Sonntag, 1. Mai 2016

Ist das dein Ernst ?


Back to the roots, oder back to the wool.
 Normalerweise bin ich ja nicht so systematisch, was das Verspinnen der Rohwollvliese angeht.  Ich springe auf dem Dachboden herum und nippe wie ein kleines, altes Bienchen mal von diesem, mal von jenem Vlies. Auswahl habe ich ja genug. 
Nun bekam ich unlängst fünf liebevoll beschriftete Vliese Rohwolle. Aus einer tierfreundlichen Hobbyhaltung und auch noch aus dem schönen Wendland ( mein Wendland !!!). 
 Und nu hat es mich doch mal interessiert, wieviel fertige Wolle so ein Vlies ergibt, und wo bittschön, die eher graduellen Unterschiede zwischen den einzelnen Vliesen aus dieser netten Lieferung liegen. Gesagt, gesponnen !


 Et voilà... das ist das Kleid vom Ernst, der zwar nicht meiner ist, aber wirklich Ernst Böckle heisst und ein kapitaler Leine-Schaf-Zuchtbock ist.  

Kuschelige 1324  Gramm habe ich ersponnen und das Vlies fast ganz aufgebraucht. Bis auf ein paar futzlige Reste, die ich mit anderer Wolle kardieren werde oder zum Füllen benutzen, weil sie sehr kurz ist. 

Das entstandene Garn ist sehr fluffig, hat mir aber noch nicht verraten, was es werden will. Gelernt habe ich daraus, daß aus einem großen Vlies bis ca. 1500 Gramm Wolle gesponnen werden können. 

 
Vielleicht werde ich die Wolle vom Ernst Böckle teilweise mit Pflanzenfarben färben. In diesem Sommer möchte ich noch mal einen Versuch unternehmen, meiner ( kostbare) selbstgesponnenen Wolle ein wenig Farbe zu verpassen, obwohl ich die Naturtöne der einzelnen Schafrassen auch ganz toll finde. 

 Die letztjährigen Färbereien haben mich nicht vom Hocker gehauen. Entweder gefielen mir die erzielten Farben nicht, oder die Wolle ist unangenehm hart geworden.
 Da sich mittlerweile einiges an Färbegut, das ohne Beize färbt ( Zwiebelschalen) angesammelt hat, werde ich einen neuen Färbeanlauf wagen.


Passend zum Thema ein paar Fotos aus der letztjährigen Schur etwa gleichgroßer Schafstiere.


 
Es sind Bergschafmixe, bei deren Schur ich zusehen und fotografieren durfte und deren Wolle noch bei mir auf der Halde liegt....


Und die neue Schur ist schon im Gange.... 

geschafft....

 Springt fein in den Mai und geniesst den Frühling.

Kommentare:

  1. Wunderschön diese Wolle!
    (Ich finde ja auch, dass sie in natura fast am Schönsten aussieht!)
    Herzliche Maigrüße!

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  2. Feinste Wolle, liebe Gitta, die Sehnsucht in mir weckt. So schön zu lesen, dass es Dir soviel Freude macht!
    Liebe Grüße
    Erika

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  3. wow...wie interessant und so schöne Wolle.
    LG susa



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  4. Ernst... Was für ein witzig-passender Name für eine zartfluffige Wolle... Du wirst dem edlen Spender sicher mit der Verwendung alle Ehre machen... Ich bin auf deine Färbeversuche ebenso gespannt wie auf die Verwendung des gesponnenen Garns... (Ich habe tolle Färbeversuche ohne Beize mit Rosmarin erzielt, allerdings weiß ich nicht, wie farbecht das Ganze bleibt... ein zartes, herrliches Gelb... Zeige ich demnächst mal her...) LG mila

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  5. Tolle Wolle - Leineschaf jatte ich auch schon einmal auf dem Spinnrad, naja und Böcke haben nun mal auch die bessere Wolle.
    Auh deine neuen Errungenschaften finde ich super und die Babysachen allerliebst.
    Lieben Inselgruß
    Sheepy

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