein paar Häppchen aus der Hand ( Zwieback steht hoch im Kurs ), die übrige Zeit wird friedlich gegrast oder gelagert.

 Ich freue mich jeden Morgen darauf, zur Weide zu gehen. Begeistert kommen die Wolligen antrabt und jeder bekommt sein kleines Extra. Dann ziehen sie wieder ihrer Wege. Es sind keine Kuscheltiere, aber sie sind handzahm. Das ist für notwendige Pflegearbeiten ( Klauenpflege), und die einmal im Jahr fällige Schur von Vorteil.

Ich würd mal sagen, ich bin richtig glücklich mit der Entscheidung, Monika und Manfred so kurzentschlossen gekauft zu haben. Jetzt ist unser Tierbestand erst einmal komplett.



 

Vor ein paar Tagen schmiss mir der Youtube-Algorithmus mal wieder ein Video der Marsh-Family vor die Ohren. Ich habe die Entwicklung der Familie seit Corona ein wenig verfolgt und es ist so schön zu sehen, wie harmonisch diese Leutchen miteinander umgehen, wie die "Kinder" langsam erwachsen werden und dabei auch musikalisch reifen. Herzerwärmend, humorvoll und reflektiert.

Montag, 26. August 2024

Von Schafen und von Kartoffeln

 


Nach eingehender Information über den Kartoffelanbau und warum er in den Vorjahren nicht gelungen war, hatte ich mich entschlossen, die Kartoffeln an neuem Standort nun mal "richig" anzubauen. Das alte Hochbeet sollte weichen ( zu schattig, pflegeungünstig gelegen.) Aus besagtem Beet hatte ich im Vorjahr etwa zwei winzige Kartöffelchen geerntet und es darum einfach liegengelassen. Pünktlich zum geplanten Abbau des Beetes erschienen eine Vielzahl von Kartoffelssprösslingen, kräftig und guten Willens, in diesem Jahr hier Knollenfamilien zu gründen. 

ist doch besser als nix

OK,ok... ich hab noch ein paar Pflanzkartoffeln dazugesteckt und konnte unlängst zwei schöne Körbe wunderbarer Kartoffeln unterschiedlicher Sorten ernten. Soviel zum Thema Planung.

 Das Beet bleibt, wo es ist.

 Die nächstjährigen Kartoffeln werde ich wieder dort anbauen . Zu diesem Zweck wird das Beet mit Schafsmist aufgefüllt und ein paar Biokartöffelchen darin zum Winterschlaf gebettet.

Wahrscheinlich wirds nichts. Ist aber nicht schlimm.

 

Anneliese und Hörnchen, unsere beiden verbliebenen Schafe, sind weiterhin gesund und munter. Die Nachimpfung gegen die Blauzungenkrankheit ist nun zwei Wochen her.

 Damit sind sie so sicher, wie eben möglich, vor der Virusinfektion geschützt. Allerdings sind sie noch immer sehr durcheinander, weil ihr Leitschaf Helga nicht mehr ist... 

Nach dem Urlaub werden wir uns um neue Schafsgesellschaft für die Beiden bemühen.

 Abgesehen von der, derzeit grassierenden, Blauzungenkrankheit ist der Herbst dafür eine günstige Zeit. Vielleicht findet sich ( ganz sicher ) eine überzählige, ältere Schafsdame oder ein junges Böckchen, das niemand will und denen wir mit einer Übernahme ein gutes Leben schenken können. 

 

Zwei sind einfach keine Herde !

Insgesamt bin ich bemüht, hier wieder regelmäßig zu erscheinen. Es macht mir Spaß. Aber es gibt eine Menge Arbeit nachzuholen, die während der Krankheitszeit der verschiedenen Wesen liegengeblieben ist. 

zum Wochenanfang nochmal Waxahatchee :






Samstag, 17. August 2024

Spätsommer


 April, Mai und Juni und August fast vergangen und ich lass mich hier einfach nicht blicken. Aber gestern bin ich mal wieder durchgeschlichen ! Ich will auch gar nicht aufhören, zu schreiben, aber es hat irgendwie nicht gepasst

 Ich danke den netten Kommentatorinnen für die Nachfragen und reiße mich jetzt zusammen.

Ja, meine Lieben... in diesem Jahr kams bisher dicke.

 Immer , wenn ich den Vorsatz, mich hinzusetzen und etwas aufzuschreiben, in die Schrift umsetzen wollte, kam irgendeine weitere Aktualität, die mich zum sofortigen Reagieren gezwungen hat. Die Zeit und Aufmerksamkeit absorbierte. Und wenn man den Faden erstmal verloren hat, dann ist es gar nicht so einfach, wieder anzufangen. 

