Sonntag, 14. März 2021

50 die Miesi

 

Noch 50 Tage bis zum gesetzten Rententermin und ich habe überlegt, eine Zwischenbilanz zu schreiben.

Aber danach war mir nicht und so habe ich mit meinen bescheidenen Grafikerinnenkenntnissen aus einem unentwickelten, sehr schlecht fotografierten, Negativ ein Foto extrahiert, das keine geringere zeigt als meine allererste Katze, die Miesi.

Im Übrigen auch Namensgeberin dieses Blogs und eine wichtige Person in meinem Leben. Ich habe die junge Miesi bekommen, als sie 3 Monate und ich 18 Jahre alt war.

13 Jahre lang hat sie mich begleitet, komplett durch die unruhigsten und einsamsten Jugendzeiten hindurch. Zwölf Umzüge hat das treue Tier mitgemacht, wo es möglich war, als Freigängerin.

Miesi war immer da, ich musste mich kümmern, Futter besorgen. Sie schlief auf meinen Füßen, sie hat alle Höhen und Tiefen meines Erwachsenwerdens mitbekommen.

Sie war die Konstante in jenen unruhigen Jahren, eigentlich mehr als die Menschen, die mich zu jenen Zeiten begleitet haben.

Leider verschwand diese erste Lebenskatze in einer denkwürdigen Nacht, in der es in dem Mietshaus, in dem ich damals lebte, einen Feuerwehreinsatz gegeben hatte, weil eine Tochter ihre Mutter nicht erreichen konnte und deshalb die Wohnung mit Riesentrara aufbrechen lies, ( der Mutter ging es übrigens prächtig, sie war ausgegangen).

In dieser Nacht fand meine Miesi nicht mehr nach Hause.

 Ich habe sie Tage, Wochen, Monate gesucht.

 Zwei Jahre habe ich um diese Katze getrauert. 

Es war als hätte ich ein Stück meiner Seele, meinen Schutz verloren, noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke.

Deshalb heißt der Blog Miesi. Weil ein Stück meiner Seele darin steckt. Viele wunderbare Katzen habe ich seitdem als Begleiterinnen gehabt, gerade ist wieder eine gegangen, und vielen bin ich dankbar für ihre Gesellschaft, ihre Zuneigung und einfach dafür, daß sie bei mir waren.

Und ganz besonders dem alten Tigermädchen, das die Gemeinschaft mit diesen wunderbaren Tieren eröffnet hat. 

Euch einen schönen Sonntag. 


Kommentare:

  1. Oh ja, in der Zeit und unter den Umständen die erste Katze zu verlieren, das muss wirklich furchtbar sein ...

    Ich hatte das Glück, dass ich mir meinen ersten - angeblich 6 Wochen alten - Kater noch vor der Einschulung auf einem Gutshof griff und den ganzen Nachmittag nicht mehr aus den Augen ließ. Erst nach vielen Tränen durfte ich ihn dann probehalber am Abend mit nach Hause nehmen ;-) Alle Höhen und Untiefen meiner Schulzeit hat er dann mitgemacht oder ertragen. Allerdings blieb er lieber in Haus und Garten als ich fürs Studium nach Hannover zog. Doch selbst mit dem Sterben wartete er damals auf den Tag, als ich an einem Wochenende nach Hause kam. Nur warum wir dieses Datum damals nicht festgehalten haben, finde ich im Nachhinein sehr sonderbar - ich weiß nur, dass es ein frostfreier Tag im Winter war. Und es waren wohl über 18 Jahre, die er mein Leben begleitete.

    Von daher kann ich gut nachvollziehen, wie wichtig Dir Miesi war ...
    Wolfgang und ich hatten uns nach dem ersten gemeinsamen Italienurlaub ein graues Kätzchen gewünscht. Denn in der Villa Este in Rom wuselten in einem Café graue Katzenkinder herum ;-) Aber damals war klar, dass die Umstände in einer kleinen Stadtwohnung in der 3. Etage dafür überhaupt nicht günstig waren. Und so begann dann nach Bibi eine längere katzenlose Zeit.
    Aber was Loriot damals über den Mops sagte, stellen wir wohl beim Leben ohne Katzen fest ;-)

    Ich habe mich schon lange gefragt, wer Miesi ist - und warum dieser Titel. Das war ein guter Anlass, das mal aufzuklären, wer sie war, und wie wichtig Dir das Zusammenleben mit Katzen ist ...
    LG Silke

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  2. «Ein Leben ohne Katzen ist wie ein Himmel ohne Sterne.»

    unbekannt

    MIESI ein schöner Name und stellvertretend für alle KATZEN ... eine Seelchen-Schmeichlerin, -Trösterin, - FREUND ... undenkbar, ein Leben ohne diese liebenswerte Gesellschaft ... ♥

    DANKE ... für´s Erzählen ...Tränchen kullerten mit ♥
    und meinen herzlichen Sonntags-Gruß lalass ★ Annette ★

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  3. auch mein leben begleiteten immer katzen, seit dem elternhaus. am meisten erinnere ich mich an lady, eine stolze katzendame, getigert wie eine wildkatze. sie holten wir aus dem tierheim. zunächst saß sie zwei tage am fenster und schaute hinaus, dann wurde sie freigängerin. als sie schlafend starb war sie fast 20 jahre alt.
    alles gute für die restlichen 50 tage, liebe gitta.

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