Montag, 22. Juni 2026

Sommer in echt


 Eine arbeitsreiche Zeit. Eigentlich. 

Der Frühsommer hat sich seit fast einer Woche zu Rekordhöhen der Hitze aufgeschwungen.  Noch ist es in unserem alten Haus erträglich, aber auch nur wegen konsequenter Verhängung der Fenster etc. , was ich eigentlich überhaupt nicht leiden kann.

Im Garten wär trotzdem viel zu tun, aber bei diesen Temperaturen kann man nur halblang machen. 

Am vergangenen Donnerstag war ich 6 Stunden in der brüllheißen Stadt unterwegs, danach stehend kaputt. Überhaupt Stadt. Wohl nicht mehr so ganz mein Ding.

Der Garten hält sich noch wacker, hatte ja auch genug geregnet und meine Bearbeitungsstrategie ist eher schonend, defensiv. Das hält die Feuchtigkeit in Büschen und Wiese. Die Tiere liegen lethargisch herum, zumindest ab dem Nachmittag.  


Eine Ausnahme sind meine munteren Kleinhühner, die wacker ihr Leben erkunden, erstaunlich instinktsicher, sehr entspannt und immer zu viert unterwegs. Solche Hühner hatte ich noch nie, so sicher und elegant, autark.


Gestern musste ich die flotte Gruppe aus Nachbars Garten pflücken. 

Apropos pflücken. Vor Jahren, ja fast seit einem Jahrzehnt hat sich im Garten ein Kirschbaum angesiedelt. Auch selbstbestimmt. Er trägt dieses Jahr viele, schöne Kirschen. Wir teilen uns die Ernte mit den Staren. 

Ein bisschen hitzelädiert gehe ich durch den Tag.

 Und ich bin dankbar: Für die Fülle und den Frieden in dem ich lebe.

Dafür, dass die riesengroße Sorge um meinen engsten Gefährten, die mich seit langem bedrückt hat, langsam weicht, weil es ihm wieder gut geht.

 Dafür, dass ich bald ein Enkelkind bekommen werde, auf das ich mich freue und für das ich gerne einen Teil der Fürsorge tragen möchte.  (Nicht, dass ihr denkt, ich würde nicht wahrnehmen, was in der Welt los ist. Das tue ich. Aber ich helfe niemandem, wenn ich mich nicht über mein kleines Leben freue. Im Gegenteil !) 

Vieles hat sich gefügt. 


 

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