Mittwoch, 25. Januar 2017

Fifty shades of

Hausfrauenglück.


Um am gestrigen Dienstag nicht vollends einem Stimmungsumsturz durch den mittwinterlichen  Putschversuch des Dreigestirns:  allgemeine Weltlage ( Trump, Hühnerpest),  Wetterlage ( grau, kalt, feucht ) und persönlicher Unbill zum Opfer zu fallen, beschloss ich bereits beim Aufwachen, meinen, schon seit Jahren andauernden Aufräumbestrebungen ein neues Kapitel hinzuzufügen. 


Die fröhlichen Müllmänner ( nicht mehr als 1 Kubik ! Lady ! ) konnte ich erneut mit einigen weggeworfenen Möbeln, Koffern und ( mein Gatte verzeihe es mir), größeren Metallteilen, bezaubern. 
Das entsorgte Geraffel stellt insofern eine Innovation dar, als es sich um, zum Teil durch Internetgenuss evozierte Aufhäufung von Bastelobjekten handelte, von dessen Daueraufforderung ich mich gestern ein für alle mal befreit habe.
 In der Vergangenheit führte das Lesen etlicher ( vorzugsweise amerikanischer ) Mittelschichts-Bastelblogs dazu, eine unrealistische Menge ausgangierter Möbel aufzubewahren, um daraus, beautiful und awsome, mit Farbe und Säge andere Dinge zu gestalten, die ich auch nicht brauche.

 Fort nun.

 Platz gemacht haben diese, nie umgesetzten Projekte, der immer mal wieder zur Aufbewahrung anlandenen Habe meiner bereits teil-selbstsständigen Kinder und dem Material, welches mich wirklich interessiert und das ich konstant bearbeite.

fifty shades of Rauhwoller
Nämlich Wolle, Wolle, Wolle....

Maßnahme 2 war das endliche Fotografieren eines Areal, das ich vom Auto aus gesehen, als die passende Bebilderung dieses Posts empfinde, von grafischer Eleganz, aber nicht unbedingt ein Ruhmesblatt des Naturschutzes.


 Es handelt sich um das Wiedervernässungsgebiet des hiesigen Torfabbau-Frevels
 ( Moore , wozu das ? ... weg damit ! ), und dort im Speziellen um die bereits wieder absterbenden Birken, die sich als Pionierpflanzen angesiedelt hatten.


 Wie gesagt, grafisch interessant, nicht nur bei Nebelfeuchte.

 Beim allgemeinen Aufräumen fiel mir auch, zum Teil weisse, Bettwäsche in die Hände, nur noch als Putzlappen oder eben zum Vernähen gut, und weil ich sowieso meinen Wegwerfrundgang üblicherweise mit einem kleinen Einkauf verbinde, habe ich kurzerhand etwas Stoff-Färbemittel erstanden und die aussortierten Textilien gestern und heute so nebenberuflich eingefärbt. 

Damit war mein Drang , etwas was Buntes, Frisches und Leuchtendes in mein Leben zu bringen, vorerst befriedigt und ich habe außerdem jede Menge farbige Stoffe, um daraus Kissen und Gardinen zu nähen.


Und zu allerletzt fand ich in einer der eingekürzten Flohmarktkisten,  schon mit wesentlich gehobener Laune, die Käsereibe wieder, mit der ich im Sommer Seife zu Flocken fürs Wollefilzen verarbeiten möchte. Was sehr schön ist, denn es hat etwas mit geplanten Dingen zu tun, und Pläne zu machen ist immer gut und hilfreich bei Stimmungstiefs. Jepp !

 Happiness ist a chemical .....


Geht doch. 

Musikalisch begleitet hat mich dazu der freundliche Darren Hanlon ( in der mentalen Flohmarktkiste gefunden),  der sich mal wieder als Mann für alle Gelegenheiten erweist .

 Bisschen viel Musik ? Mag sein, brauche ich im Moment aber ganz unbedingt.


für J. und J.  

Kopf hoch !

Kommentare:

  1. Liebe Miesi,

    ich sehe, du hast das absolut richtige Rezept für dich, mit Stimmungstiefs umzugehen. Beim Lesen musste ich sehr schmunzeln.

    Entrümpeln ist für mich auch gerade ein Riesenthema. Wir ziehen um und verkleinern uns extremst (also wirklich extrem). Du kannst dir vorstellen, was die nächsten Wochen vor mir liegt. Du bist dann mein Vorbild, wenn ich dann mal einen Durchhänger habe.

    Liebe Grüße (auch an die Hühnerschar)
    Melanie

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  2. Nur durch Mut kann man Ordnung in sein Leben bringen.

    Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues
    (1715 - 1747)

    DANKEschön... für´s MUTmachen !!! *♥lichenDonnerstagsGRUßdalass*

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