Mit vollem Schwung war ich in die Gartensaison gestartet, habe 170 Gemüsepflanzen heranwachsen lassen, nach dem Auspflanzen kamen dann mindestens so viele Schnecken und waren restlos begeistert. 

Der Dauerregen hat ein Übriges getan, Als das Wetter wieder pflanzgeeignet war, sind dann Hund , Katz und Schaf nacheinander und zum Teil mehrfach krankgeworden. 

Und wer möchte hier von Anaplasmose ( das ist diese Zeckenkrankheit beim Hund), hämorrhagischer Enteritis ( auch beim Hund), wer möchte von FORL ( das ist diese doofe Zahnkrankheit bei Katzen und der Lotte mussten deshalb 14 Backenzähne gezogen werden ), lesen. Hat jemand Bock auf Blauzungenkrankheit ( das arme Schaf Helga ist am vergangenen Montag daran gestorben, trotz Impfung). 

Und zur aktuellen Situation : Jetzt haben der Mann und ich ( mal wieder ) Corona und das ist wirklich nicht nett. Vom Karma.


Aber : Der Hund ist wieder gesund ( ja, er ist alt, er ist empfindlich und wie lange er uns noch erhalten bleibt, weiß ich nicht. ) Er bekommt jetzt teilweise selbstgekochtes Futter für den empfindlichen Bauch und wird schonend aber regelmässig bewegt ( ich sag nur, Fahrradanhänger ! )






Erstaunlich auch, wie Lotti den Verlust von 14 !! Backenzähnen weggesteckt hat. Bereits am 2. Tag nach OP wollte sie Trockenfutter fressen. Wenn sie sich auch mit Irmi nicht immer super verträgt, es ist gerade relativer Frieden in der Katzenwelt. Auch gut.

 Die Irmi hat sich prima eingelebt, ein echter ADHS-Wirbelwind. Freilauf komplett, hat sie sich mit der Nachbarskatze angefreundet und es ist nett zu sehen, daß die pelzige Freundin öfter an der Grundstücksgrenze auf Irmi wartet. 

Zwar haben die Gemüsepflanzen sich weitgehend verabschiedet ( bin ich ein Gemüseversager ?), die Tomaten, die Physalis, ein paar Beerensträucher und Obstbäume tragen vortrefflich. Da hat sich die ganze Arbeit gelohnt. Und im nächsten Frühjahr mache ich einen neuen Gemüseanfang.

Die beiden verbliebenen Schafe sind putzmunter, sie sind nochmal mit einem neuen Impfstoff gegen Blauzungenkranheit geimpft und mit jedem Tag steigt ihre Immunität gegen diese, um sich greifende,  für Menschen ungefährliche, für ein Drittel der infizierten Schafe jedoch tödliche Krankheit. 

Gruppenbild , noch mit Helga, im Juni vor der Schur...

Jetzt muss noch diese doofe Corona-Infektion abflauen, dann fahren wir unser schlappes Wöchelchen nach Dänemark und anschließend bekommen Hörnchen und Anneliese neue Gesellschaft auf der Weide. Zwei von diesen winzigen Schäflein sind einfach zu wenig. Die finden wir ja im hohen Gras gar nicht wieder.

Das war nur ein kurzer Abriss der letzten Monate. Natürlich habe ich gesponnen, gestrickt, sogar ein wenig genäht, viel geräumt... Ohne diese Tätigkeiten wäre ich, glaub ich, ganz unglücklich. Und zwei schöne Konzerte habe ich bisher in diesem Jahr besucht. Davon berichte ich dann mal die Tage...

Kleines Bonbon zum heutigen Abschluss... diesen tollen Künstler habe ich im Februar diesen Jahres , sogar in Hannover, sehen können. War einfach wunderbar. Gerne nochmal.


 ... und ein schönes Restwochende noch


Mittwoch, 27. September 2023

Verschlafen

 


Gestern bisschen verpennt und den Blökwecker überhört ( bei Tagesanbruch verlässlich). Schnell noch die Kamera geschnappt, weil das Morgenlicht so toll aussah und zur Weide gelaufen. Zum Hühner rauslassen und um für jedes Schaf eine Handvoll Kraftfutter zu servieren.

Eine überraschte und leicht empörte Schafsgruppe angetroffen. So nett.

 Gibt`s doch noch Frühstück ?

Wunderbarer Herbst...wunderbares Lied. Immer wieder schön.


Sonntag, 17. September 2023

Zwischenzeitlich Helga

Einer geht... einer kommt !

