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Donnerstag, 29. Januar 2026

Zum Beispiel : Strümpfe stricken


Der ursprüngliche Post ist verschwunden, deshalb nochmal und abgekürzt. Seit fast 3 Jahren bin ich in Rente. Bewege mich ausschließlich in privaten Bezügen, ein kurzer Ausflug ins " Ehrenamt" endete mit verschiedenen Einsichten. Und dem Ausstieg aus selbigem. Und überhaupt, der alte "Krankenschwesternethos " ist verschwunden und damit ging gleichzeitig auch das " Helfersyndrom ". An anderer Stelle einmal vielleicht mehr darüber. 

Nun brauchts neue Ziele und Fähigkeiten.

 Die Ausrede : Keine Zeit ! Gilt nicht mehr. Wenn ich etwas nicht kann, sollte ich es tunlichst lernen. Dazu gehört auch eine ehrliche Bestandsaufnahme. 

Strümpfe stricken ?  Konnte ich nicht ! Ja, ich hab schon mal Fußbekleidungsgebilde gestrickt. Aus meiner handgesponnenen Wolle. 

Aber.

 Die waren viel zu dick und passten nicht in normale Schuhe. Die Wolle ist zu weich, deshalb laufen sich die Fersen schnell durch.

 Ja, meine Socken sahen cool und rustikal aus, waren aber wenig brauchbar. 

Da brauchte es Veränderung.  

1. Handgesponnene Wolle ist für Socken nicht geeignet, es sei denn, man möchte sie im Bett anziehen.  

2. Füße sind individuell. Was dem einen passt, ist für den anderen ungeeignet. 

3. Aufwändige Muster sind sekundär. 

4. Im besten Fall sollten die Socken maschinenwaschbar sein.

Ich habe geübt. Geduld gelernt. Sockenwolle der bekannten Firmen hatte ich reichlich in meinem Bestand. Es hat 3 Paar mißlungene Socken gebraucht, bis ich einen passenden, robusten und tauglichen Prototyp zustandegebracht hatte. 

Jetzt habe ich ein Referenz-Exemplar in Größe 40, fertiggestrickt, für passend befunden, dokumentiert.

 Alle weiteren Sockenpaare werden davon abgeleitet.  Ich gehe nun in die Serienproduktion, das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt.  Damit trete ich innerfamiliär die Nachfolge meiner Mutter an, einer Meisterin der Sockenfertigung. 

Socken, die passten und hielten, viele Maschinenwäschen überstanden, die nun aber nach langen Jahren des Tragens aufgebraucht sind. 

Die Weihnachtsbeleuchtung und Beschmückung ist abgebastelt und verräumt. Die diesjährigen Sterne habe mir besonders gut gefallen, fast hätte ich sie noch länger hängenlassen.  

Mit einem grauen " Betonwinter"  nähern wir uns dem Februar. Ich bin froh über die Möglichkeit zum Rückzug, zur Pause. Trotz der niederschmetternden Weltnachrichten einigermaßenn auf Reihe zu bleiben.  

Auch und fortwährend mit Musik.  

Socken für die Seele ! 

 


 

 

 

Freitag, 4. November 2022

Zu tun...


.. ist immer. So auch in diesem fordernden und nicht allerbesten Jahr. Das erste Jahr " echte " Rente, zwar noch mit ner viertel Stelle, aber doch schon deutlich auf neue und sich intensivierende Projekte gerichtet. 

Gefühlt habe ich im Garten fast den ganzen Sommer gegen die Trockenheit und Hitze angekämpft, war manchmal schon nahe daran, das Ganze aufzustecken, weil es mir nicht leistbar erschien, und war dann doch im Herbst über die Ergebnisse erfreut und überrascht. 


Meine radikale Mulchkultur hat sich bewährt, der ständig bedeckte Boden hat sich feucht und fruchtbar erhalten. Ein Konzept, das ich auf jeden Fall weiterführen werde. Es wimmelt im Boden nur so von Kleinstlebewesen, sogar Eidechsen habe ich im Garten schon gesehen ( an meinem kleinen Teich ). Ich bin wirklich begeistert darüber, was sich in nur einem Jahr Permakultur entwickelt hat. 

So ist der Sommer hingegangen, und der Herbst auch schon zur Hälfte und der Blog lag still unter dem Mulch der vergangenen Posts.

