Der ursprüngliche Post ist verschwunden, deshalb nochmal und abgekürzt. Seit fast 3 Jahren bin ich in Rente. Bewege mich ausschließlich in privaten Bezügen, ein kurzer Ausflug ins " Ehrenamt" endete mit verschiedenen Einsichten. Und dem Ausstieg aus selbigem. Und überhaupt, der alte "Krankenschwesternethos " ist verschwunden und damit ging gleichzeitig auch das " Helfersyndrom ". An anderer Stelle einmal vielleicht mehr darüber.
Nun brauchts neue Ziele und Fähigkeiten.
Die Ausrede : Keine Zeit ! Gilt nicht mehr. Wenn ich etwas nicht kann, sollte ich es tunlichst lernen. Dazu gehört auch eine ehrliche Bestandsaufnahme.
Strümpfe stricken ? Konnte ich nicht ! Ja, ich hab schon mal Fußbekleidungsgebilde gestrickt. Aus meiner handgesponnenen Wolle.
Aber.
Die waren viel zu dick und passten nicht in normale Schuhe. Die Wolle ist zu weich, deshalb laufen sich die Fersen schnell durch.
Ja, meine Socken sahen cool und rustikal aus, waren aber wenig brauchbar.
Da brauchte es Veränderung.
1. Handgesponnene Wolle ist für Socken nicht geeignet, es sei denn, man möchte sie im Bett anziehen.
2. Füße sind individuell. Was dem einen passt, ist für den anderen ungeeignet.
3. Aufwändige Muster sind sekundär.
4. Im besten Fall sollten die Socken maschinenwaschbar sein.
Ich habe geübt. Geduld gelernt. Sockenwolle der bekannten Firmen hatte ich reichlich in meinem Bestand. Es hat 3 Paar unpassende Socken gebraucht, bis ich einen passenden, robusten und tauglichen Prototyp zustandegebracht hatte.
Jetzt habe ich ein Referenz-Exemplar in Größe 40, fertiggestrickt, für passend befunden, dokumentiert.
Alle weiteren Sockenpaare werden davon abgeleitet. Ich gehe nun in die Serienproduktion, das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt. Damit trete ich innerfamiliär die Nachfolge meiner Mutter an, einer Meisterin der Sockenfertigung.
Socken, die passten und hielten, viele Maschinenwäschen überstanden, die nun aber nach langen Jahren des Tragens aufgebraucht sind.
Die Weihnachtsbeleuchtung und Beschmückung ist abgebastelt und verräumt. Die diesjährigen Sterne habe mir besonders gut gefallen, fast hätte ich sie noch länger hängenlassen.
Mit einem grauen " Betonwinter" nähern wir uns dem Februar. Ich bin froh über die Möglichkeit zum Rückzug, zur Pause. Trotz der niederschmetternden Weltnachrichten einigermaßenn auf Reihe zu bleiben.
Auch und fortwährend mit Musik.
Socken für die Seele !
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