 Vor ein paar Wochen hat uns nach einem langen und hoffentlich glücklichen Schafsleben unser alte Aue Maggi in Richtung ewige Weidegründe verlassen. Stolze 15 Jahre ist sie alt geworden, wie ich im nachhinein den Schafspapieren aus dem Ordner " animal farm" entnehmen konnte. Ganz schlecht wird die Haltung dann wohl nicht gewesen sein. 13 Jahre davon hat sie nämlich bei uns verbracht. 

Nun schafften die zwei verbliebenen Blöker es nicht, die Weide kurz zu halten, weshalb mir der Sinn nach einem dritten Tier stand. Eine Quessant -Aue sollte es sein, klein und handlich, vielleicht wieder ein älteres Mädchen, das aus der Zucht herausgenommen, seine Gnadenhalme hier kauen könnte. 

Sollte. Aber wo die Liebe eben hinfällt.

Bei der Suche fiel mein Blick auf... Helga !

Helga ist eine Coburger Fuchs Dame, von geschätzt stolzen, gefräßigen 70 Kilo ( Helga hat unbestritten eine Neigung zur Adipositas ). Helga ist zahm, fast aufdringlich, ohne Scheu bewegt sie ihren wolligen Körper behende und nachdrücklich in Richtung Futtereimer tragender Menschen. Lässt sich aber auch gern und ausgiebig kraulen, am besten den ganzen Rücken lang. Eine echte, eigenwillige Persönlichkeit.

 Im Frühjahr hatte Helga Zwillingslämmer bekommen, dabei erhebliche Geburtsschwierigkeiten gehabt und ist deshalb aus der Zucht herausgenommen worden. In die Wurst sollte Helga nicht, sondern einen schönen Lebensplatz bekommen. Den hat sie nun bei uns. Schon nach ein paar Tagen hat Helga das Kommando über die kleine Herde übernommen, trotz des Größenunterschieds ziehen die Drei friedlich ihre Runden auf der Wiese, nur beim Futter kennt Helga keine Verwandten.

Und schöne Wolle hat sie als Coburger Füchsin auch.

Herzlich Willkommen, Helgi !

.... wo ich die ganze Zeit gesteckt habe ? Ich habe einfach mit der Umstellung auf die Rente zu tun gehabt, und in laufenden Prozesse kann ich nun mal nicht gut reinschreiben. Aber gefehlt hat mir die Bloggerei schon.

Donnerstag, 2. Juni 2022

Mensch Anni !

oder : Schurwetter

Montag um vier sollte es losgehen. Unsere drei Schafe sollten ihre Wintermäntel ausziehen. Um ehrlich zu sein, vor lauter Aufregung ich hab schon in der zuvorigen Nacht schlecht geschlafen. Äußerst.

Zwar wollte unsere Tochter helfen kommen, aber der Mann stand aus Termingründen nicht zur Verfügung. Und ich will es ja ausprobieren. Das Leben als Landfrau. Also baute ich aus Zaunteilen einen Verschlag, um die Schafe im vorderen Teil des Gartens auf den Scherer warten zu lassen. Ich kann sowas gar nicht, Zäune bauen, aber mein Machwerk hat gehalten...


Unser Grundstück ist langgezogen und knispelig geschnitten. Deshalb ist es besser, die Schafe vor Eintreffen des Scherers auf den vorderen Teil des Grundstückes zu bringen. Dann können sie sich vor dem Scheren beruhigen und sich vielleicht sogar ein bisschen langweilen. 

 Sogar war es mir gelungen, die kleine Anneliese und ihren Sohn, das dicke Hörnchen allein von der Wiese in den Pferch zu bringen. Die alte Meg ist dann fast freiwillig und laut blökend gefolgt.

Schur soweit ok, die meiste Sorge hatte ich ja um die uralte Meggie, was relativ unbegründet war. Der Scherer ist versiert und geübt und er mag Schafe. Leider hat dann aber Anneliese bei der Hufpflege derart gezappelt, daß der Scherer mit der Hufschere abgerutscht ist und eine stark blutende Wunde in den Schafsfuß geschnitten hat


Wegen der andauernden, arteriellen Blutung mussten wir der armen Anni einen Druckverband anlegen, den ich dann am kommenden Morgen wieder entfernt habe. Um bei der Wahrheit zu bleiben. Das Ganze hat mich ziemlich besorgt. In der ersten Nacht war ich ein paar Mal auf der Weide um nach dem Schaf zu sehen und auch Morgens war das mein erster Gang.


Zwei Tage hat die kleine Schafsdame das Bein noch ordentlich geschont, ist auch heute noch sehr mißtrauisch, anlocken mit Lekkerli ist nicht, aber der Fuß ist wieder ok und auch sonst hat das Tierchen keine Probleme mehr.

 Sie wird es vergessen....hoffentlich, denn sie ist eigentlich lieb und zutraulich.