Nun ist es nicht nur die mangelnde Zeit gewesen, die mich zum Schreibstopp bewegt hat, insgesamt hat mich dieses Jahr gerupft. Aus verschiedenen, äußeren Gründen ( die uns allem bekannt sein dürften ) , aber auch aus ganz speziellen, persönlichen Gründen. Die zu berichten, würde in Jammerei ausarten und außerdem die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen berühren.

Deshalb gibt es jetzt ein Fazit. :

Ich komme wieder aus meiner Ecke zum Vorschein, das Bloggen hat mir gefehlt.

Trotz Katastrophenmeldungen und Krisenstimmung darf ich mich über persönliche Kleinkram freuen und darüber berichten. ( das war mir über längere Zeit nicht klar )

Übrigens : Ich habe meinen Restarbeitsplatz gekündigt, werde ab dem Jahr 2023 wahrscheinlich nicht mehr in der Pflege arbeiten. Nach anfänglicher Trauer darüber ( und mittelgradiger Verunsicherung) bin ich jetzt heilfroh, entlastet und befreit und freue !!! mich über den Ausstieg aus der Berufstätigkeit ( hätte ich niemals gedacht, wie man sich täuschen kann ) .

Ich danke allen netten Leser/Innen, die bei mir nachgefragt haben, wie es mir geht, die sich Gedanken und ein bisschen Sorgen gemacht haben. Das hatte ich nicht beabsichtigt, habe mich aber dennoch über das Interesse gefreut. Gesundheitlich geht es mir gut, ich habe meine Energie wieder und freu ich auf die Adventszeit, in voller Dankbarkeit für unser gutes, gesichertes Leben.

Das mag fürs erste genügen. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Endlich ist es ein wenig kalt geworden, irgendwie beruhigt mich das.

Und ohne Musik geht’s nicht...




Dienstag, 25. Mai 2021

Pfingstdienstag

 Wie versprochen : da bin ich wieder !


Schönes Gerümpel:  die Tür ist neu ergattert und darf hier in Ehren vergammeln.

Ein ruhiges Pfingsten liegt hinter uns, bisschen Garten, bisschen Fahrradfahren und ein paar Naturbeobachtungen. Etwas Besuch auch. Eigentlich hätte ich arbeiten sollen, aber, man überhöre bitte die Ironie, wir haben nichts zu tun.

So konnte ich zu Hause bleiben und die Überstunden abbummeln. Überhaupt dämmert es mir so ganz langsam, daß die ganze Ackerei des Berufslebens ein Ende hat. Mit den paar Stunden, die ich monatlich noch arbeite, werde ich wohl kaum überlastet sein. Im übertragenen Sinne liegen Berge von Steckbecken, Urinflaschen, gewechselten Verbänden und Bettwäschesäcken, tonnenweise verabreichte Tabletten und Zäpfchen, Hektoliter Infusionsflüssigkeit und ebensolche Mengen gereichter Tee, Kaffee, Suppe etc., hinter mir ! 

Hinter mir.

Krankenpflege ist nicht nur die Königsdisziplin der tröstenden Hand, der herzlichen Worte, der kräftigen Tat und der tiefen Dankbarkeit von Patient und Angehörigen. Nein, es ist auch und manchmal scheint es überwiegend.... harte und zum Teil schmutzige Arbeit. Denn wer wischt schon gern Blut und Erbrochenes weg und nimmt Stuhlproben aus wegzutragenden Steckbecken, oder spült und verbindet eitrige Wunden. 

 Eben ! 

Aber ich habe durchgehalten und ich bin wirklich stolz darauf. Und ich liebe die Menschen immer noch. Und wenn jemand eine helfende Hand braucht...


So schaue ich den Schnecken beim Morgenkaffee zu, ( den eigenen Kaffee in der Hand. Habe mein Gewächshaus mit den vorgezogenen Pflanzen beschickt, ( den Melonen geht es schlecht !) und  ein wenig am neuen Wasserbecken gestaltet. Das wird schon werden. 



 


Und gestrickt und Outlander gekuckt. Gibt auf Netflix die 5. Staffel und ich gestehe, ich bin ganz vernarrt in diese Serie und das nicht nur wegen der umwerfenden Kostüme. 


gibt auch Outlander-Strickbücher....