Freitag, 10. Oktober 2014

Federvieh aktuell


In diesem Jahr habe ich etliche Federtiere aus unterschiedlicher Herkunft, zum Teil notfallmässig, aufgenommen.  Ein buntes Grüppchen ist dadurch entstanden.
Erstmals habe ich aus einer Haltungaufgabe ein paar Zwerghennen bekommen. Noch ein paar dazugekauft, und nun habe ich 7 von diesen schlauen und agilen Wesen.  Die 7 Zwerge dürfen im Garten laufen, denn sie richten kaum Schaden an.


Meine anfängliche Sorge, sie könnten von den großen Hennen untergebuttert werden, hat sich als unbegründet erwiesen. Die kleine Federmädels sind wendig und haben offensichtlich ein paar Zellen mehr in ihren Hühnergehirnen. Einige können fliegen wie junge Adler, sodass eher die "Großen" aufpassen müssen. 
Und der Hahn hat mit seinen gleichgroßen Damen genug zu tun.
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Drei völlig verrupfte, weil federfressende Hennen habe ich von der Initiative " Rettet das Huhn"  übernommen, und zuletzt kam noch die Gans Liese, eine verlassene Pommerngans zu uns. 


 Liese ist nun die dritte Woche bei uns, hat sich gut eingelebt und ist eigentlich recht lebensfroh. Weil sie nun verlässlich und gern in den Gemeinschaftsstall zurückkehrt, darf sie tagsüber mit den 7 Zwergen in den Garten, und weidet dort fleissig den Rasen kurz.



Leider hat sich ein schon vorbestehendes Humpeln verstärkt, am ehesten ordne ich dieses als Gicht ein, sodass ich mir grad ein wenig Sorgen mache.  Wie gesagt,  sonst sie ist munter und frisst wie ein Scheunendrescher....
Wie beim Menschen, ist auch bei Tieren die Gicht eine Zivilisationskrankheit. Die gute Liese bekommt also für ein paar Tage kein eingeweichtes Brötchen zusätzlich, sondern Haferflocken mit extra gesammelten Kräutern  (Brennnessel)
 Fand sie nun nicht so toll, aber wenns nichts anderes gibt, nimmt man das auch.


Die anderen Flügeltiere erfreuen sich bester Gesundheit. Die verrupften Dinger aus der Batteriehaltung sind sehr agil und bekommen gerade neues Gefieder. Gleichzeitig zu ihren vorhandenen kahlen Stellen, sind sie jetzt auch noch in der Mauser. Mit gutem Futter und frischer Luft wird das aber bald überstanden sein, und außerdem habe ich heute noch extra Hühnervitamine zum zufüttern gekauft.
  
die neuen Federkiele sind schon gut zu sehen
Der Gockel sieht im Moment aber auch nicht besser aus.


 Soeben hat er die letzte seiner langen Schwanzfedern vom Vorjahr verloren. Eine stolze Mannespracht kann man das kurze nachwachsenden Gestümpel noch nicht nennen. 


Wird auch weniger gekräht im Moment und die ehelichen Pflichten ( 10 girls are waiting for you !)  werden vernachlässigt.
 Von ganz klein ( 400 Gramm ) bis groß ( 9 Kilo wiegt die Gans ), von jung bis alt, ist alles in meinem Hühnervolk vertreten. Eine zusammengewürfelte Patchworkfamilie, die sich insgesamt ganz gut versteht.



  Zwar haben meine Federtiere keine Namen...jedenfalls nicht durchgängig, aber ich kenne sie alle. Sie sind unterschiedlich in Temperament und Verhalten und ich versuche, sie artgerecht und mit Respekt zu behandeln. 


Und jeden Morgen, wenn ich den Stall aufmache, freue ich mich darüber, das ich die Möglichkeit habe, meine Gackerelsen und Schnatterliesen zu halten. 

Kommentare:

  1. Das glaube ich Dir, dass Du Dich freust wenn Du morgens die Türe aufmachst und Dir die Tiere munter entgegenkommen.
    Noch viel Freude damit wünscht Dir Marie

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  2. Ich glaube auch, die Tiere merken es, wenn sich jemand wirklich um sie sorgt. Deine Aufnahmen sind wieder ein Gedicht, als wäre man mittendrin...
    Macht's gut, Birgit

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  3. du hast mir eine große freude mit diesem post gemacht! ich mag gackerndes und schnatterndes federvieh so gern und es ist wunderbar, wie liebevoll du dich um diese menschengeschädigte tiere kümmerst.
    herzliche grüße von mano

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  4. Oh wie schön! Deine bunte Schar Federvieh macht ja wirklich Freude. Und nach der Mauser sehen alle wieder richtig gut aus - ich denke, dass die armen Federrupfer aus der Batterie bei Dir im Garten so wenig Stress und soviel Anregung haben, dass sie sich nicht mehr kahl rupfen.

    LG Kerstin mit Finchen und Ayla

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  5. So eine bunte gefiedert Schar belebt doch einen Hof erst richtig. Zerrupft her oder hin - das gibt sich wieder. Unsere Hühnergemeinschaft wurden seinerzeit regelmäßig dezimiert. Von Fuchs oder Marder und aus der Luft von Greifvögeln. Letztere haben keine Scheu, greifen sich auf dem Hof mal eben eine Taube aus der Kastanie oder einen Singvogel vom Futterplatz.
    Die Fotos von Deinen gefiederten Freunden sind allesamt sehr schön geworden.
    LG Christiane

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