Annelieses Wintermantel

Nun bin ich froh über den doch guten Ausgang der Schur, ein Jahr haben wir nun Ruhe.

 Die Schafe und ich.

 Und wenigstens weiß ich jetzt, wie man einen provisorischen Pferch baut.

Montag, 30. Mai 2022

Sockenwetter



 Seit ich mir vor ein paar Jahren in Dänemark in einem der zahlreichen Genbrug-Läden ein paar superbequeme Schuhe gekauft habe, die leider eine halbe Nummer zu klein waren, die ich aber dennoch unbedingt anziehen wollte , trage ich meist keine Socken. So passten die Schuhe nämlich.

 Fortan trug ich auch in meinen üblichen "Gartenlatschen" keine Socken mehr, und überhaupt nur noch diese. Nach eingehender Information habe ich mir sogenannte Barfußschuhe gekauft und seit diesen, ich schätze mal 5 Jahren, habe ich nur noch selten Fußschmerzen, selbst nach längerem Laufen. Zuvor hatte ein freundlicher Orthopäde brettharte Einlagen verordnet und etwas von Hallux-Valgus OP gemurmelt, die ich baldig in Angriff nehmen solle. 

Das ist schon ziemlich Schnee von gestern, meine Füße sind zwei Nummern größer geworden, ( was nicht ungewöhnlich ist, wenn man auf Barfußschuhe umsteigt ) und 99 Prozent des Jahres stiefele ich sockenlos durchs Leben. Kalte Füße habe ich seitdem im Übrigen so gut wie nie.

Apropos Schnee. Gibt kalte Tage, oder auch mal vergrippte Zeiten, da habe ich doch das Bedürfnis, den Hobbitfüßen eine wärmende Hülle zu verpassen. Da meine Wollsocken allesamt auch zu eng geworden sind, musste ich mich daransetzen und maßgefertigte Spezialsocken stricken. Ich bin kein begeisterter Sockenstricker, aber nach etwas probieren sind mir zwei paar Wollstrümpfe von den Nadeln geschlichen. 

Im Zehenbereich habe ich keine Spitze gestrickt. Die Socken haben genau die Fußbreite.Ich habe einfach so lang gestrickt, bis der kleine Zeh bedeckt war und dann alles gerade zusammengestrickt.

Passt, wackelt, hat Luft. 

Die Socken sind aus meiner handgesponnenen Wolle, die ich lediglich an der Ferse mit gekaufter Sockenwolle verstärkt habe. Und sie sind wunderbar warm. 

Heute ist Sockenwetter. Ich bin ein bisschen erkältet, ich sitze auf dem Sofa, schreibe diesen Post und ich freue mich über meine Spezialsocken. 

Und ich freue mich über den Luxus, mich um solche Dinge kümmern zu können.

 Ab Mitte der Woche soll es wieder wärmer werden. Das ist auch gut so, denn unsere Schafe werden morgen geschoren.

das Foto ist ein paar Jahre alt, da hatte Maggie wenigstens noch ein Horn

 Ich bin schon ziemlich aufgeregt, besonders was die alte Maggie angeht. Das betagte Mädchen ist etwas gebrechlich, hat beim Scheren in früheren Jahren leider die Hörner eingebüßt. Und allzu zartfühlend geht es dabei auch nicht zu, wenn auch unser Scherer ein Schafsflüsterer ist. Drückt uns die Daumen, daß alle drei unbeschadet bleiben. 

Ich werde berichten !




Samstag, 5. Juni 2021

Vorgezogen

... habe ich heute zum Verspinnen das frisch geschorene Vlies von unserem Schaf Anneliese.  Mein allerliebstes Kuscheltuch ist aus Wolle von Anneliese gestrickt und das Vlies, welches ich ungewaschen verspinnen will, lachte mich aus der Papiertüte so an, daß ich es kurzerhand angesponnen habe. 

Die Schafe haben sich nun daran gewöhnt, keine Wolle mehr zu tragen, ein paar Millimeter ist ds Vlies ja auch schon nachgewachsen. 


Die quirlige Anneliese wollte nicht so recht fotografiert werden, dafür war Maggie heute ausgesprochen fotogen.


Ich mag sie wirklich, unsere drei Sparschafe, es sind Persönlichkeiten und wenn die Wolle von Anneliese fertig ist, verspinne ich das Vies von Hörnchen, ihrem Sohn.

... oder ? als ich heute nach einem unspektakulären Dienst nach Hause kam, fand ich eine Überraschung vor. Zwei wunderbare Vliese von erstmals geschorenen Pommerschen Rauhwollerauen standen auf der Diele. Ein Nachbar hatte sie vorbeigebracht... soo schön, dunkelgrau und weich. Auch diese Vliese werde ich ungewaschen verspinnen.